Selbstbestimmtes Schlafen mit Impuls.

Das Thema selbst bestimmt schlafen steht auf der Hitliste ganz oben. Gleich hinter selbst bestimmtem Medienkonsum und selbst bestimmtem Essen inkl. Süßigkeiten Konsum. Alles sehr kontrovers diskutiert und viele glauben nicht, dass das (gut) funktionieren kann. Oder fragen sich, wie es funktionieren kann.
Darum möchte ich euch heute erzählen, wie es bei uns ist.

Unser Kind kann eher schlecht schlafen

Wenn der kleine Bär eines schon seit seiner Geburt NICHT kann, dann ist es, einfach ein zu schlafen wenn er müde ist.
Das ist bei uns ein ganz wichtiger Punkt im Bezug auf das selbst bestimmte Schlafen. Denn deshalb kommt das berühmte, einfach spielen lassen bis sie quasi umfallen nicht in Frage, denn das passiert hier nicht. Niemals würde der Bär einfach so einschlafen.

Also mussten wir einen anderen Weg finden, dass er nach seinem Bedürfnis schlafen kann, ohne das er ins Bett gezwungen wird. Hier liegt der Schlüssel für uns im Beobachten. Von der Körpersprache her, und durch Nutzung der Babyzeichen (teils passiert das sogar unbewusst), zeigt er nämlich recht deutlich an, wann er das Bedürfnis zum schlafen hat. Hier ist es an uns als Eltern das zu erkennen und dann den nötigen Impuls zu geben. Beim Mittagsschlaf ist das die einfache Frage „möchtest du schlafen?“ (Inkl. Nutzung des Zeichens), was ihn dann schon zum Schlafzimmer laufen lässt. Am Abend ist die Frage dann ob wir Zähneputzen wollen und erst anschließend ob er schlafen möchte. Auch hier läuft er dann schon zum Bad/Schlafzimmer. Es ist also auf unseren Impuls hin immer seine eigene Entscheidung.
Wenn er nicht zum Schlafzimmer/zum Bad läuft, dann hat das alles noch keinen Wert und wir warten noch etwas, meist dauert es aber nicht länger als 10-20 Minuten bis er dann doch möchte.

Einschlafbegleitung

Ist der kleine Bär dann im Bett benötigt er weiter unsere Hilfe, bei mir wird gestillt, beim Göttergatten reicht simples Kuscheln und bei der Oma muss es die Flasche sein – so individuell gestaltet sich hier die Einschlafbegleitung. Wichtig ist aber, das die Begleitung nötig ist, sonst ist ein Einschlafen hier nicht möglich. An Tagen an denen ihn sehr viel beschäftigt kommt es auch noch mal vor das ein in den Schlaf tragen nötig ist. Das ist an dieser Stelle aber niemals ein Zwang, sondern ausschließlich eine Hilfe. Eine Brücke in den Schlaf. Schreien und weinen lassen und dann aus Erschöpfung und Verzweiflung ein zu schlafen ist hier und sollte nirgends eine Option sein.

Manchmal kommt es vor, dass der Bär doch noch mal aufstehen möchte. Grade als er kleiner, und das Fragen noch nicht möglich war, hatten wir so eine Situation etwa 1x pro Woche. Dann stehen wir noch mal auf und spielen noch etwas und probieren es später noch mal.

Bedürfnisse aller sehen und achten

Aber ICH als Mama/Papa habe doch auch mal das Bedürfnis nach Ruhe und einer Auszeit.
Das stimmt zweifelsohne. Und auch ich kenne dies Gefühl. Je nach dem welche Möglichkeiten man hat und wie alt die Kinder sind, kann entweder der Papa oder die Oma, Tante oder Nachbarin noch eine Runde mit den kleinen spielen. Oder es ist sogar eine Option, dass sie sich schon selbst beschäftigen. So kann man sich selbst abends dann eine kleine dringend benötigte Auszeit verschaffen.Manchmal reicht auch schon der Gedanke, dass es am nächsten Tag vermutlich wieder besser laufen wird und man abends eher „Feierabend“ hat.

Außerdem finde ich es nicht verwerflich, wenn man versucht den Tag passend zu strukturieren, so dass das Kind nicht am späten Nachmittag noch ein Schläfchen macht.
Der Bär geht zum Beispiel abends zwischen 19 und 20 Uhr ins Bett, das ist in etwa die Zeitspanne in der er meist müde wird/ist. Wenn ich nun um 17 Uhr mit meiner Mama und dem Zwerg im Tuch noch spazieren gehe, weis ich das er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um 17.30 Uhr auf meinem Rücken eingeschlafen ist. Daher vermeide ich solche Unternehmungen nach Möglichkeit. Das erleichtert mir das Leben, da ich dann kein Kind habe was bis 23 Uhr spielen möchte. Und wenn es eben doch mal vor kommt, dass man spät noch herumspaziert und der Zwerg einschläft (oder im Auto), dann habe ich genug „Reserven“ um dann mal einen Tag mit ihm bis 23 Uhr zu spielen und auf meine Auszeit zu verzichten. Denn ich weis, dass es nicht die Regel ist.

Hilfe zum einschlafen

Abendliches Kuscheln und Einschlafbegleiten