Erfahrungsberichte

Bis heute fühle ich mich nicht gut genug!

Die Rabenmutti berichtet offen, ehrlich und authentisch über die erlebte Gewalt in ihrer Kindheit. „Bis heute fühle ich mich nicht gut genug“ sagt sie selbst über die Folgen und Auswirkung.

Vor Kurzem hat irgendein Promi zugegeben das eigene Kind zu schlagen. Der Fall sorgte für große Wellen im Netz, sodass sogar das Radio fragt, ob es in Ordnung sei, Kindern einen Klaps zu geben. Als ich das las, habe ich mich gefragt, was mit den Menschen nicht stimmt. Sie hätten ebenso fragen können: Ist es in Ordnung Hundewelpen mit einer Rasierklinge den Hals aufzuschneiden. Jeder normale denkende Mensch würde sofort „Nein!“ rufen. Andernfalls ist er ein Psychopath. Das Gleiche gilt für die Klaps-Frage. SO dachte ich jedenfalls.

Allerdings sollten mich die sozialen Medien eins besseren belehren: „Mir hat´s ja auch nicht geschadet“ klang es da aus allen Ecken. Schlimmer: Manche Eltern gaben zu, just in diesem Moment Gewalt angewandt zu haben. Sie haben damit geprahlt. Waren stolz! Stolz darauf, einem Schutzbefohlenen Wesen, aufgrund ihrer körperlichen Fähigkeit Einhalt geboten zu haben. Das ist in etwa so geil, wie ein Babykätzchen gegen die Wand zu schmeißen, weil es in die Ecke gepinkelt hat. Kann man aufgrund der körperlichen Überlegenheit machen, ist aber Scheiße.

Angst, Druck, Selbstzweifel ein Leben lang

Ich bin eines dieser Kinder, dass geschlagen wurde: Mit der Hand, dem Gürtel, dem Hausschuh, dem Kochlöffel. Zu spät nach Hause gekommen? Geschlagen. Wiederworte gegeben? Geschlagen. Immer, wenn meine Mutter nicht weiter wusste, gab es Schläge. Wenn die Argumente ausgingen, wenn sie schwach und hilflos war.

Ich erinnere mich an Situationen, da kam ich glücklich nach Hause, voller Vorfreude, einer inneren Wärme. Dann sah ich ihren vorwurfsvollen Blick und bekam plötzlich große Angst. Mir war klar, dass es wieder Schläge geben würde. Mein Körper fing an zu zittern, mir wurde eiskalt ein Schwindel überkam mich. Kalter Schweiß bildete sich auf meiner Stirn. Der Puls stieg ins Unermessliche. – Jeder Schlag brannte sich in meine Haut.

Haben die Schläge mich davon abgehalten Verbotenes zu tun? Die Welt auf meine Art zu erkunden? Oder einfach nur die Zeit zu vergessen? Nein. Sie haben mich aber gelehrt zu funktionieren, wenn meine Mutter es wollte. Mich zu bemühen in ihren Augen alles richtig zu machen. Es baute einen enormen Druck auf mich auf! Ein Druck der mich zwang, entgegen meines Naturell zu handeln, mich zu verstellen und mich selbst als Menschen zu verlieren.

 

Ich verstehe die Motivation

Sie war Alleinerziehende. Hatte kaum Unterstützung. Heute verstehe ich ihre Motivation – kann sie aber keinesfalls gutheißen. Als Kind verstand ich nichts. Ich weiß nur, dass ich mich schlecht fühlte. Ich war ein schlechtes Kind. Manchmal, wollte ich wegrennen. Zu meinem Vater ziehen, der uns nie schlug. Manchmal, da wollte ich nicht mehr leben. Ich fühlte mich nicht gut genug, um zu leben. Dieses Gefühl ist tief in mir verankert. Bis heute fühle ich mich NICHT GUT GENUG.

Meine Mutter hat sich nicht einmal für die Gewalt entschuldigt. Nicht einmal erklärt, wie es dazu kam. Ja, auch ich schreie Mal. Auch in mir entsteht der Impuls zuzuschlagen. Natürlich triggern mich manche Situationen und mein inneres Kind schreit laut um Hilfe. Schlägt wild um sich. Aber ich versuche diese Impulse zu unterdrücken oder im Ernstfall zu erklären, dass ich gerade richtig falsch gehandelt habe. Dass es nicht in Ordnung war. Dass ICH hier das Problem bin und nicht mein Kind.

Mein Kind soll niemals denken, es sei nicht gut genug. Es soll niemals denken, es wird nicht geliebt. So habe ich mich jahrelang gefühlt. Ungeliebt, allein, nicht gut genug.
Ich habe jahrelang funktioniert, nicht gelebt

Weitergemacht habe ich nur in Rolle der großen Schwester. Erst habe ich meinen 15 Monate jüngeren Bruder beschützt. Später nahm ich die Ersatzmutter-Rolle für die Nachzügler ein. Immer als Beschützerin. Bis ich nicht mehr konnte und aufgrund körperlicher und emotionaler Gewalt mit 15 ausgezogen bin. Zum Selbstschutz. Weil ich das erste Mal in meinem Leben spürbar geliebt wurde und mein Leben sich anfühlte, als sei es doch etwas wert.

Dennoch hat sich das Gefühl wertlos zu sein, bis heute gehalten. Trotz Abitur, dachte ich, ich sei dumm und zu nichts zu gebrauchen. Im Studium habe ich trotz guter Noten an mir gezweifelt, immer das Haar in der Suppe gesucht. In der Beziehung habe ich Fehler gesucht und verursacht – nur, um mir selbst zu beweisen, dass ich schlecht bin. Nicht gut genug. Für Liebe, geliebt zu werden.

 

Außen hui, Innen pfui

Seht ihr mich von außen, seht ihr eine junge Mutter, die ihre Kinder liebt. Ich werde meist als ruhig und gelassen beschrieben. Ich habe ein sehr gutes Studium, leiste hervorragende Arbeit und habe einen gutaussehenden, liebevollen Ehemann und Vater geheiratet. Von außen, da bin ich völlig normal. Da hat mir die Erziehung nicht geschadet. Von außen, denkt meine Mutter auch, sie habe gute Arbeit geleistet. „Aus mir sei etwas geworden“.

Aber im Inneren, da bin ich kaputt. Ich kämpfe jeden Tag. Jeden Tag wird es ein bisschen besser. Jeden Tag kann ich mich ein bisschen besser leiden, besser akzeptieren. Aber es gibt auch immer wieder Tage, da falle ich in das Loch zurück. Sobald ich getriggert werde, fühle ich mich wieder wertlos. Frage mich, ob es denn noch Sinn macht auf der Erde zu wandeln. Frage mich, ob mich jemand vermissen würde. Das sieht man von Außen alles nicht.

Bin ich jetzt schwach, weil ich meine Kindheit bis ins Hier und Jetzt k? Weil ich zweifle und versage? Nein! Ich bin stark, weil ich dagegen ankämpfe. Ich bin stark, weil ich andere Wege suche, Konflikte zu lösen. Ich bin stark, weil ich Impulse unterdrücke, in andere Bahnen leiten möchte. Ich bin stark, weil ich an mir selbst scheitere und neue Wege suche, aus dem Teufelskreis herauszukommen. Und ich bin stark, weil ich meinem Kind keine Gewalt antun möchte. Weil ich nach Wegen suche, mein Kind mit Liebe aufzuziehen.

 

Beweist wahre Stärke und hört auf zu Schlagen!

Allen Eltern, die sich gut damit fühlen, ihr Kind zu schlagen. Die sich stark fühlen, dass sie ihr Kind damit in die Schranken weißen, dass sie ihnen Gewalt antun möchte ich sagen: Ihr seid schwach. Schwach, die Gefühle eurer Kinder auszuhalten. Zu schwach, um zuzugeben, dass es zu viel ist.

Es ist keinesfalls schwach, zu sagen, dass man nicht mehr kann. Es ist nicht schwach sich Hilfe zu suchen oder Rat. Einfach zuzuschlagen, um die körperliche Kraft zu nutzen, das ist aber sehr wohl schwach! Es ist schwach, den Kindern zu signalisieren, dass Gewalt in Ordnung ist. Es ist NICHT in Ordnung. NIE! Auch ein „Klaps“ nicht. In dem Moment, indem ihr euren Kindern einen Klaps gebt, signalisiert ihr Schwäche, nicht Stärke.

Gegen Gewalt - Erfahrungsbericht

Erfahrungsberichte

In der rechten Szene konnte ich Gewalt ausüben, statt sie ab zu bekommen.

Herr W. berichtet, wie er durch die erlebte Gewalt vom Opfer zum Täter wurde. Gewalt ausüben, statt sie einstecken zu müssen. Auch mal der Starke sein. Heute lässt er sich stationär in einer Psychiatrie behandeln.

~Anmerkung: Ilch habe mich entschieden diese Geschichte zu teilen, weil auch das Folgen von selbst erfahrener Gewalt sein können. Dennoch bin ich er Überzeugung, dass jeder Mensch für sein Handeln selbst verantwortlich ist. ~

 

Hallo zusammen, meine Name ist M. und ich bin 40 Jahre alt. Ich bin wohl einer der wenigen Männer, die zugeben in der Kindheit seelische und körperliche Gewalt erlebt zu haben. Das Ergebnis habe ich heute in Form eines derzeitigen Aufenthalts in einer Psychiatrie und zwei Frauen, die in der Vergangenheit unter mir leiden mussten.

Mutter Alkoholikerin

Angefangen hat es, soweit ich mich erinnern kann schon mit sehr jungen Jahren. Meine Eltern trennten sich bereits als ich ca. 5-6 war. Dann fing das Leid schon an. Meine Mutter versank im Alkohol und wir Kinder mussten darunter leiden. Mein Bruder war deutlich jünger als ich und er hat dies alles anfangs nicht so mitbekommen. Leider landete er im Heim. Dafür hat es aber heute geschafft ein gutes Leben zu führen, mit Familie. Meine Mutter war im Dorf bekannt und so war es nie ein Problem mich los zuschicken als Kind. Mit einem Zettel in der Hand, um Bier an der nächsten Tankstelle zu holen. Ja damals ging das so einfach. Die ersten Schläge dauerten nicht viel länger. Die verschiedenen Freunde meiner Mutter mussten alle zeigen was sie für tolle Kerle waren und uns “erziehen”. Leider war ihre Methode meist verbale und zum Teil körperliche Gewalt. So war es auch kein Wunder das ich lernte mich ruhig zu verhalten und jeglichem Ärger aus dem Weg zu gehen. Dies machte sich auch in der Schule bemerkbar. Die Leistungen waren eher unterdurchschnittlich, aber ich mogelt mich so durch. Man gewöhnte sich an das kommen und gehen der Saufkumpane der Mutter und deren Stil meinen Bruder und mich zu “führen”.

Flucht mit 15

Bis 1991 lief es dann so weiter. Dann folgten die schlimmsten 2 Jahre meines Lebens. Meine Mutter lernte tatsächlich einen Typen kennen den sie geheiratet hat. Erst sehr viel später stellte sich heraus, welch ein Ars***** er war. Er war völlig Geld fixiert und brauchte uns nur als Geldmaschine, damit er sein Haus abzahlen konnte. Hier war Gewalt an der Tagesordnung und dieser Mensch hat meinem Bruder und mir gezeigt welche Stellung in der Familie wir haben. Seine 3 Kinder waren seine Engel und wir waren nichts. Es gab nahezu täglich Schläge weil wir nichts richtig machen konnten. Immer und überall waren wir Schuld. Ständig wurden wir erniedrigt. Anfang 1992 mit mittlerweile 15 Jahren reichte es mir dann. Ich habe allen Mut zusammen genommen und bin zu Fuß 30 Kilometer in völlig unbequemen Schuhen gelaufen um zu meinen Großeltern zu fliehen. Erst dann hörten gut 10 Jahre Gewalt auf.

Vom Opfer zum Täter

Die Folgen

Das Ergebnis dieser Zeit waren Essstörungen und ein nicht vorhandenes Selbstbewusstsein. Ich war an ducken und verstecken gewöhnt und habe mich aus allem rausgehalten wo es ging. Freunde hatte ich mir sehr wenige.

Springen wir ein paar Jahre weiter. Mittlerweile 19 Jahre und gewalttätig. In der rechten Szene fühlte man sich wohl und aufgenommen. Man konnte Gewalt ausüben anstatt zu bekommen. Damals war es das größte für mich. Mit 24 hatte ich keinerlei Kontakte mehr zu dieser Szene und ich lernte meine Frau kennen, mit der ich heute 3 Kinder habe. Ich denke man kann sich denken, das diese Ehe bereits seit vielen Jahren geschieden ist und meine 3 Kinder nichts mehr mit mir zu tun haben wollen. Nach der Trennung vor einigen Jahren fing das Dilemma an und ich wurde zudem was ich am meisten gehasst habe. Ein kranker bösartiger Mensch. Ich habe meine Exfrau bedroht und sie versucht mit allen möglichen Mitteln fertig zu machen. Ich erfand Geschichten und war psychisch krank. Die Akte vor Gericht ist mega dick und alles nur meinetwegen.

Gewalt gegen die eigene Freundin

Nun kommt es aber zu der Sache wo ich mich am Schluss noch zu erkläre. 2 neue Partnerinnen in den letzten 4 Jahren, die unter mir leiden mussten. Ich war herrisch, bestimmend und habe Macht ausgeübt. Es kam zu extremer verbaler / seelischer Gewalt und auch körperlich war ich ein Schwein was das betrifft.

Bei der ersten Partnerin blieb es beim festhalten und “drohen”. Diese Beziehung ging nach 2.5 Jahren zu Ende. Aber nicht das ihr nun denkt ich wäre fein raus. Nein ich habe Ihr noch die Schuld für alles gegeben und direkt einen Suizid Versuch gemacht, der Gott sei dank wegen eines morschen Astes nicht erfolgreich war. In der Klinik 2016 stellte man nur Depressionen fest und ich wurde mit Pillen versorgt. Anfang 2017 lernte ich meine zweite Partnerin kennen. Anfangs lief es sehr gut, aber Mitte 2017 (nachdem ich so dämlich war keine Pillen mehr zu nehmen) fing es an. Ich dachte ich hätte mich unter Kontrolle. Dies war aber nicht der Fall. Zerfressen von extremer Eifersucht und Verlust Angst wurde ich ein richtiges Schwein. Ich habe meine ehemalige Partnerin verbal und körperlich fertig gemacht wenn mir was nicht passte. Zu extremen Auswüchsen kam es 2x wo ich ihr weh getan habe. Beim ersten mal verzeihte sie es mir noch. Beim letzten mal nicht mehr. Ich habe ihr wehgetan und das werde ich mir selber niemals verzeihen…….

Es tut mir so leid

Nun sitze ich seit einigen Tagen freiwillig in einer psychiatrischen Klinik und muss mir mit starken Pillen und Therapien darüber klar werden das sowas nicht geht was ich getan habe. Während ich dies hier nieder schreibe gehen mir meine vergangenen Jahre durch den Kopf. Es ist nur ein sehr grober Ausschnitt von dem was ich erleben durfte und selber angestellt habe. Nach vielen Gesprächen mit Therapeuten und Psychiatern ist klar: Es lag an meinen Gewalterfahrungen in der Kindheit. Meine Diagnose: Störung der Impulskontrolle in Zusammenhang mit einer intermittierenden explosiven Störung, Verlustangst und krankhafter Eifersucht. Es bleibt jedem selbst überlassen das im Netz nachzuschauen.

Leider mussten viele Menschen bisher unter mir leiden. Aber ich stehe dazu und lasse mir nun helfen. Meine letzte Lebensgefährtin hatte mich noch angezeigt wegen häuslicher Gewalt. Ich warte noch auf das was da kommt aber ich muss sagen, das ich es nicht anders verdient habe. Ich bereue meine Taten zutiefst und schäme mich dafür. Und gerade sie war eigentlich das Beste was mir in meinem Leben je passiert war. Wenn du das mal eines Tages lesen solltest Oly, es tut mir sehr leid!

Gewalt in der Kindheit ist nicht gutzuheißen! Niemals, egal in welcher Form! Nehmt euren Kids zur Strafe im Zweifel das Handy weg (Das schadet nur eurer Beziehung zu Ihnen) aber packt sie nicht an oder macht sie verbal nieder. Man lernt nicht zu lieben sondern nur das zu zerstören was einen liebt. Man lernt nicht zu vertrauen sondern nur krankhaft eifersüchtig zu sein und zu besitzen.

Ich bin einer von vielen aber will nie wieder ein Täter sein! Bitte verurteilt mich nicht zu hart……..

Erfahrungsberichte

Kopfnüsse zur Strafe und immer der Gedanke ich bin schuld.

Von Frau K

Ich hätte bis vor kurzem nicht gedacht, dass ich diese Zeilen schreibe. Ich hatte eine liebevolle, eine behütete Kindheit. Mir fehlte an nichts. Ich stellte aber auch nichts in Frage. Bis ich selbst Mutter wurde und ich anfing mich mit meinem Partner darüber auszutauschen, wie wir gemeinsam mit unseren Kindern leben möchten und wie wir ihnen begegnen möchten. Wir erzählten uns von unseren Eltern und wie sie Dinge handhabten. Da rollte sie auf, eine Welle von Erinnerungen, zum Teil wage, aber auch sehr klare Bilder entstanden in meinem Kopf. Auch ich habe sie bekommen, diese „Klapse“ von denen aktuell gerade die Rede ist.

Kopfnüsse als Strafe für Tollpatschigkeit

Bei uns hießen sie „Kopfnüsse“ und bestanden aus einem Schlag mit der flachen Hand auf den Hinterkopf. Mal mehr, mal weniger stark. Meist in Situationen, in denen mir irgendetwas ungeschicktes passiert ist. Zum Beispiel eine Tasse runter geworfen oder ein gefüllter Suppenteller umgekippt. Ich habe dunkle Erinnerungen daran, wie ich mich in solchen Momenten schon vorher weggeduckt habe, in Erwartung eben dieser „Kopfnuss“. Daraufhin blieb der erwartete Schlag dann auch oft aus, wurde nur mit der Hand angedeutet.

Narben die von der Seele bis heute getragen werden.

Aus heutiger Sicht kann ich sagen: Ja, es hat mir geschadet. Mein inneres Kind (Stefanie Stahl, Das Kind in dir muss Heimat finden) hat den Glaubenssatz: „Ich bin tollpatschig, sowas passiert immer mir“ stark verinnerlicht, ich kokettiere vor anderen sogar selbst damit. Ich arbeitete bis heute daran. Aber ich bin auf einem guten Weg. In jeder ähnlichen Situation mit meinen Kindern (und die gibt es natürlich zuhauf), werde ich erinnert und erinnere ich mich selbst an diese Situationen. Liegt das Glas am Boden, atme ich ein, bleibe ruhig, sage mir „Es ist nur ein Glas.“ Und signalisiere meinen Kindern ebendas. Das Glas ist kaputt, ich muss jetzt die Scherben beseitigen, damit wir uns nicht wehtun. Meine Kinder sollen niemals das Gefühl entwickeln, dass sie etwas nicht richtig machen, ja sogar mich enttäuschen könnten. Denn dieses Gefühl hatte ich damals. Ich bin Schuld, immer passiert mir sowas Dummes. Ich habe diese Worte selten gehört, aber sie sehr stark gefühlt. Ausgelöst auch durch die Klapse nach solchen Situationen.

Ein „Klaps“ ist niemals eine Lapalie, wird nie jemanden stärker machen. Es bleibt Gewalt und Gewalt schadet.

Trauer
Das schlechte Gefühl bleibt. Unsere Kindheit prägt uns tief.