Familie

Einer heult immer … – über die Co-Existenz mit andere Eltern

Der Titel lässt im ersten Moment vermuten es geht um das Leben mit Kindern. Sicher trifft der auch hier gerne mal zu. Bei mir soll es aber heute um die (friedliche) Co-Existenz mit anderen Eltern gehen.

Ich habe viele Freunde, Bekannte und Follower die grade ein Kind bekommen haben, schwanger sind, oder demnächst ein Kind planen. Und da ich mit meinem Kind einen anderen Weg gehe als es hier bei uns aufm Dorf die Breite Masse tut, teile ich gern (bei Facebook vor allem – oder eben Instagram) was ich mache und unter mauere mein Handeln gern mit passenden Artikeln aus Wissenschaft und Blogs. Ich hoffe auf diese Weise einige der frischen – oder bald Mütter zu erreichen und sie für andere Wege zu sensibilisieren. Ihnen zu zeigen, dass es auch bedürfnisorientiert und weniger streng erziehend geht.

Ich prangere nicht an!

Was ich nicht tue, ist zu anderen Eltern gehen und sagen :“Du, du böse(r) Mama/Papa Sandmann, du machst es aber falsch/schlecht/kinderschädigend weil du: dein Kind nicht im Eltern Zimmer schlafen lässt, es mit 12 Monaten zu Krippe gibst, nicht stillen möchtest, lieber schiebst als trägst … “ – oder was es da sonst noch gibt.

Das mache ich nicht, weil es mich nichts angeht, es legitim ist seinen eigenen Weg als Familie zu finden (sofern es im gesetzlichen Rahmen, ohne Gewalt z.b ist) und zu guter letzt, weil ich, wenn ich möchte das ich mit meinem Weg akzeptiert werde, auch die Größe besitzen muss Andere mit ihrem Weg zu akzeptieren.

Und trotzdem ist es so: Einer heult immer. Einer fühlt sich immer angegriffen durch meine Beiträge, nur weil ich mein Handeln zeige und erkläre. Einer denkt immer es ginge um Ihn. Egal ob bei Facebook, Instagram oder sicher auch hier im Blog, irgendein Papa oder eine Mama findet sich immer, die sich (ohne das es meine Absicht wäre) auf den Schlips getreten fühlt.

Jeder zieht sich den Schuh an, der ihm passt.

Und dann wird zum Gegenschlag ausgeholt. (Mir fällt da oft der Spruch ein: Getroffene Hunde beißen. Und ich frage mich ob diese Leute eventuell selbst denken, dass sie lieber anders hätten handeln sollen und daher dann ohne direkte Ansprache so empfindlich reagieren?!) Es wir dann auf jedenfall geschimpft. Auf die „Übereltern“, den neumodischen Kram, die Ökos und weltfremden und über die Kinder, die nämlich später die sind, die einem auf der Nase rum tanzen- man wird schon sehen.

Früher hat mich das verunsichert, mir ein schlechtes Gefühl gegeben, weil ich doch gar nicht möchte das andere sich wegen mir schlecht fühlen. Hat mich aber auch verletzt und gekränkt weil ich öffentlich angegangen, beleidigt und vor allem einfach in meiner Art und meinen Umgang mit dem Bären nicht akzeptiert wurde. Inzwischen sehe ich das nicht mehr so eng, es versetzt mir noch einen Stich. Aber der Wunsch mich zu rechtfertigen oder zu verteidigen ist weg. Leben und leben lassen. Und nur weil andere das nicht können muss ich mich nicht auf auf das Niveau herab lassen.

Ich habe gelernt – mit der Masse an Eltern ist es wie mit einer Masse Kindern: Einer heult immer.

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