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Familie

Bewertung schadet Geschwistern im Miteinander

Bewertung schadet im Miteinander. Wieso und warum lest ihr in meinem heutigen Artikel.

Vor einiger Zeit habe ich bereits darüber geschrieben, warum Lob im Umgang mit Kindern nicht nötig, oder sogar schädlich ist.
Heut möchte ich einen weiteren Aspekt hinzufügen nämlich den, wie sich Bewertung auf das Miteinander auswirkt. Und so auch Geschwisterbeziehungen nachhaltig schädigen kann.

 

Bewertung schadet oder ist Bewerten wirklich nötig?

 

Kinder wollen gesehen, geachtet und respektiert werden.
Oft ertönen Fragen wie “Mama hast du das gesehen?” oder Aufforderungen “Papa, jetzt guck doch mal!”.
Eltern fühlen sich schnell genötigt zu beteuern wie gut oder schön etwas gemacht wurde/wird.
Wir selbst sind so auf diese Bestätigung gepolt, dass wir tatsächlich davon überzeugt sind, dass wir so unseren Kindern Selbstbewusstsein und Selbestwertgefühl vermitteln.

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Dabei ist das Gegenteil er Fall.

Wir stören nicht nur ihre intrinsische Motivation, sondern machen sie auch abhängig von der Meinung und Bewertung anderer.
Wie oft, hast du dich schon gefragt wie die anderen es wohl finden, was du tust? Ob du damit wohl gut ankommst?
Wir versuchen, auf der Suche nach Anerkennung es allen recht zu machen und vergessen viel zu oft uns selbst dabei.

Wollen wir das für unsere Kinder?
Wirklich ?

Bewertung schadet Geschwistern im Miteinander! Wir schädigen Beziehungen durch Lob und Strafe.

Aber ich habe als Kind Lob und Anerkennung so sehr vermisst.

 

Wirklich?
Oder hast du vermisst gesehen und respektiert zu werden?
Kinder wollen gesehen werden. Sie wollen das wir interessiert sind und präsent.
Den meisten Eltern fehlt die Strategie, das zu zeigen, ohne ihre Kinder zu bewerten.

Außerdem sind die meisten von uns mit Lob und Tadel aufgewachsen. Ein Ungleichgewicht schadet natürlich und vermittelt das Gefühl, nichts wert zu sein.
Wie wir es drehen oder wenden – Bewertung schadet.

 

Bewertung schadet auch mit Miteinander

 

Grade in der Geschwisterbeziehung schadet Bewertung nicht nur dem Einzelnen, sondern auch im Miteinader.
Wird eins der Kinder gelobt – nicht aber das Andere wird Missgunst und Neid geschürt.
Auch Gefühle wie “Mama/Papa hat immer xx lieber als mich”.
Wir unterstützen so unbewusst die Rivalität der Kinder und schaden wiederum ihrem Selbstwertgefühl. Unsere Kinder fühlen sich, durch Lob welches nicht sie, aber der andere bekommt weniger geliebt und akzeptiert.
Sie fühlen sich minderwertig und das hat nicht nur Auswirkungen auf ihr Selbstwertgefühl sondern auch auf die Geschwisterbeziehung. Es können Aggressionen auftreten, welche an dem Geschwisterkind ausgelassen werden, welches letztlich weder etwas für sein Sein noch für die Bewertung der Weltern etwas kann. Außerdem kann es verkommen, dass das weniger gelobte Geschwisterkind versucht das andere möglichst schlecht da stehen zu lassen.

Ähnlich verhält es sich, wenn ein Kind geschimpft wird und das andere nicht. Auch hier wird das Unwohlsein des negativ bewerteten Kindes gefördert. Es ist neidisch darauf, dass das Andere Kind keinen Ärger bekommt und besser zu sein scheint. Oder lieber gehabt wird. Auch hier kann es dazu kommen, dass versucht wird dieses Kind in Mieseren zu verstricken, damit es ebenso negativ bewertet.

Leben abseits von Bewertung

 

Egal wie, es macht Sinn unsere alt bekannten Wege zu verlassen.
Das Miteinander basiert immer auf einer Beziehung. Und Beziehung und Bewertung passen nicht zusammen.
PartnerInnen , die ihr Verhalten und tun permanent gegenseitig bewerten fahren ihre Beziehung ziemlich sicher gegen die Wand. Wenn wir auf Augenhöhe mit unseren Kindern leben wollen, dann ist dies ein guter Indikator- würde ich so mit meinem PartnerIn umgehen? Nein?! Dann hat es ziemlich sicher den Grund, dass es unfair oder nicht nett ihm/ihr gegenüber wäre. Ob wir die Beziehung zu unserem Kind mit einem solchen Verhalten belasten wollen oder müssen, sollten wir daher noch mal genau prüfen.

 

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