Familie, Gesundheit

Kleine Hausapotheke für Babys die zahnen

Ähnlich wie wir Erwachsenen sind sich Kinder völlig unterschiedlich was das Schmerzempfinden angeht. Und „geht nicht“ gibts dabei nicht. Schmerz ist ähnlich individuell wie Geschmack. Und was dem einen furchtbare Schmerzen bereitet ist für den anderen gut aushaltbar und anders herum. Daher sollten die Schmerzen immer ernst genommen werden, auch wenn man selbst sich das gar nicht so schlimm vorstellen kann!

Also- was tun, wenn das Kind unter Zahnungsschmerzen leidet?
Ich sag es ehrlich und frei heraus. Ich bin nicht der Fan von „alt hergebracht“ und „hat uns ja auch nicht geschadet“ in Sachen Erziehung nicht und auch beim Thema Zahnen nicht. Das bezieht sich vor allem auf das Hochgelobte Dentinox Gel. Es enthält Lidocain, einen Betäubenden Wirkstoff, den ich meinem Kind nicht wirklich in den Mund schmieren möchte!
Aber was sind die Alternativen?
Beißringe… natürlich! Es gibt sie in jeder Form und Farbe, in etlichen Materialien, im Kühlschrank kühlbar oder nicht.
Aber sonst? Was mache ich denn wenn mein Kind Beißringe mit Verachtung straft, wie der kleine Bär zum Beispiel? Oder es für die Nacht eher keine Option ist?

Bei Schmerzen durch Zahnen am Tag

Gurke, Melone oder gedünstete Gemüse Sticks – alles aus dem Kühlschrank verschaffen Linderung. Man kann auf ihnen herum kauen, ohne das sie so Hart sind und dadurch eine Verschluckungsgefahr darstellen. Und dadurch das sie vorher im Kühlschrank waren wirken sie wunderbar kühlend auf das Zahnfleisch. (Ab Beikostreife)

Die Veilchenwurzel. Auch auf ihr kann nach Herzenslust gekaut und gelutscht werden (leider wurde auch sie bei uns verschmäht ) . Die Wirkstoffe in der Wurzel sind rein pflanzlich und sorgen für Schmerzlinderung und allgemeine Beruhigung. Daher sollte die Wurzel bitte auch nicht dauerhaft, sondern immer nur Phasenweise angeboten werden.

Die „erste Zahnbürste“ von Nuck. Diese war, der einzige Gegenstand, der hier vom Bären zum drauf kauen genutzt wurde und kein Essen war. Ich weis nicht woran es liegt, ob an der Form, oder der Tatsache, das es eine Zahnbürste ist und er diese damit verknüpft sie in den Mund zu nehmen. Keine Ahnung! Aber immerhin etwas, mit ihren recht festen „Borsten“ wird das Zahnfleisch massiert, hilft den Zähnen beim durch kommen und lindert das schmerzhafte Spannungsgefühl.

Und zusätzlich oder für die Nacht

Osanit gibt es als Globuli und als Gel zum auftragen. Da wir etwas anderes zum auftragen nutzen, hatten wir Osanit bisher nur als Globuli in Verwendung. Allein halfen sie bei uns allerdings nur sehr wenig. Selbst bei höchster Dosierung.
Daher verwende ich sie immer in Kombination mit Chamomilla.
Dies gibt es als Globuli oder Zäpfchen und hilft bei uns in der Kombination mit Osanit wirklich sehr gut. So gut wie alle Zahnungsschmerzen haben wir mit einer kombinierten Gabe zur Nacht gut überstanden.

Ergänzen tu ich gern mit dem Zahnöl der Bahnhofsapotheke. Es ist rein pflanzlich, kühlt und lindert durch die Wirkstoffe, so wie die Massage beim Auftragen den Zahnungsschmerz etwas.

Und wenn gar nichts mehr geht? Alle Alternativen versagen, dass Kind Nachts nicht schlafen kann, durch die Schmerzen trotz aller Mittel immer wieder wach wird und weint. Dann bleiben Vibrucol Zäpfchen, die auf pflanzlicher Basis beruhigen, Schmerzen lindern und Fieber senken. Oder in letzter Instanz dann Paracetamol oder Ibuprofen. Beides in der Dosierung immer dem Körpergewicht angepasst und nur als letztes Mittel. Diese chemischen Schmerz- und Fiebermittel greifen immer zu einem gewissen Teil andere Organe an. Natürlich macht hier die Menge das Gift. Aber es sollte daher nicht das erste Mittel der Wahl, sondern eben die letzte Instanz sein.

Hilfen beim Zahnen
Unsere Helfer bei Zahnungsschmerz
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(DIY:)Calendula Salbe – ein kleiner Alleskönner

So nach dem ich euch vor einiger Zeit hier schon gezeigt habe wie man Calendulaöl herstellt. Möchte ich euch heute nun weiterführend mein Calendula Salbenrezept mit auf den Weg geben. Die Basis für die Salbe ist das Öl, also müsst ihr dieses erst herstellen.

Warum Calendula ?

Calendula, auch bekannt als Ringelblume hat wunderbare Haut pflegende und heilende Eigenschaften. Die Salbe eignet sich daher wunderbar für Riss-, Quetsch-, Schürf- oder kleinere Brandwunden. Bei Babys und Kleinkindern ist sie hervorragend für den wunden Po geeignet.

Ihr braucht:

20g Calendulaöl (am besten Kaltauszug)

4 g Bienenwachs (könnt ihr als Pastillen online bestellen oder evtl. Im Bioladen bei euch finden)

2g Lanolin anhydrat (gibt es online oder in der Apotheke )

2g Kokosöl

Das Calendulaöl erwärmt ihr im Wasserbad oder Backofen auf 35-40grad. Die festen Fette gebt ihr in ein kleines Glas welches ihr in einen Topf mit Wasser stellt. In diesem Wasserbad schmelzt ihr die festen Fette, bis alles komplett flüssig ist und rührt dabei ab und zu um. Anschließend nehmt ihr das Glas an aus dem Bad an die Seite und holt auch das Öl aus dem Wasserbad oder dem Backofen. Wenn sich erste Rand Stücke im Fett Glas wieder verfestigen, gießt ihr schnell das Öl dazu und rührt stetig, bis die Masse erkaltet und eine cremige Konsistenz hat.

Zum Abschluss füllt ihr die Masse in ein kleines sauberes Glas mit Schraubverschluss, wunderbar eigenen sich auch Cremetiegel. Wenn die Creme komplett ausgekühlt ist, verschließt ihr das Glas.

Ringelblumen blüten
Frisch geerntete Calendula

Die Creme sollte innerhalb von 4-12 Wochen aufgebraucht werden.

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Kleine Hausapotheke für die Erkältungszeit

Es ist Herbst. Und neben Kaminfeuer, Kastanien, fallendem Laub und Tee mit knisterndem Kandis ist nun also auch wieder Erkältungszeit. Zum einen bin ich kein Fan davon immer gleich mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, also gleich die volle Dröhnung Chemie in den Körper zu pumpen. Zum Anderen dürfen Stillmamas und Babys/Kleinkinder auch nicht alles nehmen was da so auf dem Markt kreucht. Also haben wir hier unsere kleine Hausapotheke, die sich im Erkältungsfall bewährt hat. Und ich möchte euch heute einen kleinen Einblick geben.

Unsere Helferlein

• Der Pariboy : Unser treuer Begleiter zum inhalieren. Angeschafft habe ich ihn, als der Bär ungefähr drei Monate alt war. Zu der Zeit haben wir unsere erste Erkältung durch lebt. Der pariboy wird mit Kochsalz Lösung befüllt und vernebelt diese ganz fein, sie gelangt so über all in die Atemwege und befreit diese von Schleim und befeuchtet sie.

• Die Zwiebel: Eine halbe, aufgeschnittene Zwiebel neben dem Bett wirkt wahre Wunder. Der Geruch und die Dämpfe aus der Zwiebel befreien die Atemwege und helfen so in der Nacht besser schlafen zu können.

• Der Zwiebelsaft. Schnell eine Zwiebel grob zerkleinern und dann mit 1-2EL (je nach Zwiebelgröße) Zucker oder Honig ziehen lassen. Wer mag kann etwas Thymian dazu geben. Der Saft der entsteht kann als Hidtenssft eingenommen werden. (2xtgl 2 Teelöffel.) Im Kühlschrank 3 Tage haltbar. Achtung! Für unter zwei jährige bitte immer Zucker nehmen.

• Die Kochsalzlösung: Neben der Tatsache, dass man sie zum Inhalieren benutzen kann, ist sie auch als Nasenspülung beziehungsweise anstatt eines Nasensprays hervorragend geeignet.

• Der Brustwickel: Es gibt ihn online oder auch von Alana bei DM. Die Rede ist vom Brust- und Bauchwickel. Dieser kann in der Erkältungszeit, als Brustwickel genutzt, gegen Husten helfen. Hier zu erwärmt man entweder kleine Bienenwachsplatten oder auch einfach Olivenöl und legt diese in den Wickel und umwickelt damit die Brust des Kindes. Besonders gut an diesen fertigen Wickel ist, dass er sich mit einem Klettverschluss leicht verschließen lässt. Alternativ kann auch ein Mulltuch genutzt werden, was allerdings schwieriger zu schließen ist und dadurch weniger halt an der Brust des Kindes hat. Im Falle von Bauchschmerzen, kann der Wickel auch um den Bauch gelegt und hier wärmend genutzt werden.

• Der Salbeitee: Bei Husten und Halsschmerzen gibt es hier Salbeitee. Achtung liebe Stillmamis Salbei kann die Milchmenge reduzieren. Und voll gestillte Kinder sollten weder Tee noch Wasser trinken. Das heißt, dass es den Tee bei uns erst gibt, seitdem der kleine Bär isst und trinkt. Ich benutze zum aufdrehen des Tees getrockneten Salbei aus unserem Garten, es tut aber auch einfach welche aus dem Reformhaus oder aus dem Supermarkt.

Aus der Bahnhofapotheke

• Das Thymian-Myrthe Balsam: ich bin bekennender Fan der Bahnhof Apotheke. Das Balsam kommt auch von dieser. Babys und Kleinkinder sollten keine ätherischen Höhle ein Atmen, da diese bei Ihnen zur Atemstillstand führen können. Das heißt, dass auch wir als Eltern im Familienbett auf übliche Erkältungscremes verzichten sollten. Das Thymian-Myrthe Balsam Der Bahnhof Apotheke, ist extra für Babys und Kleinkinder und kann bei diesen auf Fußsohlen, Rücken oder Brust geschmiert werden. Auch wir Eltern können das Problem- und bedenkenlos im Familien Bett für uns benutzen.

• Das Engelwurzbalsam: auch dies ist ein beisammen aus der Bahnhof Apotheke. Es sorgt ähnlich wie Majoran Butter dafür, dass die Nase frei wird und bei Schnupfen besser geatmet werden kann. Es wird in sehr geringer Menge außen auf die Nasenflügel aufgetragen. Dies geht sowohl bei einem selbst als auch beim Baby. Alternativ dazu kann auch beim Baby Majoran Butter verwendet werden.

Vorbeugen

Grundsätzlich ist in der Winter- und Erkältungszeit zu empfehlen, die Luft etwas anzufeuchten. 50-60% Luftfeuchtigkeit sind für Babys und Kleinkinder optimal. Und durch die trockene Heizungsluft werden Atemprobleme begünstigt. Hierzu können spezielle Luftbefeuchter genutzt werden aber auch Wasserschalen auf dem Kamin oder feuchte Handtücher auf der Heizung.

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(DIY:) Calendulaöl – Heiß- und Kaltauszug

Wer den Blog schon ein bisschen verfolgt – oder auch meine Instagram Seite, der weis, dass ich son bisschen öko bin. Mein Zwerg badet nur 1x pro Woche (außer er ist von Kopf bis Fuß verdreckt), er badet nur in klarem Wasser, ggf. Mit etwas Muttermilch. Und ich benutze auch keine herkömmlichen Pflegepeodukte und Cremes. In den Cremes ist zu meist mikroplatik und Mineralöl enthalten und sonstige Pflegepeodukte enthalten ebenso mikroplastik und sind zudem einfach in den meisten Fällen unnötig. Daher mache ich einige Produkte selbst. Wie zum Beispiel unser Calendulaöl.

Warum Calendulaöl?

Abends haben wir als Ritual eine Massage eingeführt. Dafür braucht es nun natürlich Öl, ich habe lange reines Mandelöl genutzt und das hat toll geklappt, das Öl kann man übrigens auch in Glasflaschen kaufen. Um die Haut besonders zu pflegen wollte ich nun Für meine selbst gemachten Feuchttücher und für die Massage Calendulaöl (Calendula ist auch bekannt als Ringelblume) herstellen. Die Calendulapflanze hat ähnlich wie Arnica eine sehr pflegende und auch heilende Wirkung und kann auch bei Verletzungen wie Schürf- oder Quetschwunden Linderung verschaffen.

Die Vorbereitung  – Ernte der Ringelblumen

Ich habe das Glück, dass bei uns Calendula im Garten wächst und ich sie einfach so ernten konnte. Am besten werden die Blüten an einem sonnigen Tag gegen Mittag geerntet und dann für zwei bis drei Stunden im Schatten anwelken gelassen, damit sie etwas Wasser verlieren. Wer keine Möglichkeit hat, an frische Blüten zu kommen, der kann sich auch einfach getrocknete aus dem Reformhaus kaufen. Verwenden könnt ihr die komplette Blüte (wie ich) oder nur die Blütenblätter (qusi die Edelvariante). Außerdem benötigt ihr noch ein Trägeröl, zum Beispiel Jojobaöl, Olivenöl oder wie in meinem Fall Mandelöl.

Die Herstellung

Es gibt dann zwei Möglichkeiten der Herstellung. Den Heißauszug (bei etwa 50 grad im Wasserbad) und den Kaltsuszug (bei Zimmertemperatur auf einem halbsonnigen Platz). Der Heißauszug ist besonders geeignet wenn man das Öl schnell benötigt, denn das dauert nur 2-3 Stunden. Dafür ist die Konzentration der Calendula aber auch etwas geringer. Der Kaltauszug dauert 2-3 Wochen, ist also eher etwas langfristiges, zeichnet sich aber durch seine höhere Calendulakonzentrstion aus. Ich habe beides gemacht (125ml kalt, 125ml heiß) – aus dem Kaltauszug möchte ich nämlich eine Wundsalbe, z.b für Wundenpo herstellen, daher ist mir da die hohe Konzentration wichtig. Den Heißauszug nutze ich „nur“ für meine Feuchttücher und die Massage.

Das Rezept bleibt bei beiden Arten gleich: Für 250ml Trägeröl nehmt ihr 40gramm Frische, oder 20gramm getrocknete Blüten.

Heißauszug: ihr gebt das Öl mit den Blüten in einen Topf und erwärmt es im Wasserbad auf etwa 50grad. Das lasst ihr dann auf dieser Temperatur etwa 2-3 Stunden ziehen und rührt regelmäßig mit einem Holzlöffel um. Anschließend gießt ihr das Öl mit den Blüten durch ein Mulltuch- oder Geschirrtuch um die Blüten und kleine Schwebteilchen ab zu sieben und füllt es in ein Glas mit Schraubverschluss. Wenn ihr das Öl direkt verwendet darf es helles Glas sein, ansonsten nehmt ihr zum lagern bitte ein braunes Glas.

Kaltauszug: Ihr gebt die Blüten in ein helles Glas mit Schraubverschluss und übergießt sie mit dem Öl. Schaut das die Blüten alle gut vom Öl umspült sind. Dann stellt ihr das verschlossene Glas an einen zimmerwarmen, habsonnigen Platz und lasst es dort für etwa 2-3 Wochen Ziehen. Zwei bis drei mal pro Tag schwenkt ihr das Glas, so dass sich nichts auf dem Boden Absetzt und alles immer gut vermischt wird. Anschließend gießt ihr das Öl mit den Blüten durch ein Mulltuch- oder Geschirrtuch um die Blüten und kleine Schwebteilchen ab zu sieben und füllt es in ein Glas mit Schraubverschluss. Wenn ihr das Öl direkt verwendet darf es helles Glas sein, ansonsten nehmt ihr zum lagern bitte ein braunes Glas.

Wer das Öl für die Massage nutzt kann auch noch 10Tropfen ätherisches Öl dazu geben. Bei uns bietet sich da zum Beispiel für die Abendmassage Lavendelöl an, denn das wirkt ja bekanntlich beruhigend.

Das Rezept für die Creme, die ich aus dem Kaltauszug gemacht habe findet ihr hier .

So, nun könnt ihr euch relativ günstig euer eigenes Ringelblumenöl herstellen. Mich haben 250 ml Ringelblumenöl zum Beispiel nun 5 Euro gekostet (100ml=2,-) . Zum Vergleich, fertiges Ringelblumenöl von Weleda kostet in der Plastikflasche (mikroplastik Gefahr) 200ml 8,50 Euro (100ml =4,50,-) und in der Glasflasche 14,50 Euro (100ml =7,25,-) . Außerdem wisst ihr so genau was drin ist!

Und nun viel Spaß beim herstellen

Ringelblumenöl
Die Herstellung vom Heißauszug. Frische Blüten mit Mandelöl im Topf.
Ringelblumenöl Kaltauszug
Calendulablüten mit Mandelöl abgefüllt für den Kaltauszug

(p.s: so wie ich den Kaltauszug beschrieben habe, stelle ich auch noch Lavendelmassageöl her, einfach ein 250ml Glas Etwa 2/3 ganz locker mit getrockneten Lavendelblüten füllen. Trägeröl drüber geben und ebenso ziehen lasssn und am Ende absiehen.)

Gesundheit

Wie Glückt der Start ins Leben?-Neues zur frühkindlichen Prägung aus der Wissenschaft

Wie Glückt der Start ins leben
Vortrag Frühkindliche Prägung

Gestern Abend habe ich im Tagungszentrum einen Vortrag mit dem Titel:“Frühkindliche Prägung – wie glückt der Start ins Leben?“ besucht. Es war sehr spannend und die Quintessenz des Vortrages möchte ich euch heute weitergeben.

Kurz umrissen- worum geht es?

Die Infektionskrankheiten gehen aufgrund des medizinischen Fortschritts und den „besseren“ , zumindest aber sauberen Lebensbedingungen zurück. Dafür sind chronisch entzündliche Erkrankungen, Allergische Erkrankungen und autoimmun Erkrankung (chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Asthma, Rheuma, Multiple Sklerose usw.) auf dem Vormarsch. Warum ist das so?

Was lässt sich präventiv tun?

Der Grund für den drastischen Anstieg oben genannter Erkrankungen ist, da ist sich die Wissenschaft ziemlich sicher der geänderte Lebenswandel und die „besseren“ Lebensbedingungen. Ausschlaggebend verantwortlich für unsere Gesundheit ist unser sogenanntes Mikrobio. Das sind die Bakterien die in Symbiose mit uns leben, z.b auf unserer Haut und in unserem Darm. So und nun wird es interessant für alle (werdenden) Mamas. Man hat festgestellt, dass dieses Mikrobio sich innerhalb unserer ersten 1000 Tage manifestiert. ( Die Schwangerschaft wird da mit gerechnet.) Danach steht das fest, lässt sich nicht mehr bzw kaum beeinflussen und switcht (z.b nach einer starken Antiobioika Behandlung die es kurzfristig durcheinander bringt) auch immer wieder in dieses „Ausgangslage“ zurück.

Heißt für uns als Mütter und werdende Mütter, es ist für das ganze Leben unserer Kinder essentiell wichtig, welche Umgebung und Nahrung wir Ihnen in den ersten Lebensmonaten bieten. Ja sogar die Geburt spielt schon eine Rolle. Was ist nun wichtig um das Mikrobio unserer Kinder möglichst gut auf zu stellen, so dass man das Risiko an oben genannten Krankheiten zu erkranken senken kann?

Stärkung des Mikrobio- wie lege ich den Grundstein für ein gesundes Leben?

Es ist Vielfältigkeit. Unsere Kinder sollten in ihren ersten 1000 Tagen möglichst viel mitbekommen, essen, trinken etc . Eine Studie aus München zeigte beispielsweise, dass Kinder die bis zu ihrem ersten Geburtstag regelmäßig in einem Kuhstall waren und Kuhmilch getrunken haben signifikant seltener an Asthma erkrankt sind. Das ganze heißt nun in Kurzfassung: die Kinder sollten Raus gehen, so viel und lange wie möglich, sie sollten verschiedene Dinge essen, im Dreck spielen (wenn auch davon mal was im Magen landet sei’s drum), probieren wie Gänseblümchen schmecken und auch sonst vielfältig ernährt werden. Muttermilch ist ein sehr ausschlaggebender präventiver Faktor, durch das stillen das Baby viel des Mikrobio seiner Mutter mit bekommt und durch die Ernährung mit verschiedenen Bestandteilen verschiedenster Nahrung in Kontakt kommt, 6 Monate voll stillen und erst dann die Beikost einführen, so wie bis zu 2 Jahre nebenher weiter stillen wurde empfohlen!

Die Vaginale Geburt ist eine Prävention, da es schon während der Geburt mit dem Mikobio der Mütter durch Vaginal Sekret in Kontakt kommt (mancherorts werden Kaiserschnitt entbundene Kinder aus diesem Grund nach der Geburt mit Vaginalsekret der Mutter eingerieben). Zumindest aber sollten, wenn irgendwie möglich Kaiserschnitt entbundene Kinder so lange wie möglich gestillt werden.

Tiere oder regelmäßiger Tierkontakt wirken sich positiv aus. Genau so wie die Vermeidung von Feinstaub und (passiv) Rauchen.

Also denkt daran. Es liegt an uns, unseren Kindern gesundheitlich das Beste mit auf den Weg zu geben. 1000 Tage haben wir. Lasst uns diese Zeit nutzen so gut es geht!

Babygesundheit, wie gelingt der Start ins Leben
Die ersten 1000 Tage bilden die Basis für die Menschliche Gesundheit