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Achtsam mit der Umwelt

Nachhaltigkeit – wo fange ich an?

Körperpflege plastikfrei

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Plastik überflutet unsere Meere. Jeder Mensch isst pro Monat im Schnitt etwas eine Kreditkarte an Mikroplastik. Die Populationen von Wildtieren und Insekten sinken drastisch.
Die Probleme sind hausgemacht, wir konsumieren und verschwenden, einfach weil wir es können.
Doch endlich kehrt ein Zustand des Erwachens ein.
Wir wollen etwas ändern. Nachhaltiger leben.
Aber wo fangen wir an? Wie soll das funktionieren, was bringt es schon wenn eine Hand voll Menschen etwas tut und vor allem – bin ich nicht gegebenen Strukturen unterworfen?

Verhalten überdenken und verändern

Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, in welcher Verpackung du etwas einkaufst, wie diese entsorgt wird und wie lange es dauert sie zu zersetzen?
Oder darüber, wie viele Ressourcen allein schon für ihre Herstellung verbraucht werden?
Wenn du Essen in Müll schmeißt, hast du an die Menschen gedacht, die dieses gern hätten?
Und wenn ein Kleidungsstück nach dem anderen in den Müll wandert, weil es zu klein ist, nicht gefällt, oder ein Loch hat – hast du schon mal darüber nachgedacht, wem dies noch nützen könnte und welche Rohstoffe da einfach in den Müll geschmissen werden?

Es geht nicht darum, dass wir uns für unser Verhalten schämen sollten oder in Verzweiflung versinken. Es geht darum sich bewusst zu werden und auf dieser Grundlage Veränderung zu schaffen.

Reduce – Reuse – Repair – Recycle (Reduzieren – Wiederverwenden – Reparieren – Wiederverwerten)
ist ein Grundsatz, der uns auf dem Weg der Veränderung helfen kann.

Wo fange ich an?

Ganz flapsig daher gesagt: Da wo es dir am leichtesten fällt. Es ist so, dass wir nicht eine Handvoll Menschen brauchen die wirklich straight Zero Waste (Müll frei) leben. Viel mehr braucht es tausende, oder Millionen Menschen, die es unperfekt machen. Die reduzieren wo sie können. Ohne in Weltschmerz zu verfallen wenn sie es eben an manchen stellen NICHT können.
Wer wo am ehesten reduzieren und Müll vermeiden kann, weis jeder für sich selbst am besten. Vorausgesetzt der Konsum wird reflektiert.
Dennoch gibt es natürlich eine Art “Einsteiger Liste” mit Dingen die jeder irgendwie umsetzten kann.

  •  Trinke Wasser aus der Leitung. Leitungswasser ist super kontrolliert und sofern du nicht in einem Altbau mit fragwürdigen Leitungen wohnst, kannst du entsprechend bedenkenlos Leitungswasser trinken. Wer es lieber sprudelig mag, der hat mit dem Sodastream z.b. immer noch die bessere Variante im Vergleich zum Wasser aus Plastikflaschen.
  • Nutze Mehrwegbecher, wenn du dir dein Getränk von zuhause mit nimmst ist das ganz einfach. Aber auch unterwegs bekommst du inzwischen an den meisten Stellen  deinen Kaffee in den eigenen Becher, wenn du danach fragst.
  •  Verzichte auf Strohhalme aus Plastik, ich als Mama eines kleinen autonomen Jungen weiß, wie schwer das sein kann, aber zum Glück gibt es ja Alternativen z.B aus Edelstahl.
  •  Auch bei der Kosmetik lässt sich umsteigen – auf solche ohne Mikroplastik. Hier hilft euch die Codecheck App. Wer gleich komplett auf Plastik verzichten will, für den gibt es auch ausreichend Angebote ohne Verpackung – Seifen und Shampoobars zum Beispiel.
  •  Beim Einkauf kann wirklich JEDER einsparen. Für Gemüse gibt es Netze und Beutel für Brot und Gebäck. Außerdem nehmt einfach einen Einkaufskorb mit, und lasst die Plastiktasche unter dem Kassenband einfach liegen. Apropos Einkauf – Milch und Joghurt gibt es auch oft im Glas.
  •  Ein Kleidungsstück ist kaputt? Vielleicht kann man es reparieren – oder es lässt sich noch etwas für die Kinder daraus machen? Alles besser als einfach weg schmeißen.
  •  Rabatte, Angebote, Aktionen – widerstehen und überlege immer, ob du Dinge auch wirklich brauchst. 

Die Sache mit der Kleidung

Weniger kaufen ist gut und schön, aber wenn wir ehrlich sind können wir mehr tun. Also, fast alle von uns zumindest behaupte ich jetzt mal.
Wie ist das also, wenn wir auch in Sachen Kleidung möglichst nachhaltig leben wollen – welchen Weg gehen wir da?
Die nachhaltigste Option ist fair und ökologisch produzierte Kleidung secondhand zu schoppen. Der Markt hier ist nicht riesig, aber wenn man etwas Zeit in Suchen investiert, findet sich meist auch was passendes.
Wenn nicht, dann ist es tatsächlich besser fair & ökologisch neu zu kaufen, als fast Fashion secondhand. Denn letztlich nutzen die meisten, der Menschen die diese Kleidung verkaufen dann das verdiente Geld für neue fast Fashion Käufe, und so unterstütz man den Kreislauf indirekt.
Vom ökologischen Gedanken her gilt also fair & secondhand vor fair und neu vor fast und secondhand. Fast und neu können wir in fast allen Bereichen komplett lassen. Also theoretisch.
Wichtig ist, dass du dir Gedanken machst und eben darauf achtest, wenn es irgendwie möglich ist.

Nachhaltigkeit mit Kindern

Die meisten Kinder haben noch kein Verständnis für Nachhaltigkeit. Sie möchten das haben, was andere Kinder auch haben oder was “cool” ist.
Trotzdem haben wir als Eltern einen gewissen Einfluss. Neben fair produzierter Kleidung für Kinder, können wir die Merchandising Sünden zumindest auch secondhand kaufen. Und vieles Spielzeug gibt es auch aus Holz genau so cool – oder sogar cooler als aus Plastik.
Und dann gibt es da noch Dinge wie Lego, die sich wunderbar secondhand kaufen lassen, weil sie schlicht eine gefühlte Ewigkeit halten.
Wenn es dann aber doch mal nicht so klappt, dann ist das auch kein Weltuntergang.


Bewusstwerdung ist der wichtigste Schritt, dann setzen wir bald so gut wie von selbst um was geht. Und wenn das jeder so macht, dann haben wir schon ne Menge gewonnen.
Dieser Artikel ist Teil der Blogparade “Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?”.

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