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Notkaiserschnitt – zwischen Trauma und Glück

Notkaiserschnitt - ich war voller Leere im Bauch

Schwangerschaft ein großes Wort, dass für uns viel Freude und Emotionen, neues und unbekanntes mit sich bringt und mit der Geburt gekrönt wird! Die Geburt.
Vor der Schwangerschaft hab ich oft sehr Respektvoll und eher mit Angst an die Geburt gedacht.
Angst vor den Schmerzen, aber auch mit Neugier auf dass, was mein Körper zu schaffen vermark und mich einem anderen Menschen noch näher bringt. Als ich schwanger war verflog mit dem ersten Moment der Schwangerschaft die Angst vor der Geburt! „Frauen machen das schon immer!“
„Warum sollte es bei mir anders sein?!“
„Ein Kaiserschnitt?, Warum soll ich mich damit auseinandersetzen?!, Dass brauch ich nicht!“
„Ich werde meinen Sohn so gebären!“

Und je größer mein Sohn in mir wurde umso sicherer war ich mir meiner Sache…!

Notkaiserschnitt - zwischen Trauma und Glück

Notkaiserschnitt – ich war voller Leere im Bauch

Doch dann…

Die Geburt verlief anders. Anders als ich es mir gewünscht und vorgestellt hab!

NOTKAISERSCHNITT

Ich habe deinen ersten Schrei verpasst.
Dass erste Anlegen musste mir berichtet werden und du bist ohne als erstes in meine Augen zu gucken, auf die Welt gekommen!
Ich wachte auf und hatte dich in meinem Arm.
Du warst so klein und ich werde diesen Moment nie vergessen!
Ich war überfordert, voller Liebe zu dir und voller Leere im Bauch!
Sie brachten uns auf ein Zimmer, es war abends und ich konnte die Nacht nicht schlafen!
Habe dich angeguckt und in den Morgenstunden, dann angefangen zu weinen!
Stunden…
Mein Bauch, gefühllos und ein Drainagebeutel schaute aus der Bettdecke heraus!
Neben dem Katheter lag er und es lief Blut rein!

Seelische Narben

Besuch wollte ich nicht!
Mein Mann, der die gesamten 5 Tage bei uns blieb, ließ nur unsere Eltern zu uns!
Die Ärztin kam ins Zimmer, ich sah sie und brach wieder schluchzend in Tränen aus.
Sie war ebenfalls schwanger und hatte mich liebevoll bei der Geburt begleitet! Sie besprach mit mir alles. Ich verstand es.
Aber ich war traumatisiert und wollte nur nach Hause, vergessen!
Vergessen was ich erlebt hatte, um das schönste dieser Welt in meinen Armen zu halten!

Zuhause wollte ich nur meine Ruhe, konnte nur gebückt laufen und jeder Toilettengang schmerzte!
2,5 Monate brauchte ich, um mich halbwegs zu berappeln und wieder normal zu gehen!
Der Begriff Wochenbettdepression fiel… ABER ich war nicht depressiv, sondern einfach traumatisiert von dem Erlebten und von dem was ich eben NICHT mitbekommen hab durch den Notkaiserschnitt.
Den Kontrollverlust über meinen Körper…über meine Sinne!
Man wacht auf, der Körper ist leer und du dir selber fremd! Ein großer Schnitt am Bauch!
Ein Schnitt auf der Haut, nein ein Schnitt auf der Seele, der mir wieder die Tränen in die Augen treibt beim Schreiben!

Zwischen Trauma und Glück

Ich finde es schlimm, dass ich zwischen dem größten Glück und der Traumatischen Erfahrung meines Lebens stehe, in einem Körper der sich durch den Schnitt verändert hat und an dem ich mich auch erstmal wieder gewöhnen muss!
Einschränkungen die man wahrnehmen muss.
Das Gefühl versagt zu haben, war lange mein Begleiter!
Darüber zu sprechen hat mir sehr geholfen und lässt mich heilen… Körperlich bleibt immer eine Narbe aber die seelische Narbe verblasst.
Langsam.

 

 

 

 

 

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Dieser Beitrag ist ein Gastbeitrag von Hanna mehr von ihr könnt ihr auf Instagram in ihrem Profil lesen.

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