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Familie

Frust erleben und damit umgehen lernen – das ist unabhägig vom Erziehungsstil eine wichtige Erfahrung

Frust erleben und bewältigen ist auch für Kinder wichtig

Unsere Kinder in ihrem Sein, als Mensch inklusive ihrer wünsche, Bedürfnisse, Nöte und Ängste ernst zu nehmen oder ihnen jeden Wunsch zu erfüllen sind zwei paar Schuhe.
Bedürfnis- und/oder Bindungsorientierter Umgang kennzeichnet sich nicht dadurch, dass betreffende Kinder keinen Frust erleben oder aushalten.
Nicht dadurch, dass sie alles „in den Arsch geblasen” bekommen.
Wohl aber beutet er, dass wir als Eltern die Verantwortung dafür übernehmen, wenn wir unsere Kinder in Situationen bringen, wo sie viele Wünsche haben und damit nicht umgehen können.

Frust erleben in Begleitung

Kurz an einem Beispiel erklärt bedeutet das: natürlich kann ich mit dem 4 jährigen auf eine Kirmes gehen ohne Geld zu haben dort etwas zu kaufen – oder Karussell zu fahren.
Dann brauch ich mich aber ehrlich gesagt nicht über seine Wut und Verzweiflung darüber aufregen.
ICH habe mein Kind doch in diese Situation gebracht, mit der er einfach (noch) nicht anders umgehen kann. Ich mein, selbst viele Erwachsene können das noch und geben letztlich Geld aus, welches sie eigentlich nicht besitzen.
Daher würde ich persönlich solche lose-lose Situationen vermeiden.
Echt jetzt.
Aber oft reicht auch ein gewisses “Budget” bei solchen Besuchen letztlich nicht – und dann?

Mein Kompetentes Kind

Je nach Alter hilft es, wenn die Kinder in das Geld Management mit einbezogen werden.
“Wir können drei mal Karussell fahren oder ein mal Karussell und dafür noch ein mal Dosenwerfen und eine Zuckerwatte kaufen.” Selbst bei meinem Dreijährigen funktioniert es gut, ihn an dieser Stelle mit entscheiden zu lassen.
Das bedeutet nicht zwingend, dass er letztlich mit der Entscheidung auch wirklich zufrieden ist, aber letztlich wird so nur eine tatsächliche Konsequenz erlebt.
Frust darf sein, wenn am Ende vom Geld dann noch so viele Wünsche übrig sind ist das doch auch verständlich.
Und wir können begleiten und trösten, da sein und Verständnis haben.

Gleichwertigkeit

Unfair wird es, wenn wir unserem Kind sagen, es wäre kein Geld mehr übrig, uns selbst aber noch etwas kaufen.
Die wünsche unseres Kindes sind nicht weniger wichtig, nur weil wir als Eltern das vielleicht so empfinden.
Wenn also gesagt wird, dass das Kontingent aufgebraucht ist, dann sollte das fairer Weise auch für alle Familienmitglieder gelten.
Und dann dürfen wir auch alle gemeinsam traurig darüber sein und Frust erleben. So sehen auch unsere Kinder an unserem Beispiel, wie wir mit Frust umgehen.

Wie geht es euch mit dem Begleiten von Frust? Gelingt euch das gut?

Artikel die euch noch interessieren könnten

Auch Fiona hat auf ihrem Blog einen tollen Artikel über Frust erleben, begleiten und Bedürfnisse unden geschrieben, ihr findet ihn hier.

Weitere Artikel von mir zur achtsamen Elternschaft findet ihr in der Kategorie Familie. Zum Beispiel hier über kindliche Emotionen und das daraus resultierende Verhalten wie hauen, beißen, treten. Oder darüber, warum Kinder kein Lob brauchen, dies eher schadet (klick).

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