Ein zweites Kind ist unterwegs
Familie, Schwangerschaft

Das zweite Kind kommt – Vorbereitung für Geschwister im Kleinkindalter

Mein Kind wächst Bedürfnisorientiert auf und ein Geschwisterchen ist auf dem Weg. Wie bereite ich mein Kind darauf vor, dass es künftig ein weiteres Familienmitglied geben wird? Wie mache ich verständlich, dass ich vielleicht nicht mehr alles so kann wie vor der Schwangerschaft und was kann mein Kleinkind eigentlich schon verstehen? Viele Fragen um das Thema Geschwisterkind. Und im folgenden unser Weg.

Ein zweites Kind ist unterwegs

Was versteht mein Kleinkind schon ?

Für die meisten Kleinkinder ist die Vorstellung, dass da ein Baby im Bauch ist noch ziemlich abstrakt. Ich mein, wer kann Ihnen das verübeln, es ist ja schon für uns selbst kaum vorstellbar welche Wunder unser Körper da vollbringt. Daher ist da erstmal recht wenig Verständnis. Meist merken die kleinen mit wachsendem Bauch dann aber doch, dass sich da was bei Mama verändert.

Uns hat der Sonoline, den ich eigentlich für meine Beruhigung in Benutzung hatte, zu etwas Verständnis verholfen. Ich habe erklärt, dass wir damit das Baby hören können und der Bär konnte so den Herztönen lauschen. Er konnte so etwas in Mamas Bauch hören, was Baby genannt wird. Spannend, auch wenn wohl die genau Vorstellung zu diesem etwas  völlig fehlt. So haben wir eine erste Art der Verbindung geschaffen, wenn man das überhaupt so nennen kann. Alternativ geht das wohl auch mit dem Ultraschall. Da die Praxis dem Bären aber einfach zu langweilig ist, war das für uns nie wirklich eine Option. Für Kinder ab etwa 3 stelle ich mir das wirklich  gut vor, so das Baby schon mal sehen zu können.

Spannend – oder beängstigend wird es dann wohl, sobald die kleinen das Baby auch von außen spüren. Wie die Kinder darauf reagieren ist genau so individuell wie jedes Kind es eben ist.

 

Eine Puppe als Hilfestellung

Seit dem das Thema Baby hier aktuell ist und auch imme wieder kommuniziert wird, besteht  seitens des Bären ein gesteigertes Interesse an Puppen. Diese sollten aber möglichst so aussehen, wie er echte Babys kennt. Denn hier wird zwischen Puppe (Krümel) und Baby (Tragepuppe) klar differenziert.

Er möchte sich nun also immer um ein (das) Baby kümmern. Trägt die Puppe durch die Gegend, hatte sie schon im Tragetuch, teilt sein Spielzeug und gibt ihr trinken aus dem Becher. Mit der Puppe können wir als Eltern auch zeigen was später wie mit dem Baby gemacht wird, wickeln, stillen, tragen. Und natürlich kann das Kind hier mit einbezogen werden. So läuft es eventuell darauf hinaus, dass später auch Baby und Puppe parallel gewickelt werden. Oder der große Bruder/die große Schwester haben beim helfen vom wickeln des echten Babys dann schon mal etwas Übung.

Was das Geschwisterchen mit dem Babybauch mache kann

 

Rücksicht – oder Mama kann nicht mehr so wie vor der Schwangerschaft.

Das wohl schwerste für Kinder ist das Verständnis, dass manche Dinge nicht mehr wie gewohnt ablaufen (können). Die ein oder andere Mama darf aufgrund von Blutungen oä. nicht mehr heben/tragen. Viele leiden unter Übelkeit, Müdigkeit und Kreislauf Problemen oder sind schlicht schneller erschöpft.

Damit das vorhandene Kind die Schwangerschaft und das Geschwisterchen nicht gleich negativ verknüpft, ist es an dieser Stelle meiner Meinung nach besonderes wichtig einen Mittelweg zu finden. Bedürfnisse sind für alle da, das gilt gerade auch für Schwangere. Natürlich soll und muss es Pausen geben. Und es sollte  auf Unwohlsein Rücksicht genommen werden. Dennoch ist es wichtig, dabei nicht das Kind zu vergessen und in eine “nur ich” Haltung zu verfallen. Es ist wichtig weiter auch die Bedürfnisse der anderen (übrigens z.b auch die des Mannes) zu sehen und zu kommunizieren. Für fast alles lassen sich Lösungen finden.

Heben nicht mehr möglich? – Okay dann setz dich eben zu deinem Kind runter und nimm es dort auf den Schoß.

Trage verbot? Das ein oder andere mal kann Papa sicher tragen. Und sonst findet ihr vielleicht eine tolle Alternative für euch zwei? Face to Face Schieben, das Dreirad oder Laufrad?

Zum gemeinsamen Spielen kann auch prima gemeinsam auf dem Sofa oder Bett gelegen werden. – Spielplatz ok, aber Mama darf auf die Bank in den Schatten und das Kind spielt allein/mit den anderen Kindern dort.

Und wenn mal gar nichts (mehr) geht? -Dann gibt es neben Papa doch sicher Oma und Opa, Freunde oder eine nette Nachbarin, die mal für etwas Entlastung und gleichzeitig Action für das Kind sorgen können. Und ja, ich halte es für legitim sonst auch mal eine Kindgerechte App oder YouTube mit der Lieblingssendung zu nutzen. Wichtig hierbei ist, nicht die Relation zu verlieren und das Kind der Einfachheit halber nur noch vor Digitalen Medien zu parken und dabei jegliche Beziehung zu vernachlässigen.

 

Bei uns ist oft wildes toben ein Problem, da wird auch mal wirklich unangenehm auf den Bauch geplumpst oder sich darauf abgestützt. Für ein Kleinkind ist einfach nicht klar, dass dies im Zweifel schädlich für das Baby sein kann. Daher ist es unsere Aufgabe uns selbst da zu schützen. Natürlich dürfen wir erklären, dass der Babybauch vorsichtig behandelt werden muss und streicheln oder eincremen da eine tolle Sache ist. Aber es kann nicht die Verantwortung unseres Kleinkindes sein wirklich auf den Schutz des Bauches zu achten. Dies ist einzig unsere Aufgabe. Wenn das mal nicht so gut gelingt dürfen wir sauer sein, auf uns selbst. Nicht auf unser Kind.

 

Was wir bewusst vermeiden.

Auch das gehört für mich  die Kategorie vorbereiten. Denn nicht nur Dinge die wir tun, sondern auch solche die wir nicht tun haben ihre Auswirkungen.

Jeder von uns kennt sie sicher, diese netten Aussagen, die wohl vorbereiten sollen aber letztlich wie eine Drohung klingen.

wenn das Baby da ist, musst du dein Spielzeug aber teilen

oder

wenn das Baby da ist, kann Mama dich nicht mehr so viel tragen

sind solche Beispiele. Wir selbst nutzen solche Sätze gar nicht und auch wenn sie von der Familie eingebracht werden, wende ich mich bewusst dem Bären zu und erkläre, dass ich z.b beide tragen kann oder das Baby eigenes Spielzeug bekommt. Mir ist wichtig, dass das neue Familienmitglied nicht als Konkurrenz gesehen wird. Denn das führt häufig zu Ablehnung und Eifersucht. Ein weiterer Mensch in der Familie bedeutet zwar mehr Bedürfnisse die es zu berücksichtigen gilt, aber  nicht, dass die einzelnen Bedürfnisse weniger wichtig sind.

 

 

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Weiter stillen trotz erneuter Schwangerschaft.

“Was du stillst immer noch? Und das funktioniert? “

Weiter stillen beim Kinderwunsch ist ja schon oft ein heiß diskutiertes Thema. Das ganze ist aber noch steigerungsfähig wenn man dann wirklich wieder schwanger ist und tatsächlich immer noch stillt. Spätestens jetzt werden Stimmen laut, dass ein Abstillen nun aber wirkich nötig wäre. Es sind einfach noch viele Vorurteile und Gerüchte um das Stillen während einer Schwangerschaft in den Köpfen. Und das leider nicht nur bei Laien, sondern auch bei dem ein oder anderen Frauenarzt.

Vorteile beim weiter stillen trotz Schwangerschaft

Die Gerüchte rund ums Stillen und schwanger werden/sein

Schwanger werden trotz Stillen

Stillen und schwanger werden gilt noch immer für viele als unmöglich oder zumindest unwahrscheinlich. Aber warum ist das so? – Es ist richtig, dass Stillen die Hormonlage beeinflusst. Und bei regelmäßigen Stillabständen von Tag wie Nacht maximal 3 Stunden bleibt dadurch auch bei vielen (nicht allen!) Frauen dadurch die Regelblutung und der Eisprung aus. ( Bei mir war vor allem das nächtliche Stillen der Grund für den ausbleibenden Zyklus. Und das letztlich dann der Grund warum ich nachts abgestillt habe.) Das ist also korrekt. ABER, grade wenn Kinder in größeren Abständen stillen, kommt es oft wieder zu einem regelmäßigen oder unregelmäßigen Zyklen. Und somit zu der Möglichkeit wieder schwanger zu werden. Die Wahrscheinlichkeit, das bei einem Eisprung und ungeschütztem Geschlechtsverkehr zu der Zeit eine Schwangerschaft entsteht ist gleich groß, egal ob noch gestillt wird oder nicht. In dieser direkten Form hat das Stillen also absolut keinen Einfluss.

Schwanger sein und Stillen

Top aktuell ist auch noch immer der Irrglaube, dass Stillen während der Schwangerschaft zu einer Fehlgeburt führt. Auch diese Annahme hatt natürlich, wie wohl jedes Gerücht ihren wahren Kern. Denn Stillen führt zu einer vermehrten Oxytocin Ausschüttung. Dies ist ein körpereigenes Hormon, was wiederum Kontraktionen hervorrufen kann. Dennoch stimmt die Theorie mit den Fehlgeburten nicht. Die Kontaktionen sind sehr she leicht, in den meisten Fällen kaum merklich und sogar geringer als solche, mit denen die Gebärmutter bei einem Orgasmus reagiert. Einer normalen, intakten Schwangerschaft kann dies nichts anhaben. Bei Vorzeitigen Wehen oder Gebärmutterhals Verkürzung/Öffnung kann sich dies allerdings ändern, weshalb dann eine Rücksprache mit Ärzten/Hebamme nötig oder zumindest anzuraten ist.

Tandem stillen

„Aber dann trinkt der Große dem Baby doch alles weg“

Nein. Die Milchproduktion basiert bei Frauen auf dem System von Nachfrage und Angebot. Daher ist auch das Stillen von zwei Kindern kein grundsätzliches Problem. Viel mehr ist es sogar so, dass durch Rezeptoren an der Brustwarze die Brust eine Milch produziert die in Zusammensetzung und Antikörpern genau dem Bedarf des trinkenden Kindes angepasst ist. Hat also jedes Kind seine „eigene“ Brust an der es immer trink, kann es sogar sein, das die jeweils produzierte Milch sich in der Farbe sichtbar unterscheidet, weil die Bedürfnisse verschieden sind. Auch die Angst, dass das ältere Kind das so wichtige Kolostrum weg trinkt ist unbegründet. Denn dies wird nicht in  einer bestimmten Menge, sondern für eine bestimmte Zeit gebildet. Somit bekommt auch das Baby genug. – Dennoch ist es an uns die Balance zu wahren und klar zu machen: Das Baby geht immer vor wenn es ums Stillen geht. Denn dies ist die einzige Nahrung für das kleine Bündel Mensch.

Handbuch der stillenden Mutter.

Tatsächliche Probleme die auftreten können

Neben den oben erwähnten Problemen von ausbleibendem Eisprung bis zur Begünstigung von Wehen, wenn eine Neigung vorhanden ist, gibt es weitere „Stolpersteine“ die auftreten können. Durch die Schwangerschaft verändert sich die Hormonlage im mütterlichen Körper. Das wiederum kann den Geschmack der Milch beeinflussen. Wie Kinder darauf reagieren ist sehr individuell und reicht von keiner Reaktion über Kommentare wie „bäh“ bis hin zum freiwilligen Abstillen.

Ebenso kann sich durch die gleiche Ursache die Milchmenge drastisch verringern oder gar ganz versiegen. Bei vielen Frauen geschieht dies ab der Zeit nach der 12. Woche. Und kann auch von keiner Reaktion bis hin zum Abstellen alles Mögliche beim großen Stillkind hervorrufen. Meine Erfahrung ist, dass vor allem Kinder die einen Schnuller haben sich dann abstillen, denn trocken nuckeln geht ja auch mit dem Nucki.

Mit Beginn der Schwangerschaft oder ab dem Versiegen der Milch kann das Stillen für Mama unangenehmer werden als bisher. Manche merken es kaum, oder können es zumindest gut aushalten. Für andere ist es so unangenehm, dass die Mütter entscheiden ab zu stillen.

 

Vorteile vom weiter stillen und späterem Tandemstillen

Obwohl wir inzwischen trocken stillen (also ohne Milch). Und das zeitweise auch wirklich unangenehm ist, habe ich entschieden weiter zu stillen. Natürlich war das nicht miene alleinige Entscheidung, denn auch der Bär stillt noch immer gern, wenn auch deutlich weniger.  Weiter stillen, tja aber warum eigentlich?

Die Antwort ist relativ naheliegend und vielfältig. Zum einen merken Kinder natürlich, dass sich durch eine Schwangerschaft vieles verändert. Allein hierbei kann Stillen enorm bei der Bewältigung helfen. Aber auch liebgewonnene Rituale wie das Stillen zum einschlafen sind wohl für beide Seiten nicht leicht auf zu geben. Letztlich sind es aber auch Gründe für das Tandemstillen, die durch die vielleicht etwas beschwerliche Zeit des Stillens in der Schwangerschaft tragen. Denn hier überwiegen die Vorteile enorm, wie ich finde. Zum einen kann das große Stillkind beim Milcheinschuss prima die überflüssige Milch weg trinken. Ade ihr schmerzend Atombrüste. Zum anderen, und was noch viel wichtiger wiegt, wird die Gefahr der Eifersucht deutlich minimiert. Natürlich müssen Mama und Papa nun zwangsläufig geteilt werden. Aber es gilt das gleiche Recht für beide Kinder, tragen, stillen, Familienbetten. Das „neue“ Baby darf nicht plötzlich Dinge, die der große nicht (mehr) darf. Das Gefühl des ersetzt werdens gibt es nicht, denn es kommt nur jemand hinzu. Und ganz ehrlich, wenn ich daran denke, dass ich am Abend zwei Kinder einschlaf begleiten werde, was bitte da einfacher als beide in den Schlaf zu stillen?!

 

 

 

 

 

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Bullshit. Sage ich. Das einzige, was zu dieser Vernachlässigung, dieser Selbstaufgabe führt ist der der „Erfolgsdruck“. Es ist so. Sobald wir unsere eigenen Bedürfnisse achten und uns um uns selbst kümmern, haben wir ein schlechtes Gewissen. Sich eine Auszeit zu gönnen, sich Gutes zu tun, dass ist in unseren Köpfen zu wenig Leistungsorientiert. SO können wir unseren Kindern nicht das Beste geben, denn wir sind ja nicht da, oder kümmern uns nicht ausreichend. Und so bekommen wir das Gefühl es geht nur eins… sich selbst achten und pflegen, oder eben dsd Beste für das Kind geben. So gerät das Leben in Schieflage und wir entfernen uns immer mehr von dem Gefühl glücklich zu sein, in dem wir uns immer mehr selbst aufgeben.

 

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Um das Beste für unsere Kinder geben zu können, müssen wir aber eben vor allem eins sein. Glücklich und ausgeglichen. Alles andere führt zu nichts. Zumindest zu nichts Gutem. Mit der Ausgebranntheit liegen die Nerven blank. Wir reagieren gereizt, auf Kleinigkeiten. Mit der Ausgebranntheit kommt die Gefühlskälte. „Ist mir doch egal“, oder „Mach doch was du willst“ sind in etwa so weit von bedürfnisorientierter Begleitung entfernt, wie sein Sonne vom Mond. Es ist eben nicht Laisser-faire , es ist eben nicht egal. Die Beziehung ist das Band, was unser Miteinander trägt und wir sollte es nicht kappen.

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Viele Wege führen nach Rom … und zum Glück.

Mütter, oder besser Eltern sind auch Menschen. Und die sind bekanntlich verschieden. Es ist absolut individuell wie viel „me-Time“ nötig ist um ausgeglichen zu sein.  Während einer unbedingt wieder zurück in den Job möchte und dafür die Nachmittage mit Kind dann hoch qualitativ nutzt, reicht anderen ein Abend in der Woche, wo der Partner die Kinder ins Bett bringt.

Egal welches euer Weg ist, solange er für alle Begeiligten passt und ihr glücklich damit seid, ist er gut und richtig.

Niemand MUSS 24/7 mit dem Kind zusammen sein um eine gute Mutter zu sein. Gleichzeitig ist sind Bedürfnisse ab zu wägen. Was erlaubt grade noch etwas Aufschub, was muss sofort gestillt werden. Die Bedürfnisse von Babys dulden in der Regel wenig bis keinen Aufschub. Aber auch hier können durch Hilfe von Papa und anderen Bezugspersonen kleine Auszeiten geschaffen werden.

Je älter die Kinder werden, desto öfter können auch die eigenen Bedürfnisse wieder Vorrang haben. Natürlich so, dass weiter in Beziehung gegangen und Kommuniziert wird.

Alles hat seine Zeit.

 

Und wenn der Karren an die Wand gefahren ist?

Wenn wir dann doch mal uns vergessen und in der Konsequenz das Kind schlecht behandelt haben? – Dann hilft weder Selbstmitleid, noch das verharmlosen oder rechtfertigen. Und auch die Selbstbestrafung , in die wir doch all zu gern fallen (auch dadurch würden wir geprägt) ist eher destruktiv. Dann hilft nur die Ehrlichkeit sich selbst und dem Kind.

Hey das war echt nicht in Ordnung von mir, es tut mir leid.

Vorleben, dass auch mal was in die Hose geht und Entschuldigungen keine Schande sein. Und so dann schwups, doch schon wieder das Beste fürs Kind und seine Zukunft  geben.

Baby-/Kleinkindtragen, Familie

Babytragen: Warum ich mein Baby getragen habe und du das auch tun solltest

Das Tragen eines Babys hat nur Vorteile für Eltern und Kind. Die Vorteile sind vielfältig und vor allem logisch. Babytragen ist nicht neu, sondern eigentlich so alt wie die Menschheit. Wie auch Affen zum Beispiel sind Menschen Babys nämlich Traglinge. Uns fehlt heute nur das Fell zum festklammern.

Das Tragen des Babys birgt Vorteile für Eltern und Kind

Aber was ist der Unterschied zwischen Nesthockern, Nestflüchtern und Traglingen?

Während Nesthocker Blind, Taub und teilweise sogar nackt auf die Welt kommen, uns einfach ohne einen Muks in ihrem Nest ausharren, bis die Eltern wieder kommen. Und Nestflüchter voll ausgestattet und fertig zum los laufen auf die Welt kommen sind Traglinge das genaue Mittelding. Wach, mit gehört und der Möglichkeit zu sehen und vor allem zu weinen kommen sie auf die Welt. Aber nicht in der Lage sich selbstständig zu bewegen. Die Mutter ist Nahrungsquelle und Sicherheit für den kleinen Tragling. Der Rundrücken und die angehockten gespreizten Beine sind physiologisch. In dieser Position kann die noch nicht ausgereifte Hüfte sich optimal entwickeln.

Während unsere Babys also schon vom Urinstinkt her auf uns und unsere Nähe angewiesen sind, auch schon aus dem Grund, dass sie aufgrund der Mütterlichen Anatomischen Voraussetzung quasi unreif geboren werden, ist unser Alltag so gar nicht tauglich, ständig ein Baby im Arm zu tragen. Wie bereits erwähnt fehlen uns inzwischen die Möglichkeiten, dass sich das Baby einfach ins Fell Krallen kann, und unsere Arme und Hände benötigen wir im Alltag einfach für andere Dinge. Egal ob es ein älteres Geschwisterkind, der Haushalt oder Essen und Trinken ist.

 

Tragetuch und Tragehilfe, unsere Retter in der Not

Sicherlich gibt es auch das ein oder andere Baby, was sich problemlos ablegen lässt. Die Mehrheit der Kinder tut dies aber, aus purem Überlebenswillen nicht. Ablegen, alleine sein bedeutet Gefahr und wird daher nicht (gern) akzeptiert. Statt Fell haben wir, uns das nicht erst seit gestern, nun die Möglichkeit uns mit Tragetüchern und Tragehilfen den Alltag zu erleichtern. In diese Hilfsmittel setzen wir nun unser Baby, und ja das ist direkt ab der Geburt möglich, haben die Hände frei und sind trotz des Tragens und der Bedürfnisserfüllung unserer Kleinen flexibel.

Der Markt ist inzwischen voll mit Möglichkeiten unsere Babys am Körper zu tragen. Zwischen elastischen und gewebten Tüchern, Mei tai, Full Buckle und co verliert man als Laie gern mal die Übersicht. Daher gibt es dankbarer weise inzwischen in Nähe zu jeder Kleinstadt Trageberaterinnen und ja, sogar einige Trageberater. Diese Menschen besitzen ein Repartoire an verschiedenen Tragen und Tragetüchern, zeigen wie das Baby ergonomisch und gesund erhaltend getragen wird und helfen euch die richtige Trage zu finden, oder das Binden eines Tragetuchs zu erlernen. Das ganze ist nicht besonders teuer, aber definitiv jeden Cent wert, denn es erspart den meisten Eltern kostenintensive Fehlkäufe.

 

Vorteile Tragens für das Baby

Das Baby ist beim Tragen nah an die Mama (oder eine andere Tragende Person) gekuschelt. Es ist recht eng eingepackt und wird so an die Enge und Sicherheit im Mutterleib erinnert. Auch die Sanften Bewegungen des Tragenden bekommt das Kind mit und fühlt sich so sicher und geborgen. Die Bewegung ist eine optimale Schlafbrücke, schon für die ganz kleinen. Außerdem sind Herzschlag und Atmung für das getragene Baby gut hörbar und erinnern an die Geräusche die es aus dem Bauch kennt.

Babys die viel getragen werden haben fast nie die Problematik eines (zu) Platten Hinterkopfes. Die Bein- und Rückenhaltung gibt Hüfte und Wirbelsäule die Zeit und Möglichkeit sich optimal zu entwickeln. Außerdem hilft die Begrenzung durch Tragehilfe und Körper dem Baby sich selbst besser zu spüren und den eigenen Körper wahrzunehmen.

Das Tragen von Babys sollte normal sein, denn es absolut physiologisch.

Vorteile des Tragens für die Eltern

Durch das Tragen und die damit verbundene Nähe zum Kind wird das Bonding optimal unterstützt. Das ist auch ein Grund, warum meiner Meinung nach viel mehr Väter tragen sollten. Während die Mütter meist im Wochenbett sehr ausgiebig mit den Babys kuscheln, bleibt dies für die Papas oft auf der Strecke. Tragen ist da eine wundervolle Möglichkeit gleichzeitig die Mama mal zu entlasten und selbst die Bindung zum Kind zu stärken.

Aber auch für Mama ist Tragen mehr als nur praktisch. So regt das Kuscheln und die enge Verbindung zum Beispiel sogar die Milchbildung an. Und auch die Rückenmuskulatur wird gestärkt und baut sich mit steigendem Gewicht des Babys immer mehr auf. Selbst dezentes Stillen, während das Kind in Tragetuch oder Tragehilfe sitzt ist kein Problem.

Wer auch immer trägt hat sein Trainingsgewicht gleich mit dabei, und so purzeln übrig gebliebene Schwangerschaftspfunde oft wie von Zauberhand. Allerdings sollten vor allem Frauen darauf achten, ab einem gewissen Gewicht lieber auf dem Rücken zu tragen. Dem Beckenboden zu liebe.

 

Babytragen im Alltag

Egal ob Geschwisterkind, Hund oder Katze, ein getragenes Baby ist vor allen Möglichen Angriffen geschützt. Grade am Anfang, wo die Babys beim Tragen noch besonders viel schlafen kommen ältere Geschwister auf ihre Kosten. Mama hat die Hände frei und von Gemeinsamem Spielen, über Spaziergänge bis zum Spielplatz Besuch oder Buch vorlesen ist quasi alles möglich.

Kochen, Putzen, mit dem Hund durch Feld oder Wald laufen, ist alles kein Problem. Sogar Strandspaziergänge sind so ohne stecken bleiben möglich. Das Baby immer ganz nah am Körper.

 

Sport mit Baby

Auch wieder aktiv werden ist mit getragenem Baby kein Problem. Von Walken über Muskelaufbau bis hin zum Tanzen mit Baby sind die Angebote vielfältig, so dass sicher für jeden was dabei ist. Oft gibt es sogar Angebote für Zwillingsmütter, das eine zweite Tragende Person (egal ob Papa, Oma oder Tante) kostenlos mit kommen darf. Und einige Krankenkassen unterstützen die Teilnahme an Kursen sogar finanziell. Nachfragen lohnt sich also.

 

Ihr seht, Babytragen ist vielfältig und birgt eine menge Vorteile für Eltern und Kind. Darum habe ich mein Baby getragen, werde auch das nächste tragen und möchte jedem nur empfehlen es auch zu probieren.

Rezepte

Rezept: Kürbissuppe (vegan)

Kürbis, eines der Dinge die wir selbst im Garten anbauen. Kürbis lässt sich gut und lange lagern und außerdem vielfältig verarbeiten. Egal ob als Ofengemüse, auf dem Flammkuchen oder als Suppe. Kürbis kommt hier immer gut an. Heute möchte ich also mein Rezept für Kürbissuppe mit euch teilen. Und hey, es ist sogar vegan. Los geht’s!

Zutaten

  • 1 Hokkaido (entkernt etwa 600g)
  • 1 Kartoffel
  • 1 Zwiebel
  • 400g Möhren
  • 1,5 cm Ingwer
  • 1 EL Kokosöl
  • 800ml Gemüsebrühe
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1 Bio Zitrone

Vegane Kürbissuppe

Zubereitung

Der Hokkaido wird abgewaschen, halbiert, entkernt. Möhren, Ingwer, Kartoffel und Zwiebel Schälen. Alles Gemüse in Würfel schneiden.

Im Topf das Kokosöl erhitzen und das Gemüse kurz darin anbraten. Anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen und 20-30 Minuten bei geschlossenem Deckel weich kochen.

Den Topf vom Herd nehmen und alles fein Pürieren. Anschließend die Kokosmilch unter mischen. Etwas Zitronenschale abreiben, mit in die Suppe geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles noch mal auf die gewünschte Temperatur erhitzen.

Das ist sogar der kleine Bär liebend gern. Und es ist die perfekte Suppe in der kalten Jahreszeit.

Vegane Kürbissuppe

So wird’s nie langweilig…

+ Etwas fein gewürfelter Ingwer mit am Tisch ist prima für alle die es etwas schärfer mögen.

+ Kürbiskernöl zum Servieren mit auf die Suppe geben rundet das Gericht prima ab.

+ Für Korianderliebhaber – einfach fein gehackt mit in die Suppe geben. Das passt perfekt.

+ Noch Brot übrig? Schnell würfeln und mit etwas Knoblauch in der Pfanne zu Croutons rösten. Perfekt als Einlage.

+ Zu wenig extravagant und vegan ist eh nicht nötig? – Dann lasst beim letzten erhitzen Garnelen als Einlage in der Suppe mit gar ziehen.

Kürbissuppe mit Kokosmilch und Ingwer
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Mehr Rezepte findest du hier!