Familie

Beides ist lieben…

„Tragen und schieben, beides ist Lieben.“

Das schrieb Nora Imlau anlässlich der Eurpean Babywearingweek auf ihrer Facebook Seite. Gut, das ist inzwischen ein paar Tage her, aber dieser Satz blieb mir im Kopf – und heute schreibe ich ein bisschen zu dem Thema „…beides ist Lieben“

Ob man sein Baby/Kind nun trägt oder schiebt, ändert rein gar nichts daran, wie sehr es geliebt wird. Tatsächlich weis ich auch nicht wie man auf sowas kommt ?! Nur wegen des hashtag bzw oft gesagten Satz „Tragen ist liebe“? Ich mein da wird nur eine Aussage über das Tragen getroffen und in keinster Weise über das Schieben geurteilt. Also ja, auch schieben ist lieben. Und wenn alle Beteiligten mit der Situation zufrieden sind ist das toll! Eine Sache jedoch ist, was das schieben betrifft nicht gut. Das ist mir in den letzen Wochen vermehrt aufgefallen und hat nun auch nichts mit Boshaftigkeit zu tun. Bitte liebe Mamas schiebt eure Kinder nicht grundsätzlich in der Babyschale durch die Gegend. Natürlich macht man das mal wenn man schnell einkaufen ist, und das Baby grade im Auto in der Schale eingeschlafen ist. Aber dafür, dass man sie grundsätzlich statt der Babywanne auf dem Kinderwagen nutzt ist sie nicht gemacht. Die Position die das Baby in der Schale hat ist einfach nicht optimal über einen längeren Zeitraum. Mehr dazu findet ihr hier!

Stillen oder Flasche?

…beides ist Lieben – das gilt auch für Stillen und Flasche geben. Es steht völlig außer Frage, dass Flschen Mamas ihre Kinder genau so sehr lieben wie Stillmamas – oder bezweifelt das hier jemand ernsthaft? Sicherlich ist das Stillen nachweislich gesundheitsfördernder, in vielen Fällen praktischer und einfach die natürlichste Art sein Baby zu ernähren. Aber wenn es Gründe gibt, aus denen das Stillen für einen selbst nicht möglich ist , oder nicht in Frage kommt, dann ist auch das völlig legitim. Nicht gut ist allerdings, wenn man dem Kind statt speziell entwickelter Pre Milch einfach Kuhmilch in die Flasche tut. Das Baby mit der Flasche „überfüttert“ oder die Pre nicht wie das Stillen nach bedarf gibt. Auch ein Umstieg auf 1er oder 2er Milch ist in der Regel nicht nötig. Mehr dazu auch hier.

Familienbett oder Kinderbett?

Ob mein Kind im Familienbett oder im eigenen Bett schläft, dass ist letztlich wohl eine Frage der Vorlieben von Eltern und Kind und hat mit einem gewiss nichts zu tun – nämlich der Liebe. Es ist nachweislich so, dass Kinder die im Elternzimmer im Beistell- oder Familienbett schlafen ein geringeres Risiko haben den so genannten „plötzlichen Kindstot“ zu erleiden, da sie einen leichteren Schlaf haben. Gefährlich sind für Babys die sehr tiefen Schlafphasen in denen eventuell schlicht vergessen wird zu atmen. Allerdings gibt es auch immer wieder Faktoren wie die Einnahme von Medikamenten, Alkohol oder Tabak Konsum oder z.b ein Wasserbett, die gegen das Praktizieren des Familienbettens sprechen. Wenn es für eine Familie, die für alle (auch das Baby), akzeptable Lösung ist von Anfang an im eigenen Zimmer und/oder Bett schlafen zu lassen ist das eben so legitim wie im Familienbett zu schlafen. Nur eins sollte man, bei egal welchem Schlafort, nicht tun und das ist das Baby schreien zu lassen. Ein sehr prägnantes Video dazu findet ihr: hier

BLW oder Brei?

Fingerfood oder Brei – die Frage, die die Welt bewegt und was soll ich sagen – auch hier spielt wohl die Liebe keine Rolle in der Entscheidungsfindung. Für welche Option man sich auch entscheidet, wichtig ist, dass auf das Baby eingegangen wird. Hier wurde Brei zum Beispiel wehement verweigert. Der kleine Bär wollte sein Essen selbst in der Hand halten können. Genau so kenne ich es aber auch anders herum, dass manche Kinder lieber Brei essen wollten als Fingerfood. Sei es drum! Für mich war Brei frei immer der praktischste und einfachste Weg , und eben ganz zufällig auch der einzige, der den Anforderungen meines Kindes entsprach. Egal ob Fingerfood oder Brei gibt es aber auch da wieder Dinge, die einfach nicht gut sind – zum Beispiel Kinder zum Essen zu zwingen, oder durch „Spiele“ zu animieren, so wird Ihnen das Hunger- und Sättigungsgefühl quasi „aberzogen“. Auch das Nahrung geben (egal welcher Form) bevor alle Beikostreifezeichen erfüllt sind ist nicht gut, da die Kinder körperlich und auch vom Verdsuungsspparat dann noch nicht so weit sind.

Sicher könnte ich hier noch weitere Themen benennen: Stoffwindeln, unerzogen, Kita alter…. all das sind Weitere potentielle Punkte bei denen es Mütter unterschiedlich halten. Und es gäbe wohl auch noch etliche andere- aber darum ging und geht es mir in diesem Beitrag nicht. Ich möchte gar nicht alle Themen „zerpflücken“ – viel mehr möchte ich, und das ist mein Wort zum Sonntag, sagen:

Es gibt Dinge, die für unsere Kinder nicht gut bzw. schädlich sind. Von denen wir als Mütter, wir als Eltern generell Abstand nehmen sollten. Alles andere liegt im eigenen Ermessen und an uns, den Weg zu finden, den wir als Familie für uns gut und richtig finden und den wir gehen wollen. Nichts davon bedeutet, dass man sein Kind mehr oder weniger liebt.

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