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Stillmythen – Aussagen die dich beim Stillen verunsichern könnten und die Warheit darüber

die Wahrheiut über verschiedenen Stillmythen

Wenn wir uns als /werdende Mütter entschließen zu stillen, sehen wir uns schnell mit Stillmythen konfrontiert. Jeder hat da noch einen Tipp. Und selbst die Informationen die wir im Krankenhaus oder von unserer Hebamme erhalten sind nicht immer verlässlich. Denn auch hier sind nicht alle in Sachen Stillberatung weiter gebildet – bzw. ausreichend ausgebildet. Vom Kinderarzt mal ganz zu schweigen.
Das Problem mit Stillmythen ist, dass sie uns als stillende oder stillen wollende Mutter verunsichern. Sie machen Angst. Und können im schlimmsten Fall wohl sogar dazu führen, dass wir denken, wir können nicht stillen. Oder das wir etwas falsch machen, unser Baby nicht normal ist oder, oder, oder.
Im folgenden möchte ich daher mit vielen dieser Mythen aufräumen. Wenn ihr noch weitere Stillmythen kennt, die euch begegnet sind, lasst es mich gern wissen, dann füge ich sie der Liste hinzu.

Die Aufklärung von Stillmythen

Stillmythen und ihre Aufklärung

Kleine Brüste produzieren nicht genug Milch.

Falsch, die Menge, die eine Brust an Milch produzieren kann, hängt mit dem Milchbildenden Gewebe zusammen, davon gibt es durchaus auch in kleinen Brüsten ausreichend.
Grundsätzlich ist jede Brust zum Stillen geeignet

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Mit flachen Brustwarzen kann man nicht stillen.

Falsch, beim Stillen ist es wichtig, dass das Kind einen „Mund voll Brust“ hat, das umfasst also mehr Gewebe als nur den Nippel. Ob dieser flach oder sogar eingezogen ist, ist daher nicht ausschlaggebend. Trotzdem kann es sein, dass eine solche Brust das (korrekte)Anlegen etwas erschwert.

Bei weniger als 2-3 Stunden Stillabstand bekommt das Baby Bauchweh.

Muttermilch ist nach etwa 90 Minuten komplett verdaut. Spätestens dann gilt also der Spruch mit der frischen auf gegorene Milch nicht mehr.
Aber auch generell ist das quatsch, wenn wir feststellen noch Hunger zu haben, obwohl wir vor 30 Minuten gegessen haben und dann noch etwas zu uns nehmen, bekommen wir ja auch kein Bauchweh.
Weiter ist Stillen so viel mehr als Nahrungsaufnahme. Um die Bedürfnisse unserer Kinder zu stillen, können wir bedenkenlos stillen, wann immer unser Baby danach verlangt.

Wenn du Sport machst wird die Milch sauer.

Sport beeinflusst die Qualität der Milch nicht. Bei sehr starkem Training kann sich der Geschmack der Milch leicht verändern, das stört Babys aber nicht. Außerdem ist darauf zu achten, die Brust gut zu stützen.

Stillen hat nur in den ersten Lebensmonaten positive Auswirkungen.

Egal in welchem Alter, ein Kind profitiert immer von Muttermilch. Die Nährstoffe, Kalorien und Antikörper, die in der Milchenthalten sind, helfen den Bedarf zu decken und wirken sich positiv auf die Gesundheit aus, auch noch mit 3 Jahren oder mehr.

Wenn es sehr warm ist, benötigen Babys zusätzlich Wasser oder Tee.

Ein vollgestilltes Kind bekommt grundsätzlich alles was es braucht über die Muttermilch. Diese passt sich in ihrer Zusammensetzung an den Bedarf an. Außerdem steuert das Kind durch die Häufigkeit und Dauer des Stillen wie viel Flüssigkeit es zu sich nimmt. Hier besteht entsprechend kein Grund zur Sorge. Viel mehr birgt das geben von zusätzlicher Flüssigkeit gefahren. (Hyperhydration / Wasservergiftung)

Stillkinder dürfen auch mal Tagelang keinen Stuhlgang haben.

Diese Regelung gilt erst nach den ersten Lebenswochen, denn am Anfang ist (mindestens täglicher) Stuhlgang ein Zeichen für das gute Gedeihen des Babys.

Das Baby wird nachts oft wach, weil es hungrig ist und benötigt mehr Essen abends.

Die Schlafdauer hängt von der Hirnreife ab. Außerdem ist es für Babys Überlebens notwendig (gewesen), auch nachts zu kontrollieren, ob sie noch sicher sind. Daher ist das häufige Erwachen von Babys nicht pathologisch und ändert sich auch fast nie, durch Brei Gabe oä. am Abend.

Wer stillt muss für zwei essen.

Stillende Mütter benötigen etwa 200-500 kcal mehr am Tag als normal.
„Für zwei“ zu essen ist also grundsätzlich nicht nötig.
Da viele sowieso mehr essen, als sie im Normalfall bräuchten, müssen die meisten an ihren Essgewohnheiten nichts ändern.

Wer stillt, kann/darf keine Medikamente nehmen.

Stimmt nicht. Es gibt eine Vielzahl an Medikamenten (sogar Antibiosen, Nakose- und Schmerzmittel), die auch in der Stillzeit eingenommen werden dürfen.
Am besten ihr befragt hierzu euren Arzt UND embryotox.de . (Leider haben noch nicht alle Ärzte in dem Bereich ausreichendes Wissen)

Bei zu wenig Milch helfen Bier und Stilltee.

Grundsätzlich ist auf eine ausreichende Zufuhr an Flüssigkeit und Nährstoffen zu achten, darüber hinaus haben aber weder Bier noch Stilltee eine Milchbildende Wirkung.
Einzig Bockshornklee, hat nachweislich eine milch steigernde Wirkung. Dieser ist aber in nur 2 Stilltee Sorten überhaupt enthalten. Und da dann in zu geringer Konzentration.

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Auf meinem Blog habe ich bereits einige Themen zum Stillen aufgegriffen.
Ich erkläre, ob und wie viel Alkohol in der Stillzeit konsumiert werden darf ( klick hier). Ob Raucherinnen lieber die Flasche geben sollten (klick hier). Ob es bedenkenlos möglich ist, in einer erneuten Schwangerschaft weiter ( klick) oder sogar Tandem zu stillen (klick). Und zu guter Letzt gebe ich einen Impuls, wie das nächtliche Abstillen, sanft bei über 1 Jährigen Kindern gelingen kann (klick hier).

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