Familie, Reisen und Urlaub

Winterurlaub mit Kleinkind – Was unverzichtbar ist und warum Minimalismus Zeit, Platz und Nerven spart.

Wir machen unseren ersten Skiurlaub als Familie. Das heißt, den ersten zusammen mit dem kleinen Bären. Und wie in jeder neuen Situation mit Kind stehen wir als Eltern erst mal vor einem Problem. Nämlich der großen Frage was wir, oder besser, was das Kind denn nun alles  braucht für diesen Winterurlaub. Für 7 Tage im Schnee, der vermutlich höher liegt, als er groß ist. Und nicht zu vergessen auch für die nicht zu unterschätzenden Autofahrten. 8 Stunden fahren wir, wenn wir gut durch kommen. Das ist für ein, vor Energie strotzendes, Kleinkind schon nicht ganz ohne. Also, auf geht’s… spielen wir eine Runde : Ich packe meinen Koffer und nehme mit …

Koffer packen für den Ski Urlaub.

Care-Paket für unterwegs

Als ich, mit den 8 Stunden Fahrzeit im Kopf begonnen habe mir Gedanken darüber zu machen, was wir alles während der Fahrt griffbereit haben sollten, überkam mich die Befürchtung, dass es mehr sein wird, als wird sonst für den kompletten Aufenthalt brauchen. Aber was ist nun drin, in unserem Reise Care-Paket fürs Kleinkind? Abgesehen von dem Kindersitz, für den sicheren Transport! Für uns ist das definitiv ein sogenannter Reboarder in welchem das Kind entgegen der Fahrtrichtung transportiert wird.

~ 2 Wiederverwendbare Quetschies. Einer befüllt mit Obstmus, der andere mit einer Haferflocken Obst Mischung.

~ Die Edelstahlflasche mit Trinklernaufsatz.(So wird nicht gekleckert.) Gefüllt mit Wasser.

~ 1-2 Lieblingsbücher zum selbst anschauen oder vorlesen.

~ 4 Windeln und Feuchttücher.

~ Lieblings Snack – bei uns sind das Knuspertiere von Fruchtbar.

~ Lieblings Kuscheltier oder Puppe. Bei uns fährt Krümel also mit.

~ Ein Tablet. Mit Zugang zu Videos bzw. Serien die das Kind gern schaut. Und mit einer App zum Malen.

~ Ein neues kleines Spielzeug, was sich prima entdecken und ausprobieren lässt. Das muss auch nichts großes sein. Befüllte Flaschen mit farbigem Glitzerwasser. Oder ein Auf die Rückseite eines DinA4 BLocks geklebter Sensory Bag erfüllt den Zweck da absolut.

 

Kofferinhalt für 7 Tage Schnee

Wer den Kleiderschrank des Bären kennt, der weiß hier ist weniger oft Mals mehr. Das ist super, denn so ist die Auswahl was das mitnehmen betrifft gar nicht so riesig. Praktisch! Aber auch beim Koffer packen gehe ich es eher minimalistisch an. Ich hasse nichts mehr, als am Ende des Urlaubs die Hälfte der Sachen ungetragen wieder mit heim zu nehmen. Was also wird gebraucht? Und vor allem was ist warm genug. Denn die Temperaturen bewegen sich durchaus um die  0 Grad und im einstelligen Minus Bereich.

Hygiene:

Das Stück Calendulaseife, Zahnpasta, Zahnbürste, 1 Bademantel und 1 Bade Handtuch müssen reichen. Dazu natürlich Windeln und Waschlappen sowie Calendulasalbe  zum Wickeln.

Außerdem, wichtig fürs raus gehen, unsere Wind und Wettercreme , damit das Gesicht optimal geschützt ist.

Reiseapotheke:

Ich hasse Reiseapotheken, aber mit Kind scheint sie quasi unverzichtbar zu sein. In unserer befinden sich: Fieberthermometer, Paracetamol Zäpfchen, Arnica und Chamomilla Globuli, Thymian Myrthe und Engelwurzbalsam, NaCl, Babynasentropfen und für uns unverzichtbar, Cortison Zäpfchen falls und aufgrund der anderen Luft wieder mal ein Pseudokruppanfall heimsucht.

 

Kinder reiseaootheke

Schlafen:

Zu einem mit Schlafanzug aus Bambus und Wolle, sowie einem Wolle-Seide Body wandert noch ein paar dicke Kuschelsocken nebst kleiner Decke in den Koffer. Da die Hütte recht klein ist, benötigen wir kein Babyphone.

Für den Tag:

Drunter:

Auch hier liegen Wolle-Seide Bodys hoch im Kurs. Sie sind wunderbar temperaturausgleichend und über Nacht ausgelüftet lassen Sie sich dank der sich selbst reinigenden Wolle problemlos mehrere Tage anziehen. So ist mit 3 Bodys der Wochenbedarf gedeckt. Ein vierter kommt als Reserve mit.

7 Strumpfhosen Kommen mit. Diese sind, da wir leider nur welche aus Baumwolle haben nach einem Tag einfach reif für dir Wäsche. Trotzdem bieten sie an den Beinen einfach die perfekte Grundlage. Für drinnen völlig ausreichend und wenn’s Raus geht, der beste Einstieg in das Zwiebelsystem.

Die Hosen sind dann allerdings mit einer Wollfleece Hose, eine Wolle-Seide Leggins und einer gefütterten “Jeans” wieder eher sparsam vorhanden.

Oben rum geht es weiter mit 7 Langarmshirts. Warum so viele? Ganz einfach. Shirts sind hier das, was definitiv jeden Tag so dreckig wird, dass ein Tausch am nächsten Tag nötig ist.  Außerdem kommen zwei Pullover aus Wolle mit. Die werden noch übergezogen, wenn wir raus gehen.  Und 3 Paar Woll Socken. Die kommen über die Strumpfhose wenn wir raus gehen.

Kleidung Winterurlaub

 

Drüber:

Unser Standartbegleiter ist hier, und wird auch im Urlaub der Wollwalkanzug sein. Für den Fall das dieser nass ist, werden wir aber eine zweite Kombination aus Schneehose und Wollwalk Jacke mit nehmen.

Außerdem natürlich Winterschuhe, Schal, Handschuhe und Mütze.

Outdoor kleidung
2. Outdoor Garnitur neben dem Walkanzug

Spielzeug:

Da es vor Ort keine Spielsachen gibt, müssen wir einiges mitnehmen. Aber auch hier zählt, Klasse statt Masse. Bücher, Kuscheltier und Tablet sind ja eh schon von Unterwegs dabei.
Zusätzlich haben bei uns noch das Lieblings Feuerwehrauto, Grimms kleiner Regenbogen und eine Hand voll am Meisten geliebte Holztiere ihren Weg in den Koffer gefunden.
Wenn das nicht ausreicht, finden sich vor Ort sicher einige Alltagsgegenstände, die es zu erkunden und ausprobieren gilt. Unsere Kinder sind da flexibler als wir Erwachsenen oft mals denken.

 

Und sonst? – Oder warum der Kinderwagen sinnlos ist.

Abgesehen davon, dass der Kinderwagen im Auto ein echter Platzfresser ist und wir ihn eh nicht nutzen, würde ich ihn auch als Nutzerin für den Winterurlaub zuhause lassen. Denn wenn klar ist, dass vor Ort reichlich Schnee liegt, werden sich kaum Wanderwege und co finden, die sich für einen Kinderwagen Spaziergang anbieten.

Neben Tragehilfe, Tragetuch und Ringsling die für mich wie selbstverständlich zum Kofferinhalt zählen, wird unsere Fortbewegung um einen Schlitten bereichert. Fußsack und Lammfell machen ihn zu einem kuscheligen Ort und dank Schiebelehne, die sich einfach einharken lässt, entfällt auch das lästige Schlitten ziehen. Wenn die Lehne nicht eingeharkt ist, können wir den Schlitten auch normal zum rodeln nutzen. Perfekt!

 

Rezepte

Rezept: Kürbissuppe (vegan)

Kürbis, eines der Dinge die wir selbst im Garten anbauen. Kürbis lässt sich gut und lange lagern und außerdem vielfältig verarbeiten. Egal ob als Ofengemüse, auf dem Flammkuchen oder als Suppe. Kürbis kommt hier immer gut an. Heute möchte ich also mein Rezept für Kürbissuppe mit euch teilen. Und hey, es ist sogar vegan. Los geht’s!

Zutaten

  • 1 Hokkaido (entkernt etwa 600g)
  • 1 Kartoffel
  • 1 Zwiebel
  • 400g Möhren
  • 1,5 cm Ingwer
  • 1 EL Kokosöl
  • 800ml Gemüsebrühe
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1 Bio Zitrone

Vegane Kürbissuppe

Zubereitung

Der Hokkaido wird abgewaschen, halbiert, entkernt. Möhren, Ingwer, Kartoffel und Zwiebel Schälen. Alles Gemüse in Würfel schneiden.

Im Topf das Kokosöl erhitzen und das Gemüse kurz darin anbraten. Anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen und 20-30 Minuten bei geschlossenem Deckel weich kochen.

Den Topf vom Herd nehmen und alles fein Pürieren. Anschließend die Kokosmilch unter mischen. Etwas Zitronenschale abreiben, mit in die Suppe geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles noch mal auf die gewünschte Temperatur erhitzen.

Das ist sogar der kleine Bär liebend gern. Und es ist die perfekte Suppe in der kalten Jahreszeit.

Vegane Kürbissuppe

So wird’s nie langweilig…

+ Etwas fein gewürfelter Ingwer mit am Tisch ist prima für alle die es etwas schärfer mögen.

+ Kürbiskernöl zum Servieren mit auf die Suppe geben rundet das Gericht prima ab.

+ Für Korianderliebhaber – einfach fein gehackt mit in die Suppe geben. Das passt perfekt.

+ Noch Brot übrig? Schnell würfeln und mit etwas Knoblauch in der Pfanne zu Croutons rösten. Perfekt als Einlage.

+ Zu wenig extravagant und vegan ist eh nicht nötig? – Dann lasst beim letzten erhitzen Garnelen als Einlage in der Suppe mit gar ziehen.

Kürbissuppe mit Kokosmilch und Ingwer
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Mehr Rezepte findest du hier!

Erfahrungsberichte

Gewalt und Bloßstellung im Kindergarten in der DDR

Leen von Aufbruch zum Umdenken schreibt über ihre Kindergartenzeit in der DDR. Geprägt von Bloßstellung und psychischer Gewalt. In dem Artikel Auch ein Ost deutsches Kind hat ein Recht auf gewaltfreie Begleitung berichtet sie auf ihrem Blog außerdem davon, wie sie in ihrem Umfeld auch heute noch mit Gewalt in der Erziehung konfrontiert wird. 

 

Gewalt im Kindergarten
www.aufbruch-zum-umdenken.de

Kinderbetreuung in der DDR

Wie haben wir unsere eigene Kindergartenzeit erlebt? Ich habe auch schöne Erinnerungen, aber leider auch sehr einprägsame, die ich heute, mit meinem Wissen, schrecklich finde.

Ich bin 32 Jahre alt und war ein Kind, welches in Ostdeutschland in den Kindergarten ging.

Meine Mama brachte mich mit einem halben Jahr eine Woche in die Krippe, bis ein neues Gesetz kam und Lehrer*innen ihre Kinder doch ein Jahr zuhause lassen durften. Sie sagte mir, dass ich jeden Morgen weinte und sie auch, während sie mit der Schwalbe zur Schule fuhr. Sie höre mich bis vor die Tür schreien. Wir weinten also beide. Eingewöhnt wurde ich, aber leider wohl zu kurz.

Jedenfalls war ich dort eine Woche und dann durfte ich doch noch ein halbes Jahr bei meiner Mama bleiben.

Sie selbst wurde mit 8 Wochen in die Krippe gebracht. Wir reden oft darüber, meine Mama und ich. Ihr könnt euch vorstellen, dass es keine Gespräche der größten Freuden sind.

Im Kindergarten war ich nicht gern.

Nun gut! Ich war also ein Kind, dass die letzten DDR-Jahre im Kindergarten verbrachte mit einer Oma, die selbständig war und von zuhause aus arbeitete. Also war Ich viel bei ihr, wenn ihre Zeit es zuließ. Ich sah ihr zu, wenn sie schneiderte und sortierte Köpfe nach Farben oder brachte mir das zählen bei. Und Ich liebte diese Knöpfe, das Schneidern von ihr und die Menschen, die jeden Tag in ihre Stube kamen. Ich hatte dadurch guten Kontakt zu vielen Menschen im Dorf.

In der Kita war ich nicht gern. Ich habe noch so einige Erinnerungen an diese Zeit. Wie gesagt, es gab auch gute Erinnerungen, aber die schlechten tuen bis heute weh.

Ich erinnere mich auch an die jungen und lieben Kindergärtnerinnen, aber diese waren irgendwie nicht bei mir. Heute weiß ich warum, denn ihre Kinder sind so alt wie ich und sie waren einfach auch in ihren Elternzeiten. Meine Schwester ist jünger als ich und wurde von diesen Frauen begleitet und hat ganz wunderschöne Erinnerungen an ihre Kindergärtnerinnen. Diese sind auch jetzt noch vor Ort tätig und haben das Herz definitiv am rechten Fleck. Es ist jetzt ein richtig schöner Kindergarten.

An mir wurde ein Exempel statuiert

Ich hatte damals leider eine biestige Kindergärtnerin im mittleren Alter. Sie war herrisch und in meiner Erinnerung lachte sie nie. Ich habe mir so oft gewünscht, dass Oma Erika mich abholt und wir zusammen den Tag verbringen. Mittagskind wollte ich immer sein. Meine Oma hat Kinder niemals angeschrien oder war böse zu ihnen. Als ich erwachsen war sagte sie mir: „Man darf Kinder niemals anschreien, denn das verkraften ihre Seelen nicht so gut.“

Zurück zur Kita. Die biestige Frau verpasste mir jedenfalls ein ordentliches Trauma. Ich erinnere mich oft und gut an diese Situation. Ich redete als Kind schon gern und viel und hatte es oft schwer, in den Mittagsschlaf zu finden. Um an mir ein Exempel zu statuieren, musste ich, weil ich redete, in der Mittagsschlafzeit barfuß auf dem Steinboden neben meinem Bett stehen, während mich die gesamte Kindergruppe ansah oder um mich herum einschlief. Diese Situation hat sich in meinen Kopf gebrannt. Aufessen musste ich auch immer, gemaßregelt wurde ich und an eine liebevolle Begleitung erinnere ich mich nicht. Ich bin sehr sensibel und mich vor z.B. anderen vorzuführen oder das Übertreten meiner persönlichen Grenzen zu erzwingen, ist eine Qual für mich. Ich mag es respektvoll und achtsam und das schon als Kind.

Meine Schwester aß als Kind sehr langsam. Sie musste bei einer Kindergärtnerin immer sitzen bleiben, bis sie alles aufgegessen hatte. Ich musste dann an ihr vorbei gehen, um in den Waschraum (ich glaube es war der Waschraum) zu gelangen, während sie allein am Tisch saß und saß und saß, bis ihr Teller leer war (als erzieherische Methode vermute ich mal). Am liebsten hätte ich sie hochgezogen und mitgenommen, doch das traute ich mir nicht. Mein schlechtes Gewissen war aber riesengroß, dass ich meiner kleinen Schwester nicht geholfen habe. Kleine Soldaten und Soldatinnen heranziehen, die massenkonform sind und spuren, wenn z.B. Erwachsene reden, das konnte die DDR.

Ich sage aus eigener Erfahrung – doch es hat geschadet

Aber auch andere Kinder hatten es schwer. Wir hatten ein Kind in der Gruppe, welches im Schlaf seine Ausscheidungen nicht kontrollieren konnte. Statt dieses Kind zu integrieren, wurde es vor der gesamten Gruppe vorgeführt. Es wurde laut vor dem Kind gesagt, dass wenn man in der Mittagszeit nicht ruhig sei, dass man dann neben diesem Kind schlafen musste. Sauber gemacht wurde das Kind in meiner Erinnerung dann auch nicht, sondern erst, wenn wir alle wieder aufstanden. Mir tat das damals schon unendlich leid, aber ich hatte nicht den Mut etwas zu sagen. Niemand wollte mit diesem Kind spielen oder daneben schlafen. Oft hat der Raum dann gerochen, wenn Mittagsschlafzeit war. Das ist einfach nur furchtbar. Die Kindergärtnerinnen haben das Kind als Druckmittel genutzt, damit wir über die Mittagsschlafzeit ruhig waren.

Wenn ich jetzt diese Zeilen schreibe, kullern mir Tränen über die Wangen, weil mir das alles so leid tut. Fütterungen, Bloßstellungen, Maßregelungen, Misshandlungen – Machtausübungen an Kindern – Macht des Gehorsams!

Wenn ich heute Menschen sagen höre „Das hat uns auch nicht geschadet“ oder „Ein Klaps ist kein Schlag.“ oder „Iss auf, so lange du deine Füße unter diesem Tisch hast.“, dann kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es schadet. Es schadet sogar sehr. Mir persönlich hat schon die Bloßstellung gereicht, um emotional angegriffen zu sein und mich mein Leben lang damit herumzuschlagen. Wie muss sich nur dieses arme Kind gefühlt haben, was konsequent misshandelt und gedemütigt wurde?

Wir haben 2018. Es ist mir ein Anliegen, euch davon zu erzählen, denn ich möchte von Herzen, dass unseren Kindern solche Dinge nicht mehr passieren. Das wünsche ich mir wirklich sehr. Jede*r Erwachsene hat die Pflicht unsere Kinder zu schützen! Unsere Gesellschaft hat umgedacht und muss weiter umdenken, damit unsere Kinder gewaltfrei aufwachsen dürfen.

Ein passendes Lied

Sind so kleine Hände, winz’ge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen, die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füsse, mit so kleinen Zeh’n.
Darf man nie drauf treten, könn‘ sie sonst nicht geh’n.

Sind so kleine Ohren, scharf und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen, werden davon taub.

Sind so schöne Münder, sprechen alles aus. Darf man nie verbieten, kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen, die noch alles seh’n.
Darf man nie verbinden, könn’n sie nichts versteh’n.

Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen, geh’n kaputt dabei.

Ist so’n kleines Rückgrat, sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht.

Grade klare Menschen, wär’n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat, hab’n wir schon zuviel.

(Bettina Wegner, 1976, Liedermacherin in der DDR Das Lied findet ihr in diesem Link)

Eure Leen

Danke Mama, dass du dich für mich eingesetzt hast und zu der Kindergärtnerin gegangen bist, nachdem ich es dir erzählt hatte. Danke, dass du dich als „brave DDR-Bürgerin“ getraut hast. Danach war mit dem Bettstehen Schluss. Du hast dich für meine Rechte stark gemacht und das ist bis heute sehr wichtig für mich. Ich hab dich lieb

Achtsam mit der Umwelt

Eigenanbau – ein kleines Bisschen Selbstversorger

Mitte Februar, draußen schneit es. Und trotzdem geht es nun schon langsam los. Die ersten Gemüsepflanzen für den Eigenanbau werden vorgezogen. Ein klitze kleines Bisschen Selbstversorger. Traumhaft.

 

Selbst anbauen

2016 zogen wir in unser Eigenheim mit Garten. Aufgrund von Renovierungsarbeiten und der Geburt des Bären blieb keine Zeit für das Experiment eigenes Gemüse. Einzig die Johannisbeersträucher haben gut getragen, so dass ich jede Menge Johannisbeersirup hergestellt habe. Los ging es also für uns erst im letzten Jahr. Wir haben ein ehemaliges Blumen Beet (etwa 4×1,5m) umgegraben, gedüngt und schließlich unser erstes Gemüse angebaut. Neben Radieschen und Tomaten fanden sich auch Gurken, Spinat, Hokkaido, Fenchel und Paprika. Außerdem Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Blaubeeren. Es war weniger Arbeit als gedacht und vor allem deutlich leckerer, als alles was ich gekauft kenne! Allein dafür hat es sich gelohnt.

Vor dem Winter haben wir wieder organischen Dünger in Form von Kompost und Mist ins Beet eingebracht und alles umgegraben. Im Nachhinein ist es etwas schade, dass wir verpasst haben saisonales über den Winter an zu bauen. Aber es war ja auch unser erstes Jahr. In diesem Jahr wird unser Gemüsebeet vergrößert auf etwa 3×4 Meter. Außerdem bauen wir zusätzlich ein Hochbeet. Und auch die Vielfalt wird größer, so dass wir hoffentlich kein Gemüse dazu kaufen müssen. Wir haben uns in diesem Jahr dafür entscheiden auch Kartoffeln selbst an zu bauen. Diese allerdings im Topf, das ist bei der Ernte deutlich einfacher. Außerdem auf der Liste stehen für dieses Jahr: Möhren, Tomaten, Paprika, Hokkaido, Gurken, Blumenkohl, Grünkohl, Radieschen, Feldsalat, Spinat, Lauch, Knoblauch und Wassermelone.

Eigenanbau von Gemüse

 

Vorziehen und Pflanzen

Die verschiedenen Gemüsearten haben verschiedenen Aussaat Zeiten. Einige werden vorgezogen, Andere direkt gesät.

Die Direktsaat ist denkbar einfach, hierbei wird das Saatgut direkt in das Beet eingebracht. Unter Umständen müssen die Pflanzen, wenn sie zu dicht stehen nochmals vereinzelt werden. Die Problematik bei der Direktsaat ist, dass vorher niemand weiß, ob jeder Samen keimt, und man am Ende dann nicht genug oder zu viele eng stehende Pflanzen haben kann.

Beim Vorziehen wird in einfachen Schalen, oder auch extra Anzuchtkästen das Saatgut in Anzuchterde oder spezielle Kokoserde ( Kokos Quelltabs) gepflanzt. Der Kasten wird dann an einen Platz mit viel Licht und der passenden Keimtemperatur gestellt. Außer feucht halten und abwarten ist nicht viel zu tun. Nach meist etwa 2 Monaten werden die vorgezogene Pflanzen ins Freiland gepflanzt.

 

How to: Vorziehen step by step

Ich fange heute an die ersten Pflanzen vor zu ziehen. Bei uns sind das: Tomaten, Paprika und Blumenkohl. Es klingt wohl denkbar banal. Aber das wichtigste neben der Erde, dem Kasten und dem Saatgut ist nun, zu wissen wie viel Platz man im Beet hat, was alles angepflanzt werden soll und wie viel Platz welches Gemüse benötigt. Nur so kann man entscheiden wie viele Pflanzen welcher Sorte vorgezogen werden sollen. Ich säe immer 1-2 Pflanzen mehr als ich haben möchte. Falls eben ein Saatkorn nicht keimt. Sicherlich kann auch einfach das gesamte Saatgut vorgezogen werden. Das macht aber nur Sinn, wenn es Abnehmer für eventuell übrige Pflanzen gibt. Andernfalls wäre es schade um  das Saatgut wenn die übrigen Pflanzen verworfen werden.

Eingenanbau
Das zu pflanzende Saatgut.

Als erstes

Werden die Anzuchtgefäße vorbereitet. Ob ihr sie mit Erde befüllt, oder eben die Kokos Tabs aufquellen lasst ist egal. Vorarbeit fällt immer an. In meinem Fall war es : Quellen lassen.

Eigenanbau - Selbstversorger
Die Kokostabs vor dem Quellen.
Eigenanbau
Und nach dem Quellen. Der Bär ist immer mit dabei.

Nach dem Quellen…

wird überschüssiges Wasser abgegossen und die Samen werden ein gesät. Immer 1 Samen pro Tab. Ich benutze zum säen den Stiel von einem kleinen Löffel. Mache damit eine kleine Kuhle wo der Samen hinein gelegt wird und schließe diese anschließend wieder leicht. Abschließend kommt der Deckel auf die Anzuchtkästen diese werden an den vorgesehenen Ort mit ausreichend Licht und Wärme gestellt.

Anzuchtkästen
Hier ist alles fertig gesät.

Quick Tipp: Ende Februar ist das Licht noch nicht immer so super. Hier kann eine Lampe Abhilfe schaffen. Wir haben eine Wärmebirne aus dem Terrarienbedarf die wir stundenweise einschalten. 

 

Gemüse anbauen mit Kindern

Auch für Kinder ist die Erfahrung selbst zu säen, pflegen und später zu ernten und essen enorm wertvoll. Sich selbst mit Nahrung versorgen zu können ist toll und macht enorm stolz. Außerdem sind Kinder oft eher bereit zu essen, was sie selbst ernten konnten. Grade Kinder die von Gemüse nicht so überzeugt sind haben oft trotzdem Lust ihr „eigenes“ zu essen. Und sein wir mal ehrlich, meistens schmeckt es ja auch viel besser.

Selbst der Bär hilft schon beim Anbau. Alles was durch einfaches pflücken zu ernten ist, wird selbst geerntet und heute hat er auch die Samen in die vorbereiteten Kuhlen gelegt. Und beim harken vom Beet ist er eh ganz vorne mit dabei.

 

Anbau in Kübeln und Blumenkästen

Kein Garten, und nun?

Das ist kein Grund auf selbst angebautes Gemüse zu verzichten. Im Folgenden einige Pflanzen, die sich gut auf dem Balkon anbauen lassen.

  • Tomaten
  • Kartoffeln
  • Möhren
  • Paprika
  • Chilli
  • Bohnen
  • Salat
  • Radieschen
  • Spinat
  • Erdbeeren
  • Blaubeeren
  • Himbeeren
  • und natürlich jegliche Kräuter.

Vielleicht habt ihr nun Lust bekommen auch euer eigenes Gemüse an zu bauen. Und so automatisch nachhaltig und saisonal zu essen. Ich kaufe außerdem Bio Saatgut. Und nun an die Beete, fertig, los ! 

Familie

BLW heißt Baby led weaning – Mein Baby isst selbst, von Anfang an.

Wenn wir Eltern werden, dann beginnt eine spannende Zeit. So vieles ist neu und ungewohnt. Wir alle, auch unser Baby, müssen uns in unsere neuen „Rollen“ erst einmal einfinden. Doch die ersten gut gemeinten Ratschläge lassen nicht lange auf sich warten. Tipps wie wir es anders, oder besser machen können. Mutmaßungen was passiert, wenn wir es nicht so machen wie uns angeraten wird. Und nicht zuletzt auch Fragen, die uns verunsichern.
Sind am Anfang noch alle völlig von den Socken, wenn man es ohne nennenswertes Bauchweh über die ersten drei Monate schafft, so wird einem doch ab Monat 4 schon wieder zur Einführung der Beikost geraten. Hat das Kind in Monat 6 noch keinen Löffel Brei bekommen, so wird man bald angeschaut als sei man vom Mars. Als für uns das Thema Beikost aktuell wurde, war klar, dass der Bär erst etwas zu essen bekommen soll, wenn alle Beikostreifezeichen erfüllt sind. Außerdem haben wir uns entschieden, dass eben nicht wir entscheiden wie diese Beikost Einführung abläuft, sondern er selbst. Baby led weaning, dass ist die Baby gesteuerte Beikost Einführung,

Beikost Einführung

 

6 Monate voll stillen (PRE- Nahrung geben)

Wenn unser Baby auf die Welt kommt, dann hat es bisher außer Fruchtwasser noch nie etwas in seinem kleinen Magen gehabt, Wie Verdauung funktioniert und sich anfühlt weis es noch nicht, Der Darm des Babys muss sich in den ersten Monaten auf der Welt also erst einmal daran gewöhnen, wie diese Milch nun verdaut wird. Und unser Baby muss sich daran gewöhnen, wie sich das anfühlt. Die oft beschriebenen drei Monats Koliken sind in der Regel nichts Anderes als das. Plötzlich passiert etwas im Bauch des Babys. Der Darm arbeitet, das fühlt sich komisch und ungewohnt an. Vielleicht drückt es auch mal. Grade wenn durch zu hastiges Trinken Luft mit geschluckt wurde drückt es auch schon mal. Manche Babys haben da mehr und Andere weniger Probleme. Helfen tun oft: tragen, abhalten, Fliegergriff und Bauchmassage.

Hat sich der Darm und das Baby nun nach 3 Monaten grade an die Verdauung gewöhnt, soll man die nächste Umstellung starten? Nein. Babys und ihr Darm sind in diesem zarten Alter noch nicht bereit für Beikost. Was früher normal war, ist heute überholt. Verstopfung, Bauchschmerzen und  sehr harter Stuhl können Folgen einer zu zeitigen Beikost Gabe sein.
Die Empfehlung der WHO lautet, dass Baby 180 Tage, also etwa bis zum Beginn des 7. Lebensmonats ausschließlich gestillt werden sollten. Dies deckt ihren Nährstoff bedarf ausreichend, schützt vor Infektionen und ist gut verdaulich. Auch von anderen Getränken (abgesehen von PRE-Nahrung) ist vor der Beikost Einführung ab zu sehen. Diese könnten den Magen ohne Nährstoffe füllen, so dass das Baby nicht mehr ausreichend Muttermilch (oder Pre) trinkt und dann unterversorgt ist. Oder gar zu einer so genannten Wasservergiftung (Hyperhydradtion) führen, da sowohl Muttermilch, als auch PRE schon ausreichend Wasser für das Baby enthalten.

 

Die Beikostreifezeichen

Wann ein Kind bereit für die Beikost ist, lässt ich allerdings nicht stumpf am Alter festlegen, denn auch hier gilt: Jedes Kind entwickelt sich individuell. Der wichtigste Indikator sind also die so genannten Beikostreifezeichen. Wenn ein Baby alle diese Zeichen erfüllt, kann bedenkenlos mit der Beikost gestartet werden. Oft stellt sich die Frage aber kaum mehr, weil die Babys sich ab diesem Zeitpunkt, sofern sie die Möglichkeit haben auch selbst am Essen bedienen. Es gibt 6 Zeichen, die euch zeigen, ob euer Baby bereit für die Beikost ist. Trotzdem ist Beikost dann nur zusätzlich. Es sollte trotzdem weiterhin nach Bedarf gestillt werden, dies dient der Verdauung und Allergie Prävention.
Die Reifezeichen:

  1. Das Baby kann den Kopf alleine halten.
  2. Das Baby kann mit minimaler Unterstützung sitzen.
  3. Die Hand-Mund Koordination funktioniert – es kann sich Dinge selbst in den Mund stecken.
  4. Der Zungen-Streck Reflex ist nicht mehr vorhanden.
  5. Das Baby zeigt Interesse am Essen anderer.
  6. Es macht Kaubewegungen nach, wenn es jemanden essen sieht.

Baby led weaning

Baby led weaning – Das Kind selbst essen lassen

Ab dem Zeitpunkt der Beikostreife sind Baby auch dazu in der Lage selbstständig zu essen. Natürlich nicht mit Gable und Löffel, aber mit den Händen. Das ist bei Brei natürlich eher schwierig, also sollte Fingerfood gereicht werden. Dann sind all die Dinge, die das Kind problemlos selbst in die Hand nehmen kann. Hierzu können Nahrungsmittel natürlich auch passend geschnitten werden.
Was für uns im ersten Moment etwas befremdlich klingt, weil wir es meist nur so kennen, dass Babys eben Brei essen, ist eigentlich völlig natürlich und bringt so einige Vorteile für Kind und Eltern.

Für das Baby:
Nahrungsmittel können in ihrer Konsistenz, Farbe und dem reinen Geschmack erkundet werden. Jedes Nahrung mittel wird stück für stück erkundet. Wie es sich anfühlt und riecht, wie es sich zerdrücken lässt und schmeckt. Dinge die nicht dem Geschmack entsprechen können einfach liegen gelassen werden. Das Baby gibt sein eigenes Tempo vor und hat die Möglichkeit so lang zu erkunden, wie es das möchte. Der schützende Würgreflex bleibt länger erhalten. Die Motorik und Hand- Mund Koordination wird weiter verbessert. Durch das Einspeicheln der Nahrung werden Nährstoffe besser gelöst und schon vorverdaut. Das Sättigungsgefühl wird bei langsamen essen eher wahrgenommen, so isst das Kind nicht so sehr über den Hunger hinaus. Das wiederum wirkt Übergewicht entgegen.

Für die Eltern:
Der Aufwand extra für der Baby zu kochen entfällt. Während alle zusammen am Familientisch essen, muss niemand das Baby füttern. Kosten für Gläschen und Co werden eingespart.

Beikost mit Fingerfood
Brot und Gurke. Beides Dinge die hier vo Anfang an hoch im Kurs standen.

Was gilt es zu beachten?

Das ist die wohl meist gestellte Frage in diesem Zusammenhang. Denn wir kennen sie doch alle, die Angst etwas falsch zu machen und unserem Kind damit zu schaden. Im Grunde ist es aber gar nicht all zu viel, was beachtet werden muss. Bevor mit der Beikost begonnen wird, und an dieser Stelle ist es egal ob Brei oder Fingerfood, empfiehlt es sich immer einen Erste Hilfe Kurs für Babys und Kleinkinder zu besuchen. Mindestens aber sollte man sich informieren, was zu tun ist, wenn das Kind sich ernsthaft verschluckt, damit man ihm schnellst möglich helfen kann. Außerdem sollte das Baby immer im Sitzen essen, das minimiert die Gefahr des Verschluckens deutlich.

Gut zu wissen: Der Würgreflex sitzt bei Babys noch recht weit vorn im Mund, das ist richtig und wichtig. Daher kann es beim Essen dazu kommen, dass eurer Baby Nahrung wieder nach vorne Würgt. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. So könnt ihr sehen, dass euer Baby über ausgezeichnete Mechanismen verfügt um sich selbst zu schützen.  Das Würgen sollte nicht mit einem Verschlucken verwechselt werden!

Bitte steckt eurem Baby nicht einfach etwas in den Mund. Ihr könnt das Essen in die Hand geben, was dann damit passiert ist einzig die Entscheidung des Kindes,
Harte Dinge wie zum Beispiel: Möhre, Apfel und Pastinake sollten gekocht/gedünstet werden, bevor ihr sie dem Baby anbietet. Solche harten Dinge kann ein Baby noch nicht kauen und daher besteht die Gefahr, dass es sich verschluckt.

Kinder und vor allem Babys sollten so wenig Salz wie möglich zu sich nehmen. Da Salz z.B. in Brot eh schon enthalten ist, sollte auf das salzen von Speisen für das Kind grundsätzlich verzichtet werden. Wenn man für die ganze Familie kocht, bietet es sich an nach Ende der Garzeit etwas für das Baby zur Seite zu legen und dann erst zu würze. Oder es würzt jeder salbst am Tisch nach bedarf.

Milch und Milchprodukte  können Kindern schaden, wenn sie in zu großen Mengen verzehrt werden. Grundsätzlich ist empfohlen Milchprodukte ab Beikost start an zu bieten und so auch unter dem Schutz der Muttermilch ein zu führen. Das dient der Allergie Prävention. Ein Baby sollte allerdings nicht mehr als 200 ml Milch ( auch in verarbeiteter Form) am Tag zu sich nehmen. Hier lohnt es sich genau hin zu schauen. Denn oft wird viel mehr Milch zur Herstellung benötigt, als am Ende als verarbeitetes Produkt entsteht. So besteht eine 25 Gramm Scheibe Hartkäse schon aus 375 ml Milch und würde damit das Soll des Babys bereits überschreiten.

Honig sollte nach offizieller Empfehlung nicht an Kinder unter 1 Jahr gegeben werden. Es besteht die Gefahr ´schwer zu erkranken. Unsere Imkerin empfiehlt sogar dringend, bis 2 Jahre auf Honig zu verzichten.

Gut zu wissen: Auf den Rücken klopfen kann die Situation verschlimmern statt verbessern, davon sollte also Abstand genommen werden.

Nüsse sind aufgrund ihrer Größe und Konsistenz nichts für Babys und Kleinkinder. Etwas ab dem 4. Geburtstag können diese erst bedenkenlos gegeben werden.

Auf Rohe Fleisch, Fisch und Milchprodukte sollte unbedingt verzichtet werden.

Kleine und runde Früchte wie Kirschen, Beeren, Oliven, Trauben und Oliven müssen halbiert werden, bevor die zum Verzehr angeboten werden. Noch kleineres wie Erbsen und Mais sollte unzerdrückt erst angeboten werden, wenn das Kind den Pinzettengriff beherrscht.

 

Im Notfall

Wenn das Kind sich tatsächlich verschluckt. Es nach Luft ringt, versucht zu husten und Angst bekommt, könnt und müsst ihr schnell handeln. Nehmt das Baby aus dem Stuhl und legt es mit dem Kopf abwärts auf eure Beine. ihr haut nun 5 mal kräftig zwischen die Schulterblätter. Wenn sich nichts tut, dreht es auf euren Beinen auf den Rücken und Drückt 5 mal mit 2 Fingern auf die Brust des Babys. Parallel sollte der Notruf gewählt werden. Nach den 5 mal wird das Baby wieder umgedreht und ihr beginnt von vorn.

Gut zu wissen: Die Gefahr, dass ein Baby sich an Brei verschluckt ist deutlich höher als die, dass es sich an Fingerfood verschluckt. Während es beim selbst essen durch den Würgreflex gut geschützt ist, wird Brei mit dem Löffel direkt hinter diesen Schutzreflex gelegt.

 

Unser Fazit

Wir haben zu keinem Zeitpunkt bereut uns für Baby led weaning entschieden zu haben. Der kleine Bär hat immer mit Begeisterung das Essen entdeckt und probiert. Wir haben weiter viel gestillt. Das aber nicht schlimm, denn für uns war von vorn herein klar, dass es sich der Beikost im ersten Lebensjahr um einen ZUSATZ handelt und nicht um einen ERSATZ. Dennoch hat er schnell verstanden, dass er Hunger und Durst auch anders stillen könnte, als an der Bust. So war es kein Problem, wenn ich mal etwas länger nicht verfügbar war. Verschluckt hat er sich im Übrigen nur ein einziges Mal. Und das, als er über ein Jahr alt war. Also lange nach Beginn der Beikost. Die Gefahr war aber schnell gebannt, nach dem ich mal nach obiger Anleitung auf seinen Rücken gehauen habe.

Habt also keine Angst. Ich empfehle Baby led weaning gerne und würde es auch selbst immer wieder so machen.