Familie

Zwischen Selbstaufgabe und Selbstbestrafung- warum wir es uns selber nicht recht machen können.

Wir Mamas, wir Eltern, wollen das Beste für unsere Kinder. Beinahe jeder von uns, das ist es doch, was uns aus macht. Und genau deshalb schaffen wir es nicht, dass wir mir uns selbst zufrieden sind. Denn das Beste, was wir schaffen zu geben. Ist dann eben doch nicht gut genug. Nicht wenn es um unsere Kinder geht… oder vielleicht grundsätzlich nicht?

 

Du bist genug …

Hand hoch wer von euch diese Aussage, so oder so ähnlich aus seiner Kindheit und Jugend kennt. – Ich möchte nicht anmaßend sein, aber ich bin mir sicher, die Anzahl der erhobenen Hände ist gering. Woran liegt das?

Der Wunsch, dass Kinder das Beste bekommen, oder erreichen können ist nicht selten mit einem enormen Erfolgsdruck gekoppelt. Auch unsere Eltern wollten nur das Beste für uns. Aber grade deshalb haben wir gelernt, dass es immer noch höher, schneller und besser gehen muss. Wir wurden direkt, oder indirekt angetrieben immer mehr Leistung ab zu rufen. Und diese Erwartungshaltung hat sich so tief in uns verwurzelt. Sie überträgt sich auf das Bild was wir von uns selbst haben und so verlieren sich einige von uns schon im Job in Burn out und co, während Andere an der Elternrolle, an der Mutterrolle verzweifeln.

Stress

 

Selbstaufgabe – die Entfernung vom Glück

“Kinder bedürfnis- und bindungsorientiert begleiten, das sogenannte Attachment parenting führt dazu, das Mütter sich selbst vernachlässigen.“ – So oder so ähnlich klang eine reißerische Aussage in einem Blogartikel vor nicht all zu langer Zeit.

Bullshit. Sage ich. Das einzige, was zu dieser Vernachlässigung, dieser Selbstaufgabe führt ist der der „Erfolgsdruck“. Es ist so. Sobald wir unsere eigenen Bedürfnisse achten und uns um uns selbst kümmern, haben wir ein schlechtes Gewissen. Sich eine Auszeit zu gönnen, sich Gutes zu tun, dass ist in unseren Köpfen zu wenig Leistungsorientiert. SO können wir unseren Kindern nicht das Beste geben, denn wir sind ja nicht da, oder kümmern uns nicht ausreichend. Und so bekommen wir das Gefühl es geht nur eins… sich selbst achten und pflegen, oder eben dsd Beste für das Kind geben. So gerät das Leben in Schieflage und wir entfernen uns immer mehr von dem Gefühl glücklich zu sein, in dem wir uns immer mehr selbst aufgeben.

 

Der Schein trügt

Um das Beste für unsere Kinder geben zu können, müssen wir aber eben vor allem eins sein. Glücklich und ausgeglichen. Alles andere führt zu nichts. Zumindest zu nichts Gutem. Mit der Ausgebranntheit liegen die Nerven blank. Wir reagieren gereizt, auf Kleinigkeiten. Mit der Ausgebranntheit kommt die Gefühlskälte. „Ist mir doch egal“, oder „Mach doch was du willst“ sind in etwa so weit von bedürfnisorientierter Begleitung entfernt, wie sein Sonne vom Mond. Es ist eben nicht Laisser-faire , es ist eben nicht egal. Die Beziehung ist das Band, was unser Miteinander trägt und wir sollte es nicht kappen.

Gönn dir was.

Tu dir Gutes.

Nimm dir Auszeiten und sammle Kraft, lade die Akkus auf.

Auszeit für Mama

Viele Wege führen nach Rom … und zum Glück.

Mütter, oder besser Eltern sind auch Menschen. Und die sind bekanntlich verschieden. Es ist absolut individuell wie viel „me-Time“ nötig ist um ausgeglichen zu sein.  Während einer unbedingt wieder zurück in den Job möchte und dafür die Nachmittage mit Kind dann hoch qualitativ nutzt, reicht anderen ein Abend in der Woche, wo der Partner die Kinder ins Bett bringt.

Egal welches euer Weg ist, solange er für alle Begeiligten passt und ihr glücklich damit seid, ist er gut und richtig.

Niemand MUSS 24/7 mit dem Kind zusammen sein um eine gute Mutter zu sein. Gleichzeitig ist sind Bedürfnisse ab zu wägen. Was erlaubt grade noch etwas Aufschub, was muss sofort gestillt werden. Die Bedürfnisse von Babys dulden in der Regel wenig bis keinen Aufschub. Aber auch hier können durch Hilfe von Papa und anderen Bezugspersonen kleine Auszeiten geschaffen werden.

Je älter die Kinder werden, desto öfter können auch die eigenen Bedürfnisse wieder Vorrang haben. Natürlich so, dass weiter in Beziehung gegangen und Kommuniziert wird.

Alles hat seine Zeit.

 

Und wenn der Karren an die Wand gefahren ist?

Wenn wir dann doch mal uns vergessen und in der Konsequenz das Kind schlecht behandelt haben? – Dann hilft weder Selbstmitleid, noch das verharmlosen oder rechtfertigen. Und auch die Selbstbestrafung , in die wir doch all zu gern fallen (auch dadurch würden wir geprägt) ist eher destruktiv. Dann hilft nur die Ehrlichkeit sich selbst und dem Kind.

Hey das war echt nicht in Ordnung von mir, es tut mir leid.

Vorleben, dass auch mal was in die Hose geht und Entschuldigungen keine Schande sein. Und so dann schwups, doch schon wieder das Beste fürs Kind und seine Zukunft  geben.

Familie, Gästesofa

Mamaselfcare – Wie ich es geschafft habe der Depression zuvor zu kommen.

Julia ist Mutter zweier Kinder und arbeitet als Mama Coach. Sie begleitet Mütter in schwierigen Situationen und hilft Wege zu finden, den Kindern gerecht zu werden und trotzdem sich selbst nicht zu vergessen. Heute schreibt sie daher für uns über Mamaselfcare und den steinigen Weg, den sie gegangen ist, bis sie selbst für sich die richtige Balance finden konnte. 

Selbstfürsorge - sich als Mutter nicht vergessen

Der Weg in die Depression ist keine Einbahnstraße.

Vor etwas mehr als einem Jahr war ich kurz davor in eine Depression zu schlittern. Ich wollte morgens nicht mehr aufstehen, habe tagsüber viel geschlafen, die Farben schienen verschwunden und ich habe viel geweint. Ich hatte zwei wundervolle, gesunde Kinder einen Mann an meiner Seite, ein Dach über dem Kopf. Was also war passiert?

Stress

Ein High-Need Baby kostet Kraft.

Es begann mit der Geburt meiner Tochter im März 2016. Sie hatte große Schwierigkeiten in unserer Welt anzukommen. Das hieß ich trug sie die meiste Zeit und hatte sie permanent bei mir. Trotz allem schrie sie, vor allem abends, sehr viel und mein Nervenkostüm wurde einfach überstrapaziert. Ich machte mir selber Druck und Stress mit dem perfekten Haushalt, der perfekten Mutter, die ihre Zeit und Aufmerksamkeit zu gleichen Teilen auf beide Kinder aufteilen kann. Das führte dazu, dass ich überfordert, gestresst, hilflos, genervt von mir aber auch von meinen Kindern war. Ich fühlte mich verloren. Aber im Oktober beschloss ich dem ein Ende zu setzen. Ich wollte dieses Leben nicht. Aber was wollte ich statt dessen?

Der Weg zurück zur Lebensfreude

So begann ich, mich mit Persönlichkeitsentwicklung, Meditation, Selbstliebe und Yoga zu beschäftigen. Ich fing bei mir an, lernte mich neu kennen und lieben. Ich reduzierte den Stress und die Anspannung des Alltags extrem. All das: Yoga, Meditation, sich mit sich selbst beschäftigen; zählt für mich zu meiner ganz persönlichen Selbstfürsorge. Ich kümmere mich in dieser Zeit darum, dass es mir gut geht. Ich tanke Energie. Dadurch werde ich entspannter, gelassener und kann diese klitzekleinen magischen Momente mit meinen Kindern vielmehr genießen.

Selbstfürsorge

Heute helfe ich anderen Mamas auf diesem Weg

Seit dieser, für mich extremen, Wende in meinem Leben, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht auch andere Mamas dafür zu sensibilisieren sich wieder mehr um sich selbst zu kümmern. Denn nur wenn es dir gut geht, geht es auch deinen Kindern gut. Schon der einzelne Fakt, dass du wieder mehr Energie haben wirst, ist unbezahlbar. Was also kannst du ganz konkret für dich tun?

Wenn dir nicht auf Anhieb Dinge einfallen, die dich entspannen, dann fang einfach an eine Liste mit den Dingen zu schreiben, die du schon seit langem mal wieder tun wolltest aber dir nie die Zeit genommen hast. Lass diese Liste über die nächsten Tage wachsen. Du wirst merken, wenn du dich einmal geöffnet hast, kommen die Ideen von ganz allein.

Vielleicht möchtest du gerne zur Massage oder in die Sauna, puzzeln oder klettern gehen. Erwarte nicht zu viel von dir. Starte mit 5 Minuten täglich nur für dich und lass daraus dann irgendwann 30 oder gar 60 Minuten werden. Probiere dich aus. Du wirst mit der Zeit ein Gespür dafür bekommen was dich am meisten stärkt. Solltest du dich jetzt fragen wann du das denn tun sollst… Schau dir einmal einen ganz normalen Tag genau an. Wo könntest du fünf Minuten für dich haben? Während des Mittagsschlafs? Direkt nach dem du die Kinder ins Bett gebracht hast? Mach dir keinen Druck. Du wirst deine Zeit finden.

Meine Mamaselfcare Zeit

Für mich persönlich sieht es übrigens mittlerweile so aus, dass ich mir mittags immer Zeit nehme um meinen Lastern (Bücher und Serien) ganz in Ruhe zu frönen und am Abend starte ich meine Selbstfürsorge mit einer kleinen Runde Yoga und einer schönen Meditation. Danach bin ich so entspannt und gestärkt. Darüber hinaus plane ich mir immer einmal die Woche etwas Größeres für mich ein: ein Cafe Besuch mit einer Freundin, ein langer Spaziergang ganz für mich allein, essen gehen oder Kinobesuch.

Zeit für dich

Ich hoffe ich konnte dich mit diesem Artikel dazu inspirieren dich wieder mehr um dich selbst zu kümmern, denn du bist es wert.

Über mich

Wer bin ICH eigentlich? Ich bin Julia, Mama von zwei kleinen Kindern (Svea 1 und Vince 4). Auf meinem YouTube Kanal Frau Farbenfroh und in meiner Arbeit als Mama Coach verhelfe ich Mamas zu einem bedürfnisorientierten, glücklichen, entspannten Alltag mit ihren Kindern. Ich lege Größenordnung Wert darauf, dass Mamas auch auf Ihre Bedürfnisse schauen und sich selbst nicht vergessen.

 

Mehr von Julia findet ihr auch auf Instagram und Facebook . 

 

 

 

 

Ein weiterer Artikel zu dem Thema auf BeziehungsweiseLiebe findet ihr hier – Selbstfürsorge, Mama sei gut zu dir.

Achtsam mit mir selbst

#1000 Fragen an mich selbst – wer bin ich, und wenn ja wie viele? #4

1000 Fragen an mich selbst. Die beste Chance zu entschleunigen im Alltag voller Termine und Leistungsdruck. Vermutlich hilft euch aber diese Fragerunde mehr als mir selbst, mich besser kennen zu lernen. Denn dank Stilldemenz, kann ich mich grade noch an 3 Fragen aus den vergangenen 120 erinnern. Aber was soll’s. Als kleine Auszeit taugt es alle mal.

Selbstfürsorge

 

Das Brigitte Magazin hat übrigens neulich in einem tollen Comic die Erklärung für unsere Vergesslichkeit geliefert. Es ist die mentale Last die wir tragen. Wir denken für alle mit, uns, die Kinder und den Mann. (Ausnahmen bestätigen die Regel.) Planen und organisieren, versuchen immer alles im Kopf zu behalten was noch erledigt werden muss. Und dann, dann ist es einfach zu viel und wir vergessen. Das Gehirn filtert alles raus was vermeintlich unwichtig ist. Geht’s euch auch so?

So, genug Geplänkel. Nun geht’s aber ans Eingemachte.

#1000 Fragen an mich selbst. 121 bis  160

121. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?

Ich würde gern sagen Nein. Aber es wäre wohl gelogen. Liebe ist wichtig. Aber nur von Luft und Liebe lässt es sich eben nicht leben.

122. Wofür bist du deinen Eltern dankbar?

Dafür, dass sie mir den Bären so oft abnehmen wenn ich Termine habe.

123. Sagst du immer, was du denkst?

Nicht immer. Es gibt so Momente, da ist es einfach besser oder angebrachter mal den Mund zu halten. Aber meist sage ich es schon, dann halt etwas später.

124. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?

Nein. Ich lasse den TV gern aus, wenn ich eh nichts bestimmtes sehen mag. Erst recht seit dem der Bär da ist.

125. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?

Vermutlich den, über die beiden Fehlgeburten.

126. Was kaufst du für deine letzten 10 Euro?

Die kommen ins Sparschwein vom Zwerg.

127. Verliebst du dich schnell?

Nein. Liebe auf den ersten Blick kenne ich nicht. Ich muss immer erst mal wissen was in den Menschen steckt, bevor ich mich verlieben kann. Das geht nicht in 5 Minuten.

128. Woran denkst du, bevor du einschläfst?

An alles was ich den Tag nicht geschafft und am nächsten zu erledigen habe. Ich weiß, hilfreich ist anders.

129. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?

Freitag. Der letzte Arbeitstag und das ganze Wochenende liegt vor einem.

130. Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen?

Meine praktische Prüfung im Krankenpflege Examen.

131. Mit welcher berühmten Person würdest du gern mal einen Tag verbringen?

Mit keiner. Langweilig oder? Bisher, fällt mir einfach niemand ein der mir ausreichend sympathisch wäre.

132. Warst du schon mal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt?

Nein… obwohl doch, so mit 10 in „Leon den Slalom Dribbler“ zählt das ?

133. Was ist dein Traumberuf?

Ich bin zu realistisch für sowas. Jeder Beruf hat vor und Nachteile. Aber gern würde ich mit Familien arbeiten.

134. Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten?

Nein. Ich versuche grundsätzlich alles erst auf Biegen und Brechen alleine bis das Chaos dann über mir zusammenbricht.

135. Was kannst du nicht wegwerfen?

Geschenke. Ich finde es unfair dem gegenüber, der es geschenkt hat.

136. Welche Seiten im Internet besuchst du täglich?

Facebook, Instagram, meinen Blog, meine E-Mail, Pinterest und Google.

137. Sind die besten Dinge im Leben gratis?

Ja! Liebe, Zusammenhalt, Spaß, Freundschaft, dass kann alles nicht gekauft werden.

138. Hast du schon mal etwas gestohlen?

Ja.

139. Was kochst du, wenn du Gäste hast?

Gerne aufwändiger. Und am Liebsten keinerlei Fertigprodukte.

140. In welchem Laden möchtest du am liebsten mal eine Minute lang gratis einkaufen?

Sagte ich, dass ich shoppen hasse? Außerdem könnte ich mich einer Minute für nichts entscheiden.

141. In welche Länder möchtest du noch reisen?

Canada, USA, Irland, Schweden, Australien, Afrika … ok ihr seht, viele!

142. Welche übernatürliche Kraft hättest du gerne?

Mich selbst unsichtbar machen.

143. Wann wärst du am liebsten im Erdboden versunken?

Als Kind immer, wenn ich mich fälschlicher Weise an einem fremden Bein festgehalten habe, weil ich dachte es gehörte meinem Papa.

144. Welches Lied macht dir immer gute Laune?

Narcotic von Liquido.

145. Wie flexibel bist du?

Auf einer Skala von 1 bis 10 etwa minus 5 – Ich bin einfach absolut durch geplant.

146. Gibt es eine ungewöhnliche Kombination beim Essen, die du richtig gerne magst?

Pommes mit Softeis!

147. Was tust du, wenn du in einer Schlange warten musst?

Aufs Handy schauen.

148. Wo siehst du besser aus: im Spiegel oder auf Fotos?

Im Spiegel, finde ich.

149. Entscheidest du dich eher für weniger Kalorien oder mehr Sport?

Weniger Kalorien, um die nämlich aus zu gleichen müsste ich erfahrungsgemäß 24/7 Sport treiben.

150. Führst du oft Selbstgespräche?

Nein, nur selten und wenn, dann immer nur im Kopf.

151. Wofür wärst du gern berühmt?

Ich fürchte ich möchte nicht berühmt sein.

152. Wie fühlt es sich an, abgewiesen zu werden?

Enttäuschend, um nicht zu sagen niederschmetternd.

153. Wen würdest du gern besser kennenlernen?

Ach da es einige…

154. Duftest du immer gut?

Nein. Ich nutze oft Deo ohne Duft und vergesse Parfum zu nutzen.

155. Wie viele Bücher liest du pro Jahr?

Seit dem der Bär auf der Welt ist nur noch so 5-10. Vorher waren es immer mindestens 24.

156. Googelst du dich selbst?

Habe ich ein paar mal. Aber eher selten.

157. Welches historische Ereignis hättest du gerne mit eigenen Augen gesehen?

158. Könntest du mit deinen Freundinnen zusammen wohnen?

Ja, ich denke schon.

159. Sprichst du mit Gegenständen?

Ja. Sogar oft.

160. Was ist dein größtes Defizit?

Ich traue mir selbst zu wenig zu.

Achtsam mit mir selbst

#3 – Weg der Selbstfindung. #1000 Fragen an mich selbst.

Teil 3 der Reihe des Kennenlernens und der Selbstfindung.  (Teil 1 , Teil 2 )
Ich habe noch Spaß und wie ist es mit euch? Seid ihr noch fleißig und interessiert dabei, oder hängt es euch schon zum Halse raus? Heute also Frage 81 bis 120.
Manche Fragen gehen mir leicht von der Hand, über manche muss ich nachdenken und bei wieder Anderen überlege ich wie viel ich hier preisgeben möchte. Es ist spannend und hilft mir auch in gewisser Weise einen Blick dafür zu bekommen, wo für mich die Grenze ist. Was ich bereit bin mit der Öffentlichkeit zu teilen und was lieber in unseren vier Wänden bleibt.
Das ist gut so, denn bisher war diese Grenze für mich immer noch sehr unklar.

Die ersten, rund 100 Fragen, was haben sie mir gebracht? Für mich selbst? In manchen Momenten ist mir beinahe schmerzlich bewusst, was ich vermisse. In anderen, führen mir die Fragen deutlich vor Augen wie reich ich bin. Reich an Liebe, an Geborgenheit, an Freundschaft. Und wie glücklich ich mich schätzen kann das alles zu haben.
Ich bin mir sicher, der Fragenkatalog ist nicht um sonst so lang, denn ich spüre, dass auch mein Weg der Selbstfindung noch weit ist.

Diatem
Lange vor dem kleinen Bären … der Kopfschmuck zu meiner Hochzeit, der einzige Tag meines Lebens an dem ich mal eine Prinzessin sein wollte.

Fragen 81 bis 120

#81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?
Um Himmelswillen! Das ist etwas was ich mir nicht vorstellen kann und möchte. Ich würde wohl durch drehen.
Bevor ich Mama wurde wäre meine Antwort auf die Frage wohl gewesen: Bücher und Gedichte schreiben. Das war oft mein Wunsch für den irgendwie nie genug Zeit übrig war.

 #82. Was hat dich früher froh gemacht?
Nicht kritisiert zu werden. Klingt so banal, aber war für mich so wertvoll. Ist es heute noch.

#83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?
Hauptsache Jeans. Früher am liebsten mit T-Shirt. Heute gern auch mal mit einer Bluse.

#84. Was liegt auf deinem Nachttisch?
Gute Nacht Bücher für den Bären, Kopfhörer und mein Ladekabel fürs Handy.

#85. Wie geduldig bist du?
Auf einer Skala von 1-10 ?  Etwa minus 100 !

 #86. Wer ist dein gefallener Held?
Ich fürchte so etwas habe ich nicht.

#87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?
Nein. (Oh Gott bin ich langweilig!)

#88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?
Mein Bester Freund. Seit der 2. Klasse.

#89. Meditierst du gerne?
Ich habe Meditieren gehasst. Inzwischen weiß ich es aber in verschiedenen Situationen sehr zu schätzen.

#90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?
Kuscheln. Liebe und Zuneigung tanken hilft mir da am Besten.

#91. Wie heißt dein Lieblingsbuch?
Ich bin absolut süchtig nach der Thriller Reihe von Cody MC Fadyen mit Agent Smoky Barrett. Ich liebe da alle Teile gleichermaßen.

#92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über What’s App?
Unserer Stillgruppe.

#93. Was sagst du häufiger: Ja oder nein?
Früher definitiv nein. Ich würde sagen inzwischen ist es gleichauf.

#94. Gibt es ein Gerücht über dich?
Nicht nur eins. Ich lebe auf dem Dorf, da ist die Frage quasi überflüssig.

#95. Was würdest du tun, wenn du nicht arbeiten müsstest?
Reisen, und doch noch mal versuchen ein Buch zu schreiben.

#96. Kannst du gut Auto fahren?
Ja.

#97. Ist es dir wichtig, dass andere dich nett finden?
Nein. Schon recht lange nicht mehr. Was nicht heißt, dass ich mich nicht freue, wenn es trotzdem so ist.

#98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders gemacht?
Ich hätte mir die ein oder Andere Begegnung im Nachhinein gern erspart.

#99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst?
Ins Kino und danach Cocktails trinken und quatschen. Ich bin eher der gemütliche Typ!

#100. Hast du jemals gegen ein Gesetzt verstoßen?
Ja und wohl nicht nur gegen eins.

#101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu?
Um die Frage zu beantworten müsste ich googeln was meinem Sternbild so zugeordnet wird. Ich habe nur eine Tasse auf der einiges dazu steht, mich aber nie näher damit befasst. Allerdings glaube ich mich zu erinnern, dass da fast alles stimmte, was auf dieser Tasse steht.

#102. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank?
Ganz klar blau in jeglichen Tönen.

#103. Holst du alles aus einem Tag heraus?
Nein meistens nicht. Das ist mir oft zu stressig.

#104. Wie viele TV-Serien schaust du regelmäßig?
GZSZ, Grey’s Anatomy und der Lehrer. Früher  noch Criminal Minds, da bin ich aber seit ich Mama bin zu empfindlich geworden. Und als es noch lief waren Dr. House und Private Practice auch Pflicht.

#105. In welcher Beziehung möchtest du für immer Kind bleiben?
Im umsorgt werden bei Krankheit. Klingt vielleicht komisch, aber wenn man erwachsen ist, spätestens wenn man Mutter ist, dann muss man sich ob krank oder nicht irgendwie selbst versorgen. Ich wäre da gern für immer das Kind, was krank auf dem Sofa oder im Bett liegt und von den Eltern alles gebracht und gekauft bekommt was es braucht ohne sich groß selbst zu bewegen.

#106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten?
Ja. Mit dem Wissen, dass es nur eine Woche ist könnte ich das.

#107. Wer kennt dich am besten?
Ich weiß es nicht genau. Aber ich tippe mein Mann.

#108. Welche Arbeit im Haushalt findest du am langweiligsten?
Alles. Ich hasse Haushalt machen. Wäsche zusammenlegen steht glaube ich ganz oben auf der Hassliste. Dicht gefolgt von Fensterputzen und Staubwischen.

#109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht?
Ja. Sehr oft sogar. Ich habe teilweise wirklich zu hohe Erwartungen. Das sollte ich dringend ändern.

#110. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus?
Ohne Kind? Schlafen bis 10. Frühstück ins Bett holen und dabei lesen. Gegen Mittag mit Buch in die Badewanne umziehen. In Jogginghose danach aufs Sofa und ein Filme Marathon inkl Essen vom Lieferservice. Abends in der Dämmerung noch mal Frische Luft tanken, nur so 10 Minuten und die Ruhe genießen und dann wieder mit Buch ins Bett bis zum Einschlafen.

#111. Bist du stolz auf dich?
Eher nein. Liegt vermutlich am mangelnden Selbstwertgefühl. Ich arbeite daran!

#112. Welches nutzlose Talent besitzt du?
Ich kann meine Zunge in  Wellen bewegen.

#113. Gibt es in deinem etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast?
Oh, einiges sogar.

#114. Warum trinkst du Alkohol bzw. keinen Alkohol?
Weil er schmeckt. und ich den wattigen Kopf mag. Ich bin manchmal früh wenn alles was von der Umwelt so ausgesendet wird nicht mehr ungefiltert auf mich ein prasselt.

#115. Welche Sachen machen dich froh?
Meine Familie, Sport, Lesen, gute Filme, Zeit, Ruhe, allein sein (ab und an), keine finanziellen Sorgen zu haben.

#116. Hast du heute schonmal nach den Wolken imHimmel geschaut?
Ja. Das mache ich tatsächlich quasi täglich.

#117. Welches Wort sagst du zu häufig?
Aber.  – Mir wurde schon immer gesagt, dass ich zu viele Widerworte habe.

#118. Stehst du gern im Mittelpunkt?
Nein. Aber ich werde auch nicht gern ignoriert.

#119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen?
Für mich selbst. Abseits von „du musst“ oder „ich sollte“ .

#120. Sind Menschen von Natur aus gut?
Ja! Das glaube ich wirklich.

Achtsam mit mir selbst

#2 – Über Selbstbewusstsein und Selbstfürsorge. #1000 Fragen an mich selbst

Teil Zwei meiner Reise der Selbstfürsorge ( hier geht’s zu Teil 1), direkt online im neuen Blog. Der doch auch so viel Selbsfürsorge für mich bedeutet. Das hier ist in gewisser Weise auch „mein Baby“ und ich bin, genau wie bei meinem Sohn, gespannt was daraus wird. Schön das ihr alle da seid, mit lest und mich begleitet!

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Auch auf dem Weg zu sich selbst ist Spaß erlaubt!

 

Teil 2 Frage 41-80

#41. Trennst du deinen Müll?
Ja. Mülltrennung gehört für mich zum ökologischen und nachhaltigen Leben. Das mir das wichtig ist, ist ja kein Geheimnis.

#42. Warst du gut in der Schule?
Ich hätte gut sein können. Mir fehlte aber meist der Ansporn. Für mich selbst sah ich keinen Mehrwert besonders gut in der Schule zu sein, darum habe ich immer nur so viel gemacht wie gerade nötig war und bin schließlich nach der 11. Klasse mit Fachabi gegangen weil meine Motivation nicht reichte mich fürs Abitur an zustrengen.

#43. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche?
5-10 Minuten. Abhängig davon ob ich mit Kind alleine bin oder nicht.

#44. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt?
Äh. Es gibt tatsächlich Dinge über die ich mir noch nie Gedanken gemacht habe. Dies gehört dazu. Spontan würde ich aber sagen JA. Bestimmt in irgendeiner Form. Irgendwo.

#45. Um wieviel Uhr stehst du in der Regel auf?
Der Bär bestimmt das aktuell…meist zwischen 7.30 und 8.30 irgendwann.

#46. Feierst du immer deinen Geburtstag?
Ja. Zumindest mit der Familie zum Kaffee trinken ist es obligatorisch. Das reicht mir dann aber auch an Stress. Mit Freunden feiere ich maximal runde Geburtstage.

#47. Wie oft am Tag bist du auf Facebook?
Wenn ich das genau beantworten könnte würde ich es wohl reduzieren. Seltnerer als auf Instagram, aber so 4 mal bestimmt trotzdem.

#48. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten?
Das Wohnzimmer. Es ist gemütlich, warm, belebt und ruhig.

#49. Wann hasht du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt?
Vor 10 Minuten eine unserer Katzen. Einen Hund zuletzt am Mittwoch, bei meinen Eltern.

#50. Was kannst du richtig gut?
So tun als wären mir Dinge egal, obwohl sie mich innerlich total mitnehmen. Jahre lange Übung …

#51. Wen hast du zum ersten Mal geküsst?
Der frage fehlt der Kontext. Jeden den ich küsse habe ich mal zum ersten Mal geküsst. Ich fürchte aber gemeint ist wer der erste war den ich (abgesehen von Familie) geküsst habe. Das war mit 3,5 ein Freund aus dem Kindergarten.

#52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen?
Tote Mädchen lügen nicht. Was heute in auf Netflix ist, habe ich vor 8 Jahren schnöde als Buch gelesen.

#53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus?
Eine leichte A-Linie, am Rücken geschnürt. Eine Kombination aus rein weiß und Rot. Eventuell mit leichten Trägern aus Spitze. Kein Glitzer. Keine Ärmel oder Neckholder. – Beschreiben kann ich hier aber nur was mir gefällt. Zu jedem passt ja etwas anderes.

#54. Fürchtest du dich im Dunkeln?
Ja. Ich habe immer das mulmige Gefühl, gleich taucht jemand auf, der mich töten will.

#55. Welchen Schmuck trägst du täglich?
Mein Helix-Piercing und meinen Ehering.

#56. Mögen Kinder dich?
Ja, schon immer. Ich weis nur nicht genau warum eigentlich.

#57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino?Horrorfilme gleichermaßen wie traurige Filme.

#58. Wie mild bist du in deinem Urteil?
Ich fürchte nicht besonders mild. Ich urteile in der Regel schnell und hart. Aber ich arbeite da grade an mir.

#59. Schläfst du in der Regel gut?
Nein. Egal ob mit oder ohne Kind. Ich bin schon so lange ich denken kann ein schlechter ein- und durch Schläfer.

#60. Was ist deine neueste Entdeckung?
Yoga zur zum entspannen. Ich hätte niemals gedacht, dass das so angenehm für mich sein kann.

#61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?
Nein… nicht so recht. Zwar schon, an dieses sinnbildliche auf der Wolke sitzen und runter schauen. Aber das war‘s.

#62. Auf wen bist du böse?
Jetzt gerade, aktuell? Auf niemanden.

#63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Nein, quasi nie. Ich weis dass das den ökologischen Punkten wiederspricht, aber ich habe da eine tiefe Abneigung.

#64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?
Vermutlich die Tatsache das nicht klar war, ob ich jemals Mama werde.

#65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?
Nein. Ich wollte vieles werden. Psychologin, Tierärztin, Frisörin und Feuerwehrfrau. Aber nicht Krankenschwester. Das kam über Umwege.

#66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?
Ganz langweilig zum Pur Party Hitmix.  Ich tanze so gern Discofox und ich wurde quasi zum Pur Fan erzogen.

#67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr?
Da ich keinen habe kann ich das nicht beantworten.

#68. Was war deine größte Anschaffung?
Zweifelsohne unser Haus.

#69. Gibst du Menschen eine zweite Chance?
Ja, fast immer.

#70. Hast du viele Freunde?
Nein, wollte ich auch nie haben. Ich bin lieber ehrlich und authentisch. Und habe liebe wenig tiefe Freundschaften als viele oberflächliche.

#71. Welches Wort bringt dich auf die Palme?‘
Vong oder i bims … das kann ich echt überhaupt nicht gut haben.

#72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?
Nein.

#73. Wann warst du zuletzt nervös?
Das bin ich vor jeder Mawiba Stunde aufs neue.

#74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause.
Meine Familie und Tiere. Mit denen würde ich mich überall zuhause fühlen.

#75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?
Ist es schlimm wenn die Antwort darauf “nirgends” lautet?

#76. Welches Märchen magst du am liebsten?
Des Königs neue Kleider.

#77. Was für eine Art Humor hast du?
Das weiß ich selbst nicht so genau.

#78. Wie oft treibst du Sport?
Mindestens 1 mal pro Woche. Eher 2-3 mal.

#79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?
Das müsste man doch eher Andere fragen, oder ? Sagen wir so, man erinnert sich oft an mich. So ist zumindest mein Wissensstand.

#80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?
Meinen Sohn und meinen Mann.