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(DIY:) Calendulaöl – Heiß- und Kaltauszug

Wer den Blog schon ein bisschen verfolgt – oder auch meine Instagram Seite, der weis, dass ich son bisschen öko bin. Mein Zwerg badet nur 1x pro Woche (außer er ist von Kopf bis Fuß verdreckt), er badet nur in klarem Wasser, ggf. Mit etwas Muttermilch. Und ich benutze auch keine herkömmlichen Pflegepeodukte und Cremes. In den Cremes ist zu meist mikroplatik und Mineralöl enthalten und sonstige Pflegepeodukte enthalten ebenso mikroplastik und sind zudem einfach in den meisten Fällen unnötig. Daher mache ich einige Produkte selbst. Wie zum Beispiel unser Calendulaöl.

Warum Calendulaöl?

Abends haben wir als Ritual eine Massage eingeführt. Dafür braucht es nun natürlich Öl, ich habe lange reines Mandelöl genutzt und das hat toll geklappt, das Öl kann man übrigens auch in Glasflaschen kaufen. Um die Haut besonders zu pflegen wollte ich nun Für meine selbst gemachten Feuchttücher und für die Massage Calendulaöl (Calendula ist auch bekannt als Ringelblume) herstellen. Die Calendulapflanze hat ähnlich wie Arnica eine sehr pflegende und auch heilende Wirkung und kann auch bei Verletzungen wie Schürf- oder Quetschwunden Linderung verschaffen.

Die Vorbereitung  – Ernte der Ringelblumen

Ich habe das Glück, dass bei uns Calendula im Garten wächst und ich sie einfach so ernten konnte. Am besten werden die Blüten an einem sonnigen Tag gegen Mittag geerntet und dann für zwei bis drei Stunden im Schatten anwelken gelassen, damit sie etwas Wasser verlieren. Wer keine Möglichkeit hat, an frische Blüten zu kommen, der kann sich auch einfach getrocknete aus dem Reformhaus kaufen. Verwenden könnt ihr die komplette Blüte (wie ich) oder nur die Blütenblätter (qusi die Edelvariante). Außerdem benötigt ihr noch ein Trägeröl, zum Beispiel Jojobaöl, Olivenöl oder wie in meinem Fall Mandelöl.

Die Herstellung

Es gibt dann zwei Möglichkeiten der Herstellung. Den Heißauszug (bei etwa 50 grad im Wasserbad) und den Kaltsuszug (bei Zimmertemperatur auf einem halbsonnigen Platz). Der Heißauszug ist besonders geeignet wenn man das Öl schnell benötigt, denn das dauert nur 2-3 Stunden. Dafür ist die Konzentration der Calendula aber auch etwas geringer. Der Kaltauszug dauert 2-3 Wochen, ist also eher etwas langfristiges, zeichnet sich aber durch seine höhere Calendulakonzentrstion aus. Ich habe beides gemacht (125ml kalt, 125ml heiß) – aus dem Kaltauszug möchte ich nämlich eine Wundsalbe, z.b für Wundenpo herstellen, daher ist mir da die hohe Konzentration wichtig. Den Heißauszug nutze ich „nur“ für meine Feuchttücher und die Massage.

Das Rezept bleibt bei beiden Arten gleich: Für 250ml Trägeröl nehmt ihr 40gramm Frische, oder 20gramm getrocknete Blüten.

Heißauszug: ihr gebt das Öl mit den Blüten in einen Topf und erwärmt es im Wasserbad auf etwa 50grad. Das lasst ihr dann auf dieser Temperatur etwa 2-3 Stunden ziehen und rührt regelmäßig mit einem Holzlöffel um. Anschließend gießt ihr das Öl mit den Blüten durch ein Mulltuch- oder Geschirrtuch um die Blüten und kleine Schwebteilchen ab zu sieben und füllt es in ein Glas mit Schraubverschluss. Wenn ihr das Öl direkt verwendet darf es helles Glas sein, ansonsten nehmt ihr zum lagern bitte ein braunes Glas.

Kaltauszug: Ihr gebt die Blüten in ein helles Glas mit Schraubverschluss und übergießt sie mit dem Öl. Schaut das die Blüten alle gut vom Öl umspült sind. Dann stellt ihr das verschlossene Glas an einen zimmerwarmen, habsonnigen Platz und lasst es dort für etwa 2-3 Wochen Ziehen. Zwei bis drei mal pro Tag schwenkt ihr das Glas, so dass sich nichts auf dem Boden Absetzt und alles immer gut vermischt wird. Anschließend gießt ihr das Öl mit den Blüten durch ein Mulltuch- oder Geschirrtuch um die Blüten und kleine Schwebteilchen ab zu sieben und füllt es in ein Glas mit Schraubverschluss. Wenn ihr das Öl direkt verwendet darf es helles Glas sein, ansonsten nehmt ihr zum lagern bitte ein braunes Glas.

Wer das Öl für die Massage nutzt kann auch noch 10Tropfen ätherisches Öl dazu geben. Bei uns bietet sich da zum Beispiel für die Abendmassage Lavendelöl an, denn das wirkt ja bekanntlich beruhigend.

Das Rezept für die Creme, die ich aus dem Kaltauszug gemacht habe findet ihr hier .

So, nun könnt ihr euch relativ günstig euer eigenes Ringelblumenöl herstellen. Mich haben 250 ml Ringelblumenöl zum Beispiel nun 5 Euro gekostet (100ml=2,-) . Zum Vergleich, fertiges Ringelblumenöl von Weleda kostet in der Plastikflasche (mikroplastik Gefahr) 200ml 8,50 Euro (100ml =4,50,-) und in der Glasflasche 14,50 Euro (100ml =7,25,-) . Außerdem wisst ihr so genau was drin ist!

Und nun viel Spaß beim herstellen

Ringelblumenöl
Die Herstellung vom Heißauszug. Frische Blüten mit Mandelöl im Topf.
Ringelblumenöl Kaltauszug
Calendulablüten mit Mandelöl abgefüllt für den Kaltauszug

(p.s: so wie ich den Kaltauszug beschrieben habe, stelle ich auch noch Lavendelmassageöl her, einfach ein 250ml Glas Etwa 2/3 ganz locker mit getrockneten Lavendelblüten füllen. Trägeröl drüber geben und ebenso ziehen lasssn und am Ende absiehen.)

2 Gedanken zu „(DIY:) Calendulaöl – Heiß- und Kaltauszug“

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