Baby-/Kleinkindtragen, Familie

Babytragen: Warum ich mein Baby getragen habe und du das auch tun solltest

Das Tragen eines Babys hat nur Vorteile für Eltern und Kind. Die Vorteile sind vielfältig und vor allem logisch. Babytragen ist nicht neu, sondern eigentlich so alt wie die Menschheit. Wie auch Affen zum Beispiel sind Menschen Babys nämlich Traglinge. Uns fehlt heute nur das Fell zum festklammern.

Das Tragen des Babys birgt Vorteile für Eltern und Kind

Aber was ist der Unterschied zwischen Nesthockern, Nestflüchtern und Traglingen?

Während Nesthocker Blind, Taub und teilweise sogar nackt auf die Welt kommen, uns einfach ohne einen Muks in ihrem Nest ausharren, bis die Eltern wieder kommen. Und Nestflüchter voll ausgestattet und fertig zum los laufen auf die Welt kommen sind Traglinge das genaue Mittelding. Wach, mit gehört und der Möglichkeit zu sehen und vor allem zu weinen kommen sie auf die Welt. Aber nicht in der Lage sich selbstständig zu bewegen. Die Mutter ist Nahrungsquelle und Sicherheit für den kleinen Tragling. Der Rundrücken und die angehockten gespreizten Beine sind physiologisch. In dieser Position kann die noch nicht ausgereifte Hüfte sich optimal entwickeln.

Während unsere Babys also schon vom Urinstinkt her auf uns und unsere Nähe angewiesen sind, auch schon aus dem Grund, dass sie aufgrund der Mütterlichen Anatomischen Voraussetzung quasi unreif geboren werden, ist unser Alltag so gar nicht tauglich, ständig ein Baby im Arm zu tragen. Wie bereits erwähnt fehlen uns inzwischen die Möglichkeiten, dass sich das Baby einfach ins Fell Krallen kann, und unsere Arme und Hände benötigen wir im Alltag einfach für andere Dinge. Egal ob es ein älteres Geschwisterkind, der Haushalt oder Essen und Trinken ist.

 

Tragetuch und Tragehilfe, unsere Retter in der Not

Sicherlich gibt es auch das ein oder andere Baby, was sich problemlos ablegen lässt. Die Mehrheit der Kinder tut dies aber, aus purem Überlebenswillen nicht. Ablegen, alleine sein bedeutet Gefahr und wird daher nicht (gern) akzeptiert. Statt Fell haben wir, uns das nicht erst seit gestern, nun die Möglichkeit uns mit Tragetüchern und Tragehilfen den Alltag zu erleichtern. In diese Hilfsmittel setzen wir nun unser Baby, und ja das ist direkt ab der Geburt möglich, haben die Hände frei und sind trotz des Tragens und der Bedürfnisserfüllung unserer Kleinen flexibel.

Der Markt ist inzwischen voll mit Möglichkeiten unsere Babys am Körper zu tragen. Zwischen elastischen und gewebten Tüchern, Mei tai, Full Buckle und co verliert man als Laie gern mal die Übersicht. Daher gibt es dankbarer weise inzwischen in Nähe zu jeder Kleinstadt Trageberaterinnen und ja, sogar einige Trageberater. Diese Menschen besitzen ein Repartoire an verschiedenen Tragen und Tragetüchern, zeigen wie das Baby ergonomisch und gesund erhaltend getragen wird und helfen euch die richtige Trage zu finden, oder das Binden eines Tragetuchs zu erlernen. Das ganze ist nicht besonders teuer, aber definitiv jeden Cent wert, denn es erspart den meisten Eltern kostenintensive Fehlkäufe.

 

Vorteile Tragens für das Baby

Das Baby ist beim Tragen nah an die Mama (oder eine andere Tragende Person) gekuschelt. Es ist recht eng eingepackt und wird so an die Enge und Sicherheit im Mutterleib erinnert. Auch die Sanften Bewegungen des Tragenden bekommt das Kind mit und fühlt sich so sicher und geborgen. Die Bewegung ist eine optimale Schlafbrücke, schon für die ganz kleinen. Außerdem sind Herzschlag und Atmung für das getragene Baby gut hörbar und erinnern an die Geräusche die es aus dem Bauch kennt.

Babys die viel getragen werden haben fast nie die Problematik eines (zu) Platten Hinterkopfes. Die Bein- und Rückenhaltung gibt Hüfte und Wirbelsäule die Zeit und Möglichkeit sich optimal zu entwickeln. Außerdem hilft die Begrenzung durch Tragehilfe und Körper dem Baby sich selbst besser zu spüren und den eigenen Körper wahrzunehmen.

Das Tragen von Babys sollte normal sein, denn es absolut physiologisch.

Vorteile des Tragens für die Eltern

Durch das Tragen und die damit verbundene Nähe zum Kind wird das Bonding optimal unterstützt. Das ist auch ein Grund, warum meiner Meinung nach viel mehr Väter tragen sollten. Während die Mütter meist im Wochenbett sehr ausgiebig mit den Babys kuscheln, bleibt dies für die Papas oft auf der Strecke. Tragen ist da eine wundervolle Möglichkeit gleichzeitig die Mama mal zu entlasten und selbst die Bindung zum Kind zu stärken.

Aber auch für Mama ist Tragen mehr als nur praktisch. So regt das Kuscheln und die enge Verbindung zum Beispiel sogar die Milchbildung an. Und auch die Rückenmuskulatur wird gestärkt und baut sich mit steigendem Gewicht des Babys immer mehr auf. Selbst dezentes Stillen, während das Kind in Tragetuch oder Tragehilfe sitzt ist kein Problem.

Wer auch immer trägt hat sein Trainingsgewicht gleich mit dabei, und so purzeln übrig gebliebene Schwangerschaftspfunde oft wie von Zauberhand. Allerdings sollten vor allem Frauen darauf achten, ab einem gewissen Gewicht lieber auf dem Rücken zu tragen. Dem Beckenboden zu liebe.

 

Babytragen im Alltag

Egal ob Geschwisterkind, Hund oder Katze, ein getragenes Baby ist vor allen Möglichen Angriffen geschützt. Grade am Anfang, wo die Babys beim Tragen noch besonders viel schlafen kommen ältere Geschwister auf ihre Kosten. Mama hat die Hände frei und von Gemeinsamem Spielen, über Spaziergänge bis zum Spielplatz Besuch oder Buch vorlesen ist quasi alles möglich.

Kochen, Putzen, mit dem Hund durch Feld oder Wald laufen, ist alles kein Problem. Sogar Strandspaziergänge sind so ohne stecken bleiben möglich. Das Baby immer ganz nah am Körper.

 

Sport mit Baby

Auch wieder aktiv werden ist mit getragenem Baby kein Problem. Von Walken über Muskelaufbau bis hin zum Tanzen mit Baby sind die Angebote vielfältig, so dass sicher für jeden was dabei ist. Oft gibt es sogar Angebote für Zwillingsmütter, das eine zweite Tragende Person (egal ob Papa, Oma oder Tante) kostenlos mit kommen darf. Und einige Krankenkassen unterstützen die Teilnahme an Kursen sogar finanziell. Nachfragen lohnt sich also.

 

Ihr seht, Babytragen ist vielfältig und birgt eine menge Vorteile für Eltern und Kind. Darum habe ich mein Baby getragen, werde auch das nächste tragen und möchte jedem nur empfehlen es auch zu probieren.

Familie, Gesundheit

Sicherer Schlaf bei Babys und (Klein-)Kindern

Jedes Kind kann schlafen lernen. Das habe ich zumindest gelesen. Halte ich aber dennoch für Schwachsinn. Jedes Kind kann schlafen, ist meine Meinung. Jedes Kind ist damit ausgestattet zu schlafen um sich zu erholen. Von Geburt an. Darum braucht es kein Schlaftraining und keinen Schlafcoach, auch nicht wenn es sich als besonders nett betitelt. Wir als Eltern, als erwachsene müssen unsere Kinder nur verstehen (lernen).

Wir tragen unsere Kinder 10 Monate im Körper. Es ist eng und relativ dunkel. Sie sind umgeben von Wärme und. Geräuschen wie dem Blut, welches durch die Aorta rauscht oder unserem pochenden Herzen. Sie werden geschuckelt, getragen und sind niemals allein.
Sobald unsere Kinder aber geboren sind (übrigens als Physiologische Frühgeburten, weil wir schlicht aufgrund der Evolution nicht in der Lage sind sie länger aus zu tragen), ist man in unserer westlichen Gesellschaft der Meinung, dass es möglich sein muss, oder doch zumindest sollte, das Kind auf ein Sofa, in ein Bett oder einen Stubenwagen zu legen und es dort allein oder mit bloßer Anwesenheit, in Form von daneben stehen einschlafen zu lassen.
Das funktioniert so aber nicht, oder in den seltensten Fällen.

Kinder kommen mit einem integirerten Alarmsystem auf die Welt.

Abgesehen davon, dass die Geburt allein schon eine enorme Umstellung für ein Kind bedeutet und es schlicht in vielen Fällen Dinge benötigt, die es an das Gefühl in Mamas Bauch erinnert (Rauschen, Schuckeln, Enge, Nähe) um zufrieden zu sein, wäre es für Babys auch einfach enorm gefährlich einfach so irgendwo herum zu liegen und zu schlafen.
Gut heute in unseren eigenen 4 Wänden vielleicht nicht mehr so. Aber das wissen Babys nicht. Sie sind noch mit den gleichen Schutzmechanismen ausgestattet wie vor einigen Tausend Jahren. Damals wäre es, ihr sicherer Tod gewesen. Wilde Tiere, auskühlen, die Gefahr vergessen oder übersehen zu werden… das alles waren viel zu große Risikofaktoren. Das Baby, was merkt dass es den Kontakt zu seiner Bezugsperson verliert weint also, einfach nur zum Eigenschutz, denn nur bei ihr kann es sich in Sicherheit wissen.
Und so ist es (den meisten von) unseren Babys aufgrund dieses Sicherheitssystems gar nicht möglich so zu schlafen, wie sich das sie Gesellschaft vielleicht vorstellt. Auch der schnelle Schlafphasenwechsel findet ihr seinen Ursprung. So merkt ein Baby bei diesem sofort, wenn sich die Situation (Wärme, Nähe, Nuckeln) verändert hat und wacht auf mit dem Ziel diese Situation wieder her zu stellen. Ist dies nicht möglich, schlägt es Alarm und weint.

Dieses Gefühl wenn du fällst.
Wart ihr schon mal in einem Freefalltower, oder wurdet in Narkose gelegt?

Könnt ihr euch erinnern, an dieses Gefühl zu fallen ohne etwas dagegen tun zu können, komplett die Kontrolle ab zu geben? – Vielleicht kennt der ein oder Andere dieses Gefühl sogar selbst von seltenen Tagen beim Einschlafen, das Gefühl plötzlich durch die Matratze zu fallen.
Dieses Gefühl haben Babys und Kleinkinder beim Einschlafen. Dieses Gefühl ist der Grund, warum man oft sieht wie ihnen die Augen langsam zu fallen und sie dann plötzlich doch wieder Hellwach sind und fast panisch weinen.
Kinder brauchen Schlafbrücken.
Schlafbrücken, das sind Dinge die das Einschlafen erleichtern, die über das Gefühl des Fallens hinweg tragen. Was dem jeweiligen Kind hilft kann man testen und lässt sich recht schnell heraus finden. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Stillen/ Nuckeln, Schuckeln ,Tragen, Rückenstreicheln, Popotätscheln… und so weiter.
Wann Kinder diese Hilfen nicht mehr brauchen ist so verschieden wie das ablegen der Windel, kein Kind sollte dazu genötigt werden alleine ein zu schlafen, wenn es dazu noch nicht in der Lage ist. Das führt nur zu unnötigem Stress und im Zweifel zu einer negativen Verknüpfung mit dem Bett. Das Resultat ist dann nicht selten ein Kind, was überhaupt nicht mehr (an diesem Ort) schlafen möchte.
Meist wird die benötigte Hilfe langsam weniger. Trägt man das Baby noch in den Schlaf, reicht mit 2 Jahren dann vielleicht nur noch das Rücken streichen und mit 3 Jahren gar das Vorlesen einer Geschichte.

Schlafen ist ein Abschied.

Wir sind uns beim einschlafen einer Sache ziemlich sicher, nämlich der, dass wir am nächsten Morgen wieder aufwachen werden. Diese Sicherheit haben unsere Kinder noch nicht. Jedes einschlafen ist für sie ein kleiner Abschied. Wenn sie am Abend nicht ins Bett gehen möchten, weil sie noch zu ende spielen wollen, dann ist uns oft unverständlich, warum das nicht am nächsten Morgen möglich ist – unsere Kleinkinder wissen noch nicht um diese Möglichkeit. Natürlich wird es ihnen mit steigendem Alter immer bewusster. Auch in dem wir mit ihnen darüber reden. „Bis morgen früh“ oder ähnliches.
(Gerade deshalb sagt eurem Kind bitte niemals, dass jemand „für immer schläft“ wenn ihr vom Tod redet, dies könnte die eh schon vorhandene Angst unnötig schüren.)
Durchschlafen – ein Reifeprozess.

Durchschlafen. Das ist Schlafen, 6 Stunden am Stück zwischen 18 und 6 Uhr morgens. So die Definition. Und das schaffen alle Kinder bei entsprechender Hirnreife. Aber auch hier kann nichts erzwungen werden. Im ersten Lebensjahr enrwickelt sich das Gehirn, aber auch das Kind allgemein so rasant, dass Zwischenmahlzeiten in der Nacht normal und bei Kindern die diese einfordern auch nötig sind. Daher sollten diese in dem Alter in der Nacht niemals verwehrt werden. Aber auch ein Erwachen weil so viel verarbeitet werden muss, sie Zähne drücken und so weiter ist völlig normal.

Was hilft beim schlafen ?

Gesunde Kinder lernen alle früher oder später alleine ein- und durch zu schlafen. Ganz ohne Schlaftrainings und schreien lassen. Und so lange müssen wir Eltern uns über die kindliche Art zu schlafen informieren und dies vor allem Akzeptieren. Druck erzeugt meist nur Gegendruck.

Erleichterung verschafft häufig das Familienbett, da Kinder in der Nähe der Eltern oft besser schlafen, weil sie sich sicher und geborgen fühlen. Außerdem vereinfacht es das nächtliche Stillen und beruhigen ungemein. Erschöpft zu sein und auch mal keine Lust mehr zu haben ist dabei auch ganz normal. Nicht umsonst ist Schlafentzug eine funktionierende Foltermethode. Hierbei hilft ein funktionierende Netzwerk ungemein. Das muss nicht immer die Familie sein, Freunde oder Nachbarn mit denen man ein gutes Verhältnis hat können auch eine große Stütze sein. Sei es um sich abends mal ablösen zu lassen wenn man kurz davor ist Dummheiten zu machen (wie das Kind zu schütteln), oder sich am Tag zumindest mal eine Stunde zu ergattern um Schlaf nach zu holen.

Schlafendes Baby
Schlafender kleiner Bär.

 

Familie

Babyausstattung – was absolut unnötig war.

Jeder kennt sie und jeder hat wohl so seine eigenen, die Rede ist von Fehlkäufen in der Baby Ausstattung.
Ich neige ehrlich gesagt nicht dazu, einfach mal eben viel Geld auszugeben, sondern überlege mir meine Käufe schon sehr gut. Trotzdem gab es eben solche Fehlkäufe auch bei mir.
Mir ist bewusst, dass diese Fehl Käufe immer nicht zu verallgemeinern sind. Dennoch möchte ich sie euch gerne mitteilen und jeder darf dann für sich selbst entscheiden, ob er das einfach nur einen netten lustigen Artikel findet, oder ob es ihm vielleicht, wenn noch Baby Einkäufe anstehen am Ende sogar geholfen hat.

Babyausstattung Fails

1. Das Beistellbett. Während ich in meiner Schwangerschaft noch der festen Überzeugung war, dass der kleine Bär zwar lange bei uns mit im Zimmer und direkt an unserem Bett schlafen wird, wir dafür aber ein Beistellbett nutzen. Hat sich schon innerhalb der ersten Woche nach der Entbindung herauskristallisiert, dass der kleine Bär nirgendwo anders schlafen wird, als direkt bei mir, an meiner Seite in unserem Ehebett. So wurde das Ehe- zum Familienbett.

2. Die Babybadewanne. Kleine Babys müssen meist in den aller ersten Lebenswochen noch nicht so häufig gebadet werden. Viel mehr würde zu häufiges Baden sogar eher der zarten, weichen Babyhaut schaden. So wurde der Bär innerhalb seiner ersten 6 Lebenswochen etwa 3 mal gebadet. Zwar haben wir die Wanne auch genutzt, aber ein mit Handtuch ausgelegtes Waschbecken tut es da ebenso. Gelohnt hat es also nicht. Ab der 7. Lebenswoche haben wir dann zusammen in der großen Wanne gebadet.

3. Die Federwiege. Ich weis, ich weis, für viele das Non plus ultra und die absolute Rettung bei Babys die sich nicht ablegen lassen. Tja, bei uns nicht. Das Teil war cool, so lange es es in Bewegung war, aber sobald das Schuckeln aufgehört hat wurde aufgewacht und geweint. Für uns also keine Lösung. Wir hätten wohl wenn so einen Batterie betriebenen Harken der selbst schuckelt benötigt… war mir aber dann deutlich zu teuer. Also blieb das Tragetuch unser bester Freund. Das führt mich zum nächsten Punkt.

4. Der Kinderwagen. Der wurde im Alter bis 8 Monate etwa 4 mal genutzt. Während alle außer meiner Oma das Baby im Tragetuch oder der Tragehilfe hatten, verlor der Wagen mehr und mehr an Bedeutung. Inzwischen schiebt auch meine Mama alle 2 Wochen eine Runde, dafür täte es aber inzwischen auch ein Buggy. Aber da der Emmaljunga wirklich top Comfort bietet und Second Hand auch nicht all zu teuer war, tat dieser Fehlkauf nicht all zu sehr weh.

5. Der Windelmülleimer. Aus dem einfachen Grund, dass wir nach kurzer Zeit doch auf Stoffwindeln umgestiegen sind und ich den teueren Eimer dann mit deutlichem Verlust weiter verkauft habe.

6. Der letzte Punkt. Stillkissen. Zumindest was seine eigentliche Funktion betrifft. Ich habe nie wirklich ein Stillkissen zum stillen gebraucht. Es ging immer besser und einfacher ohne. Das einzige wofür sie gut waren, war zum schlafen in der Schwangerschaft. Ich habe schon ab der 10. Woche damit geschlafen, zum Schluss sogar mit zweien, weil ich anders nicht wusste wie ich liegen soll. Aktuell dient immer noch eins auf dem Sofa einfach als Kissen/Lehne. Dafür sind sie wirklich praktisch!

 

Zum Abschluss möchte ich dem ganzen noch schnell meine Top drei, der Dinge die ich wirklich gut gebraucht habe entgegen setzen.

Top3 – Was wirklich nützlich war

1. Die Wärmelampe. Trotz der Tatsache, dass der Bär ein Sommerkind ist, war diese Lampe eine Wohltat. Nach dem Baden, zur abendlichen Massage oder wenn es beim wickeln und umziehen einfach mal wieder länger gedauert hat, dann war diese Lampe Gold, auf jedenfall aber jeden Cent wert!

2. Tragehilfe/Tragetücher. Oh Gott wie hätte ich bloß ohne überleben sollen? Der Bär ist Vollzeit Tragling durch und durch. Ablegen war ein No-Go, egal ob Sofa, Stubenwagen oder Kinderwagen, es wurde sofort geweint. Beruhigungsversuche zwecklos. Im Tuch, an der Brust oder auf mir liegend, war er allerdings immer absolut zufrieden. Also kein typisches Schreibaby, sondern schlicht ein Nähejunky. Und so haben die Tragetücher dafür gesorgt, dass ich weiter mobil war, und sogar den Haushalt mit Kind gewuppt habe!

3. Spucktücher/Mullwindeln. Speikinder sind Gedeihkinder hat meine Hebamme immer gesagt. Zweifelsohne hatte sie absolut recht, wog der Bär doch zur U3 schon knapp das doppelte zum Geburtsgewicht. Aber so waren Spucktücher für uns unerlässlich. Wir haben am Tag gut und gern drei davon verbraucht. Und nicht etwa weil ein mal ein bisschen was dran gekommen war, nein, getauscht wurde erst wenn man es schon fast auswringen konnte. Neben der Tatsache, dass sie zum auffangen und aufwischen der angedauten Milch hervorragend waren, kann man sie auch als Kleider- und/oder Sichtschutz beim Stillen verwenden, als Sonnenschutz beim Tragen oder im Auto und nicht zu letzt auch als Einlage in der Windel, wenn man da den Ersatz mal wieder daheim vergessen hat. Später eigenen sie sich auch als „Notfall Lätzchen“ hervorragend!

 

Familie

Selbstbestimmtes Schlafen mit Impuls.

Das Thema selbst bestimmt schlafen steht auf der Hitliste ganz oben. Gleich hinter selbst bestimmtem Medienkonsum und selbst bestimmtem Essen inkl. Süßigkeiten Konsum. Alles sehr kontrovers diskutiert und viele glauben nicht, dass das (gut) funktionieren kann. Oder fragen sich, wie es funktionieren kann.
Darum möchte ich euch heute erzählen, wie es bei uns ist.

Unser Kind kann eher schlecht schlafen

Wenn der kleine Bär eines schon seit seiner Geburt NICHT kann, dann ist es, einfach ein zu schlafen wenn er müde ist.
Das ist bei uns ein ganz wichtiger Punkt im Bezug auf das selbst bestimmte Schlafen. Denn deshalb kommt das berühmte, einfach spielen lassen bis sie quasi umfallen nicht in Frage, denn das passiert hier nicht. Niemals würde der Bär einfach so einschlafen.

Also mussten wir einen anderen Weg finden, dass er nach seinem Bedürfnis schlafen kann, ohne das er ins Bett gezwungen wird. Hier liegt der Schlüssel für uns im Beobachten. Von der Körpersprache her, und durch Nutzung der Babyzeichen (teils passiert das sogar unbewusst), zeigt er nämlich recht deutlich an, wann er das Bedürfnis zum schlafen hat. Hier ist es an uns als Eltern das zu erkennen und dann den nötigen Impuls zu geben. Beim Mittagsschlaf ist das die einfache Frage „möchtest du schlafen?“ (Inkl. Nutzung des Zeichens), was ihn dann schon zum Schlafzimmer laufen lässt. Am Abend ist die Frage dann ob wir Zähneputzen wollen und erst anschließend ob er schlafen möchte. Auch hier läuft er dann schon zum Bad/Schlafzimmer. Es ist also auf unseren Impuls hin immer seine eigene Entscheidung.
Wenn er nicht zum Schlafzimmer/zum Bad läuft, dann hat das alles noch keinen Wert und wir warten noch etwas, meist dauert es aber nicht länger als 10-20 Minuten bis er dann doch möchte.

Einschlafbegleitung

Ist der kleine Bär dann im Bett benötigt er weiter unsere Hilfe, bei mir wird gestillt, beim Göttergatten reicht simples Kuscheln und bei der Oma muss es die Flasche sein – so individuell gestaltet sich hier die Einschlafbegleitung. Wichtig ist aber, das die Begleitung nötig ist, sonst ist ein Einschlafen hier nicht möglich. An Tagen an denen ihn sehr viel beschäftigt kommt es auch noch mal vor das ein in den Schlaf tragen nötig ist. Das ist an dieser Stelle aber niemals ein Zwang, sondern ausschließlich eine Hilfe. Eine Brücke in den Schlaf. Schreien und weinen lassen und dann aus Erschöpfung und Verzweiflung ein zu schlafen ist hier und sollte nirgends eine Option sein.

Manchmal kommt es vor, dass der Bär doch noch mal aufstehen möchte. Grade als er kleiner, und das Fragen noch nicht möglich war, hatten wir so eine Situation etwa 1x pro Woche. Dann stehen wir noch mal auf und spielen noch etwas und probieren es später noch mal.

Bedürfnisse aller sehen und achten

Aber ICH als Mama/Papa habe doch auch mal das Bedürfnis nach Ruhe und einer Auszeit.
Das stimmt zweifelsohne. Und auch ich kenne dies Gefühl. Je nach dem welche Möglichkeiten man hat und wie alt die Kinder sind, kann entweder der Papa oder die Oma, Tante oder Nachbarin noch eine Runde mit den kleinen spielen. Oder es ist sogar eine Option, dass sie sich schon selbst beschäftigen. So kann man sich selbst abends dann eine kleine dringend benötigte Auszeit verschaffen.Manchmal reicht auch schon der Gedanke, dass es am nächsten Tag vermutlich wieder besser laufen wird und man abends eher „Feierabend“ hat.

Außerdem finde ich es nicht verwerflich, wenn man versucht den Tag passend zu strukturieren, so dass das Kind nicht am späten Nachmittag noch ein Schläfchen macht.
Der Bär geht zum Beispiel abends zwischen 19 und 20 Uhr ins Bett, das ist in etwa die Zeitspanne in der er meist müde wird/ist. Wenn ich nun um 17 Uhr mit meiner Mama und dem Zwerg im Tuch noch spazieren gehe, weis ich das er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um 17.30 Uhr auf meinem Rücken eingeschlafen ist. Daher vermeide ich solche Unternehmungen nach Möglichkeit. Das erleichtert mir das Leben, da ich dann kein Kind habe was bis 23 Uhr spielen möchte. Und wenn es eben doch mal vor kommt, dass man spät noch herumspaziert und der Zwerg einschläft (oder im Auto), dann habe ich genug „Reserven“ um dann mal einen Tag mit ihm bis 23 Uhr zu spielen und auf meine Auszeit zu verzichten. Denn ich weis, dass es nicht die Regel ist.

Hilfe zum einschlafen
Abendliches Kuscheln und Einschlafbegleiten
Familie

Cospleeper do it in the kitchen – Über Sex und Familienbett

Da fragte mich vor nicht all zu langer Zeit eine Bekannte (auch Mama) ob ich nicht mit ihr auf die nächste Venus Messe (ihr wisst schon Sex, Sexspielzeug, Pornos und co) gehen will. – Nö will ich nicht. Ich bin zwar nicht verklemmt und prüde aber das ist dann trotzdem nicht so dass, womit ich meine Freizeit, womöglich noch mit Kind, verbringen möchte.

Die Situationskomik ergab sich allerdings erst bei unserem nächsten Gespräch. Es ging, wie der Titel heute vermuten lässt, ums Familienbett. Ihre Tochter schläft nämlich von Anfang an im eigenen Bett und Zimmer. Als ich dann erklärte, dass der Bär von Anfang an und sicher auch noch künftig eine ganze Weile bei uns im Familienbett schläft, kam nämlich von Ihr die Frage : “ Ähm, und wie seid ihr dann intim miteinander?“

Versteht das nicht falsch, ich weis das es einige Frauen gibt die nur im Bett und bei ausgeschaltetem Licht Sex haben und nie würde es mir einfallen mich darüber lustig zu machen. Aber das jemand der quasi gestern noch mit mir auf eine Sex-Messe wollte, heute nicht begreifen kann wie man Intimitäten austauschen kann wenn man Familienbettet ist mir gänzlich unklar und brachte mich auch zugegebener Maßen etwas aus der Fassung. Meine trockene, irgendwann mal bei Facebook aufgeschnappte, Antwort war dann wie ihr im Titel lesen könnt : ‚Co-Sleepers do it in the kitchen.‘

Was sag ich denn nun auf so eine Frage?

Nun, das diese Frage immer wieder auf taucht ist kein Geheimnis. Und ich finde die o.g Antwort einfach am passendsten. Wer aber nicht (wie meine Mama das so nett formulierte), riskieren will, dass niemand mehr bei ihm essen mag (versteh ich nicht putzt ihr etwa nicht ?!) könnte auch noch andere Antworten ausprobieren:

# Du hast nur im Bett Sex? Das tut mir sehr leid für dich.

# Wir nutzen mit Vorliebe die Waschmaschine- das spart im Schleudergang dann auch gleich noch den Vibrator.

# Sex ?! Ih ne , also sowas machen wir nicht.

# Wir nutzen das Familienbett quasi als Verhütungsmethode – der Pearl-Index ist unschlagbar.

# Also wir haben nur Sex um ein Kind zu zeugen und ein Geschwisterchen ist noch nicht geplant.

Bitte passt die Antworten eurem Gegenüber an. Wenn Oma Gerda mit nem Herzinfarkt da nieder liegt, dann hat auch niemand was gewonnen 😉