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Pollenallergie bei Kindern – was Hilft bei Heuschnupfen?

Ende Mai, mein Pollenflugkalender sagt, es ist Hauptblüte von 11 Gewächsen, darunter auch Gräser, Raps und Weizen. Es ist Pollenallergie Zeit. Auch für Kinder, denn unter 6 Jahren sind immerhin ca. 5% der Kinder betroffen. Bei den 14-17 Jährigen ist es sogar jedes 5. Kind, welches an Heuschnupfen leidet. Aber wie viel Behandlung ist nötig und was ist am hilfreichsten, wenn bei unseren Kindern die Augen jucken und die Naseläuft?

Pollenallergie was ist das?

Manchmal sind wir uns anfangs selbst nicht sicher, ob eine Allergie vorliegt, oder das Kind eventuell nur eine Erkältung hat. Gerade bei den unter 6 Jährigen mangelt es teilweise an der Kommunikation der Beschwerden. Außerdem sind Erkältungen im Kindergartenalter einfach sehr häufig, so dass diese Vermutung nahe liegt.

Was passiert bei einer (Pollen-)Allergie?

Das Abwehrsystem des Körpers wertet die Pollen, die unweigerlich in der Blütezeit der Pflanzen durch die Luft fliegen bei Kontakt als potenziell gefährliche Eindringlinge und startet mit einer Entzündungsreaktion durch Ausschüttung von z.B Histamin. Die Folge sind bekannte Symptome wie juckende, tränende Augen, eine laufende Nase und vermehrtes Niesen.
Auch die Lunge kann durch eine Entzündung der Bronchien betroffen sein, dies wird auch als allergisches Asthma bezeichnet.

Wie stark auf die Pollen reagiert wird, ist individuell. Ob eine Allergie entwickelt wird, lässt sich nur schwer beeinflussen.
Hierbei spielen neben Umwelteinflüssen auch erbliche Faktoren eine Rolle .
Eine nicht zu sterile Umgebung und Stillen im Säuglingsalter gelten als schützende Faktoren. Eine Garantie ist das allerdings nicht.

Leidensdruck

Manchmal erscheinen die Symptome so banal, dass es als Außenstehender schwer ist sich den Leidensdruck der Betroffenen vor zu stellen. Dabei ist es wichtig, zu beachten, dass die offensichtlichen Symptome nicht die Einzigen sind. Die Entzündungsreaktion verlangt dem Körper einiges ab, so ist auch Abgeschlagenheit ein häufiges Symptom. Außerdem führen verstopfte Nase und juckende Augen zu schlechtem Schlaf, was wiederum die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit negativ beeinflusst.

Pollenallergie bei Kindern behandeln

Heuschnupfen behandeln

Leidet man selbst, oder gar das eigene Kind an Heuschnupfen, wie eine Pollenallergie umgangssprachlich auch genannt wird, ist man sich oft nicht sicher ab wann und wie dieser am besten behandelt werden kann, oder ob gar das Meiden der Allergene der einzige Weg ist.

Frühzeitig behandeln

Einige von uns sind so erzogen worden, dass es als stark gilt Dinge erstmal auszuhalten und nicht direkt mit Medikamenten gegen zu steuern. Und gerade bei Schmerzmitteln, welche zum Beispiel eine ganze Palette Nebenwirkungen haben ist ein Überdenken der Nötigkeit durchaus berechtigt.
Eine Pollenallergie sollte allerdings frühzeitig und konsequent behandelt werden, damit zum einen der Leidensdruck nachlässt. Vor allem aber auch, um die Lungen zu Schützen. Denn eine unbehandelte Allergie führt oft zum oben erwähnten allergischen Asthma.
Außerdem ist es, gerade auch bei Schulkindern wichtig, dass sie eine ausreichende Konzentrations- und Leistungsfähigkeit haben und diese nicht durch die Allergie Symptome gemindert wird.

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Pollenallergie

Eine Behandlung des Heuschnupfens sollte bei Kindern grundsätzlich mit dem Arzt/der Ärztin besprochen werden. Denn je nach Alter des Kindes gibt es auf dem Markt verschiedene Medikamente und Möglichkeiten.
Im Folgenden habe ich einiges zusammengetragen.

Vermeidung

Die Vermeidung der Allergene ist natürlich der einfachste Weg um Allergiesymptome zu lindern. Allerdings ist es auch am wenigstens Alltagstauglich. Wir können weder uns noch unsere Kinder in der Blütezeit der Gräser, welche von Mai bis Juli andauert, im Haus einsperren.
Dennoch gibt es natürlich einige Möglichkeiten den Kontakt mit Pollen nach Möglichkeit zu reduzieren.

  • Fenster im Haus mit Pollenschutzgittern* Ausstatten – insbesondere die des Kinderzimmers
  • Einen Raumluftfilter* benutzen
  • Draußen getragene Kleidung beim betreten des Hauses direkt ablegen
  • Vor dem Schlafen gehen abduschen ( insbesondere die Haare)
  • Hände wäschen bevor man sich ins Gesicht fasst
  • Nasendusche* benutzen
  • Augen mit künstlicher Tränenflüssigkeit spülen

Antihistaminika

Antihistaminika gibt es für die lokale Anwendung als Augentropfen oder Nasenspray.
Oder als generalistische Anwendung, dann werden sie als Tropfen, Saft oder Tablette eingenommen.
Bei geringeren Beschwerden sind lokale Präparate vor zu ziehen.
Moderne Antihistaminika machen oft nicht mehr müde, wie es noch von früher gekannt wird.

Kortison

Es gibt, bei starken und andauernden Beschwerden die Möglichkeit ein Kortison haltiges Nasenspray zu benutzen, dies wirkt nur bei regelmäßiger Anwendung, lindert dann aber effektiv die Entzündung der Nasenschleimhäute.

SIT/Hyposensibilisierung

Das ist die einzige Therapie für Allergiker, welche nicht nur Symptome lindert, sondern an der Ursache ansetzt. Bei der Beratung ist ein*e Allergolog*in behilflich. Die Therapie läuft oft über mehrere Jahre und zielt darauf ab, dass sich der Köper durch regelmäßigen Kontakt zum Allergen in geringen dosen an dieses gewöhnt und nicht mehr so stark oder gar nicht mehr darauf reagiert.

 

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