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Familie

Corona Eltern – ein Brandbrief an die Politik

Wir sind Eltern. Seit knapp zwei Jahren Corona Eltern.
Eltern von Kindern welche geprägt aufwachsen durch die Pandemie.
Erziehungs- und Sorgeberechtigte, die sich zerreißen zwischen Care- und Erwerbsarbeit.
Die sich alle Mühe geben, Sorgen, Ängste, Nöte und Frust der Kinder auf zu fangen. Eine Normalität zu ermöglichen, wo keine ist und dabei nicht selten fast daran scheitern an sich selbst zu denken.
Corona Eltern, als wäre Elternschaft allein nicht schon genug mit Hürden und Stolpersteinen gespickt, sehen wir uns seit der Pandemie noch deutlich mehr Problemen gegenüber.
Wir sind die, die in den Wehen allein im Kreißsaal liegen, weil der/die Partner*in wenn überhaupt erst bei den Presswehen rein darf.
Wir sind jene, die versuchen im Homeoffice ihr Pensum zu schaffen, währen das Kind weinend da sitzt und nicht versteht, warum du arbeiten musst es selbst aber nicht in den Kindergarten darf oder uns das x-te mal darum bittet doch diese oder jene Schulaufgabe noch mal zu erklären. Und im Zweifel Opfern wir unseren Arbeitsplatz aka Computer für den Online Unterricht des Kindes um unsere Arbeit schließlich in der Nacht zu verrichten.

Wir sind Corona Eltern und am Ende unserer Kraft. Nicht wenige von uns erinnern sich nur schemenhaft daran, was für Eltern sie vor der Pandemie gewesen sind. Denn von dem wie wir sein wollen sind wir oft inzwischen weit entfernt.
Hauptsache überhaupt funktionieren lautet das Credo.
Und beim Blick auf die steigenden Zahlen rutscht das Herz in die Hose.
Wie sollen wir, wie sollen unsere Kinder ohne (weitere, massivere) psychische Schäden einen weiteren Corona Winter überstehen?

Es ist Zeit, laut zu werden eben in einem Maße wie es uns als Eltern überhaupt möglich ist.
Seid ihr dabei?

Danke, dass ihr dem Aufruf gefolgt seid und uns unterstützen möchtet! Danke, dass ihr Familien eine Stimme gebt!

Unten findet ihr die Briefvorlage, diese könnt ihr kopieren und in eurem E-Mail Programm einfügen.
Dann ergänzt ihr nur noch den Namen des/der Bundestagsabgeordneten und eures/eurer Ministerpräsidenten/Ministerpräsidentin.
Bitte vergesst nicht, die E-Mail mit eurem Namen zu unterschreiben.


Wenn ihr nicht sicher seid, welche/r Abgeordnete für euch zuständig sind, könnt ihr dies
rausfinden auf der dieser Seite . Dort habt ihr die Möglichkeit dann über eure Postleitzahl eure Abgeordneten zu finden und die Kontaktdaten zu erfassen.
Die derzeitigen Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen und ihre E-Mail Adressen findet ihr in der untenstehenden Liste. Am Besten sendet ihr die Mail sowohl an Abgeordnete als auch Ministerpräsident*in damit alle Zuständigkeiten abgedeckt sind, da bislang die Hauptentscheidungen aber bei den Ministerpräsident*innen lag, sollten zumindest diese alle die Mail mit unserem Corona Eltern Brandbrief bekommen. 


Je öfter desto Lauter – daher sind wir darauf angewiesen, dass ihr zahlreich mit macht. 

  • Baden-Württemberg Winfried Kretschmann:
    winfried.kretschmann@gruene.landtag-bw.de
  • Bayern Markus Söder:
    ministerpraesident@stk.bayern.de
  • Berlin Michael Müller:
    kontakt@michael-mueller.de
  • Brandenburg Dietmar Woidke:
    buergerbuero@stk.brandenburg.de
  • Bremen Andreas Bovenschulte:
    andreas.bovenschulte@spd-bremen.org
  • Hamburg Peter Tschentscher:
    peter.tschentscher@sk.hamburg.de
  • Hessen Volker Bouffier:
    post@volker-bouffier.de
  • Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig:
    manuela.schwesig@spd-mv.de
  • Niedersachsen Stephan Weil:
    buero@stephan-weil.de
  • Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst:
    hendrik.wuest@landtag.nrw.de
  • Rheinland-Pfalz Malu Dreyer:
    info@maludreyer.de
  • Saarland Tobias Hans:
    t.hans@staatskanzlei.saarland.de
  • Sachsen Michael Kretschmer:
    buergerbuero@sk.sachsen.de
  • Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff:
    ministerpraesident@stk.sachsen-anhalt.de
  • Schleswig-Holstein Daniel Günther:
    daniel.guenther@cdu.ltsh.de
  • Thüringen Bodo Ramelow:
    ramelow@die-linke-thl.de

Corona Eltern – Ein Bandbrief

Sehr geehrte/r Frau Herr XY,

Es ist Zeit laut zu werden, auf zu begehren, zu protestieren und zu demonstrieren für unsere Kinder, für die Familien in diesem Land.
Nur welche Form des Protestes ist angebracht?
Wie sollen wir protestieren, ohne unsere Kinder zu gefährden?

Auf einer Demo Seite an Seite zu marschieren, bedeutet auch die Gefahr einer Infektion in Kauf zu nehmen. Das Risiko für uns als geimpfte Erwachsene ist vielleicht klein.
Aber das Risiko für unsere Kinder ist hoch, die ungeimpft und ungeschützt dann von uns angesteckt werden könnten.
Und wie sollten wir demonstrieren, wo wir doch unsere Kinder betreuen müssen. In den letzten zwei Jahren waren die KiTas, Tagespflegepersonen, Großtagespflegen und Schulen immer wieder geschlossen. Auch müssen wir die Zeiten, in denen die Kinder durch einen COVID-19 Fall in der Betreuung oder der Schule in Quarantäne sind, zuhause abdecken. All das leisten Familien neben den abzudeckenden Schließzeiten, Ferien und Krankheitstagen. Die Kinderkrankheitstage wurden zwar angehoben, sind jedoch mit finanziellen Einbußen verbunden. Diese sind für viele Familien nicht tragbar.
Familien jonglieren zwischen dem Bedürfnis nach körperlicher Unversehrtheit und der psychischen Gesundheit ihrer Kinder.
Wir leisten dies seit zwei Jahren- ohne Applaus.

Familien haben keine Lobby und Kinder fördern nicht die Wirtschaft, noch nicht zumindest. Das lässt sie auf der Prioritätenliste weit nach hinten rutschen, so jedenfalls die Wirkung auf uns Eltern.

Deshalb bitten wir Sie um Hilfe!

Fast zwei Jahre lang haben unsere Kinder zurück gesteckt und verzichtet, aus Solidarität zur älteren Generation.
Für eben jene Menschen, die zuerst ein Impfangebot bekommen haben und mittlerweile sogar die Möglichkeit zur Booster-Impfung haben.
Geimpfte oder genesene Menschen können sich ohne so großes Risiko treffen, zusammen aus gehen und das Leben genießen.
Sie brauchen dazu nichts weiter, als einen Nachweis über Impfung oder Genesung. Einen negativen Corona-Test brauchen sie nicht, auch wenn sie die Krankheit trotzdem übertragen können.
Rücksicht auf die, die sich nicht impfen lassen können, geschweige denn impfen lassen dürfen, wird nicht genommen. Wir reden von unseren Kindern, die selbst bei einem mildem Krankheitsverlauf Risiken wie Long Covid und PIMS ausgesetzt sind.
Eltern finden sich im Zwiespalt zwischen dem Wunsch, die Kinder zu schützen und dem, ihnen ein normales Leben zu ermöglichen.
Es ist Zeit für Solidarität mit unseren Kindern!

Deshalb bitten wir sie, sich im Bundestag für unsere Forderungen einzusetzen.

Wir fordern:

Es ist Zeit für flächendeckende 2G+ -Konzepte beim Besuch von Gastronomie und Kulturstätten, zoologischen Gärten, Sportstätten und Schwimmbädern, Museen und Kinos. Jeder Mensch (abgesehen von jenen die sich nicht impfen lassen können/dürfen), der eine dieser Orte besuchen möchte, muss geimpft oder genesen sein und einen negativen Schnelltest vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden ist. So schützen wir die, die sich nicht impfen lassen können.

Wir fordern, dass Schulen ausgestattet werden mit Luftfiltern, sodass die Schüler*Innen gerade jetzt, wo es wieder kälter wird, nicht frierend am offenen Fenster im Klassenzimmer sitzen müssen.

Wir fordern, Familien auch 2022 mit einem Kinderbonus zu entlasten.

Wir fordern den Verbot von Großveranstaltungen, wie dem Kölner Karneval, auf denen die Durchsetzung des 2G+-Konzeptes nicht kontrolliert werden kann.

Wir fordern eine Zusicherung, dass Schulen und KiTas nicht erneut geschlossen werden sowie, dass unsere Kinder NICHT durch ihren Impfstatus von Freizeitaktivitäten ausgeschlossen werden.

Es ist an der Zeit, dass Familien nicht mehr zwischen der psychischen und physischen Gesundheit ihrer Kinder entscheiden müssen.
Wir fordern Sie dazu auf, hören SIE endlich unsere Stimme.
Machen Sie sich stark für ihre heutigen und künftigen Wähler*innen.
Wir benötigen ein Konzept, was auch an unsere Kinder denkt.
Und das am besten SOFORT.

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