Familie

Warum Ostern für mich den Frühling einläutet und es nicht um Geschenke geht.

Ostern, es ist ja bald Ostern, was schenke ich bloß dem Kind? Diese Frage habe ich nun schon oft gehört. Vom Klettergerüst bis zur Toniebox waren dann so einige Ideen dabei, dich mich den Kopf haben schütteln lassen.

 

Ostern kommt der Osterhase

Und Ostern gibt es Ostereier. Das sind Dinge, die mich in meiner Kindheit geprägt haben. Nie gab es große Geschenke. Viel mehr waren es kleine Dinge. Mal ein Buch, eine Kassette oder später ein Computerspiel. Und dazu Eier und Süßigkeiten.

Ostern war und ist genau so „magisch“ wie Weihnachten. Und dabei geht es gar nicht um die Geschenke, sondern das drum herum. Wir basteln Osternester aus Moos und Zweigen. Wie färben Eier und schnitzen einen  Osterhasen aus einem Stück Baumstamm. Wir haben eine wundervolle Zeit als Familie, sowohl bei fern Vorbereitung als auch an den Ostertagen. Es wird wieder eine Rundreise, die ganze Familie wird getroffen und es gibt leckeres Essen. Das was Oma kocht, das schmeckt sowieso immer am Besten.

 

Und dann beginnt der Frühling

Bei uns ist am Samstag immer Osterfeuer. Wir sind dann am Abend bzw. in der Nacht so lange draußen wie sonst nie. Es ist Zeit noch mal die Winterjacken zu tragen, weil wir sonst frieren. Und Zeit uns am Feuer zu wärmen. Anschließend kommen die rauchigen Jacken in die Wäsche und werden dann erst zum nächsten Winter wieder raus geholt.

Der Rasen im Garten wurde vor Ostern nie gemäht. Und so kommen wir in den Genuss im langen, hohen Gras die Spur aus kleinen Schokoeiern bis zu unseren Osternestern zu verfolgen. Und wehe es tritt jemand drauf, oder der Hund ist schneller. Auch die Gartensaison beginnt also mit Ostern.

 

Was ich mitgenommen habe

…für meine eigenen kleine Familie ist der Verzicht auf das große kommerzielle, der Verzicht auf das viele Materielle. Der kleine Bär bekommt zu Ostern ein Buch über die Feuerwehr. Das allein wird ihm mehr als reichen. Wir werden noch ein paar Eierfärben, das Osterfeuerbesuchen und die Familien zum Essen sehen. Auch bei Oma und Opa gibt es ein Buch oder ein kleines Siku Auto. Die wollen eben auch immer was schenken. Aber das wars dann auch schon.

Ich hoffe, das der Bär die Osterzeit als ähnlich schön und bereichernd im Kopf behält wie ich. Ganz unabhängig von materiellen Geschenken.

Nun wünsche ich euch noch eine wundervolle Osterzeit im Kreise eurer Lieben und werde danach wieder von mir hören lassen.

Familie

Zwischen Selbstaufgabe und Selbstbestrafung- warum wir es uns selber nicht recht machen können.

Wir Mamas, wir Eltern, wollen das Beste für unsere Kinder. Beinahe jeder von uns, das ist es doch, was uns aus macht. Und genau deshalb schaffen wir es nicht, dass wir mir uns selbst zufrieden sind. Denn das Beste, was wir schaffen zu geben. Ist dann eben doch nicht gut genug. Nicht wenn es um unsere Kinder geht… oder vielleicht grundsätzlich nicht?

 

Du bist genug …

Hand hoch wer von euch diese Aussage, so oder so ähnlich aus seiner Kindheit und Jugend kennt. – Ich möchte nicht anmaßend sein, aber ich bin mir sicher, die Anzahl der erhobenen Hände ist gering. Woran liegt das?

Der Wunsch, dass Kinder das Beste bekommen, oder erreichen können ist nicht selten mit einem enormen Erfolgsdruck gekoppelt. Auch unsere Eltern wollten nur das Beste für uns. Aber grade deshalb haben wir gelernt, dass es immer noch höher, schneller und besser gehen muss. Wir wurden direkt, oder indirekt angetrieben immer mehr Leistung ab zu rufen. Und diese Erwartungshaltung hat sich so tief in uns verwurzelt. Sie überträgt sich auf das Bild was wir von uns selbst haben und so verlieren sich einige von uns schon im Job in Burn out und co, während Andere an der Elternrolle, an der Mutterrolle verzweifeln.

Stress

 

Selbstaufgabe – die Entfernung vom Glück

“Kinder bedürfnis- und bindungsorientiert begleiten, das sogenannte Attachment parenting führt dazu, das Mütter sich selbst vernachlässigen.“ – So oder so ähnlich klang eine reißerische Aussage in einem Blogartikel vor nicht all zu langer Zeit.

Bullshit. Sage ich. Das einzige, was zu dieser Vernachlässigung, dieser Selbstaufgabe führt ist der der „Erfolgsdruck“. Es ist so. Sobald wir unsere eigenen Bedürfnisse achten und uns um uns selbst kümmern, haben wir ein schlechtes Gewissen. Sich eine Auszeit zu gönnen, sich Gutes zu tun, dass ist in unseren Köpfen zu wenig Leistungsorientiert. SO können wir unseren Kindern nicht das Beste geben, denn wir sind ja nicht da, oder kümmern uns nicht ausreichend. Und so bekommen wir das Gefühl es geht nur eins… sich selbst achten und pflegen, oder eben dsd Beste für das Kind geben. So gerät das Leben in Schieflage und wir entfernen uns immer mehr von dem Gefühl glücklich zu sein, in dem wir uns immer mehr selbst aufgeben.

 

Der Schein trügt

Um das Beste für unsere Kinder geben zu können, müssen wir aber eben vor allem eins sein. Glücklich und ausgeglichen. Alles andere führt zu nichts. Zumindest zu nichts Gutem. Mit der Ausgebranntheit liegen die Nerven blank. Wir reagieren gereizt, auf Kleinigkeiten. Mit der Ausgebranntheit kommt die Gefühlskälte. „Ist mir doch egal“, oder „Mach doch was du willst“ sind in etwa so weit von bedürfnisorientierter Begleitung entfernt, wie sein Sonne vom Mond. Es ist eben nicht Laisser-faire , es ist eben nicht egal. Die Beziehung ist das Band, was unser Miteinander trägt und wir sollte es nicht kappen.

Gönn dir was.

Tu dir Gutes.

Nimm dir Auszeiten und sammle Kraft, lade die Akkus auf.

Auszeit für Mama

Viele Wege führen nach Rom … und zum Glück.

Mütter, oder besser Eltern sind auch Menschen. Und die sind bekanntlich verschieden. Es ist absolut individuell wie viel „me-Time“ nötig ist um ausgeglichen zu sein.  Während einer unbedingt wieder zurück in den Job möchte und dafür die Nachmittage mit Kind dann hoch qualitativ nutzt, reicht anderen ein Abend in der Woche, wo der Partner die Kinder ins Bett bringt.

Egal welches euer Weg ist, solange er für alle Begeiligten passt und ihr glücklich damit seid, ist er gut und richtig.

Niemand MUSS 24/7 mit dem Kind zusammen sein um eine gute Mutter zu sein. Gleichzeitig ist sind Bedürfnisse ab zu wägen. Was erlaubt grade noch etwas Aufschub, was muss sofort gestillt werden. Die Bedürfnisse von Babys dulden in der Regel wenig bis keinen Aufschub. Aber auch hier können durch Hilfe von Papa und anderen Bezugspersonen kleine Auszeiten geschaffen werden.

Je älter die Kinder werden, desto öfter können auch die eigenen Bedürfnisse wieder Vorrang haben. Natürlich so, dass weiter in Beziehung gegangen und Kommuniziert wird.

Alles hat seine Zeit.

 

Und wenn der Karren an die Wand gefahren ist?

Wenn wir dann doch mal uns vergessen und in der Konsequenz das Kind schlecht behandelt haben? – Dann hilft weder Selbstmitleid, noch das verharmlosen oder rechtfertigen. Und auch die Selbstbestrafung , in die wir doch all zu gern fallen (auch dadurch würden wir geprägt) ist eher destruktiv. Dann hilft nur die Ehrlichkeit sich selbst und dem Kind.

Hey das war echt nicht in Ordnung von mir, es tut mir leid.

Vorleben, dass auch mal was in die Hose geht und Entschuldigungen keine Schande sein. Und so dann schwups, doch schon wieder das Beste fürs Kind und seine Zukunft  geben.

Achtsam mit mir selbst

#6 – 1000 Fragen an mich Selbst – eine Kolumne auf dem Weg der Selbstfindung

Heute habe ich mir was vorgenommen, ich habe mich selbst, auf mich zu achten in der letzten Stressigen Zeit etwas vernachlässigt.
Daher nehme ich mir heute, wo der Bär Oma Vormittag hat bewusst Zeit für mich. Ich bin euch und vor allem mir selbst noch einige Fragen schuldig, die mir helfen sollen mich wieder selbst mehr zu achten. Also legen wir los, mit einer Tasse Kaffee, gemütlich auf dem Sofa möchte ich euch un mir nun wieder Rede und Antwort stehen. Ein weiterer Teil der1000 Fragen an mich Selbst reihe folgt.

Frage 181 bis 240 von 1000 Fragen an mich selbst

181: Würdest du gerne in eine frühere Zeit versetzt werden?
Manchmal ja. Ich finde es immer wieder toll und bewundernswert wie Autak viele Familien früher gelebt haben. Gemüse wurde selbst angebaut und geerntet. Man hatte eine Hand voll Kühe für die Milch, Hühner die Eier legten und einige Schweine die 1-2 Mal im Jahr geschlachtet und eingekocht wurden. Ehrlich das bewundere und beneide ich zum Teil.
Andereseits gibt es viele Dinge, und Annehmlichkeiten heute, auf die ich unter keinen Umständen verzichten wollen würde. Das Fazit ist also mal kurz zurück versetzen? Klar. – Aber auf dauer? Nein Danke.

182: Wie egozentrisch bist du?
*googelt egozentrisch*

183: Wie entspannst du dich am liebsten?
In der Badewanne mit Kerzen und einem Buch.

184: Fühlst du dich manchmal ausgeschlossen?
Ja. Vor allem eben seit ich Mutter bin. In vielen Dingen ist man einfach nicht mehr so unbedarft und vor allem auch nicht mehr so flexibel. Viele Freundschaften haben sich dadurch merklich abgeflacht. Es zählen plötzlich andere Dinge im Leben. Das ist grundsätzlich in Ordnung, grade bei der Feuerwehr vermisse ich aber manchmal den Anschluss sehr.

185:  Worüber grübelst du häufig?
Über so viele Dinge, dass es den Rahmen sprengen würde, alles hier auf zu zählen.

186: Wie siehst du die Zukunft?
Erst einmal grundsätzlich positiv.

187: Wo bist du deinem Partner zuerst aufgefallen?
Bei der Feuerwehr, schätze ich. Da wir uns dort kennen gelernt haben. Von mir „überzeugen“ konnte ich ihn aber vermutlich eher durch unsere langen, langen Chats bei ICQ (wer kennt’s noch?)

188: Welchem Familienmitglied ähnelst du am meisten?
Meiner Mama, das lässt sich nicht leugnen.

189: Wie verbringst du am liebsten deine Abende?
Am liebsten in Ruhe auf dem Sofa, mit einem guten Film, einem Sekt oder Wein und Knabberkram. Aber bitte nicht allein. Gern mit Mann oder bester Freundin.

190: Wie unabhängig bist du in deinem Leben?
Grundsätzlich bin ich ein unabhängiger Mensch. Ich kann mir meine Meinung gut selbst bilden und stehe für meine Werte ein.
Zur Zeit ist es vor allem ein Finanzieller Aspekt, der mich als Hausfrau und Mutter abhängig macht, von meinem Mann. Aber auch die Zeit geht vorbei. Und es ist in Ordnung so wie es ist.

191: Ergreifst du häufig die Initiative?
Tendenziell nein. Ich warte lieber ab, ob er jemand anders tut.

192: An welches Haustier hast du gute Erinnerungen?
An die Hündin, mit der ich aufgewachsen bin. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit, ihre Treue und alles was sie mit uns ausgehalten hat.

193: Hast du genug finanzielle Rücklagen?
Hat man die jemals genung? Es ist ja immer die Frage, genug für was?

194: Wirst du für immer dort wohnen bleiben, wo du jetzt wohnst?
Nein, ich glaube, dass wir eines Tages, wenn die Kinder aus dem Haus sind noch mal in ein kleineres Haus oder eine Wohnung umziehen werden.

195: Reagierst du empfindlich auf Kritik?
Eigentlich nicht. Aber sie sollte konstruktiv sein. Dann nehme ich sie mir durchaus zu Herzen und versuche etwas zu verändern.

196: Hast du Angst vor jemandem, den du kennst?
Nein.

197: Nimmst du dir oft Zeit für dich selbst?
Zu selten. Oft steht das Müsste, sollte und könnte mir im Weg. Aber ich arbeite dran.

198: Worüber hast du dich zuletzt kaputt gelacht?
Vermutlich über mich selbst, das kann ich am Besten. Aber genau weis ich es nicht mehr.

199: Glaubst du alles, was du denkst?
Nein. Dafür denke ich, vor allem vor dem einschlafen zu viel verwirrende, komische, absurde Dinge.

200: Welches legendäre Fest wird dir in Erinnerung bleiben?
Ganz klar unsere Hochzeit.

201: Wie gut kennst du deine Nachbarn?
Flüchtig. Wir reden gern kurz mit einander, aber kaum mehr als den üblichen Smalltalk.

202: Hast du oft Glück?
Bis vor einiger Zeit hätte ich ganz klar mit Nein geantwortet… aktuell überdenke ich diese Antwort noch mal.

203: Von welcher Freundin unterscheidest du dich am meisten?
Auf diese Frage habe ich leider keine Antwort.

204: Was machst du anders als deine Eltern?
Puh, vieles. Allem voran, das ich mein Kind nicht zu etwas erziehen/formen möchte.

205: Was gibt dir neue Energie?
Schlaf, jede menge Schlaf. Und Wertschätzung.

206: Warst du in der Pubertät glücklich?
Nein.

207: Wann hast du zuletzt eine Nacht durchgemacht?
In der Nacht, als ich meinen Sohn 2016 auf die Welt gebracht habe.

208: Womit beschäftigst du dich am liebsten in deinen Tagträumen?
Allgemeine Sorgenfreiheit in allen Bereichen. Meine Tagträume sind gern wie in Zuckerwatte und dadurch leider auch meist absolut unrealistisch.

209: Blickst du dich oft um?
Ja – ich neige zu Verfolgungswahn

210: Was wissen die meisten Menschen nicht über dich?
Hm…

211: Worüber hast du mit deinem Partner immer wieder Streit?
Den Elenden Haushalt … der ist so ungeliebt, keiner will ihn machen, weder Er noch ich.

212: Worauf freust du dich jeden Tag?
oh, ähm. Ich weis nicht so recht. Vermutlich darauf schöne Zeit mit meiner Familie zu verbringen.

213: Welche Freundschaft von früher fehlt dir?
Meine beste Freundin aus der Grundschule und der Sek 1. Irgendwann ging es auseinander. Schade. Eigentlich würden wir uns glaube ich auch heute noch verstehen.

214: Wie gehst du mit Stress um?
Ich ignoriere ihn. Auf der Arbeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass alles Andere kontra produktiv ist. Nur selbst ruhig weiter zu machen, eins nach dem Anderen, hilft wirklich.

215: Gibst du dich gelegentlich anders, als du bist?
Ja, ich gebe mich oft stärker und abgeklärter, meist zum Eigenschutz.

216: In welchen Punkten gleichst du deinem Vater?
Ich fürchte ich bin im Temperament ähnlich. Lange ruhig, und irgendwann knallt es dafür richtig. ob das gut ist?
Eher nicht.

217: Kann man Glück erzwingen?
Nein.

218: Welcher Streittyp bist du?
Ich fürchte ich muss mir eingestehen, dass ich da ziemlich aufbrausend bin. Aber was gar nicht geht, ist ohne Versöhnung auseinander zu gehen.

219: Bist du morgens gleich nach dem Aufwachen richtig munter?
Nein. Ich brauche etwa 1 Stunde zum „wach werden“.

220: Wie klingt dein Lachen?
Ich finde es nicht schön, und echt laut. Aber Geschmäcker sind ja unterschiedlich.

221: Gibt es Freundschaft auf den ersten Blick?
Nein, wie Liebe auf den ersten Blick auch nicht. Ich kann leute auf den ersten Blick sympatisch, hübsch , sexy und begehrenswert finden. Alles andere kann sich aber nur entwickeln.

222: Gönnst du dir selbst regelmäßig eine Pause?
Ja, zwangsläufig weil ich sonst einfach auch nichts und niemandem mehr gerecht werden kann.

223: Bist du jemals verliebt gewesen, ohne es zu wollen?
Ja. Vermutlich sogar mehr als ein mal. Gott sei dank hat es sich immer recht schnell erledigt.

224: Steckst du Menschen in Schubladen?
Unterbewusst sicher noch viel zu oft, aber ich gebe mir seit meiner Pubertät Mühe das nicht zu tun.

225: Welches Geräusch magst du?
Meeresrauschen – voll klassisch.

226: Wann warst du am glücklichsten?
In der Sekunde in der mir mein Sohn auf den Bauch gelegt wurde, nach seiner Geburt.

227: Mit wem bist du gern zusammen?
Meiner Familie und unseren guten und besten Freunden.

228: Willst du immer alles erklären?
Ja. Und oft will es einfach aber gar niemand erklärt haben.

229: Wann hast du zuletzt deine Angst überwunden?
hmm….

230: Was war deine größte Jugendsünde?
Ich fürchte da gab es zu viele. Fangen wir vielleicht mit dem frühen Alkoholkonsum an…

231: Was willst du einfach nicht einsehen?
Dass das Leben nicht gerecht ist.

232: Welche Anekdote über dich hörst du noch häufig?
Das ich dem Gasprüfer, als er unseren Gaszähler ablesen wollte früher erklärt habe, dass ich ihn nicht rein lasse, da wir mit Wasser und nicht mit Gas heizen.
Das führt heute noch, immer wieder zur allgemeinen Belustigung.

233: Welchen Tag in deinem Leben würdest du gerne noch einmal erleben?
Meine Hochzeit. Die Zeit fliegt an dem Tag nur so an einem vorbei und das Genießen kommt viel zu kurz.

234: Hättest du lieber mehr Zeit oder mehr Geld?
Am Liebsten beides … das ist ja das Problem.

235: Würdest du gern in die Zukunft schauen können?
Nein… ich glaube das wäre mir eine zu große Last. Sicher hätte ich bei der ein oder Anderen Sache mal lust darauf, aber allgemein, lieber nicht.

236: Kannst du gut deine Grenzen definieren?
Ja. Und leider gehe ich trotzdem oft, bewusst drüber hinweg und bereue es hinterher.

237: Bist du jemals in eine gefährliche Situation geraten?
Ich hab mal mit dem Auto nur knapp den Baum auf dem Weg in den Graben verfehlt, also ich würde sagen: Ja.

238: Hast du einen Tick?
Nein.


239: Ist Glück ein Ziel oder eine Momentaufnahme?
Oh definitiv eine Momentaufnahme.

240: Mit wem würdest du deine letzten Minuten verbringen wollen?
Meinem Mann… und eventuell meinem Sohn, da bin ich unsicher, ob ich wollen würde das er das so mit erlebt.

Baby-/Kleinkindtragen, Familie

Babytragen: Warum ich mein Baby getragen habe und du das auch tun solltest

Das Tragen eines Babys hat nur Vorteile für Eltern und Kind. Die Vorteile sind vielfältig und vor allem logisch. Babytragen ist nicht neu, sondern eigentlich so alt wie die Menschheit. Wie auch Affen zum Beispiel sind Menschen Babys nämlich Traglinge. Uns fehlt heute nur das Fell zum festklammern.

Das Tragen des Babys birgt Vorteile für Eltern und Kind

Aber was ist der Unterschied zwischen Nesthockern, Nestflüchtern und Traglingen?

Während Nesthocker Blind, Taub und teilweise sogar nackt auf die Welt kommen, uns einfach ohne einen Muks in ihrem Nest ausharren, bis die Eltern wieder kommen. Und Nestflüchter voll ausgestattet und fertig zum los laufen auf die Welt kommen sind Traglinge das genaue Mittelding. Wach, mit gehört und der Möglichkeit zu sehen und vor allem zu weinen kommen sie auf die Welt. Aber nicht in der Lage sich selbstständig zu bewegen. Die Mutter ist Nahrungsquelle und Sicherheit für den kleinen Tragling. Der Rundrücken und die angehockten gespreizten Beine sind physiologisch. In dieser Position kann die noch nicht ausgereifte Hüfte sich optimal entwickeln.

Während unsere Babys also schon vom Urinstinkt her auf uns und unsere Nähe angewiesen sind, auch schon aus dem Grund, dass sie aufgrund der Mütterlichen Anatomischen Voraussetzung quasi unreif geboren werden, ist unser Alltag so gar nicht tauglich, ständig ein Baby im Arm zu tragen. Wie bereits erwähnt fehlen uns inzwischen die Möglichkeiten, dass sich das Baby einfach ins Fell Krallen kann, und unsere Arme und Hände benötigen wir im Alltag einfach für andere Dinge. Egal ob es ein älteres Geschwisterkind, der Haushalt oder Essen und Trinken ist.

 

Tragetuch und Tragehilfe, unsere Retter in der Not

Sicherlich gibt es auch das ein oder andere Baby, was sich problemlos ablegen lässt. Die Mehrheit der Kinder tut dies aber, aus purem Überlebenswillen nicht. Ablegen, alleine sein bedeutet Gefahr und wird daher nicht (gern) akzeptiert. Statt Fell haben wir, uns das nicht erst seit gestern, nun die Möglichkeit uns mit Tragetüchern und Tragehilfen den Alltag zu erleichtern. In diese Hilfsmittel setzen wir nun unser Baby, und ja das ist direkt ab der Geburt möglich, haben die Hände frei und sind trotz des Tragens und der Bedürfnisserfüllung unserer Kleinen flexibel.

Der Markt ist inzwischen voll mit Möglichkeiten unsere Babys am Körper zu tragen. Zwischen elastischen und gewebten Tüchern, Mei tai, Full Buckle und co verliert man als Laie gern mal die Übersicht. Daher gibt es dankbarer weise inzwischen in Nähe zu jeder Kleinstadt Trageberaterinnen und ja, sogar einige Trageberater. Diese Menschen besitzen ein Repartoire an verschiedenen Tragen und Tragetüchern, zeigen wie das Baby ergonomisch und gesund erhaltend getragen wird und helfen euch die richtige Trage zu finden, oder das Binden eines Tragetuchs zu erlernen. Das ganze ist nicht besonders teuer, aber definitiv jeden Cent wert, denn es erspart den meisten Eltern kostenintensive Fehlkäufe.

 

Vorteile Tragens für das Baby

Das Baby ist beim Tragen nah an die Mama (oder eine andere Tragende Person) gekuschelt. Es ist recht eng eingepackt und wird so an die Enge und Sicherheit im Mutterleib erinnert. Auch die Sanften Bewegungen des Tragenden bekommt das Kind mit und fühlt sich so sicher und geborgen. Die Bewegung ist eine optimale Schlafbrücke, schon für die ganz kleinen. Außerdem sind Herzschlag und Atmung für das getragene Baby gut hörbar und erinnern an die Geräusche die es aus dem Bauch kennt.

Babys die viel getragen werden haben fast nie die Problematik eines (zu) Platten Hinterkopfes. Die Bein- und Rückenhaltung gibt Hüfte und Wirbelsäule die Zeit und Möglichkeit sich optimal zu entwickeln. Außerdem hilft die Begrenzung durch Tragehilfe und Körper dem Baby sich selbst besser zu spüren und den eigenen Körper wahrzunehmen.

Das Tragen von Babys sollte normal sein, denn es absolut physiologisch.

Vorteile des Tragens für die Eltern

Durch das Tragen und die damit verbundene Nähe zum Kind wird das Bonding optimal unterstützt. Das ist auch ein Grund, warum meiner Meinung nach viel mehr Väter tragen sollten. Während die Mütter meist im Wochenbett sehr ausgiebig mit den Babys kuscheln, bleibt dies für die Papas oft auf der Strecke. Tragen ist da eine wundervolle Möglichkeit gleichzeitig die Mama mal zu entlasten und selbst die Bindung zum Kind zu stärken.

Aber auch für Mama ist Tragen mehr als nur praktisch. So regt das Kuscheln und die enge Verbindung zum Beispiel sogar die Milchbildung an. Und auch die Rückenmuskulatur wird gestärkt und baut sich mit steigendem Gewicht des Babys immer mehr auf. Selbst dezentes Stillen, während das Kind in Tragetuch oder Tragehilfe sitzt ist kein Problem.

Wer auch immer trägt hat sein Trainingsgewicht gleich mit dabei, und so purzeln übrig gebliebene Schwangerschaftspfunde oft wie von Zauberhand. Allerdings sollten vor allem Frauen darauf achten, ab einem gewissen Gewicht lieber auf dem Rücken zu tragen. Dem Beckenboden zu liebe.

 

Babytragen im Alltag

Egal ob Geschwisterkind, Hund oder Katze, ein getragenes Baby ist vor allen Möglichen Angriffen geschützt. Grade am Anfang, wo die Babys beim Tragen noch besonders viel schlafen kommen ältere Geschwister auf ihre Kosten. Mama hat die Hände frei und von Gemeinsamem Spielen, über Spaziergänge bis zum Spielplatz Besuch oder Buch vorlesen ist quasi alles möglich.

Kochen, Putzen, mit dem Hund durch Feld oder Wald laufen, ist alles kein Problem. Sogar Strandspaziergänge sind so ohne stecken bleiben möglich. Das Baby immer ganz nah am Körper.

 

Sport mit Baby

Auch wieder aktiv werden ist mit getragenem Baby kein Problem. Von Walken über Muskelaufbau bis hin zum Tanzen mit Baby sind die Angebote vielfältig, so dass sicher für jeden was dabei ist. Oft gibt es sogar Angebote für Zwillingsmütter, das eine zweite Tragende Person (egal ob Papa, Oma oder Tante) kostenlos mit kommen darf. Und einige Krankenkassen unterstützen die Teilnahme an Kursen sogar finanziell. Nachfragen lohnt sich also.

 

Ihr seht, Babytragen ist vielfältig und birgt eine menge Vorteile für Eltern und Kind. Darum habe ich mein Baby getragen, werde auch das nächste tragen und möchte jedem nur empfehlen es auch zu probieren.

Rezepte

Rezept: veganes Blumenkohl Curry- oder: wie bekomme ich Gemüse ins Kind?

Heute Mittag gibt es was gesundes, wobei das Gesunde gar nicht mehr so auffällt. So das sogar der kleine Bär gefallen am Gemüse findet. Heute gibt es Blumenkohl Curry, und ja es ist sogar mal wieder vegan.

Veganes Curry für die ganze Familie

Zutaten

1 Blumenkohl

1 Süßkartoffel

1/4 Hokkaido

1 Knoblauch zehe

100g cherry Tomaten

1TL Kokosöl

1/4l Gemüsebrühe

400g Kokosmilch

Currypulver

Currypaste

Gemüsebrühe

Salz und Pfeffer

 

Zubereitung des Blumenkohl Curry

Zuerst entfernt ihr die Blätter vom Blumenkohl. Dann trennt ihr sie Röschen ab, kleine röschen bleiben ganz, die großen schneidet ihr in Scheiben. Anschließend wird die Süßkartoffel geschält und zusammen mit dem Hokkaido in Würfel geschnitten. Denn Knoblauch könnt ihr nur andrücken oder auch fein würfeln , wie ihr es mögt.

Nun wird das Kokosöl im Topf erhitzt, ihr gebt etwa 2 TL Currypulver in das Öl und röstet es kurz mit an. Dann kommt das Gemüse dazu und alles wird kräftig durch gerührt, so das sich das Currypulver vom Boden löst. Anschließend löscht ihr das ganze mit eurer Gemüse Brühe ab, und rührt noch einmal gut durch. Danach gebt ihr die Kokosmilch hinzu und lasst alles zusammen bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel für gut 8 Minuten köcheln.

Das Gemüse ist nun bissfest, wer es weicher mag, sollte noch etwas köcheln lassen. Das Curry kann nun mit Currypaste abgeschmeckt werden. Salz und Pfeffern würzen wir wenn am Tisch nach, da es für den Zwerg sonst zu salzig würde. Kurz vor dem Servieren gebe ich die halbierten Cherry Tomaten zu dem Blumenkohl Curry, so das sie nicht weich kochen aber noch etwas warm werden. Das bringt etwas süße und Frische in das Gericht.

Das Rezept ist für 4 Personen.

Wir essen das Curry klassisch mit Reis. Wer auf Kohlenhydrate achtet, kann den Reis aber auch weg lassen. Alternativ schmeckt es auch mit Nudeln gut.

 

Wer auf Fleisch nicht verzichten will…

der kann problemlos bevor das Gemüse hinzu gegeben wird etwas Hühnerbrust in Streifen schneiden und in dem Curry Öl Gemisch anbraten. Der Rest des Rezepts ändert sich dadurch nicht.

 

Viel Spaß beim nach Kochen und guten Appetit.