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Familie

Alltag mit zwei Kindern daheim – zwei unter drei

Zwei unter zwei, das ist das Stichwort bei dem alle wissen : oh ja die hat’s echt schwer. Aber wie ist das mit zwei unter drei? Plötzlich anders? Plötzlich viel leichter? -Nö! Zumindest nicht in meinem Alltag mit zwei Kindern.

 

Kann nicht so schwer sein, oder doch ?

Zwei Kinder, kann ja nicht so schwer sein. Das haben andere vor mir auch schon geschafft. Und natürlich ist es zu schaffen. Wie das meiste im Leben.

In einem Fall geistiger Umnachtung hab ich beschlossen nach dem Mutterschutz direkt wieder mit der Selbstständigkeit an zu fangen. Dieser Plan war, im Nachhinein betrachtet mehr als ehrgeizig. Aber dennoch nötig, wenn ich die Selbstständigkeit weiter ausbauen möchte.

 

Mehr Sorge als nötig

Im Wochenbett gab es immer mal wieder Momente in denen ich dachte : ok wenn ich wieder die meiste Zeit allein bin, hier mit den beiden, dann schaff ich das nicht. DAS alleine sein mit den beiden allein schaffe ich nicht.

Aber es hat sich super schnell der Alltag eingefunden. Und es ist erstaunlich einfach.

 

Einfach ist nicht gleich einfach

Erstaunlich einfach heißt nicht, dass ich nicht mal weinend im Auto sitze, weil ich das Gefühl habe, dass alles an mir hängen bleibt und diese ganzen Pflichten und Verantwortungen mich verschlucken.

Erstaunlich einfach heißt auch nicht, dass ich nicht manchmal denke „boa geht mir nicht auf die Nerven und lasst mich mal in Ruhe“.

Aber es heißt für mich, dass ich immer noch in der Lage bin, die Bedürfnisse meiner Kinder zu sehen und darauf ein zu gehen. Es bedeutet, dass ich kein Kind wirklich weinen lassen muss um mich um das andere zu kümmern. Es bedeutet, dass sogar beide Kinder mal exklusive Zeit mit mir haben.

Und ja jetzt nach rund 3 Monaten bedeutet es auch, dass ich abends oft mal wieder eine Stunde Zeit ohne die Kinder habe, weil beide schlafen bevor ich komatös auf die Matratze sinke.

 

Zweisamkeit? – eher nein

Der größte Verlierer der Geschichte ist, noch mehr als ich selbst, meine Beziehung.

Neben Arbeit, Kindern, Haushalt und Schlaf bleibt einfach kaum Zeit. In 3 Monaten kann ich die Stunden die ich allein oder zumindest für ein Gespräch mit meinem Mann hatte wohl an einer Hand abzählen.

Ich vermisse ihn, obwohl wir zusammenleben. Das ist bezeichnend.

Daran müssen und werden wir arbeiten. 

 

Selbstfürsorge… gar nicht so leicht

Meine Auszeiten allgemein sind gegen null geschrumpft… also mache ich mir welche wo es nur geht. Hörbuch beim Einschlafstillen oder im Auto, Duschen wenn Kind 1 mit Papa unterwegs ist und Kind 2 sich tatsächlich hat ablegen lassen.

Es ist nicht super.

Und tatsächlich hätte ich nicht gedacht, dass man noch viel weniger Zeit für sich haben kann, als ich durch den Bären nicht eh schon hatte. 

Aber es geht. Ich weis, dass diese Zeitspanne jetzt nur gering ist. Die Kinder werden schnell groß und es wird anders.

Und tatsächlich bin ich oft auch einfach stolz auf mich das zu schaffen.

 

Erfüllend, trotz allem

Wenn ich meine beide Jungs sehe geht mir das Herz auf. Und ich bin dankbar.

Und nicht abgelehnt es mal mit 3 unter 5 zu probieren (da ist der Bär dann ja zumindest schon halbtags im Kiga). So schlimm kann es also nicht sein, auch wenn es sich manchmal für kurze Momente so anfühlt.

 

 

 

 

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