Sonnenschutz ist wichtig - welche Optionen wir haben:
Familie, Gesundheit

Sonnenschutz ist wichtig – aber mit was?

Es ist heiß. 30 Grad gestern bei uns im Freibad in das wir uns geflüchtet haben. Und dabei ist doch noch nicht mal Sommer. Egal, das Wetter macht was es will, das Gemüse überlebt ohne Gießen nicht und die Sonne brennt vom Himmel. Zwangsläufig kommt da die Frage nach dem Sonnenschutz auf. Zweifelsohne ein wichtiges Thema. Sonnenschutz ist wichtig und nötig, übrigens auch für stark pigmentierte Menschen, denn die Krebserregenden UVA und UVB strahlen treffen uns alle – egal wie braun wir sind. Krebserregend sind sie nicht erst, wenn wir einen Sonnenbrand bekommen.

 

Sonnenschutz: Pest und Cholera?

Krebserregend, das sind auch einige Stoffe in verschiedenen Sonnencremes. Also was ist nun der „richtige“ Weg? Ist es letztlich eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera? Und was ist mit der Herstellung von Vitamin D? Auch das ist wichtig für unseren Köper und unser Wohlbefinden. Aber Sonnencreme verhindert durch das abschirmen der Strahlung auch dies.

Die grobe Antwort ist, dass ein gesunder Mittelweg gefunden werden muss. Das ist bei Erwachsenen und Babys in der Regel einfacher als bei spielenden (Klein-)Kindern. Aber Mittel und Wege finden sich  (fast) immer.

Sonnenschutz ist wichtig - welche Optionen wir haben:

Möglichkeiten des Sonnenschutzes.

Schatten: Die wohl beste Option ist da Aufhalten im Schatten und das Vermiden der starken Mittagssonne. – Selbst im Schatten erreichen uns UVA und UVB strahlen. Wir werden braun, nur eben deutlich langsamer und gesünder. Und unsere Haut produziert weiterhin das wichtige Vitamin D.

UV Schutz Kleidung: Inzwischen gibt es etliche Anbieter von spezieller UV Schutz Kleidung. Sogar für erwachsene. Von Hüten, über Shirts bis hin zu Anzügen gibt es alles was das Herz begehrt. Die Kleidung hat idR. einen Lichtschutzfaktor von 50+, wo die Kleidung getragen wird benötigen wir keine Sonnencreme, am restlichen Körper schon. Die Kleidung ist synthetisch und durch den hohen LSF ist das bilden von Vitamin D sehr sehr eingeschränkt.

Wolle-Seide Kleidung: Die UV-Schutz öko Version. Aus natürlichen Materialien und wunderbar Temperaturegulierend ist Kleidung aus einem Wolle-Seide Gemisch. Sie hat einen LSF von etwa 30. Im Gegensatz von z.b Baumwolle oder Leinen die grade mal einen Schutzfaktor von 5-10 aufweisen. Bei einem Schutzfaktor von 30 erreicht immernoch ausreichend Strahlung unsere Haut um Vitamin D zu bilden.

Öle: Es gibt eine Reihe von natürlichen Ölen, die einen LSF haben. Dieser ist aber in der Regel nicht/kaum ausreichend. Einzig Himbeeröl kann mit einem LSF von etwa 30 mit halten. Dies ist allerdings nicht Überall zu bekommen.

Sonnencreme: Hier gibt es auf dem Markt so einige. Die meisten, vor allem günstigen Sonnencremes sind allerdings voll von Chemie, Nanopartikeln und Mirkoplastik. Puh, abgesehen das einiges davon in Verdacht steht ebenso Krebserregend zu sein, wie die UV-Strahlung, sind das auch alles Dinge die ich weder mir noch meinem Kind auf die Haut schmieren möchte.

Die beste Option sind da grundsätzlich die mineralischen Sonnencremes, ohne Chemie. Außerdem empfiehlt es sich vorher zu schauen ob mikroplastik und Nanopartikel in der Creme enthaltenen sind. Am einfachsten geht das z.b mit der App Code-Check. Meiner Recherche nach, ist die Sonnencreme von Eco cosmetics die mit den wenigsten (diskutierten) Inhaltsstoffen, das ist etwas was mir persönlich wichtig ist, daher empfehle ich auch nur die.  – Achtung mineralische Sonnencreme weißelt immer etwas, das liegt daran, dass der Schutzfilm auf der Haut liegt. Das ist richtig und wichtig, denn dies zeigt das die Partikel so groß sind, dass sie nicht aufgenommen werden. Dennoch finde ich, dass sich die Creme gut verteilen lässt. Grundsätzlich sollte jede Sonnencreme abends  abgewaschen werden.

Auch bei Sonnencreme reicht den Meisten ein LSF von 30, damit immernoch genug Vitamin D gebildet werden kann.

 

Was für wen?

Während Babys vorzugsweise in langer luftiger Kleidug (gern Wolle-Seide) im Schatten bleiben sollten und so bis zum ersten Geburtstag mindestens auf Sonnencreme verzichtet werden kann und sollte wird das bei mobilen (Klein-)Kindern schwieriger. Hier ist der Einsatz von Sonnencreme kaum vermeidbar. Es sollte auf eine mineralische Creme zurück gegriffen werden. Und grundsätzlich gilt: so wenig wie mölglich, so viel wie nötig. Hier wird also sofern es akzeptiert wird – und das wird es meist- der Großteil mit Wolle-Seide Kleidung und Sonnenhut abgedeckt. Wir erwachsenen sind für unser Glück natürlich grundsätzlich selbst verantwortlich, dennoch empfiehlt sich auch für uns ein ausreichender Sonnenschutz ohne Chemie, Mikroplastik und Nanopartikel. Wie wir diesen erzielen ist dann sehr individuell.

 

 

Grundsätzliches

Die Sonne sollte per se im Mittagszeitraum, also von 11-15 Uhr gemieden werden, denn da ist die Strahlung am höchsten. Auch im Schatten kann die Strahlung zu dieser Zeit noch zu extrem sein, daher sollte eine Art „Siesta“ im Haus gehalten werden.

Auch die Augen der Kinder sollten mit einer Sonnenbrille geschützt werden. Bitte hier auch unbedingt auf einen vorhandenen UV Schutz achten.

Die Sonne ist nicht allerorts gleich stark, und nicht jeder Mensch hat den gleichen Hauttyp, daher kann ein Sonnenschutz von mehr als LSF 30 in südlicheren Ländern für sehr helle Hauttypen auch in Deutschland wichtig und sinnvoll sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

*Disclaimer: Ich bin keine Fachkraft im Bereich Haut und Hautschutz. Der Artikel basiert auf meiner Recherche die ich nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt habe. – Der Artikel enthält aufgrund der Markennennung Werbung für eine APP sowie Eco Cosmetics. Nichts davon ist vergütet. 

 

 

 

 

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Familie, Gesundheit

Sicherer Schlaf bei Babys und (Klein-)Kindern

Jedes Kind kann schlafen lernen. Das habe ich zumindest gelesen. Halte ich aber dennoch für Schwachsinn. Jedes Kind kann schlafen, ist meine Meinung. Jedes Kind ist damit ausgestattet zu schlafen um sich zu erholen. Von Geburt an. Darum braucht es kein Schlaftraining und keinen Schlafcoach, auch nicht wenn es sich als besonders nett betitelt. Wir als Eltern, als erwachsene müssen unsere Kinder nur verstehen (lernen).

Wir tragen unsere Kinder 10 Monate im Körper. Es ist eng und relativ dunkel. Sie sind umgeben von Wärme und. Geräuschen wie dem Blut, welches durch die Aorta rauscht oder unserem pochenden Herzen. Sie werden geschuckelt, getragen und sind niemals allein.
Sobald unsere Kinder aber geboren sind (übrigens als Physiologische Frühgeburten, weil wir schlicht aufgrund der Evolution nicht in der Lage sind sie länger aus zu tragen), ist man in unserer westlichen Gesellschaft der Meinung, dass es möglich sein muss, oder doch zumindest sollte, das Kind auf ein Sofa, in ein Bett oder einen Stubenwagen zu legen und es dort allein oder mit bloßer Anwesenheit, in Form von daneben stehen einschlafen zu lassen.
Das funktioniert so aber nicht, oder in den seltensten Fällen.

Kinder kommen mit einem integirerten Alarmsystem auf die Welt.

Abgesehen davon, dass die Geburt allein schon eine enorme Umstellung für ein Kind bedeutet und es schlicht in vielen Fällen Dinge benötigt, die es an das Gefühl in Mamas Bauch erinnert (Rauschen, Schuckeln, Enge, Nähe) um zufrieden zu sein, wäre es für Babys auch einfach enorm gefährlich einfach so irgendwo herum zu liegen und zu schlafen.
Gut heute in unseren eigenen 4 Wänden vielleicht nicht mehr so. Aber das wissen Babys nicht. Sie sind noch mit den gleichen Schutzmechanismen ausgestattet wie vor einigen Tausend Jahren. Damals wäre es, ihr sicherer Tod gewesen. Wilde Tiere, auskühlen, die Gefahr vergessen oder übersehen zu werden… das alles waren viel zu große Risikofaktoren. Das Baby, was merkt dass es den Kontakt zu seiner Bezugsperson verliert weint also, einfach nur zum Eigenschutz, denn nur bei ihr kann es sich in Sicherheit wissen.
Und so ist es (den meisten von) unseren Babys aufgrund dieses Sicherheitssystems gar nicht möglich so zu schlafen, wie sich das sie Gesellschaft vielleicht vorstellt. Auch der schnelle Schlafphasenwechsel findet ihr seinen Ursprung. So merkt ein Baby bei diesem sofort, wenn sich die Situation (Wärme, Nähe, Nuckeln) verändert hat und wacht auf mit dem Ziel diese Situation wieder her zu stellen. Ist dies nicht möglich, schlägt es Alarm und weint.

Dieses Gefühl wenn du fällst.
Wart ihr schon mal in einem Freefalltower, oder wurdet in Narkose gelegt?

Könnt ihr euch erinnern, an dieses Gefühl zu fallen ohne etwas dagegen tun zu können, komplett die Kontrolle ab zu geben? – Vielleicht kennt der ein oder Andere dieses Gefühl sogar selbst von seltenen Tagen beim Einschlafen, das Gefühl plötzlich durch die Matratze zu fallen.
Dieses Gefühl haben Babys und Kleinkinder beim Einschlafen. Dieses Gefühl ist der Grund, warum man oft sieht wie ihnen die Augen langsam zu fallen und sie dann plötzlich doch wieder Hellwach sind und fast panisch weinen.
Kinder brauchen Schlafbrücken.
Schlafbrücken, das sind Dinge die das Einschlafen erleichtern, die über das Gefühl des Fallens hinweg tragen. Was dem jeweiligen Kind hilft kann man testen und lässt sich recht schnell heraus finden. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Stillen/ Nuckeln, Schuckeln ,Tragen, Rückenstreicheln, Popotätscheln… und so weiter.
Wann Kinder diese Hilfen nicht mehr brauchen ist so verschieden wie das ablegen der Windel, kein Kind sollte dazu genötigt werden alleine ein zu schlafen, wenn es dazu noch nicht in der Lage ist. Das führt nur zu unnötigem Stress und im Zweifel zu einer negativen Verknüpfung mit dem Bett. Das Resultat ist dann nicht selten ein Kind, was überhaupt nicht mehr (an diesem Ort) schlafen möchte.
Meist wird die benötigte Hilfe langsam weniger. Trägt man das Baby noch in den Schlaf, reicht mit 2 Jahren dann vielleicht nur noch das Rücken streichen und mit 3 Jahren gar das Vorlesen einer Geschichte.

Schlafen ist ein Abschied.

Wir sind uns beim einschlafen einer Sache ziemlich sicher, nämlich der, dass wir am nächsten Morgen wieder aufwachen werden. Diese Sicherheit haben unsere Kinder noch nicht. Jedes einschlafen ist für sie ein kleiner Abschied. Wenn sie am Abend nicht ins Bett gehen möchten, weil sie noch zu ende spielen wollen, dann ist uns oft unverständlich, warum das nicht am nächsten Morgen möglich ist – unsere Kleinkinder wissen noch nicht um diese Möglichkeit. Natürlich wird es ihnen mit steigendem Alter immer bewusster. Auch in dem wir mit ihnen darüber reden. „Bis morgen früh“ oder ähnliches.
(Gerade deshalb sagt eurem Kind bitte niemals, dass jemand „für immer schläft“ wenn ihr vom Tod redet, dies könnte die eh schon vorhandene Angst unnötig schüren.)
Durchschlafen – ein Reifeprozess.

Durchschlafen. Das ist Schlafen, 6 Stunden am Stück zwischen 18 und 6 Uhr morgens. So die Definition. Und das schaffen alle Kinder bei entsprechender Hirnreife. Aber auch hier kann nichts erzwungen werden. Im ersten Lebensjahr enrwickelt sich das Gehirn, aber auch das Kind allgemein so rasant, dass Zwischenmahlzeiten in der Nacht normal und bei Kindern die diese einfordern auch nötig sind. Daher sollten diese in dem Alter in der Nacht niemals verwehrt werden. Aber auch ein Erwachen weil so viel verarbeitet werden muss, sie Zähne drücken und so weiter ist völlig normal.

Was hilft beim schlafen ?

Gesunde Kinder lernen alle früher oder später alleine ein- und durch zu schlafen. Ganz ohne Schlaftrainings und schreien lassen. Und so lange müssen wir Eltern uns über die kindliche Art zu schlafen informieren und dies vor allem Akzeptieren. Druck erzeugt meist nur Gegendruck.

Erleichterung verschafft häufig das Familienbett, da Kinder in der Nähe der Eltern oft besser schlafen, weil sie sich sicher und geborgen fühlen. Außerdem vereinfacht es das nächtliche Stillen und beruhigen ungemein. Erschöpft zu sein und auch mal keine Lust mehr zu haben ist dabei auch ganz normal. Nicht umsonst ist Schlafentzug eine funktionierende Foltermethode. Hierbei hilft ein funktionierende Netzwerk ungemein. Das muss nicht immer die Familie sein, Freunde oder Nachbarn mit denen man ein gutes Verhältnis hat können auch eine große Stütze sein. Sei es um sich abends mal ablösen zu lassen wenn man kurz davor ist Dummheiten zu machen (wie das Kind zu schütteln), oder sich am Tag zumindest mal eine Stunde zu ergattern um Schlaf nach zu holen.

Schlafendes Baby
Schlafender kleiner Bär.

 

Gesundheit

Der Beckenboden – unsere unterschätzten Muskeln

„Ich habe eine Blasenschwäche aber keiner sieht es!“
Kaum ein Satz aus der Werbung ist mir so präsent wie dieser und das liegt nicht nur an meiner Tätigkeit als Mawiba-Trainerin. Was die gute Frau nämlich eigentlich sagen möchte ist, dass sie eine Beckenbodenschwäche hat. Dieser ist nämlich für unsere Schließmuskeln verantwortlich- Bei Männern und Frauen übrigens gleichermaßen, wir Frauen haben nur den Nachteil, dass diese Schicht bei uns durch Schwangerschaften und Geburt deutlich mehr beansprucht wird, gleichzeitig der weibliche Körper aber weniger Muskeln aufbaut als der männliche. Eine Beckenbodenschwäche ist bei Frauen also nicht selten, aber statt Werbung für Beckenbodentraining zu machen, gibt es lieber welche für extra saugstarke Slipeinlagen oder Höschen die, angeblich, niemand sieht.
Einer Beckenbodenschwäche kann entgegen gewirkt werden und es ist nicht zwangsläufig unser Los früher oder später mit Inkontinenz oder gar schlimmerem kämpfen zu müssen.

 

Der Beckenboden, was ist das eigentlich ?

Der Beckenboden ist Muskuläresgewebe, bestehend aus drei Muskelschichten, welches ähnlich einem Sprungtuch in unserem Becken „gespannt“ ist. Diese Muskeln beinhalten auch die Schließmuskeln von Darm und Blase, daher geht eine Beckenbodenschwäche häufig mit einer Urin- (oder seltener Stuhl-) Inkontinenz einher. Außerdem ist Der Beckenboden die Muskulatur, die unsere innere Organe an ihrem Platz hält.  Bei starken Problemen mit dem Beckenboden kann sich daher z.b auch die Gebärmutterabsenken, selten sogar so weit, dass sie durch die Vagina nahe zu heraus rutscht.

Mit einem geschwächten Beckenboden fehlt im übrigen auch oft das Lustgefühl beim Sex.

Merke: Der Beckenboden ist von großer Wichtigkeit! 

Unser Beckenboden wird täglich belastet, je nach Tätigkeit mal mehr und mal weniger. Während Joggen, Springen in jeglicher Form und das Heben schwerer Gegenstände eine enorme Belastung für unseren Beckenboden darstellt, sind Inlinerfahren, Tanzen und Balancieren eher etwas, was diese Muskeln trainiert.

Bei einer Schwangerschaft wird unser Kind in der Gebärmutter quasi von unserem Beckenboden getragen. Diese Belastung und auch die Dehnung bei einer Geburt schwächen unseren Beckenboden merklich. Etwa 1/3 aller Frauen leidet im ersten Jahr nach der Schwangerschaft an Kontinenzproblemen.

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Quelle: Apothekenumschau

Der Beckenboden kann trainiert werden. 

Die gute Nachricht ist, dass wir unseren Beckenboden, wie alle anderen Muskeln auch trainieren können und sogar sollten. Es gibt spezielle Übungen, welche auf die unterschiedlichen Muskelschichten abgestimmt sind und einige Kleinigkeiten für den Alltag. Und auch hier gilt, ohne Fleiß kein Preis. Ein mal die Woche den Beckenboden zu trainieren macht nur wenig Sinn. Ihr solltet mindestens 2x pro Woche gezielte Übungen machen und am Besten täglich Kleinigkeiten zur Unterstützung des Beckenbodens einfließen lassen. Meine Hebamme sagte bei der Rückbildung zu uns:“Wenn du 1x pro Woche joggen möchtest musst du mindestens 5x pro Woche den Beckenboden  trainieren.“  

 

Wie kann ich denn nun den Beckenbodentrainieren? 

Um diese Frage adäquat zu beantworteb ein kleiner Exkurs zum Aufbau des Beckenbodens. Dieser besteht wie erwähnt aus drei Schichten.

Die innere Schicht spannt sich zwischen Schambein und Steißbein. Sie ist die Schicht auf der das meiste Gewicht lastet und daher auch am breitesten.

Die mittlere Schicht liegt fächerartig zwischen den Sitzbeinhöckern und befindet sich im vorderen Beckenbereich unterhalb der Blase.

Die äußere Schicht unfasst die Schließmuskeln und Scheide bzw. bei Männern den Penisansatz.

Um euren Beckenboden richtig trainieren zu können achtet auf die Atmung. Ich weis wir wollen immer einen flachen Bauch haben und atmen daher nicht in den Bauch atmen, sondern ziehen lieber die Schultern hoch. Aber grade das ist falsch. Euer Zwerchfell hängt unmittelbar mit dem Beckenboden zusammen. Beim Einatmen wölben sich Zwerchfell und Beckenboden nach unten, beim Ausatmen wieder hoch. Ihr spürt das sogar, wenn ihr genau darauf achtet. Außerdem müsst ihr euren Beckenboden bewusst wahrnehmen um ihn gezielt trainieren zu können. Versucht euren After und eure Klitoris so zusammen zu ziehen, dass ihr das gefühl habt sie können sich fast berühren. Bei den Muskeln die ihr hierbei anspannt handelt es sich um den Beckenboden.

Gezieltes Training der Muskelschichten

– Mit rundem Rücken die Muskulatur um den After anspannen, als wenn dieser eingezogen werden soll. (Achtung nicht die Po Muskulatur !) Für 10 Sekunden halten und dann beim Einatmen entspannen. (3×10 Wiederholungen)

– Im graden Stand das Becken nach vorn kippen, nun den Muskel Bereich um die Scheide anspannen. Stellt euch vor ihr wollt mit den Schamlippen eine Murmel festhalten. Nun wieder 10 Sekunden halten und beim Einatmen entspannen. (3×10 Wiederholungen)

– Fahrstuhl fahren. Spannt euren Beckenboden Stück für Stück an. Stellt euch vor ihr drückt so einen Fahrstuhl Etage für Etage nach oben. (3 -4 Etagen) Dann Entspannt beim Einatmen. (3×10 Wiederholungen)  [Ihr könnt die Übung auch umdrehen, in eins anspannen und Stück für Stück locker lassen]

– Zwinkert mit dem Beckenboden. Heißt spannt ihn kurz und fest an und lasst direkt wieder locker. Der Beckneboden besteht aus langen und kurzen Muskelfasern und beide sollen trainiert werden. (3×10 Wiederholungen)

– Nutzt Beckenbodengewichte (z.b von Elanee ) ihr könnt sie einfach für 30 Minuten pro Tag bei normalen Tätigkeiten wie Fegen, Saugen, Aufräumen tragen. Startet mit dem niedrigsten Gewicht und steigert auf das nächste wenn ihr die 30 Minuten ohne Probleme schafft.  – Ihr könnt ein solches Gewicht auch während der Übungen tragen wen ihr schon gut trainiert seid.

 

Übungen im Alltag

– Setzt euch beim Pipi machen auf der Toilette mit geradem, aufrechten Rücken hin.

– Verzichtete beim Pipi machen darauf zu pressen, auch wenn es im Alltag schwer fällt weil es schnell gehen soll.

– Steht im Alltag: Schulter breit, mit leicht gebeugten Knien und leicht vor gekippten Becken.

– Drückt euch beim Treppe gehen mit dem unteren Bein hoch, statt euch mit dem oberen auf die nächste Stufe zu ziehen.

– Rollt euch beim Aufstehen über die Seite.

– Hebt immer aus den Knien und spannt dabei den Beckenboden an.

—- Auch das Tragen der Babys/Kinder vor dem Bauch belastet bei steigendem Gewicht den Beckenboden, daher ist es hier sinnvoll dann aufs Rückentragen zu wechseln. ——-

 

Grundsätzlich solltet ihr bei einer bestehenden Beckenbodenschwäche mit eurer Hebamme oder Frauenärztin sprechen. Ein speziell auf euch zugeschnittenes Training ist dann definitiv sinnvoll. Nehmt es nicht auf die leichte Schulter, ihr könnt etwas tun! Das unsichtbare Höschen sollte nicht das erste Mittel der Wahl sein. Geht  achtsam mit euch und eurem Körper um.

Achtsam mit der Umwelt, Do it yourself, Familie, Gesundheit

(DIY:)Wind- und Wetterbalsam

Uns und unsere Kinder schützen wir bei frostigen Temperaturen mit entsprechender Kleidung. Nur das Gesicht bleibt frei und ist der Witterung ausgesetzt. Grade bei der empfindlichen Haut von Babys und Kleinkindern kann das bei Tempersturen unter dem Gefrierpunkt zu Hautreizungen führen. Aber auch für uns als erwachsene kann eine extra Schicht Schutz ganz angenehm sein, das merke ich immer wieder beim Skifahren. Hier hilft ein Wetterbalsam.

Creme gegen Kälte
Do it yourself : Wind und Wetter Creme

Auf dem Markt gibt es einige Wind- und Wettercremes, aber nicht alle sind wirklich gut geeignet. Denn es ist wichtig, dass diese Cremes ohne Wasser (Aqua auf den Tuben und Tigeln) hergestellt sind. Dies kann sonst nämlich gefrieren und so zu gefrierbrand auf der Haut führen. Das schadet am Ende mehr als das es nutzt. Wer nicht die Zeit oder Muße hat, eine Wind und Wetter Creme selbst her zu stellen, dem kann ich guten Gewissens die Kälteschutzsalbe der Bahnhofapotheke empfehlen. Für alle Anderen folgt nun eine kleine Anleitung, wie ihr euch selbst eine Wind- und Wettercreme herstellen könnt.

Zutaten:
3 Gramm Bienenwachs
3 Gramm Lanolin
2 Gramm Kokosöl
2 Gramm Shea- oder Kakaobutter
3 ml Jojobaöl
12ml Calendulaöl
12ml Lavendelöl (Auf Mandel- oder Olivenöl Basis)

Anleitung

Bei der Herstellung folgt ihr am besten der Anleitung der Calendula Salbe – hier zu Schmelz ihr die festen Fette in einem Tiegel im Wasserbad unter ständigem Rühren, in der Zeit erwärmt ihr die Öle im Backofen auf 40 grad. Wenn die festen Fette alle flüssig sind nehmt ihr den Tigel aus dem Wasser Bad, gebt die Öle hinzu und lasst es unter ständigem Rühren abkühlen. Alternativ könnt ihr auch alle Bestandteile zusammen bei 50 Grad im Ofen zusammen auf Schmelzen, wenn alles flüssig ist aus dem Ofen nehmen und unter ständigem Rühren abkühlen lassen. – Wenn ihr mehr Duft in der Creme haben wollt, könnt ihr noch 3 Tropfen ätherisches Lavendelöl hinzu fügen, ich persönlich finde das aber nicht nötig. Verbrauchen solltet ihr die Creme innerhalb von 8-12 Wochen. Ihr könnt sie, wenn ihr zu viel herstellt aber auch einfrieren und nach Bedarf auftauen.

— Auch die Calendulasalbe ist eine reine Fettcreme und kann daher auch als Wind- und Wetterbalsam genutzt werden. —

Familie, Gesundheit

Kleine Hausapotheke für den wunden Po

Passend zum letzten Thema bezüglich des Zahnens , dann heute die Dinge, die wir für den wunden Po – oder besser dagegen nutzen. Denn nicht selten hängt Zahnen und Wunden Po bekommen auf wundersame Weise zusammen. Auch hier gilt bei uns wieder, möglichst wenig bzw. Ohne Chemie. Und bisher sind wir damit sehr gut ausgekommen.

Windeldermatitis Mittel
Hausmittel gegen einen wunden Po

• Windel frei: Luft ist einfach der ultimative Tipp. Keine Plastik Windel, keine feuchte Stoffwindel, kein gar nichts. Im Sommer ist es eh Wurscht, im Winter heizt ihr etwas ein und dann Freiheit für den Babypo. Bei den Lütten legt ihr eine Decke drunter die ihr problemlos waschen könnt, vielleicht auch ein Handtuch. Bei den größeren hinterher laufen und aufwischen ;). Wenn es doch etwas frisch für die Beinchen ist, Socken an lassen und Stulpen über die Beine.

• Heilwolle: Sofern keine offenen Stellen am Po sind, hilft es Wunder etwas Heilwolle in die Windel zu legen. Das ist weich, hält trocken und pflegt durch das Wollfett. Außerdem bildet es eine Art kleines Luftpolster- für bessere Luftzirkulation.

• Muttermilch: Alle Mamas die (noch) stillen, Muttermilch, das Allheilmittel, ob als Badezusatz, oder auf den wunden Po, hilft garantiert! Man kann wohl sogar auch Creme daraus machen. Das hab ich aber noch nicht probiert… wäre eventuell mal eine Idee!

• Schwarzer Tee Sud: Ihr lasst schwarzen Tee schön ziehen und abkühlen. Mit dem Sud betupft ihr dann den Po und lasst es an der Luft trocken . Anschließend kann die Windel wieder drum.

• Lanolin: wenn ihr es eh vom Wolle fetten im Haus habt, dann kann das Lanolin anhydrat auch mal schnell pur auf den Po (genau so übrigens auf Wunde Brustwarzen).

• Ansonsten eigenen sich auch Prima Lanolin haltige Cremes wie z.b das Windelbalsam der Bahnhofapotheke

• Ringelblume/Calendula: Egal ob als Öl oder als Creme Ringelblume hat eine heilende Wirkung und ist für uns auf dem Wickeltisch unverzichtbar. Kaufen könnt ihr es z.b von Weleda, wer eher fürs selbst herstellen ist, auf meinem Blog findet ihr hier eine Anleitung zum herstellen von Calendula Öl und hier eine Anleitung für Calendula Creme.

Ich hoffe ich konnte euch das ein oder Andere neue mit auf den Weg geben, habt ein schönes langes Wochenende ihr Lieben!