Loading...
Familie

Kinder und Übergänge

Kindern helfen Übergänge im Alltag zu meistern

Das Leben ist geprägt von Übergängen. Manche kleiner, andere größer. Manche sehr einschneidend und lebensverändernd, andere wiederum eher nichtig.
Kinder tun sich oft schwer mit Übergängen.
Und dabei fallen tatsächlich schon kleine, für uns kaum auffällige ins Gewicht und machen den Alltag schwer.

Große Übergänge

Große Übergänge sind der Eintritt in die Betreuung, in den Kindergarten, in die Schule. Oder auch die Geburt eines Geschwisterchens oder eine Trennung der Eltern. Auch ein Umzug ist ein großer Übergang.
Und zu guter Letzt ist auch der Wegfalll täglicher Routinen, egal ob wegen Ferien oder anderem ein großer Übergang für unsere Kinder, der ihnen Schwierigkeiten machen kann.
All diese Übergänge haben eins gemeinsam. Sie sind uns als Eltern quasi automatisch als solche bewusst. Wir wissen um die Schwierigkeiten, die solch eine gravierende Veränderung mit sich bringen kann und versuchen darum es unseren Kindern so leicht wie möglich zu machen. Wir sind toleranter was Gefühlsausbrüche angeht und unterstützen wo wir können.
Das alles ist richtig und wichtig.
Aber da sind noch so viel mehr Übergänge.
Kleinere, die eben völlig normal im Alltag sind und unsere Kinder doch so oft vor eine schier unüberwindbare Schwelle stellen.

Alltags Übergänge

Aufstehen und Schlafen gehen. Umziehen. Rausgehen. In den Kindergarten/zur Schule gehen, nach hause Kommen.
Das alles sind auch Übergänge. Veränderte Situationen auf die sich unsere Kinder immer wieder neu einstellen müssen. Und wenn gleich diese Übergänge für uns nicht mehr auffallen un kaum mehr wahrnehmbar sind, haben sie für unsere Kinder doch noch eine ganz andere Bedeutung und Gewichtung.

Etwa 50% des Tages bestehen für uns und unsere Kinder aus solchen Übergängen und diese bergen ein großes Konfliktpotenzial. Unser Alltag ist oft auf Schnelligkeit und Funktionalität ausgerichtet. Zwei dinge, die gerade mit Kindern in Übergangssituationen oft nicht funktionieren. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Wie auch bei uns Erwachsenen.
Bei uns ist es oft so, dass einige Übergänge auch spontan spielend meistern und andere da sehr an ihrer Struktur und Planung orientiert sind.
Und ähnlich ist es auch bei Kindern. Während für die einen zumindest die alltäglichen Übergänge gar kein Problem darstellen, benötigen die Anderen ( je nach Alter) dafür ihre feste Struktur oder aber enge Begleitung.

Kindern beim Bewältigen von Übergängen im Alltag helfen

Lösungsansätze

Mach dich zum Experten für dein Kind.

Eigentlich bist du das schon längst, aber werde dir dessen auch bewusst. Beobachte dein Kind und finde so heraus, an welchen Stellen es Unterstützung benötigt und welche es eher leicht meistert.
Schau ob Struktur und feste Abläufe deinem Kind helfen, oder es eher persönliche Nähe und Betreuung benötigt.

Genug Zeit ein zu planen ist wichtig und nimmt auch dir als Elternteil den Druck funktionieren zu müssen.
Es folgen einige konkrete Tipps für euren Alltag.

Übergänge ankündigen und Signalisieren

Möglichst sanft statt holter di Polter hilft den meisten Kindern. Da hilft es vorher schon mal Bescheid zu geben, dass gleich das anziehen dran ist. Und da kinder mit Zeit und Angaben wie gleich nicht viel anfangen können, hilft dann auch ein Signal. Das kann ein Wecker klingeln oder eine durchgelaufene Sanduhr sein.
Auch zum aufstehen hilft eine ruhige und langsam ansteigende Melodie, oder ein langsam heller werdendes Licht, den Übergang angenehmer zu machen.

Übergängen Struktur geben

Viele Dinge die wir im Alltag tun bestehen aus einzelnen Aktivitäten, die wir aber als eins formulieren.
Anziehen ist da ein gutes Beispiel. Denn es besteht je nach Wetter aus 3-15 einzelnen Schritten.
Kinder verlieren hier schnell den Überblick und die gesamt Situation scheint sie zu überfordern „ich kann das (noch) nicht“ ist eine häufige daraus resultierende Aussage.
Hilfreich ist es also, wenn wir diese Aktivitäten auf ihre einzelnen Teile herunter brechen. Entweder geben wir unserem Kind nur gezielt ein Teil, was es anziehen soll, oder aber wir bauen eine Anziehstrasse, die ich übrigens mit dem Bären auch gern nutze.
(Dieses Phänomen tritt übrigens nicht nur bei Kindern auf. Aufräumen, oder Putzen sind für vier Erwachsene ebenso überrollend. Auch uns selbst kann es enorm helfen, den Fokus dann auf das einzelne hinlegen.)

Bilder helfen der Vorstellungskraft

„Aber wie genau..?“ so oder so ähnlich könnten die Gedanken deines Kindes aussehen, wenn es eine bestimmte Aufgabe bekommt.
Bestimmte Situationen eigenen sich da, um das ganze zu verbindlichen.
Ihr könnt am Waschbecken z.B. eine Bilder Reihe über das morgendliche Fertig machen etablieren. Die Bilder zeigen Stück für Stück, was zu tun ist. Im größeren geht das aber auch als Tages- oder Wochenplan.

Selbstwirksamkeit

Wann immer möglich sollten wir unseren Kindern auch die Möglichkeit geben ihren Tag und Abläufe selbst zu strukturieren. Die so erlebten Übergänge sind zwar trotzdem da, aber nicht fremdbestimmt. Das macht sie für Kinder oft leichter zu bewältigen. Und wenn wir ehrlich sind, geht es uns als Erwachsenen doch oft genau so.

Gut zu wissen

Mehr Informationen zum Thema Übergänge, im speziellen zum Thema Übergang in die außer familiäre Betreuung findet ihr außerdem bei Nadine von Beziehungsvollbegleiten im Online Kurs Fachfrau Mama.

Artikel von mir die euch noch interessieren könnten:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.