Ein zweites Kind ist unterwegs
Familie, Schwangerschaft

Das zweite Kind kommt – Vorbereitung für Geschwister im Kleinkindalter

Mein Kind wächst Bedürfnisorientiert auf und ein Geschwisterchen ist auf dem Weg. Wie bereite ich mein Kind darauf vor, dass es künftig ein weiteres Familienmitglied geben wird? Wie mache ich verständlich, dass ich vielleicht nicht mehr alles so kann wie vor der Schwangerschaft und was kann mein Kleinkind eigentlich schon verstehen? Viele Fragen um das Thema Geschwisterkind. Und im folgenden unser Weg.

Ein zweites Kind ist unterwegs

Was versteht mein Kleinkind schon ?

Für die meisten Kleinkinder ist die Vorstellung, dass da ein Baby im Bauch ist noch ziemlich abstrakt. Ich mein, wer kann Ihnen das verübeln, es ist ja schon für uns selbst kaum vorstellbar welche Wunder unser Körper da vollbringt. Daher ist da erstmal recht wenig Verständnis. Meist merken die kleinen mit wachsendem Bauch dann aber doch, dass sich da was bei Mama verändert.

Uns hat der Sonoline, den ich eigentlich für meine Beruhigung in Benutzung hatte, zu etwas Verständnis verholfen. Ich habe erklärt, dass wir damit das Baby hören können und der Bär konnte so den Herztönen lauschen. Er konnte so etwas in Mamas Bauch hören, was Baby genannt wird. Spannend, auch wenn wohl die genau Vorstellung zu diesem etwas  völlig fehlt. So haben wir eine erste Art der Verbindung geschaffen, wenn man das überhaupt so nennen kann. Alternativ geht das wohl auch mit dem Ultraschall. Da die Praxis dem Bären aber einfach zu langweilig ist, war das für uns nie wirklich eine Option. Für Kinder ab etwa 3 stelle ich mir das wirklich  gut vor, so das Baby schon mal sehen zu können.

Spannend – oder beängstigend wird es dann wohl, sobald die kleinen das Baby auch von außen spüren. Wie die Kinder darauf reagieren ist genau so individuell wie jedes Kind es eben ist.

 

Eine Puppe als Hilfestellung

Seit dem das Thema Baby hier aktuell ist und auch imme wieder kommuniziert wird, besteht  seitens des Bären ein gesteigertes Interesse an Puppen. Diese sollten aber möglichst so aussehen, wie er echte Babys kennt. Denn hier wird zwischen Puppe (Krümel) und Baby (Tragepuppe) klar differenziert.

Er möchte sich nun also immer um ein (das) Baby kümmern. Trägt die Puppe durch die Gegend, hatte sie schon im Tragetuch, teilt sein Spielzeug und gibt ihr trinken aus dem Becher. Mit der Puppe können wir als Eltern auch zeigen was später wie mit dem Baby gemacht wird, wickeln, stillen, tragen. Und natürlich kann das Kind hier mit einbezogen werden. So läuft es eventuell darauf hinaus, dass später auch Baby und Puppe parallel gewickelt werden. Oder der große Bruder/die große Schwester haben beim helfen vom wickeln des echten Babys dann schon mal etwas Übung.

Was das Geschwisterchen mit dem Babybauch mache kann

 

Rücksicht – oder Mama kann nicht mehr so wie vor der Schwangerschaft.

Das wohl schwerste für Kinder ist das Verständnis, dass manche Dinge nicht mehr wie gewohnt ablaufen (können). Die ein oder andere Mama darf aufgrund von Blutungen oä. nicht mehr heben/tragen. Viele leiden unter Übelkeit, Müdigkeit und Kreislauf Problemen oder sind schlicht schneller erschöpft.

Damit das vorhandene Kind die Schwangerschaft und das Geschwisterchen nicht gleich negativ verknüpft, ist es an dieser Stelle meiner Meinung nach besonderes wichtig einen Mittelweg zu finden. Bedürfnisse sind für alle da, das gilt gerade auch für Schwangere. Natürlich soll und muss es Pausen geben. Und es sollte  auf Unwohlsein Rücksicht genommen werden. Dennoch ist es wichtig, dabei nicht das Kind zu vergessen und in eine “nur ich” Haltung zu verfallen. Es ist wichtig weiter auch die Bedürfnisse der anderen (übrigens z.b auch die des Mannes) zu sehen und zu kommunizieren. Für fast alles lassen sich Lösungen finden.

Heben nicht mehr möglich? – Okay dann setz dich eben zu deinem Kind runter und nimm es dort auf den Schoß.

Trage verbot? Das ein oder andere mal kann Papa sicher tragen. Und sonst findet ihr vielleicht eine tolle Alternative für euch zwei? Face to Face Schieben, das Dreirad oder Laufrad?

Zum gemeinsamen Spielen kann auch prima gemeinsam auf dem Sofa oder Bett gelegen werden. – Spielplatz ok, aber Mama darf auf die Bank in den Schatten und das Kind spielt allein/mit den anderen Kindern dort.

Und wenn mal gar nichts (mehr) geht? -Dann gibt es neben Papa doch sicher Oma und Opa, Freunde oder eine nette Nachbarin, die mal für etwas Entlastung und gleichzeitig Action für das Kind sorgen können. Und ja, ich halte es für legitim sonst auch mal eine Kindgerechte App oder YouTube mit der Lieblingssendung zu nutzen. Wichtig hierbei ist, nicht die Relation zu verlieren und das Kind der Einfachheit halber nur noch vor Digitalen Medien zu parken und dabei jegliche Beziehung zu vernachlässigen.

 

Bei uns ist oft wildes toben ein Problem, da wird auch mal wirklich unangenehm auf den Bauch geplumpst oder sich darauf abgestützt. Für ein Kleinkind ist einfach nicht klar, dass dies im Zweifel schädlich für das Baby sein kann. Daher ist es unsere Aufgabe uns selbst da zu schützen. Natürlich dürfen wir erklären, dass der Babybauch vorsichtig behandelt werden muss und streicheln oder eincremen da eine tolle Sache ist. Aber es kann nicht die Verantwortung unseres Kleinkindes sein wirklich auf den Schutz des Bauches zu achten. Dies ist einzig unsere Aufgabe. Wenn das mal nicht so gut gelingt dürfen wir sauer sein, auf uns selbst. Nicht auf unser Kind.

 

Was wir bewusst vermeiden.

Auch das gehört für mich  die Kategorie vorbereiten. Denn nicht nur Dinge die wir tun, sondern auch solche die wir nicht tun haben ihre Auswirkungen.

Jeder von uns kennt sie sicher, diese netten Aussagen, die wohl vorbereiten sollen aber letztlich wie eine Drohung klingen.

wenn das Baby da ist, musst du dein Spielzeug aber teilen

oder

wenn das Baby da ist, kann Mama dich nicht mehr so viel tragen

sind solche Beispiele. Wir selbst nutzen solche Sätze gar nicht und auch wenn sie von der Familie eingebracht werden, wende ich mich bewusst dem Bären zu und erkläre, dass ich z.b beide tragen kann oder das Baby eigenes Spielzeug bekommt. Mir ist wichtig, dass das neue Familienmitglied nicht als Konkurrenz gesehen wird. Denn das führt häufig zu Ablehnung und Eifersucht. Ein weiterer Mensch in der Familie bedeutet zwar mehr Bedürfnisse die es zu berücksichtigen gilt, aber  nicht, dass die einzelnen Bedürfnisse weniger wichtig sind.

 

 

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Weiter stillen trotz erneuter Schwangerschaft.

“Was du stillst immer noch? Und das funktioniert? “

Weiter stillen beim Kinderwunsch ist ja schon oft ein heiß diskutiertes Thema. Das ganze ist aber noch steigerungsfähig wenn man dann wirklich wieder schwanger ist und tatsächlich immer noch stillt. Spätestens jetzt werden Stimmen laut, dass ein Abstillen nun aber wirkich nötig wäre. Es sind einfach noch viele Vorurteile und Gerüchte um das Stillen während einer Schwangerschaft in den Köpfen. Und das leider nicht nur bei Laien, sondern auch bei dem ein oder anderen Frauenarzt.

Vorteile beim weiter stillen trotz Schwangerschaft

Die Gerüchte rund ums Stillen und schwanger werden/sein

Schwanger werden trotz Stillen

Stillen und schwanger werden gilt noch immer für viele als unmöglich oder zumindest unwahrscheinlich. Aber warum ist das so? – Es ist richtig, dass Stillen die Hormonlage beeinflusst. Und bei regelmäßigen Stillabständen von Tag wie Nacht maximal 3 Stunden bleibt dadurch auch bei vielen (nicht allen!) Frauen dadurch die Regelblutung und der Eisprung aus. ( Bei mir war vor allem das nächtliche Stillen der Grund für den ausbleibenden Zyklus. Und das letztlich dann der Grund warum ich nachts abgestillt habe.) Das ist also korrekt. ABER, grade wenn Kinder in größeren Abständen stillen, kommt es oft wieder zu einem regelmäßigen oder unregelmäßigen Zyklen. Und somit zu der Möglichkeit wieder schwanger zu werden. Die Wahrscheinlichkeit, das bei einem Eisprung und ungeschütztem Geschlechtsverkehr zu der Zeit eine Schwangerschaft entsteht ist gleich groß, egal ob noch gestillt wird oder nicht. In dieser direkten Form hat das Stillen also absolut keinen Einfluss.

Schwanger sein und Stillen

Top aktuell ist auch noch immer der Irrglaube, dass Stillen während der Schwangerschaft zu einer Fehlgeburt führt. Auch diese Annahme hatt natürlich, wie wohl jedes Gerücht ihren wahren Kern. Denn Stillen führt zu einer vermehrten Oxytocin Ausschüttung. Dies ist ein körpereigenes Hormon, was wiederum Kontraktionen hervorrufen kann. Dennoch stimmt die Theorie mit den Fehlgeburten nicht. Die Kontaktionen sind sehr she leicht, in den meisten Fällen kaum merklich und sogar geringer als solche, mit denen die Gebärmutter bei einem Orgasmus reagiert. Einer normalen, intakten Schwangerschaft kann dies nichts anhaben. Bei Vorzeitigen Wehen oder Gebärmutterhals Verkürzung/Öffnung kann sich dies allerdings ändern, weshalb dann eine Rücksprache mit Ärzten/Hebamme nötig oder zumindest anzuraten ist.

Tandem stillen

„Aber dann trinkt der Große dem Baby doch alles weg“

Nein. Die Milchproduktion basiert bei Frauen auf dem System von Nachfrage und Angebot. Daher ist auch das Stillen von zwei Kindern kein grundsätzliches Problem. Viel mehr ist es sogar so, dass durch Rezeptoren an der Brustwarze die Brust eine Milch produziert die in Zusammensetzung und Antikörpern genau dem Bedarf des trinkenden Kindes angepasst ist. Hat also jedes Kind seine „eigene“ Brust an der es immer trink, kann es sogar sein, das die jeweils produzierte Milch sich in der Farbe sichtbar unterscheidet, weil die Bedürfnisse verschieden sind. Auch die Angst, dass das ältere Kind das so wichtige Kolostrum weg trinkt ist unbegründet. Denn dies wird nicht in  einer bestimmten Menge, sondern für eine bestimmte Zeit gebildet. Somit bekommt auch das Baby genug. – Dennoch ist es an uns die Balance zu wahren und klar zu machen: Das Baby geht immer vor wenn es ums Stillen geht. Denn dies ist die einzige Nahrung für das kleine Bündel Mensch.

Handbuch der stillenden Mutter.

Tatsächliche Probleme die auftreten können

Neben den oben erwähnten Problemen von ausbleibendem Eisprung bis zur Begünstigung von Wehen, wenn eine Neigung vorhanden ist, gibt es weitere „Stolpersteine“ die auftreten können. Durch die Schwangerschaft verändert sich die Hormonlage im mütterlichen Körper. Das wiederum kann den Geschmack der Milch beeinflussen. Wie Kinder darauf reagieren ist sehr individuell und reicht von keiner Reaktion über Kommentare wie „bäh“ bis hin zum freiwilligen Abstillen.

Ebenso kann sich durch die gleiche Ursache die Milchmenge drastisch verringern oder gar ganz versiegen. Bei vielen Frauen geschieht dies ab der Zeit nach der 12. Woche. Und kann auch von keiner Reaktion bis hin zum Abstellen alles Mögliche beim großen Stillkind hervorrufen. Meine Erfahrung ist, dass vor allem Kinder die einen Schnuller haben sich dann abstillen, denn trocken nuckeln geht ja auch mit dem Nucki.

Mit Beginn der Schwangerschaft oder ab dem Versiegen der Milch kann das Stillen für Mama unangenehmer werden als bisher. Manche merken es kaum, oder können es zumindest gut aushalten. Für andere ist es so unangenehm, dass die Mütter entscheiden ab zu stillen.

 

Vorteile vom weiter stillen und späterem Tandemstillen

Obwohl wir inzwischen trocken stillen (also ohne Milch). Und das zeitweise auch wirklich unangenehm ist, habe ich entschieden weiter zu stillen. Natürlich war das nicht miene alleinige Entscheidung, denn auch der Bär stillt noch immer gern, wenn auch deutlich weniger.  Weiter stillen, tja aber warum eigentlich?

Die Antwort ist relativ naheliegend und vielfältig. Zum einen merken Kinder natürlich, dass sich durch eine Schwangerschaft vieles verändert. Allein hierbei kann Stillen enorm bei der Bewältigung helfen. Aber auch liebgewonnene Rituale wie das Stillen zum einschlafen sind wohl für beide Seiten nicht leicht auf zu geben. Letztlich sind es aber auch Gründe für das Tandemstillen, die durch die vielleicht etwas beschwerliche Zeit des Stillens in der Schwangerschaft tragen. Denn hier überwiegen die Vorteile enorm, wie ich finde. Zum einen kann das große Stillkind beim Milcheinschuss prima die überflüssige Milch weg trinken. Ade ihr schmerzend Atombrüste. Zum anderen, und was noch viel wichtiger wiegt, wird die Gefahr der Eifersucht deutlich minimiert. Natürlich müssen Mama und Papa nun zwangsläufig geteilt werden. Aber es gilt das gleiche Recht für beide Kinder, tragen, stillen, Familienbetten. Das „neue“ Baby darf nicht plötzlich Dinge, die der große nicht (mehr) darf. Das Gefühl des ersetzt werdens gibt es nicht, denn es kommt nur jemand hinzu. Und ganz ehrlich, wenn ich daran denke, dass ich am Abend zwei Kinder einschlaf begleiten werde, was bitte da einfacher als beide in den Schlaf zu stillen?!

 

 

 

 

 

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Sonnenschutz ist wichtig - welche Optionen wir haben:
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Sonnenschutz ist wichtig – aber mit was?

Es ist heiß. 30 Grad gestern bei uns im Freibad in das wir uns geflüchtet haben. Und dabei ist doch noch nicht mal Sommer. Egal, das Wetter macht was es will, das Gemüse überlebt ohne Gießen nicht und die Sonne brennt vom Himmel. Zwangsläufig kommt da die Frage nach dem Sonnenschutz auf. Zweifelsohne ein wichtiges Thema. Sonnenschutz ist wichtig und nötig, übrigens auch für stark pigmentierte Menschen, denn die Krebserregenden UVA und UVB strahlen treffen uns alle – egal wie braun wir sind. Krebserregend sind sie nicht erst, wenn wir einen Sonnenbrand bekommen.

 

Sonnenschutz: Pest und Cholera?

Krebserregend, das sind auch einige Stoffe in verschiedenen Sonnencremes. Also was ist nun der „richtige“ Weg? Ist es letztlich eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera? Und was ist mit der Herstellung von Vitamin D? Auch das ist wichtig für unseren Köper und unser Wohlbefinden. Aber Sonnencreme verhindert durch das abschirmen der Strahlung auch dies.

Die grobe Antwort ist, dass ein gesunder Mittelweg gefunden werden muss. Das ist bei Erwachsenen und Babys in der Regel einfacher als bei spielenden (Klein-)Kindern. Aber Mittel und Wege finden sich  (fast) immer.

Sonnenschutz ist wichtig - welche Optionen wir haben:

Möglichkeiten des Sonnenschutzes.

Schatten: Die wohl beste Option ist da Aufhalten im Schatten und das Vermiden der starken Mittagssonne. – Selbst im Schatten erreichen uns UVA und UVB strahlen. Wir werden braun, nur eben deutlich langsamer und gesünder. Und unsere Haut produziert weiterhin das wichtige Vitamin D.

UV Schutz Kleidung: Inzwischen gibt es etliche Anbieter von spezieller UV Schutz Kleidung. Sogar für erwachsene. Von Hüten, über Shirts bis hin zu Anzügen gibt es alles was das Herz begehrt. Die Kleidung hat idR. einen Lichtschutzfaktor von 50+, wo die Kleidung getragen wird benötigen wir keine Sonnencreme, am restlichen Körper schon. Die Kleidung ist synthetisch und durch den hohen LSF ist das bilden von Vitamin D sehr sehr eingeschränkt.

Wolle-Seide Kleidung: Die UV-Schutz öko Version. Aus natürlichen Materialien und wunderbar Temperaturegulierend ist Kleidung aus einem Wolle-Seide Gemisch. Sie hat einen LSF von etwa 30. Im Gegensatz von z.b Baumwolle oder Leinen die grade mal einen Schutzfaktor von 5-10 aufweisen. Bei einem Schutzfaktor von 30 erreicht immernoch ausreichend Strahlung unsere Haut um Vitamin D zu bilden.

Öle: Es gibt eine Reihe von natürlichen Ölen, die einen LSF haben. Dieser ist aber in der Regel nicht/kaum ausreichend. Einzig Himbeeröl kann mit einem LSF von etwa 30 mit halten. Dies ist allerdings nicht Überall zu bekommen.

Sonnencreme: Hier gibt es auf dem Markt so einige. Die meisten, vor allem günstigen Sonnencremes sind allerdings voll von Chemie, Nanopartikeln und Mirkoplastik. Puh, abgesehen das einiges davon in Verdacht steht ebenso Krebserregend zu sein, wie die UV-Strahlung, sind das auch alles Dinge die ich weder mir noch meinem Kind auf die Haut schmieren möchte.

Die beste Option sind da grundsätzlich die mineralischen Sonnencremes, ohne Chemie. Außerdem empfiehlt es sich vorher zu schauen ob mikroplastik und Nanopartikel in der Creme enthaltenen sind. Am einfachsten geht das z.b mit der App Code-Check. Meiner Recherche nach, ist die Sonnencreme von Eco cosmetics die mit den wenigsten (diskutierten) Inhaltsstoffen, das ist etwas was mir persönlich wichtig ist, daher empfehle ich auch nur die.  – Achtung mineralische Sonnencreme weißelt immer etwas, das liegt daran, dass der Schutzfilm auf der Haut liegt. Das ist richtig und wichtig, denn dies zeigt das die Partikel so groß sind, dass sie nicht aufgenommen werden. Dennoch finde ich, dass sich die Creme gut verteilen lässt. Grundsätzlich sollte jede Sonnencreme abends  abgewaschen werden.

Auch bei Sonnencreme reicht den Meisten ein LSF von 30, damit immernoch genug Vitamin D gebildet werden kann.

 

Was für wen?

Während Babys vorzugsweise in langer luftiger Kleidug (gern Wolle-Seide) im Schatten bleiben sollten und so bis zum ersten Geburtstag mindestens auf Sonnencreme verzichtet werden kann und sollte wird das bei mobilen (Klein-)Kindern schwieriger. Hier ist der Einsatz von Sonnencreme kaum vermeidbar. Es sollte auf eine mineralische Creme zurück gegriffen werden. Und grundsätzlich gilt: so wenig wie mölglich, so viel wie nötig. Hier wird also sofern es akzeptiert wird – und das wird es meist- der Großteil mit Wolle-Seide Kleidung und Sonnenhut abgedeckt. Wir erwachsenen sind für unser Glück natürlich grundsätzlich selbst verantwortlich, dennoch empfiehlt sich auch für uns ein ausreichender Sonnenschutz ohne Chemie, Mikroplastik und Nanopartikel. Wie wir diesen erzielen ist dann sehr individuell.

 

 

Grundsätzliches

Die Sonne sollte per se im Mittagszeitraum, also von 11-15 Uhr gemieden werden, denn da ist die Strahlung am höchsten. Auch im Schatten kann die Strahlung zu dieser Zeit noch zu extrem sein, daher sollte eine Art „Siesta“ im Haus gehalten werden.

Auch die Augen der Kinder sollten mit einer Sonnenbrille geschützt werden. Bitte hier auch unbedingt auf einen vorhandenen UV Schutz achten.

Die Sonne ist nicht allerorts gleich stark, und nicht jeder Mensch hat den gleichen Hauttyp, daher kann ein Sonnenschutz von mehr als LSF 30 in südlicheren Ländern für sehr helle Hauttypen auch in Deutschland wichtig und sinnvoll sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

*Disclaimer: Ich bin keine Fachkraft im Bereich Haut und Hautschutz. Der Artikel basiert auf meiner Recherche die ich nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt habe. – Der Artikel enthält aufgrund der Markennennung Werbung für eine APP sowie Eco Cosmetics. Nichts davon ist vergütet. 

 

 

 

 

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Babybauch Update – bis zur 16. Schwangerschaftswoche

Die Zeit rennt. Ehe ich mich versehe ist wohl die halbe Schwangerschaft schon um, es ist erschreckend wie viel ein Kleinkind daheim und viel Arbeit da verändert. Nun komme ich endlich dazu euch ein neues Babybauch Update zu schreiben. Und das wo ich doch schon langsam auf die 18. Woche zusteuere.

 

Time flies

Der kleine Bär fordert mich. Klar, das ist völlig normal. Aber dadurch, durch das Anlegen des Gemüsegartens, die Planung der Hochzeit der besten Freunde und nicht zuletzt meine Mawiba Stunden vergeht die Zeit wie im Flug. Insgesamt ist es toll das ich nicht das Gefühl habe, dass jeder Tag ewig dauert. Aber dann gibt es wieder Momente, gerade die ruhigen wo ich Zeit habe mich auf die Schwangerschaft zu besinnen, da vermisse ich es dies nicht öfter tun zu können.

Seit der 15. Woche spüre ich immer mal wieder Babys Bewegungen. Noch zart, aber merklich. Das ist wundervoll. Tatsächlich könnte ich mich noch sehr präsent an die kräftigen Tritte des Bären erinnern. Die Erinnerungen an diese kleinen sanften Bewegungen, die man nur in Ruhe auf dem Sofa liegend bemerkt war aber sehr verblasst. Es ist toll das nochmal zu erleben und dieses Gefühl zu genießen.

Babybauch und neue Frisur
15.ssw- Baby is in a Size of an apple

 

Pummelig oder schwanger, das ist hier die Frage?!

Dies ist auch langsam die Zeit in der der Bauch sichtbar wird. Und ja, ich trage ihn stolz und zeige ihn gern. Und während ich persönlich den Bauch schon fast riesig finde, werde ich immer wieder vorsichtig gefragt ob ich denn Schwanger bin.

Ich mein,  echt jetzt? Ist das (noch) so undeutlich? Unfassbar! Aber ich verstehe auch die Problematik der Menschen – wenn fälschlicherweise eine Schwangerschaft unterstellt wird , wo gar keine ist, dann gleicht das auch der Arschbombe ins Fettnäpfchen.

Gelüste habe ich (bisher) übrigens eher wenig. Neben Sülze, die nun wieder gekauft werden muss könnte ich vor allem jeden Tag Tomate Mozzarella essen. Und ich habe eine ziemliche Abneigung gegen MC Donalds entwickelt. Meist wird mir schon beim Gedanken daran schlecht.

 

Apropos Übelkeit und andere WehWehchen…

…ich werde tatsächlich noch immer von dieser furchtbaren Schwangerschaftsübelkeit inklusive Erbrechen geplagt. Allerdings wird es langsam seltener und tritt nur noch an manchen Tagen auf, oder wenn ich Tabetten wie z.b Magnesium genommen habe. Letzteres ist allerdings unbedingt nötig, ich neige eh zu Krämpfen und sollte rein prophylaktisch Magnesium nehmen um vorzeitigen Wehen Einhalt zu gebieten. Zusätzlich hilft es mir bei dem Mutterbänder ziehen, was immer mal wieder wirklich schmerzhafte Ausmaße annimmt. Blöd nur wenn die Tablette dann immer postwendend wieder raus kommt. Vielleicht habt ihr einen Tipp für mich? Ich bin für jeden dankbar!

Ansonsten fühle ich mich aber soweit gut. Von Wassereinlagerungen oder Krampfadern ist noch keine Spur und auch meine Kondition ist wieder etwas besser als zu Beginn der Schwangerschaft. Zumindest schaffe ich wieder eine komplette Mawiba Stunde mit dem 12 Kilo Bären auf dem Rücken, das finde ich schon gut.

 

Vorbereitungen

Nach meinem Besuch im Geburtshaus freue ich mich auf jedenfall schon jetzt auf die Geburt und möchte langsam mit der Vorbereitung darauf anfangen. Ich habe mich vorerst für drei Bücher entschieden, das ist zum einen „Hypnobirhting“, dann „Alleingeburt“ und zu guter Letzt noch „Guter Hoffnung“. Ich hoffe sehr, dass ich die Zeit finde, alle zu lesen und mich so bewusst und intensiv auf die nächste Geburt vorbereiten zu können. Der Besuch beim Geburtsvorbereitungskurs steht diesmal noch in den Sternen. Für die Geburt selbst hat er mir beim letzten Mal leider absolut nichts gebracht. Andererseits ist es schön andere Schwangere aus der Umgebung kennen zu lernen. So können direkt nette Kontakte entstehen, die dann zum Teil auch nach der Geburt der Kinder noch halten. Ihr seht, ich bin hin und hergerissen. Mal sehen, ichwerde mir nochmal Gedanken zu dem Thema machen.

Babybump update

Familie

Zwischen Selbstaufgabe und Selbstbestrafung- warum wir es uns selber nicht recht machen können.

Wir Mamas, wir Eltern, wollen das Beste für unsere Kinder. Beinahe jeder von uns, das ist es doch, was uns aus macht. Und genau deshalb schaffen wir es nicht, dass wir mir uns selbst zufrieden sind. Denn das Beste, was wir schaffen zu geben. Ist dann eben doch nicht gut genug. Nicht wenn es um unsere Kinder geht… oder vielleicht grundsätzlich nicht?

 

Du bist genug …

Hand hoch wer von euch diese Aussage, so oder so ähnlich aus seiner Kindheit und Jugend kennt. – Ich möchte nicht anmaßend sein, aber ich bin mir sicher, die Anzahl der erhobenen Hände ist gering. Woran liegt das?

Der Wunsch, dass Kinder das Beste bekommen, oder erreichen können ist nicht selten mit einem enormen Erfolgsdruck gekoppelt. Auch unsere Eltern wollten nur das Beste für uns. Aber grade deshalb haben wir gelernt, dass es immer noch höher, schneller und besser gehen muss. Wir wurden direkt, oder indirekt angetrieben immer mehr Leistung ab zu rufen. Und diese Erwartungshaltung hat sich so tief in uns verwurzelt. Sie überträgt sich auf das Bild was wir von uns selbst haben und so verlieren sich einige von uns schon im Job in Burn out und co, während Andere an der Elternrolle, an der Mutterrolle verzweifeln.

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Selbstaufgabe – die Entfernung vom Glück

“Kinder bedürfnis- und bindungsorientiert begleiten, das sogenannte Attachment parenting führt dazu, das Mütter sich selbst vernachlässigen.“ – So oder so ähnlich klang eine reißerische Aussage in einem Blogartikel vor nicht all zu langer Zeit.

Bullshit. Sage ich. Das einzige, was zu dieser Vernachlässigung, dieser Selbstaufgabe führt ist der der „Erfolgsdruck“. Es ist so. Sobald wir unsere eigenen Bedürfnisse achten und uns um uns selbst kümmern, haben wir ein schlechtes Gewissen. Sich eine Auszeit zu gönnen, sich Gutes zu tun, dass ist in unseren Köpfen zu wenig Leistungsorientiert. SO können wir unseren Kindern nicht das Beste geben, denn wir sind ja nicht da, oder kümmern uns nicht ausreichend. Und so bekommen wir das Gefühl es geht nur eins… sich selbst achten und pflegen, oder eben dsd Beste für das Kind geben. So gerät das Leben in Schieflage und wir entfernen uns immer mehr von dem Gefühl glücklich zu sein, in dem wir uns immer mehr selbst aufgeben.

 

Der Schein trügt

Um das Beste für unsere Kinder geben zu können, müssen wir aber eben vor allem eins sein. Glücklich und ausgeglichen. Alles andere führt zu nichts. Zumindest zu nichts Gutem. Mit der Ausgebranntheit liegen die Nerven blank. Wir reagieren gereizt, auf Kleinigkeiten. Mit der Ausgebranntheit kommt die Gefühlskälte. „Ist mir doch egal“, oder „Mach doch was du willst“ sind in etwa so weit von bedürfnisorientierter Begleitung entfernt, wie sein Sonne vom Mond. Es ist eben nicht Laisser-faire , es ist eben nicht egal. Die Beziehung ist das Band, was unser Miteinander trägt und wir sollte es nicht kappen.

Gönn dir was.

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Nimm dir Auszeiten und sammle Kraft, lade die Akkus auf.

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Viele Wege führen nach Rom … und zum Glück.

Mütter, oder besser Eltern sind auch Menschen. Und die sind bekanntlich verschieden. Es ist absolut individuell wie viel „me-Time“ nötig ist um ausgeglichen zu sein.  Während einer unbedingt wieder zurück in den Job möchte und dafür die Nachmittage mit Kind dann hoch qualitativ nutzt, reicht anderen ein Abend in der Woche, wo der Partner die Kinder ins Bett bringt.

Egal welches euer Weg ist, solange er für alle Begeiligten passt und ihr glücklich damit seid, ist er gut und richtig.

Niemand MUSS 24/7 mit dem Kind zusammen sein um eine gute Mutter zu sein. Gleichzeitig ist sind Bedürfnisse ab zu wägen. Was erlaubt grade noch etwas Aufschub, was muss sofort gestillt werden. Die Bedürfnisse von Babys dulden in der Regel wenig bis keinen Aufschub. Aber auch hier können durch Hilfe von Papa und anderen Bezugspersonen kleine Auszeiten geschaffen werden.

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Alles hat seine Zeit.

 

Und wenn der Karren an die Wand gefahren ist?

Wenn wir dann doch mal uns vergessen und in der Konsequenz das Kind schlecht behandelt haben? – Dann hilft weder Selbstmitleid, noch das verharmlosen oder rechtfertigen. Und auch die Selbstbestrafung , in die wir doch all zu gern fallen (auch dadurch würden wir geprägt) ist eher destruktiv. Dann hilft nur die Ehrlichkeit sich selbst und dem Kind.

Hey das war echt nicht in Ordnung von mir, es tut mir leid.

Vorleben, dass auch mal was in die Hose geht und Entschuldigungen keine Schande sein. Und so dann schwups, doch schon wieder das Beste fürs Kind und seine Zukunft  geben.