Ausgewogen ernähren in der Schwangerschaft
Familie, Schwangerschaft

Schwanger – warum die Ernährung nun besonders wichtig ist.

Babys holen sich was sie brauchen. Oder viel mehr, der Körper ist so “gepolt”, dass er automatisch alle wichtigen Nährstoffe für das Baby an dieses weiter leitet.
Das ist schon ganz schön schlau. Und trotzdem spielt die Ernährung in der Schwangerschaft eine entscheidende Rolle.
Denn auch wenn das Baby gut versorgt ist, kann es erhebliche Folgen haben, wenn die Mutter dann an einem Mangle leidet.
Oder es kommt vor, das so wenig von bestimmten Nährstoffen aufgenommen wird, dass schlicht nicht genug da ist um das Baby ausreichend damit zu versorgen.
Mit diesem Artikel möchte ich euch helfen, die passende gesunde Ernährung zu finden, damit ihr und euer Baby im Bauch ausreichend versorgt seid.

Essen in der Schwangerschaft

Wichtige Nährstoffe, für unser Baby – die passende Ernährung

Babys benötigen für ihr Wachstum und die Optimale Entwicklung bestimmte Nährstoffe und Mineralien.
Von diesen möchte ich nun einen kleinen Überblick schaffen und euch verraten, welche Nahrungsmittel hier besonders geeignet sind.

Nährstoffe denen wir weniger Aufmerksamkeit schenken müssen, da wir sie zumeist automatisch aufnehmen:

Chrom: Ein Nährstoff, von dem wir nur recht wenig am Tag benötigen. Zuständig ist es für die Regulation des Blutzuckers und den Eiweß Stoffwechsel.
Der wohl beste Lieferant für Chrom ist Erdnussbutter.
Da wir aber nur 30-100µg am Tag benötigen decken wir den Bedarf meist automatisch, denn Chrom ist in vielen Lebensmitteln enthalten.

Jod: Auch Jod gehört zu den Nährstoffen, die wir in der Regel ausreichend zu uns nehmen, sofern wir nicht nur Tütensuppe essen.
Jod findet sich in Speisesalz, Wasser, Milchprodukten und co, so sind die nötigen 230µg am Tag schnell erreicht.

Kalium: Ist vor allem für die Muskeln (An- und Entspannung) wichtig. Und unser Bedarf ist recht leicht zu decken.
Kartoffeln sind zum Beispiel ein guter Lieferant. mit 5 Kartoffeln am Tag ist unser Kaliumbedarf gedeckt.
Aber auch Rosinen, Pflaumen(-saft) und Aprikosen enthalten recht viel Kalium.

Vitamin A: Ist wichtig für das Zellwachstum und die Augen. Außerdem noch für die Herstellung von Blutkörperchen und das Immunsystem.
Der wohl bekannteste Vitamin A Lieferant sind Karotten, aber auch Kürbis. Paprika und Süßkartoffel liefern viel von diesem wichtigen Vitamin.
Mit einer ausgewogenen Ernährung ist der Bedarf von rund 1,1mg am Tag (entspricht einer mittleren Karotte) schnell gedeckt.

Vitamin B12: Ist zuständig für die Bildung der DNS und Nervenzellen.
Bei schwangeren besteht ein Bedarf von rund 3,5µg pro Tag.
Dies ist durch Hartkäse oder Rindersteak z.b gut zu decken. Problematisch wird es lediglich für veganer. Diese substituieren aber in der Regel B12 sowieso mit Präperaten.

Zink: Hilft unter anderem die Organe und das Sklett aus zu bilden.
10mg am Tag benötigen wir als schwangere, mit einem gutem Frühstücksmüsli oder etwas Fleisch wie z.b Schmorrfleisch oder Lamm lässt sich dieser Bedarf gut decken.

 

Nährstoffe denen wir mehr Aufmerksamkeit widmen sollten:

Kalzium: Die meisten wissen um die Bedeutung von Kalzium beim Knochenaufbau. Doch auch für das Herz-Kreislaufsystem ist es essentiell.
Sojamilch und Joghurt sind tolle Lieferanten für Kalzium. Aber auch Kuhmlich und getrocknete Feigen eignen sich für eine ausreichende Versorgung mit diesem Mineral.
Für die benötigten 1000mg am Tag ( wenn ihr nebenher noch stillt 1200mg) müsstet ihr etwa 1 Liter Sojamilch trinken. Zum Glück enthält aber auch grünes Gemüse, Mineralwasser, Brot und co Kalzium, was es leichter macht, die nötige Menge zu erreichen.

Biotin: Ist wichtig für die Haare und Nägel. Auch schon bei eurem Baby, denn diese entstehen schon im Mutterleib.
Biotin ist vor allem in Haferflocken enthalten, aber auch Blumenkohl und Eier eignen sich um die Versorgung zu Gewährleisten.
30-60µg pro Tag sollten es sein – das entspricht etwa der Menge von 200g Haferflocken.

Eisen: Ist wichtig für die Blutbildung (rote Blutkörperchen). Viele Mütter haben ab der zweiten Hälfte der Schwangerschaft einen deutlichen Eisenmangel, daher gilt es am Besten direkt von Anfang an vor zu sorgen. Besonders noch stillende Mütter haben hier einen noch höheren Bedarf.
Schwangere sollten am Tag 30mg Eisen zu sich nehmen, stillende Mütter 20mg – als stillende, schwangere Mutter dürfen es also gern 35-40mg pro Tag sein.
Am meisten Eisen findet ihr in Haferflocken. Mit rund 200g könnt ihr da euren Tagesbedarf decken. Aber auch Tofu, Spinat, Fleisch und Bohnen enthalten Eisen, wenn auch in deutlich geringerem Maße.

Folsäure: Die ausreichende Aufnahme von Folsäure beugt Defekten am Nervensystem – speziell dem Rückemark/ Neuralrohr vor. Außerdem wirkt es sich positiv auf die Ausbildunf der DNS und Gehirnfunktion aus.
Kennt ihr Schwarzaugenbohnen? – Nein? Ich auch nicht, die wären aber der Perfekte Lieferant für Folsäure. Aber auch Spinat, Rosenkohl und Papaya eignen sich gut.
Täglich den Bedarf von 550µg allerdings nur durch Ernährung zu erreichen ist schwer. nicht zu letzt auch dadurch, dass Folat sehr empfindlich gegen Licht, Hitze und Wasser reagiert.

Magnesium: Ist nicht nur wichtig für starke Knochen und Zähne sondern reguliert auch den Blutzuckerspiegel. Außerdem ist es für die Mama wichtig, was Krämpfe angeht.
Wer versucht seinen Magnesiumbedarf natürlich zu decken ist wohl mit Kürbiskernen am besten beraten. 50 gramm enthalten zumindest 2/3 des täglichen Bedarfs.
Dennoch ist es einfach scher täglich ausreichend  ( 300-400mg) Magnesium auf zu nehmen.

Pantothensäure: Reguliert die Produktion von Antikörpern und Adrenalin.
Aufgenommen werden sollten täglich 6mg, dies ist kaum zu erreichen, ein Ei zum Beispiel enthält grade mal 1,1mg und ist der wohl beste Lieferant.

Phosphor: Zuständig für Herzrhythmus, Blutgerinnung, Knochen und Zähne.
Der Bedarf einer Schwangeren liegt bei 900mg am Tag.
Milch, weiße Bohnen oder auch Knäckebrot sind gute Phosphorlieferanten.
Mit etwas mehr als 200g weißen Bohnen zum Beispiel ist der Tagesbedarf gedeckt.

Vitamin B6: Zuständig für den Stoffwechsel, die Bildung des Nervensystems und der roten Blutkörperchen.
1,9mg sollten Schwangere am Tag aufnehmen. Dafür braucht es 3 Bananen oder auch 3 Kartoffeln am Tag.

Vitamin C: Wichtig für Bindegewebe, Collagen, Haut und Zähne.
An dieser Stelle gilt, wer viel Obst und Gemüse isst, oder täglich ein Glas Orangensaft trinkt, der deckt den Bedarf gut ab.
– Kleine Randbemerkung, Eisen wird übrigens, wenn es mit Vitamin C zusammen eingenommen wird deutlich besser vom Körper aufgenommen.
Wer also Eisen per Präparat zuführt, spült die Kapsel am besten direkt mit O-Saft runter.

Vitamin D: Essentiell für Knochen und Zähne und gerade im Winter bei den meisten Menschen in unseren Breitangraden Mangelware.
Tankt so viel Sonne wie geht. Alternativ sind Lebertran und Hering tolle Vitamin D Lieferanten. Dann wird die Luft aber auch schon dünn.
Zum Glück gibt es Vitamin D Tropfen auf Öl Basis als Abhilfe.

Vitamin K: Im weitesten Sinne wichtig für die Blutbildung.
Vollkornprodukte z.b Brot, Sauerkraut und allen voran Rosenkohl sind gute Vitamin K Lieferanten.

Vitamin E: Wichtig für unser Immunsystem.
Ist enthalten in Hühnereigelb, oder auch in Haferflocken.
Dennoch ist der Bedarf von 13mg am Tag schwer zu decken.

 

Was davon kann durch Mineral Präparate gedeckt werden?

Nicht ohne Grund gibt es also auf dem Markt diverse Präparate für Schwangere, die dafür sorgen sollen, dass unser Nährstoffbedarf und der unseres Babys ausreichend gedeckt werden.
Das heißt nicht, dass wir dann auf gesunde Ernährung verzichten können oder sollten. Aber diese kleinen Hilfsmittel erleichtern uns das Leben dennoch ungemein.
Die meisten der eher schwer allein durch Ernährung aufzunehmen Stoffe sind in diesen Präparaten enthalten.

Das sind vor allem:

Folsäure, Vitamin B 1,2,6 und 12, Biotin, Panthothensäure, Vitamin E, Vitamin C und Jod.
In einigen Tabletten finden sich außerdem noch Selen und Zink sowie Vitamin D – aber eben nicht in allen. Hier lohnt sich der Blick auf die Packung oder die Beratung durch Hebamme oder Frauenarzt.

Vor allem Magnesium und Vitamin D sollten anderweitig substituiert werden.
Der HB- Wert wird in der Schwangerschaft in der Regel zu den Vorsorgeuntersuchungen kontrolliert, so wird ein Eisenmangel festgestellt, wenn er vorhanden ist und es wird gezielt behandelt. Dennoch sollte vor allem hier schon vorher möglichst auf die Ernährung geachtet werden, quasi bevor das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen ist. Denn Speicher wieder auf zu füllen, und das unter Umstanden wenige Wochen vor der Geburt ist deutlich schwieriger, als den Eisenhaushalt direkt möglichst im Gleichgewicht zu halten.

 

Nur keine Panik

Wer nun denkt: *Oh mein Gott, so viel worauf ich achten muss*, sollte sich daran erinnern, was ich eingangs beschrieben habe. Unser Körper ist so “gestrickt”, dass er immer dafür sorgt, dass das Baby sofern irgend möglich mit ausreichend der benötigten Nährstoffe versorgt wird.
Auch Heißhunger auf verschiedene, bestimmte Lebensmittel können ein Zeichen dafür sein, dass der Körper sich da gerade einfach einfordert was er braucht. Daher ist es durchaus ratsam auf seine Gelüste zu hören oder sie zumindest ernst zu nehmen.
Das ist nun allerdings kein Freifahrschein für das nächste Fastfood Restaurant jeden Abend, denn wenn wir ehrlich sind, wissen wir genau das wir hier definitiv keinen Nährstoffmangel ausgleichen können.

Ausgewogen ernähren in der Schwangerschaft

Wichtige Nährstoffe und Ernährungsinformationen für Mama

Nun sollte, wenn auch reichlich theoretisch geklärt sein, was das Baby im Bauch für eine optimale Entwicklung benötigt. Aber auch wir Mamas sollten für uns selbst auf eine gute Ernährung während der Schwangerschaft achten. Was viele nicht wissen ist, dass ein Mangel bei der Mutter, selbst wenn das Kind ausreichend versorgt ist, enorme Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben kann. Und das wiederum kann dazu führen, dass die Durchblutung nicht mehr gut funktioniert, was dann wiederum auch das Baby betrifft und bis zu einer Mangelversorgung führen kann.

 

Welche Nähestoffe benötige ich als Schwangere?

Neben Eisen, welches für die Bildung von roten Blutkörperchen benötigt wird, und Magnesium gegen etwaige Krämpfe, haben Schwangere auch in einigen anderen Bereichen einen Mehrbedarf, der allerdings häufig gar nicht so bekannt ist.

So sollten etwa 1-2TL (gestrichen) mehr  Salz am Tag aufgenommen werden als normal. Was zumindest eine Steigerung von 100% ist. Salz bindet Wasser im Blutgefäßsystem und wer nicht genug davon aufnimmt neigt eher zur Ödembildung (Wassereinlagerungen) als andere. Je mehr Wasser im Gewebe eingelagert wird, desto weniger befindet sich im Blut. Dies wird somit dickflüssiger und das Baby kann nicht mehr so versorgt werden.

Ganz ähnlich verhält es sich mit Eiweiß. Der Eiweißbedarf ist um rund 30% erhöht. Eine Schwangere sollte am Tag 1,3g Eiweiß Pro KG Körpergewicht zu sich nehmen. Das ist gar nicht so einfach wie vielleicht denkt. Deutlich wird das an meinem Beispiel, ich sollte pro Tag aktuell fast 94g Eiweiß zu mir nehmen. Das wären 300g Parmesan am Tag (er ist mit 36g Eiweiß pro 100g der Top Lieferant). Da viele von uns diese Menge kaum schaffen  können z.b Eiweißshakes Abhilfe schaffen. Achtet nur auf möglichst wenig Zusatzstoffe. Das Problem bei einem Eiweißmangel ist übrigens letztlich das selbe wie beim Salzmangel.

Präeklampsie

Salz- und Eiweißmangel erhöhen also das Risiko für eine Präeklampsie, welche durch Bluthochdruck (in folge der dickeren Konsistenz vom Blut), Ödeme, Eiweißausscheidung und eine Plazentainsuffizienz (Mangelversorgung des Babys) gekennzeichnet ist.  Das heißt, wir können durch eine gute Ernährung das Risiko der Präeklampsie, im Volksmund auch bekannt als Schwangerschaftsvergiftung, senken.
Aber nicht nur Eiweiß und Salz spielen hier eine Rolle, sondern auch Vitamin D, Folsäure und die B Vitamine. Bei diesen Nährstoffen wird davon ausgegangen, dass sie Auswirkungen auf eine für uns gar nicht merkliche Stress Art haben. Ist dieser Stress erhöht, so steigt ebenfalls das Risiko dafür eine Präeklampsie zu entwickeln.

Was wir alle tun können um das Risiko möglichst gering zu halten: Mindestens 2 Liter am Tag trinken, salzhaltig und Protein reich essen, Stress vermeiden oder zumindest minimieren, Folsäure einnehmen, ausgewogen und gesund essen (das heißt auch minimieren von kurzkettigen Kohlenhydraten).

 

Was wir nicht benötigen oder zumindest minimieren sollten

Neben den bekannten Dingen wie: kein Alkohol, kein Rauchen und Koffein in Maßen sind es vor allem die Kohlenhydrate die uns zu schaffen machen.
In Deutschland ernähren wir uns grundsätzlich zu Kohlenhydrat haltig und vor allem von zu vielen kurzkettigen Kohlenhydraten. Diese lassen unseren Blutzuckerspiegel schnell steigen und auch wieder sinken.
Die Folge sind Heißhungerattacken und letztlich die Begünsitgung eines Schwangerschaftsdiabetes.
Und jetzt mal im ernst, den will doch keiner von uns. Denn er bringt neben dem Verzicht auf viele Nahrungsmittel und dem Insulin spritzen auch einige Risiken fürs Kind mit sich. Was letztlich unsere Entscheidungsfreiheit in Sachen Geburt deutlich einschränkt.
Frauen mit einem Gestationsdiabetes dürfen oft nicht zuhause oder im Geburtshaus entbinden, sondern müssen in eine Klinik. Außerdem wird teilweise vor-, meist aber zumindest ab dem errechneten Entbindungstermin die Geburt eingeleitet.

Was können wir also tun?
Wir können versuchen Weißmehlprodukte zu vermeiden und stattdessen zur Vollkorn alternative zu greifen. Als Snack für zwischendurch eignen sich Obst und Gemüse grundsätzlich besser, als der schnelle Schokopudding.
Bei Süßigkeiten-Hunger sind Nüsse eine tolle Alternative, aber auch möglichst dunkle Schokolade, oder Quark mit Beeren, mit Backkakao und Agavendicksaft oder Banane stillen das Verlangen oft gut. Und wenn es dann MAL doch nicht anders geht, als der Schokoriegel aus dem Kühlschrank, oder das leckere Eis, dann ist das ok. Denn grundsätzlich achten wir darauf unseren Körper zu schonen und gesund zu versorgen. Das hilft uns und unserem Baby letztlich in allen Bereichen.
Ach und verliert dennoch nicht die Lust am Essen. Denn auch, oder vor allem gesund zu essen und zu kochen macht so viel Spaß.

 

 

 

 

 

Könnte Sie auch interessieren:
~Weiterstillen trotz erneuter Schwangerschaft
Wie übersteht man die ersten 3 Monate nach erlebten Fehlgeburten?
Die Must haves in der Babyerstausstattung

 

 

 

Quellen:
Babycenter
Guter Hoffnung
eigene Ausbildung zur GUKP
Hebamme
Frauenärztin

Sonnenschutz ist wichtig - welche Optionen wir haben:
Familie, Gesundheit

Sonnenschutz ist wichtig – aber mit was?

Es ist heiß. 30 Grad gestern bei uns im Freibad in das wir uns geflüchtet haben. Und dabei ist doch noch nicht mal Sommer. Egal, das Wetter macht was es will, das Gemüse überlebt ohne Gießen nicht und die Sonne brennt vom Himmel. Zwangsläufig kommt da die Frage nach dem Sonnenschutz auf. Zweifelsohne ein wichtiges Thema. Sonnenschutz ist wichtig und nötig, übrigens auch für stark pigmentierte Menschen, denn die Krebserregenden UVA und UVB strahlen treffen uns alle – egal wie braun wir sind. Krebserregend sind sie nicht erst, wenn wir einen Sonnenbrand bekommen.

 

Sonnenschutz: Pest und Cholera?

Krebserregend, das sind auch einige Stoffe in verschiedenen Sonnencremes. Also was ist nun der „richtige“ Weg? Ist es letztlich eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera? Und was ist mit der Herstellung von Vitamin D? Auch das ist wichtig für unseren Köper und unser Wohlbefinden. Aber Sonnencreme verhindert durch das abschirmen der Strahlung auch dies.

Die grobe Antwort ist, dass ein gesunder Mittelweg gefunden werden muss. Das ist bei Erwachsenen und Babys in der Regel einfacher als bei spielenden (Klein-)Kindern. Aber Mittel und Wege finden sich  (fast) immer.

Sonnenschutz ist wichtig - welche Optionen wir haben:

Möglichkeiten des Sonnenschutzes.

Schatten: Die wohl beste Option ist da Aufhalten im Schatten und das Vermiden der starken Mittagssonne. – Selbst im Schatten erreichen uns UVA und UVB strahlen. Wir werden braun, nur eben deutlich langsamer und gesünder. Und unsere Haut produziert weiterhin das wichtige Vitamin D.

UV Schutz Kleidung: Inzwischen gibt es etliche Anbieter von spezieller UV Schutz Kleidung. Sogar für erwachsene. Von Hüten, über Shirts bis hin zu Anzügen gibt es alles was das Herz begehrt. Die Kleidung hat idR. einen Lichtschutzfaktor von 50+, wo die Kleidung getragen wird benötigen wir keine Sonnencreme, am restlichen Körper schon. Die Kleidung ist synthetisch und durch den hohen LSF ist das bilden von Vitamin D sehr sehr eingeschränkt.

Wolle-Seide Kleidung: Die UV-Schutz öko Version. Aus natürlichen Materialien und wunderbar Temperaturegulierend ist Kleidung aus einem Wolle-Seide Gemisch. Sie hat einen LSF von etwa 30. Im Gegensatz von z.b Baumwolle oder Leinen die grade mal einen Schutzfaktor von 5-10 aufweisen. Bei einem Schutzfaktor von 30 erreicht immernoch ausreichend Strahlung unsere Haut um Vitamin D zu bilden.

Öle: Es gibt eine Reihe von natürlichen Ölen, die einen LSF haben. Dieser ist aber in der Regel nicht/kaum ausreichend. Einzig Himbeeröl kann mit einem LSF von etwa 30 mit halten. Dies ist allerdings nicht Überall zu bekommen.

Sonnencreme: Hier gibt es auf dem Markt so einige. Die meisten, vor allem günstigen Sonnencremes sind allerdings voll von Chemie, Nanopartikeln und Mirkoplastik. Puh, abgesehen das einiges davon in Verdacht steht ebenso Krebserregend zu sein, wie die UV-Strahlung, sind das auch alles Dinge die ich weder mir noch meinem Kind auf die Haut schmieren möchte.

Die beste Option sind da grundsätzlich die mineralischen Sonnencremes, ohne Chemie. Außerdem empfiehlt es sich vorher zu schauen ob mikroplastik und Nanopartikel in der Creme enthaltenen sind. Am einfachsten geht das z.b mit der App Code-Check. Meiner Recherche nach, ist die Sonnencreme von Eco cosmetics die mit den wenigsten (diskutierten) Inhaltsstoffen, das ist etwas was mir persönlich wichtig ist, daher empfehle ich auch nur die.  – Achtung mineralische Sonnencreme weißelt immer etwas, das liegt daran, dass der Schutzfilm auf der Haut liegt. Das ist richtig und wichtig, denn dies zeigt das die Partikel so groß sind, dass sie nicht aufgenommen werden. Dennoch finde ich, dass sich die Creme gut verteilen lässt. Grundsätzlich sollte jede Sonnencreme abends  abgewaschen werden.

Auch bei Sonnencreme reicht den Meisten ein LSF von 30, damit immernoch genug Vitamin D gebildet werden kann.

 

Was für wen?

Während Babys vorzugsweise in langer luftiger Kleidug (gern Wolle-Seide) im Schatten bleiben sollten und so bis zum ersten Geburtstag mindestens auf Sonnencreme verzichtet werden kann und sollte wird das bei mobilen (Klein-)Kindern schwieriger. Hier ist der Einsatz von Sonnencreme kaum vermeidbar. Es sollte auf eine mineralische Creme zurück gegriffen werden. Und grundsätzlich gilt: so wenig wie mölglich, so viel wie nötig. Hier wird also sofern es akzeptiert wird – und das wird es meist- der Großteil mit Wolle-Seide Kleidung und Sonnenhut abgedeckt. Wir erwachsenen sind für unser Glück natürlich grundsätzlich selbst verantwortlich, dennoch empfiehlt sich auch für uns ein ausreichender Sonnenschutz ohne Chemie, Mikroplastik und Nanopartikel. Wie wir diesen erzielen ist dann sehr individuell.

 

 

Grundsätzliches

Die Sonne sollte per se im Mittagszeitraum, also von 11-15 Uhr gemieden werden, denn da ist die Strahlung am höchsten. Auch im Schatten kann die Strahlung zu dieser Zeit noch zu extrem sein, daher sollte eine Art „Siesta“ im Haus gehalten werden.

Auch die Augen der Kinder sollten mit einer Sonnenbrille geschützt werden. Bitte hier auch unbedingt auf einen vorhandenen UV Schutz achten.

Die Sonne ist nicht allerorts gleich stark, und nicht jeder Mensch hat den gleichen Hauttyp, daher kann ein Sonnenschutz von mehr als LSF 30 in südlicheren Ländern für sehr helle Hauttypen auch in Deutschland wichtig und sinnvoll sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

*Disclaimer: Ich bin keine Fachkraft im Bereich Haut und Hautschutz. Der Artikel basiert auf meiner Recherche die ich nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt habe. – Der Artikel enthält aufgrund der Markennennung Werbung für eine APP sowie Eco Cosmetics. Nichts davon ist vergütet. 

 

 

 

 

Könnte Sie auch Interessieren:

Artikel: Sicherer Schlaf bei Babys und Kleinkindern

DIY: Wind- und Wetterbalsam

Artikel: Kleine Hausapotheke bei wundem Po

Achtsam mit der Umwelt, Familie, Rezepte

Rezept: Löwenzahnhonig kochen

Frühjahr, überall sprießen die Blumen und wir entdecken die ersten Blüten. Und auch die sogenannten Unkräuter lassen sich nicht Lumpen. Was viele nicht wissen, auch die meisten Unkraut-Pflanzen, oder was viel schöner klingt: Wildkräuter können von uns genutzt werden. Neben Brennesseltee, Gänseblümchen Tinktur und Sauerampfer im Salat lässt sich auch Löwenzahn abseits vom Kaninchenfutter gut verarbeiten. Zum Beispiel eben zu Löwenzahnhonig, ein wunderbarer Brotaufstrich, der im Gegensatz zu echtem Honig auch von Kleinkindern schon bedenkenlos gegessen werden kann.

 

Zutaten Löwenzahnhonig

200 frische Löwenzahnblüten

1 Liter Wasser

1 Zitrone

1 kg Zucker (wer auf Industriezucker verzichten möchte kann Birken oder Kokosblütenzucker nutzen)

 

Anleitung

Die Blüten sollten an einem sonnigen Tag im April oder Mai gepflückt werden (danach sind idR alle schon verblüht). Nach dem Pflücken sollt ihr sie möglichst schnell verarbeiten. Hierzu werden sie erstmal gründlich unter fließendem Wasser ausgespült. Im Anschluss trennt ihr die gelben Teile der Blüte (Blütenblätter) vom grünen Blütenkopf. Die Blütenblätter werden nun mit dem Wasser und dem Saft der Zitrone aufgekocht und dann 24 Stunden ziehen gelassen.

Löwenzahn in Wasser ziehen lassen

 

Am nächsten Tag gebt ihr den Sud durch ein Mull- oder Leinentuch und fangt so die Blütenblätter raus und presst diese noch msl gut in der Hand aus. Der Sud wird dann erneut aufgekocht und der Zucker unter ständigem Rühren hinzugegeben. Anschließend reduziert ihr die Hitze und lasst das ganze leicht vor sich hin simmern. Zwischendurch bitte immer mal wieder umrühren. Das ganze kann einige Stunden dauern, bis es die richtige Konsistenz erreicht hat. Bei mir waren es etwa 3 Stunden. Ob die Konsistenz stimmt könnt ihr testen in dem ihr immer mal wieder einen Tropfen auf einer Untertasse abkühlen lässt. Zieht der Honig in abgekühltem Zustand leicht Fäden, so hat er die passende Konsistenz.

Abgießen des Suds

Zum Abschluss füllt ihr den heißen Honig in saubere Schraubgläser und dreht diese auf den  Kopf bis sie abgekühlt sind.

Fertig und guten Appetit.

Löwenzahnhonig

 

P.S: Da dieser „Honig“ ohne die Mithilfe von Bienen entstanden ist, ist er korrekter Weise eigentlich ein Sirup. Und im übrigen auch noch vegan.

Familie

Zwischen Selbstaufgabe und Selbstbestrafung- warum wir es uns selber nicht recht machen können.

Wir Mamas, wir Eltern, wollen das Beste für unsere Kinder. Beinahe jeder von uns, das ist es doch, was uns aus macht. Und genau deshalb schaffen wir es nicht, dass wir mir uns selbst zufrieden sind. Denn das Beste, was wir schaffen zu geben. Ist dann eben doch nicht gut genug. Nicht wenn es um unsere Kinder geht… oder vielleicht grundsätzlich nicht?

 

Du bist genug …

Hand hoch wer von euch diese Aussage, so oder so ähnlich aus seiner Kindheit und Jugend kennt. – Ich möchte nicht anmaßend sein, aber ich bin mir sicher, die Anzahl der erhobenen Hände ist gering. Woran liegt das?

Der Wunsch, dass Kinder das Beste bekommen, oder erreichen können ist nicht selten mit einem enormen Erfolgsdruck gekoppelt. Auch unsere Eltern wollten nur das Beste für uns. Aber grade deshalb haben wir gelernt, dass es immer noch höher, schneller und besser gehen muss. Wir wurden direkt, oder indirekt angetrieben immer mehr Leistung ab zu rufen. Und diese Erwartungshaltung hat sich so tief in uns verwurzelt. Sie überträgt sich auf das Bild was wir von uns selbst haben und so verlieren sich einige von uns schon im Job in Burn out und co, während Andere an der Elternrolle, an der Mutterrolle verzweifeln.

Stress

 

Selbstaufgabe – die Entfernung vom Glück

“Kinder bedürfnis- und bindungsorientiert begleiten, das sogenannte Attachment parenting führt dazu, das Mütter sich selbst vernachlässigen.“ – So oder so ähnlich klang eine reißerische Aussage in einem Blogartikel vor nicht all zu langer Zeit.

Bullshit. Sage ich. Das einzige, was zu dieser Vernachlässigung, dieser Selbstaufgabe führt ist der der „Erfolgsdruck“. Es ist so. Sobald wir unsere eigenen Bedürfnisse achten und uns um uns selbst kümmern, haben wir ein schlechtes Gewissen. Sich eine Auszeit zu gönnen, sich Gutes zu tun, dass ist in unseren Köpfen zu wenig Leistungsorientiert. SO können wir unseren Kindern nicht das Beste geben, denn wir sind ja nicht da, oder kümmern uns nicht ausreichend. Und so bekommen wir das Gefühl es geht nur eins… sich selbst achten und pflegen, oder eben dsd Beste für das Kind geben. So gerät das Leben in Schieflage und wir entfernen uns immer mehr von dem Gefühl glücklich zu sein, in dem wir uns immer mehr selbst aufgeben.

 

Der Schein trügt

Um das Beste für unsere Kinder geben zu können, müssen wir aber eben vor allem eins sein. Glücklich und ausgeglichen. Alles andere führt zu nichts. Zumindest zu nichts Gutem. Mit der Ausgebranntheit liegen die Nerven blank. Wir reagieren gereizt, auf Kleinigkeiten. Mit der Ausgebranntheit kommt die Gefühlskälte. „Ist mir doch egal“, oder „Mach doch was du willst“ sind in etwa so weit von bedürfnisorientierter Begleitung entfernt, wie sein Sonne vom Mond. Es ist eben nicht Laisser-faire , es ist eben nicht egal. Die Beziehung ist das Band, was unser Miteinander trägt und wir sollte es nicht kappen.

Gönn dir was.

Tu dir Gutes.

Nimm dir Auszeiten und sammle Kraft, lade die Akkus auf.

Auszeit für Mama

Viele Wege führen nach Rom … und zum Glück.

Mütter, oder besser Eltern sind auch Menschen. Und die sind bekanntlich verschieden. Es ist absolut individuell wie viel „me-Time“ nötig ist um ausgeglichen zu sein.  Während einer unbedingt wieder zurück in den Job möchte und dafür die Nachmittage mit Kind dann hoch qualitativ nutzt, reicht anderen ein Abend in der Woche, wo der Partner die Kinder ins Bett bringt.

Egal welches euer Weg ist, solange er für alle Begeiligten passt und ihr glücklich damit seid, ist er gut und richtig.

Niemand MUSS 24/7 mit dem Kind zusammen sein um eine gute Mutter zu sein. Gleichzeitig ist sind Bedürfnisse ab zu wägen. Was erlaubt grade noch etwas Aufschub, was muss sofort gestillt werden. Die Bedürfnisse von Babys dulden in der Regel wenig bis keinen Aufschub. Aber auch hier können durch Hilfe von Papa und anderen Bezugspersonen kleine Auszeiten geschaffen werden.

Je älter die Kinder werden, desto öfter können auch die eigenen Bedürfnisse wieder Vorrang haben. Natürlich so, dass weiter in Beziehung gegangen und Kommuniziert wird.

Alles hat seine Zeit.

 

Und wenn der Karren an die Wand gefahren ist?

Wenn wir dann doch mal uns vergessen und in der Konsequenz das Kind schlecht behandelt haben? – Dann hilft weder Selbstmitleid, noch das verharmlosen oder rechtfertigen. Und auch die Selbstbestrafung , in die wir doch all zu gern fallen (auch dadurch würden wir geprägt) ist eher destruktiv. Dann hilft nur die Ehrlichkeit sich selbst und dem Kind.

Hey das war echt nicht in Ordnung von mir, es tut mir leid.

Vorleben, dass auch mal was in die Hose geht und Entschuldigungen keine Schande sein. Und so dann schwups, doch schon wieder das Beste fürs Kind und seine Zukunft  geben.

Baby-/Kleinkindtragen, Familie

Babytragen: Warum ich mein Baby getragen habe und du das auch tun solltest

Das Tragen eines Babys hat nur Vorteile für Eltern und Kind. Die Vorteile sind vielfältig und vor allem logisch. Babytragen ist nicht neu, sondern eigentlich so alt wie die Menschheit. Wie auch Affen zum Beispiel sind Menschen Babys nämlich Traglinge. Uns fehlt heute nur das Fell zum festklammern.

Das Tragen des Babys birgt Vorteile für Eltern und Kind

Aber was ist der Unterschied zwischen Nesthockern, Nestflüchtern und Traglingen?

Während Nesthocker Blind, Taub und teilweise sogar nackt auf die Welt kommen, uns einfach ohne einen Muks in ihrem Nest ausharren, bis die Eltern wieder kommen. Und Nestflüchter voll ausgestattet und fertig zum los laufen auf die Welt kommen sind Traglinge das genaue Mittelding. Wach, mit gehört und der Möglichkeit zu sehen und vor allem zu weinen kommen sie auf die Welt. Aber nicht in der Lage sich selbstständig zu bewegen. Die Mutter ist Nahrungsquelle und Sicherheit für den kleinen Tragling. Der Rundrücken und die angehockten gespreizten Beine sind physiologisch. In dieser Position kann die noch nicht ausgereifte Hüfte sich optimal entwickeln.

Während unsere Babys also schon vom Urinstinkt her auf uns und unsere Nähe angewiesen sind, auch schon aus dem Grund, dass sie aufgrund der Mütterlichen Anatomischen Voraussetzung quasi unreif geboren werden, ist unser Alltag so gar nicht tauglich, ständig ein Baby im Arm zu tragen. Wie bereits erwähnt fehlen uns inzwischen die Möglichkeiten, dass sich das Baby einfach ins Fell Krallen kann, und unsere Arme und Hände benötigen wir im Alltag einfach für andere Dinge. Egal ob es ein älteres Geschwisterkind, der Haushalt oder Essen und Trinken ist.

 

Tragetuch und Tragehilfe, unsere Retter in der Not

Sicherlich gibt es auch das ein oder andere Baby, was sich problemlos ablegen lässt. Die Mehrheit der Kinder tut dies aber, aus purem Überlebenswillen nicht. Ablegen, alleine sein bedeutet Gefahr und wird daher nicht (gern) akzeptiert. Statt Fell haben wir, uns das nicht erst seit gestern, nun die Möglichkeit uns mit Tragetüchern und Tragehilfen den Alltag zu erleichtern. In diese Hilfsmittel setzen wir nun unser Baby, und ja das ist direkt ab der Geburt möglich, haben die Hände frei und sind trotz des Tragens und der Bedürfnisserfüllung unserer Kleinen flexibel.

Der Markt ist inzwischen voll mit Möglichkeiten unsere Babys am Körper zu tragen. Zwischen elastischen und gewebten Tüchern, Mei tai, Full Buckle und co verliert man als Laie gern mal die Übersicht. Daher gibt es dankbarer weise inzwischen in Nähe zu jeder Kleinstadt Trageberaterinnen und ja, sogar einige Trageberater. Diese Menschen besitzen ein Repartoire an verschiedenen Tragen und Tragetüchern, zeigen wie das Baby ergonomisch und gesund erhaltend getragen wird und helfen euch die richtige Trage zu finden, oder das Binden eines Tragetuchs zu erlernen. Das ganze ist nicht besonders teuer, aber definitiv jeden Cent wert, denn es erspart den meisten Eltern kostenintensive Fehlkäufe.

 

Vorteile Tragens für das Baby

Das Baby ist beim Tragen nah an die Mama (oder eine andere Tragende Person) gekuschelt. Es ist recht eng eingepackt und wird so an die Enge und Sicherheit im Mutterleib erinnert. Auch die Sanften Bewegungen des Tragenden bekommt das Kind mit und fühlt sich so sicher und geborgen. Die Bewegung ist eine optimale Schlafbrücke, schon für die ganz kleinen. Außerdem sind Herzschlag und Atmung für das getragene Baby gut hörbar und erinnern an die Geräusche die es aus dem Bauch kennt.

Babys die viel getragen werden haben fast nie die Problematik eines (zu) Platten Hinterkopfes. Die Bein- und Rückenhaltung gibt Hüfte und Wirbelsäule die Zeit und Möglichkeit sich optimal zu entwickeln. Außerdem hilft die Begrenzung durch Tragehilfe und Körper dem Baby sich selbst besser zu spüren und den eigenen Körper wahrzunehmen.

Das Tragen von Babys sollte normal sein, denn es absolut physiologisch.

Vorteile des Tragens für die Eltern

Durch das Tragen und die damit verbundene Nähe zum Kind wird das Bonding optimal unterstützt. Das ist auch ein Grund, warum meiner Meinung nach viel mehr Väter tragen sollten. Während die Mütter meist im Wochenbett sehr ausgiebig mit den Babys kuscheln, bleibt dies für die Papas oft auf der Strecke. Tragen ist da eine wundervolle Möglichkeit gleichzeitig die Mama mal zu entlasten und selbst die Bindung zum Kind zu stärken.

Aber auch für Mama ist Tragen mehr als nur praktisch. So regt das Kuscheln und die enge Verbindung zum Beispiel sogar die Milchbildung an. Und auch die Rückenmuskulatur wird gestärkt und baut sich mit steigendem Gewicht des Babys immer mehr auf. Selbst dezentes Stillen, während das Kind in Tragetuch oder Tragehilfe sitzt ist kein Problem.

Wer auch immer trägt hat sein Trainingsgewicht gleich mit dabei, und so purzeln übrig gebliebene Schwangerschaftspfunde oft wie von Zauberhand. Allerdings sollten vor allem Frauen darauf achten, ab einem gewissen Gewicht lieber auf dem Rücken zu tragen. Dem Beckenboden zu liebe.

 

Babytragen im Alltag

Egal ob Geschwisterkind, Hund oder Katze, ein getragenes Baby ist vor allen Möglichen Angriffen geschützt. Grade am Anfang, wo die Babys beim Tragen noch besonders viel schlafen kommen ältere Geschwister auf ihre Kosten. Mama hat die Hände frei und von Gemeinsamem Spielen, über Spaziergänge bis zum Spielplatz Besuch oder Buch vorlesen ist quasi alles möglich.

Kochen, Putzen, mit dem Hund durch Feld oder Wald laufen, ist alles kein Problem. Sogar Strandspaziergänge sind so ohne stecken bleiben möglich. Das Baby immer ganz nah am Körper.

 

Sport mit Baby

Auch wieder aktiv werden ist mit getragenem Baby kein Problem. Von Walken über Muskelaufbau bis hin zum Tanzen mit Baby sind die Angebote vielfältig, so dass sicher für jeden was dabei ist. Oft gibt es sogar Angebote für Zwillingsmütter, das eine zweite Tragende Person (egal ob Papa, Oma oder Tante) kostenlos mit kommen darf. Und einige Krankenkassen unterstützen die Teilnahme an Kursen sogar finanziell. Nachfragen lohnt sich also.

 

Ihr seht, Babytragen ist vielfältig und birgt eine menge Vorteile für Eltern und Kind. Darum habe ich mein Baby getragen, werde auch das nächste tragen und möchte jedem nur empfehlen es auch zu probieren.