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FamilieKolumne

Einer schreit immer – Kolumne über Mutterschaft Teil 1

Komune über Mutterschaft - einer schreit immer!

Einer Schreit immer, so ist das doch bei Müttern. Also zumindest bei denen mit mehreren Kindern.
Oder?
Mutterschaft ist wie eine Achterbahnfahrt. Nach dem Hoch folgt das Tief und während wir uns grade vom kurvigen Weg bergauf erholt haben, rasen wir schon wieder mit 100 Sachen in der Minute gen Boden der Tatsachen.
Über diese Achterbahnfahrt der Mutterschaft möchte ich euch in meiner neuen Kolumnen Reihe berichten. Lustig. Manches mal überspitzt, aber niemals realitätsfern. Inspiriert von meinen Erlebnissen und denen befreundeter Eltern.

Ein Ticket mit dem Mecker Zug in die Heul-Schlucht bitte.
Vielleicht mit Zwischenstopp am Wut Berg? Denn ganz ehrlich, wenn ich traurig bin, schlägt das gerne mal in Wut um.
Aber wir sollten den Freuden Gipfel und das Kuscheltal mit Liebesfeuerwerk keinesfalls auslassen.
Gestatten Frau Mutter herself schreibt ab heute für euch über ihr Leben und ihre Mutterschaft.
Realität oder Fiktion? Vielleicht auch etwas überspitzt? Entscheidet selbst!
Wollen wir los legen?
Dann einsteigen und Türen schließen, Taschentücher bereit halten (vor lachen oder weinen?)und auf geht’s.

Einer Schreit immer - Kolumne über die Achterbahnfahrt der Mutterschaft.

Kinder bekommen ist ne super Sache.

Alle freue sich das du schwanger bist. Und noch mehr, wenn das Kind dann endlich da ist. Aber dann baut der Enthusiasmus stetig ab.

Während für den Mann so ziemlich alles beim alten bleibt, sitzt Mama mit dem Kind zuhause. Sozialkontakte minimieren sich stetig – bis ein Kreis aus anderen Müttern bleibt. Die restlichen Freunde wenden sich ja doch irgendwie nach und nach ab. Gestaltet sich ja auch schwer, sone Unterhaltung mit jemandem dessen Tage nur noch aus Stillen, Windeln, Tragen und schlafen bestehen. Man mags nicht glauben, aber tatsächlich scheint nicht jeder angetan über die Erzählung der morgendlichen Kackplosion die vor dem Besuch des Kinderarztes ein komplettes Baden des Kindes nötig machte. Zumindest die Freundin, die grade von dem Kerl erzählen will, den sie gestern auf der Party aufgerissen hat, macht ein eher weniger begeistertes Gesicht.
Aber mal im Ernst, Babykacke, Babykotze… das ist der Alltag. Außer ich erzähle mal wie sich das angefühlt hat, als der Kopf mit jeder Wehe…. aber ne, dann willst du am
Ende keine Kinder mehr – also lassen wir das lieber.
Die bis zur Geburt völlig verzückten Großeltern verwandeln sich auch gern in besserwisserische Feldwebel. “Tu dies, lass das, und jenes musst du anders machen…“
Während man die ersten Tage in Löwenmutter Marnier darum kämpft, dass das Baby nicht umhergereicht wird wie ein Wanderpokal, fragt man sich bald darauf warum nicht mal jemand kurz das Baby hüten kann, wenn man doch einfach nur mal wieder Duschen mit Rasieren möchte.
Leute ich sag euch Mutter sein kann fucking einsam machen.
Also, so richtig. Weil, manchmal da weist du am Ende des Tages nicht mal, ob die besten Freunde da wirklich noch sind.

Ich bin ja nicht doof.

Vielleicht maximal introvertiert und sensibel. Ok. Aber doof nicht. Mütter, müssen Mütter haben. Ist logisch oder. Die verstehen sich. Sitzen doch im selben Boot.
Pah, ha! Haste gedacht.
Nichts ist.
Wer sich schlecht fühlt, unzulänglich… der kann oft eins besonders gut: nach unten treten.
Isso. Kennt ihr von eueren Kindern, vielleicht. Kriegt das ältere ne Andsage zu ungünstigem Verhalten, kriegt das kleinere vom größeren eins übergezogen.
Macht des Stärkeren 1A erlernt und umgesetzt. (Ein guter Grund übrigens, um eben dieses Machtgefälle in der Erziehung nicht zu nutzen). Das zieht sich adäquat durchs ganze Leben. Sagt die Omi der Frau Mutter das sie ihr Kind ja wohl endlich ans alleine einschlafen gewöhnen muss, geht Frau Mutter los und verpuhlt der nächsten Mutti, ob sie ne psychische Störung habe, dass sie ihr 2 jähriges noch stillt. Und so geht das immer weiter.
Ist besser als im Zoo sag ich euch.
Aber zurück zum Thema.
Aus so einer Mutti-Gruppe kommst du also bestenfalls noch zerstörter als vorher wieder raus. Und wenn du dann die beste Freundin beim nächsten Treffen fragst, ob du wohl statt Gemüse im kommenden Sommer besser Dinkel für selbst gemachte Dinkelstangen anbauen sollst, da wundert dich selbst dann auch nicht mehr, warum das mit den Sozialkontakten den Bach runter gegangen ist.

[… to be continued]

Wenn euch meine Kolumne gefallen hat, freue ich mich wenn ihr auch noch in andere Artikel rein lest:

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