Alternative Hygiene – ökologisch und nachhaltig

Um Plastik und Müll zu vermeiden und nachhaltig zu leben gibt es verschiedene Möglichkeiten der alternativen persönlichen Hygiene. Bei Kindern sind die Möglichkeiten relativ bekannt. Zum einen sind das die Stoffwindeln.  Zum Anderen Waschlappen oder zerschnittene Mull- oder Molton Tücher, die man anstatt von Feuchttüchern verwendet.
Aber auch bei Erwachsenen beziehungsweise Frauen im speziellen, gibt es einige Möglichkeiten der alternativen Hygiene. Da sind zum Beispiel Abschminkpads aus Molton oder Frottee, Taschentücher aus Stoff, Stoff- Binden und Slipeinlagen und zu guter letzt natürlich auch noch die Menstruationstasse.

Im heutigen Post möchte ich euch die alte nativen Hygienemittel für Kinder als auch für Erwachsene beziehungsweise Frauen näher bringen. Unsere Pflegeprodukte habe ich hier schon vorgestellt.

Fürs Kind

Der kleine Bär wird bekannterweise mit Stoff gewickelt und die Feuchttücher machen wir selbst aus zerschnittenen Mull und Molton Tüchern. Auch diese werden nach der Verwendung zusammen mit den Windeln gewaschen und weiter benutzt. Wir haben eine große Box in der wir die fertigen Feuchttücher aufbewahren. Die Lappen werden nach der Wäsche in die Box gelegt, mit etwas Olivenöl, Ringelblumenöl oder Kokosöl beträufelt und anschließend mit etwas kochendem Wasser übergossen. Das Kochende Wasser hat sich bewährt, da hier durch noch Mals Bakterien abgetötet werden und sich die Tücher gut 3-4 Tage halten ohne zu müffeln.

Stoffwindeln und Stoff Windelsysteme

gibt es wie Sand am Meer. Diese hier Zu erläutern würde den Rahmen sprengen. Daher möchte ich das nur anreißen. Überhosen sind aus PUL oder Wolle. PUL Ist von sich aus schon dicht während Wolle dadurch dicht wird, dass sie mit Lanolin gefettet wird. Von Höschenwindeln mit Überhose, über Überhosen mit Einlagen, Pocket Windeln oder All-in-Onesystemen ist für jeden etwas dabei.

Wir wickeln in der Nacht mit Höschenwindel und einer Woll-Schlupf Überhose. Und am Tag mit PUL- sowie Woll Überhosen mit Einlagen. Die Windeln kommen bei uns einmal die Woche in die Wäsche. Sie werden einmal vorgespült in der Waschmaschine und dann ganz normal 60° mit voll Waschmittel gewaschen.
Muttermilchstuhl oder Prestuhl lässt sich komplett in der Waschmaschine Auswaschen und muss vorher nicht anderweitig entsorgt werden. Anders ist es dann ab Beikost beginn. Dann sollte der Stuhl vorher zum Beispiel mittels einer dünnen Vlieseinlage in den Mülleimer entsorgt werden oder kann im Optimalfall einfach von der Windel in die Toilette geschüttelt werden.

Damen Hygiene.

Anfangen möchte ich mit etwas unverfänglichem wie den Abschminkpads.
Diese kann man sich online Beispiel bei Natürlich Familie bestellen oder aber auch ganz einfach aus Molton Tüchern oder Frottee selbst nähen. Meine sind gekauft, da ich keine Zeit und Muße zum nähen hatte. Die Abschminkpads kann man einfach in etwas Kokosöl getrunken und danach die Schminke damit vom Gesicht entfernen.

Und wenn man eh schon dabei ist Windeln, Feuchttücher und Abschminkpads zu waschen, dann tut es auch überhaupt nicht weh, wenn man althergebracht Stofftaschentücher nutzt und auch diese mit in die Wäsche gibt.

Monatshygiene

Auch für die Monatshygiene nachhaltige Option.

Stoffbinden

Zum einen sind da die Stoff Slipeinlagen und Binden, wie man sich in diversen Onlineshops, vor allem in denen die auch Windeln vertreiben, kaufen kann. Diese Slipeinlagen und Binden (sie unterscheiden sich lediglich in Ihrer Größe/Dicke und ihrem Saugvolumen) werden genau wie solche zum wegwerfen einfach in die Unterhose gelegt. Statt sie mit einem kleinen Klebestreifen an dieser zu befestigen, haben die Stoff binden und Slipeinlagen kleine Flügel, welche umgeschlagen und dann mittels Klett oder kleinem Druck Knopf zusammen gehalten werden. So verrutschen auch die Stoff Alternativen nicht im Höschen. Stoff binden und Slipeinlagen haben meist außen einen hübschen Stoff und sind innen mit Molton und einer PUL schicht ausgestattet, so dass sie Saugvolumen mitbringen und durch den PUL keine Flüssigkeit ins Höschen gelangen kann.
Sie sind auf der Haut deutlich angenehmer zu tragen, dass sie sich vom Gefühl her kaum von der Unterhose unterscheiden. Riechen tun sie genauso wenig wie die wegwerfen Varianten Und sie fallen auch genauso wenig auf. Auch die Stoff binden werden im übrigen einfach in der Waschmaschine ausgewaschen anschließend zum Trocknen aufgehängt und können wieder benutzt werden.

Menstruationstasse

Da ich noch nie ein Freund von Binden war, kamen diese für mich nicht infrage. Ich benutze stattdessen eine so genannte Menstruationstasse. Beziehungsweise vielmehr habe ich sie vor meiner Schwangerschaft genutzt, da ich bisher noch Menstruations frei bin seit der Entbindung. Auch werde ich vermutlich eine neue Menstruationstasse benötigen, da sich die, sagen wir mal Gegebenheiten nach einer Entbindung und Schwangerschaft oft verändern, so dass die alte Größe und Stärke der Tasse nicht mehr passt.

Menstruationstassen sind kleine ja Auffangbehälter quasi, aus medizinischen Silikon. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Härte geraden, so dass für jede Frau, mit jeder Beckenboden stärke eine passende Tasse zu finden ist. Die Größe die gewählt werden sollte, richtet sich im übrigen nicht nach der Größe oder dem Gewicht der Frau, sondern viel mehr danach, ob schon Schwangerschaften und/oder Geburten stattgefunden haben und nach dem Stand des Muttermundes. Für den Härtegrad ist der Trainingsstand des Beckenbodens ausschlaggebend. Bei Ladyways könnt ihr euch zum Beispiel vor dem Kauf einer Tasse beraten lassen, welche zu euch passt.

Für die Menstruationstasse, gibt es verschiedene Faltungen. Man benutzt diese um die Tasse zu komprimieren und sie dann so einzuführen. Im Inneren des Körpers lässt man die Tasse dann wieder „auf ploppen“ und sie sitzt dann fest durch einen kleinen Unterdruck und eure Beckenbodenmuskeln. Um die Tasse zu entfernen, löst man den Unterdruck mit einem Finger und holt sie wieder heraus. Das gesammelte Sekret in der Tasse wird dann einfach in die Toilette entleert und die Tasse hinterher unter fließendem Wasser ausgespült und wieder eingesetzt. Nach jeder Periode wird die Tasse ausgekocht. Und dann in einem kleinen Beutelchen oder einer so genannten Tassengarage aufbewahrt bis zum nächsten Einsatz.

Für alle mit einer starken Periode kann das hier auch sehr interessant sein. Denn Menstruationstassen haben ein deutlich höheres Fassungsvermögen als Tampons sie halten dadurch sehr viel länger. Die Tasse kann bis zu 12 Stunden im Körper belassen werden, spätestens dann sollte sie aber geleert und ausgespült werden. Bei den meisten Frauen ist eher ein Wechsel von Nöten (so nach 6-8 Stunden).
Abgesehen von der Nachhaltigkeit sind die Tassen auch besonders praktisch beim Baden und Schwimmen da sie sich nicht mit Wasser voll saugen. Außerdem gibt es kein Bändchen was aus dem Bikini Höschen heraus schauen könnte oder was man sich generell beim auf die Toilette gehen anpinkelt. Auch ist es so, dass die Tassen bei schwächeren Tagen die Scheide nicht austrocknen. Denn sie Saugen nichts auf, sondern fangen nur auf.
Einige Frauen mit starken Menstruationsbeschwerden berichten außerdem, dass sie durch die Tasse keine oder deutlich weniger Schmerzen haben.

Ökologisches Monatshygiene

Stoffwindeln, Feuchttücher, Menstruatinstasse