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Familie

Bedürfnisorientiert mit zwei Kindern leben – das ist sogar leichter!

“Ach das geht vielleicht jetzt noch, aber spätestens wenn der Zweite da ist, werdet ihr sehen, dass dieses bedürfnisorientiert nicht mehr funktioniert!”

Und das ist sie auch, die Angst die so viele Eltern dann haben. Kann ich auch mit zwei oder mehr Kindern noch SO, noch bedürfnisorientiert umgehen? – Eine Frage, die bei dem ein oder anderen den Kinderwunsch ins Wanken bringt.
Ich sage aus meiner persönlichen Erfahrung heraus: JA, das geht. Und nicht nur das, es ist sogar leichter!

Leichter? Das geht doch nicht!

Doch, das geht. Um zu verstehen warum müssen wir uns aber bewusst sein, was bedürfnisorientiert heißt.
Denn dabei geht es mit nichten nur um die Bedürfnisse des Kindes, sondern um die aller Familienmitglieder. 
Was in vielen Familien tatsächlich passiert ist aber, dass das Verhalten aus der Babyzeit übernommen wird. Ein Baby welches sich noch nicht selbst helfen kann hat mit seinen wenigen Grundbedürfnissen erstmal Vorrang, das ist richtig und wichtig. Wenn das Kind aber älter wird, gibt es mit steigendem Alter immer mehr Dinge, die auch mal etwas Aufschub dulden, selbst gelöst werden, oder von jemand anderem befriedigt werden können. Eine Vielzahl der Eltern schafft diesen Sprung aber nicht und stellt weiterhin die Bedürfnisse des Kindes allem voran. Die einen weil es ihnen schlicht nicht bewusst ist, die anderen, weil dieser Weg einfacher erscheint.

Was sind Bedürfnisse eigentlich?

Bedürfnisswolke - was sind eigenltich bedürfnisse und was wünsche ?










Jeder Mensch hat Bedürfnisse, diese zu achten und zu erfüllen ist wichtig zum glücklich sein. Das Problem: grade bei ihren Kindern werfen Eltern gern Wunsch und Bedürfnis durcheinander.
Zwar dienen Wünsche der Bedürfniserfüllung, aber in der Regel gibt es noch zig andere Wege, als wirklich den einen Wunsch zu erfüllen.

Konkret sind die Bedürfnisse (nach Maslow):
– Grundbedürfnisse (Essen, Schlafen, Ausscheiden, Sex …)
– Sicherheit (Wohnen, Einkommen, Arbeit … )
– soziales (Liebe, Familie, Freunde …)
– individual Bedürfnisse (Anerkennung, Autonomie, Geltung …)
– Selbstverwirklichung

Bedürfnisse zweier Kinder

Wenn Eltern nun also im Alltag mit den Bedürfnissen zweier kleiner Menschen konfrontiert sind, rückt das häufig einiges grade.
Selbst wenn die Eltern ihre eigenen Bedürfnisse noch immer hinten anstellen ( was für die Beziehung zu den Kindern definitiv nicht zuträglich ist), so wird aber dennoch (endlich) abgewogen, welche Bedürfnisse wichtiger sind und zuerst erfüllt werden müssen. Es gibt ein echtes Miteinander. Und natürlich ist das schwierig, für uns Eltern, die sich plötzlich gezwungen sehen ab zu wägen. Aber auch, oder viel mehr vor allem für die Kinder, deren Bedürfnisse und sogar Wünsche häufig atok erfüllt wurden

Echtes Miteinander leben

Echte Menschen haben Bedürfnisse. Manche können länger warten als andere. Manche können wir für uns allein erfüllen, andere bedürfen der Hilfe anderer. Vor allem Kinder benötigen mehr Hilfe bei der Bedürfniserfüllung je kleiner sie sind.

Dauerhaft ungestillte Bedürfnisse führen zu Frust. Auch bei uns erwachsenen. Daher ist es wichtig, dass wir dafür sorgen unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Andernfalls übertragen wir, häufig unbewusst die Verantwortung hierfür an andere. Manchmal an den Partner, oder noch schlimmer an die Kinder.
“Ich kann ja nicht weil DU immer…!”
NEIN!
Wir dürfen unsere Kinder und auch unseren Partner nicht dafür verantwortlich machen. Die Verantwortung liegt immer bei uns selbst. Und wir selbst müssen das richtige Maß finden.
Bedürfnisorientiert ist für ALLE da. Und ein zweites Kind zeigt dies meist unweigerlich.
Das ist der Grund, warum ich bedürfnisorientiertes Leben mit zwei Kindern leichter finde.

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