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4 Seasons Capsule Wardrobe – Minimalismus im Kleiderschrank

Klassischer weise haben die meisten eine Frühling/Sommer Kapsel und eine Herbst/Winter Kapsel. Als ich mich für das Konzept der Capsule Wardrobe entschieden habe, stand fest es muss für das komplette Jahr funktionieren. Zum Umräumen fehlt mir Zeit und Muße – aber auch das geht. Wie ich meine 4 Seasons Capsule Wardrobe erstellt habe möchte ich gern mit euch teilen.

Warum Capsule Wardrobe? 

Minimalismus, das ist Ressourcen und Finanzen schonend. Außerdem hilft es Ordnung und Übersicht zu behalten.
Mir hilft eine übersichtliche Garderobe vor allem, mich schnell, gut kleiden zu können.
Fast alle Frauen kennen das Problem, vor einem vollen Kleiderschrank zu stehen, aber trotzdem nichts zum Anziehen zu haben. Das ist mit einer sogenannten Capsule Wardrobe Geschichte. Denn das Problem ist in der Regel nicht, dass wir tatsächlich nichts haben. Sondern viel mehr, dass uns der Überblick fehlt. 

Mir geht es außerdem so, dass ich nicht der absolut stilsichere Typ Frau bin. Gut gekleidet zu sein, ist für mich leichter, wenn mein Kleiderschrank mit Dingen gefüllt ist, die einfach zu mir passen und untereinander gut zu kombinieren sind. 
Für das i-Tüpfelchen sorgt nun eine App, in der ich meine Kleidung einpflegen kann und die mir dann einfach Outfits vorschlägt. Wie praktisch!

Wie starten?

Natürlich hätte ich nun eine komplett neue Garderobe shoppen können. Das ist was den Punkt Ressourcen und Finanzen schonen angeht aber völlig daneben. Außerdem widerspricht es meiner Abneigung gegen Shopping.

Zuerst habe ich mich im groben (und das meine ich wirklich so) mit dem Thema Farbtypen beschäftigt. Sehr gut verständlich geht das bei Haselnussblond im Blog. Fazit: ich bin also ein “Sommer”-Typ. So habe ich zumindest eine grobe Vorstellung der zu mir passenden Farben. 

Als nächstes habe ich eine Art Checkliste aufgestellt mit Dingen wo ich der Meinung bin, dass ich sie brauche. Ich habe mich dabei bewusst nicht an meinem Kleiderschrankinhalt orientiert um nicht “zu viel” auf zu schreiben, sondern an dem was ich in etwa pro Woche – also “zwischen den Wäschen” so verbrauche. Außerdem habe ich dabei Feierlichkeiten und die Sommerzeit bedacht.
Herausgekommen ist meine persönliche 4-Seasons Capsule Wardrobe Liste. Ihr dürft euch gerne an ihr orientieren, sie aber natürlich euren Bedürfnissen (Bürojob, Leben mit Kindern …) anpassen.

Aussortieren – does it spark joy?

Mit der Liste in der Hand habe ich also vor einem Wäscheberg aus meinem Kleiderschrank gestanden und habe erstmal aussortiert, was farblich halt so gar nicht gut geht, für den Sommer-Farbtyp.
Das war leicht.

Schwerer wurde es dann. Ich habe mich Schritt für Schritt durch gearbeitet. Nach Sortiert nach Bekleidungsart haben ich also mit dem Plan 3 Jeans Hosen zu behalten geschaut, welche Farben mir wichtig sind. Und dann innerhalb der Farben nur die eine behalten, die ich am liebsten trage. Die mir Freude bereitet – oder eben glücklich macht.
Und genau so habe ich es in jeder anderen Bekleidungskategorie auch gemacht. Ich sag es ungern, aber Jeans waren mit das einfachste.


Refuse, Reuse, Recycle …

Wohin nun mit der Aussortierten Kleidung?
Auch die wurde wieder sortiert. Drei Stapel habe ich gemacht.
Dinge die in den Altkleidercontainer gehen, Dinge die ich verkaufe/verschenke und Dinge, die ich aufbewahre, weil entweder das 3. und 4. schwarze Top eins der anderen Ersetzen können falls diese kaputt gehen. Oder weil ich mir bei 1-3 Sachen dann doch nicht sicher war, sie nicht zu benötigen.

Shopping, jetzt doch?

Der letzte Schritt: fehlt mir jetzt noch was? Gibt es etwas, was ich aussortiert habe, weil es z.B. inzwischen eh zu klein war, ich aber ersetzten muss weil ich es kurz bis mittelfristig benötige? Bei mir war das exakt eine Sache: ein kurzärmliges Kleid.
Hier habe ich kurzerhand nach Farbe (und Material) online eins secondhand gefunden, was meinen Kleiderschrank schließlich komplettiert hat.

Finale – oho

Zum Abschluss ging es dann ans einsortieren. Ich habe für mich einen lustigen Weg beschlossen, der auch euch eine Hilfe sein kann, wenn ihr einfach mal aussortieren wollt, aber nicht wisst wie ihr damit beginnt. Ich habe beschlossen mich der Falttechnik nach Marie Kondo zu bedienen – aber(!) erst nach dem meine Kleidung nun wieder aus der Wäsche kommt.
Vorerst habe ich also alles wieder auf die “alte” Art im Kleiderschrank verräumt. Dinge die aus der Wäsche kommen, werden in der neuen Art und Weise zusammengelegt. Nach etwa 6 Monaten werde ich also meinen Schrank noch mal öffnen, und schlicht alles aussortieren, was noch auf die alte Art zusammen gelegt ist, hier kann ich mir dann ziemlich sicher sein, es nicht zu benötigen.

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2 comments
  1. Heike

    Vielen lieben Dank für die Empfehlung und ich freue mich sehr, dass ich dir da etwas helfen konnte. Das Thema Capsule Wardrobe habe ich auch seit letztem Jahr für mich entdeckt und bin auch sehr angetan davon. Aktuell brüte ich sogar etwas auf der Idee einer noch verinfachteren “Uniform” herum. Mal sehen, was darus wird. 🙂
    Ganz viele liebe Grüße, Heike

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