Selbstfürsorge – Mama sei gut zu dir!

Bedürfnisorientiert heißt auch, die Bedürfnisse der Mutter oder des Vaters zu sehen, zu akzeptieren und zu überlegen, wie man diese erfüllen kann. Selbstfürsorge ist das A und O .

Schon Nicola Schmidt hat es in ihrem Artegrecht – Buch erwähnt. Unsere heutige Art zu leben, ist mit dem Großziehen von Kindern eigentlich nicht mehr so gut kompatibel. Wir leben in kleinen Familien (Eltern und Kind(er) ) , haben oft unsere Verwandten nicht mal in der Nähe und vernetzten uns kaum mit Nachbarn so stark, dass wir ihnen unsere Kinder anvertrauen würden. Alte Strukturen vom Heimchen am Herd sind zwar aufgebrochen, was aber bleibt ist die Tatsache, dass es in den meisten Familien einen Elternteil gibt, der sich hauptsächlich um die Kinder kümmert und einen, der hauptsächlich für die Ernährung der Familie zuständig ist und arbeiten geht. Das Ergebnis sind Eltern, die vom Arbeiten, dem Haushalt und der Kinderbetreuung ausgelaugt sind. Deren Nerven permanent auf Spannung stehen und eine ultimativen Zerreißprobe standhalten sollen.

Besürfnisorientiert leben

Immer bekannter wird nun das bedürfnisorientierte Handeln, der bedürfnisorientierter Umgang mit unseren Kindern. Beziehung statt Erziehung und Kommunikation auf Augenhöhe – wir alle sind Menschen (auch Kinder!) und wir alle sind daher gleichwertig und sollten uns auch so behandeln. Strafen, physische oder psychische Gewalt an Kindern wird, zurecht, immer mehr abgelehnt. Wir als Eltern wollen andere Wege gehen und stoßen dabei oftmals an unsere persönlichen Grenzen.

Denn es ist schwer unsere Kinder zu sehen, zu akzeptieren und die Beweggründe hinter ihren Handlungen zu hinterfragen. Es kostet Zeit, Kraft und Nerven. Ja, es wäre einfacher etwas einfach als “böse” – als “unerwünscht” ab zu tun und das Kind dafür ins Zimmer oder auf die stille Treppe zu verbannen und es mit seinem Gefühlschaos allein zu lassen. Aber würden wir damit unseren Kindern gerecht werden? Wäre das die Art, wie wir auch behandelt werden möchten?
– Ich fürchte ich schweife ab !

Bedürfnisbefriedigung ist für alle da

Die Frage ist also : Was braucht es, damit ich mit meinem Kind gleichwürdig, bedürfnisorientiert und auf Augenhöhe umgehen kann?
In der Theorie ist diese Frage recht simpel zu beantworten. Es braucht Bedürfnisbefriedigung bei DIR. Bedürfnisbefriedigung der Eltern, zum Kraft tanken, zum Nerven entspannen, zum sich selbst finden.
Aber wie ? – Wir müssen uns Inseln im Alltag schaffen. Das Kind oder die Kinder mal von Oma&Opa, der besten Freundin, der Tante, oder dem Partner betreuen lassen. Oder von der Nachbarin mir der man schon immer in gutem Kontakt steht, die ein Kind in ähnlichem Alter hat. Und diese Zeit dann auch für uns nutzen, Haushalt mal Haushalt sein lassen und machen was einem selbst gut tut.
Auch ganz allgemein, das Leben entschleunigen. Es muss nicht immer alles sofort erledigt werden, fürs Einkaufen ein Fenster von 2-3 Tagen schaffen und dann schauen welchen Tag es am besten passt. Das Saugen oder Wischen kann im Zweifel auch bis morgen warten und wenn man nicht mehr kann, darf’s auch mal Essen vom Lieferservice sein. Die Ansprüche an uns selbst runterschrauben und nicht so viel nachdenken. Mal los lassen und sich einladen lassen in die sorglose Welt des Kind seins. Selbst wieder Kind sein, raus gehen und einfach nur Spaß haben.
Nur so, können wir dann mit vollen Akkus hinterher wieder unsere Kinder in den Fokus stellen, auf sie eingehen und für sie da sein. Ich sage nicht, dass die elterlichen Bedürfnisse mehr wert sind als die der Kinder. Aber sie sind genau so viel wert und benötigen die gleiche Aufmerksamkeit. Wir sind nur schon so weit, dass unsere Bedürfnisse etwas aufgeschoben werden können, diese reife haben Kinder noch nicht. Aber , wie man so schön sagt, aufgeschoben heißt nicht aufgehoben.

Kurze Auszeit

Und wenn ich mal in einer Situation bin, in der ich merke, dass die Nerven gleich zerreißen, ich aber nicht weg kann? – Da hat mir die 6 Tägige Meditationsreise mit Olivia enorm geholfen. Und ich mag das wirklich jedem ans Herz legen, zu mal ich auch erst skeptisch der Mediation gegenüber war. Aber wenn ich nun in einer Situation bin wo ich merke “ok gleich fliegt die Sicherung raus”, dann gehe ich den Weg in die Meditation. Versteht mich nicht falsch, natürlich kann man nicht alles ausblenden, aber ich kann da sein für mein Kind und trotzdem für mich tief Atmen, mich auf meine Atmung, die Atmen Bewegung, meinen Bauch konzentrieren und mich selbst wieder finden … in 1-2 Minuten – mich quasi abkühlen und so die Situation besser und ruhiger meistern.