Ein zweites Kind ist unterwegs
Familie, Schwangerschaft

Das zweite Kind kommt – Vorbereitung für Geschwister im Kleinkindalter

Mein Kind wächst Bedürfnisorientiert auf und ein Geschwisterchen ist auf dem Weg. Wie bereite ich mein Kind darauf vor, dass es künftig ein weiteres Familienmitglied geben wird? Wie mache ich verständlich, dass ich vielleicht nicht mehr alles so kann wie vor der Schwangerschaft und was kann mein Kleinkind eigentlich schon verstehen? Viele Fragen um das Thema Geschwisterkind. Und im folgenden unser Weg.

Ein zweites Kind ist unterwegs

Was versteht mein Kleinkind schon ?

Für die meisten Kleinkinder ist die Vorstellung, dass da ein Baby im Bauch ist noch ziemlich abstrakt. Ich mein, wer kann Ihnen das verübeln, es ist ja schon für uns selbst kaum vorstellbar welche Wunder unser Körper da vollbringt. Daher ist da erstmal recht wenig Verständnis. Meist merken die kleinen mit wachsendem Bauch dann aber doch, dass sich da was bei Mama verändert.

Uns hat der Sonoline, den ich eigentlich für meine Beruhigung in Benutzung hatte, zu etwas Verständnis verholfen. Ich habe erklärt, dass wir damit das Baby hören können und der Bär konnte so den Herztönen lauschen. Er konnte so etwas in Mamas Bauch hören, was Baby genannt wird. Spannend, auch wenn wohl die genau Vorstellung zu diesem etwas  völlig fehlt. So haben wir eine erste Art der Verbindung geschaffen, wenn man das überhaupt so nennen kann. Alternativ geht das wohl auch mit dem Ultraschall. Da die Praxis dem Bären aber einfach zu langweilig ist, war das für uns nie wirklich eine Option. Für Kinder ab etwa 3 stelle ich mir das wirklich  gut vor, so das Baby schon mal sehen zu können.

Spannend – oder beängstigend wird es dann wohl, sobald die kleinen das Baby auch von außen spüren. Wie die Kinder darauf reagieren ist genau so individuell wie jedes Kind es eben ist.

 

Eine Puppe als Hilfestellung

Seit dem das Thema Baby hier aktuell ist und auch imme wieder kommuniziert wird, besteht  seitens des Bären ein gesteigertes Interesse an Puppen. Diese sollten aber möglichst so aussehen, wie er echte Babys kennt. Denn hier wird zwischen Puppe (Krümel) und Baby (Tragepuppe) klar differenziert.

Er möchte sich nun also immer um ein (das) Baby kümmern. Trägt die Puppe durch die Gegend, hatte sie schon im Tragetuch, teilt sein Spielzeug und gibt ihr trinken aus dem Becher. Mit der Puppe können wir als Eltern auch zeigen was später wie mit dem Baby gemacht wird, wickeln, stillen, tragen. Und natürlich kann das Kind hier mit einbezogen werden. So läuft es eventuell darauf hinaus, dass später auch Baby und Puppe parallel gewickelt werden. Oder der große Bruder/die große Schwester haben beim helfen vom wickeln des echten Babys dann schon mal etwas Übung.

Was das Geschwisterchen mit dem Babybauch mache kann

 

Rücksicht – oder Mama kann nicht mehr so wie vor der Schwangerschaft.

Das wohl schwerste für Kinder ist das Verständnis, dass manche Dinge nicht mehr wie gewohnt ablaufen (können). Die ein oder andere Mama darf aufgrund von Blutungen oä. nicht mehr heben/tragen. Viele leiden unter Übelkeit, Müdigkeit und Kreislauf Problemen oder sind schlicht schneller erschöpft.

Damit das vorhandene Kind die Schwangerschaft und das Geschwisterchen nicht gleich negativ verknüpft, ist es an dieser Stelle meiner Meinung nach besonderes wichtig einen Mittelweg zu finden. Bedürfnisse sind für alle da, das gilt gerade auch für Schwangere. Natürlich soll und muss es Pausen geben. Und es sollte  auf Unwohlsein Rücksicht genommen werden. Dennoch ist es wichtig, dabei nicht das Kind zu vergessen und in eine “nur ich” Haltung zu verfallen. Es ist wichtig weiter auch die Bedürfnisse der anderen (übrigens z.b auch die des Mannes) zu sehen und zu kommunizieren. Für fast alles lassen sich Lösungen finden.

Heben nicht mehr möglich? – Okay dann setz dich eben zu deinem Kind runter und nimm es dort auf den Schoß.

Trage verbot? Das ein oder andere mal kann Papa sicher tragen. Und sonst findet ihr vielleicht eine tolle Alternative für euch zwei? Face to Face Schieben, das Dreirad oder Laufrad?

Zum gemeinsamen Spielen kann auch prima gemeinsam auf dem Sofa oder Bett gelegen werden. – Spielplatz ok, aber Mama darf auf die Bank in den Schatten und das Kind spielt allein/mit den anderen Kindern dort.

Und wenn mal gar nichts (mehr) geht? -Dann gibt es neben Papa doch sicher Oma und Opa, Freunde oder eine nette Nachbarin, die mal für etwas Entlastung und gleichzeitig Action für das Kind sorgen können. Und ja, ich halte es für legitim sonst auch mal eine Kindgerechte App oder YouTube mit der Lieblingssendung zu nutzen. Wichtig hierbei ist, nicht die Relation zu verlieren und das Kind der Einfachheit halber nur noch vor Digitalen Medien zu parken und dabei jegliche Beziehung zu vernachlässigen.

 

Bei uns ist oft wildes toben ein Problem, da wird auch mal wirklich unangenehm auf den Bauch geplumpst oder sich darauf abgestützt. Für ein Kleinkind ist einfach nicht klar, dass dies im Zweifel schädlich für das Baby sein kann. Daher ist es unsere Aufgabe uns selbst da zu schützen. Natürlich dürfen wir erklären, dass der Babybauch vorsichtig behandelt werden muss und streicheln oder eincremen da eine tolle Sache ist. Aber es kann nicht die Verantwortung unseres Kleinkindes sein wirklich auf den Schutz des Bauches zu achten. Dies ist einzig unsere Aufgabe. Wenn das mal nicht so gut gelingt dürfen wir sauer sein, auf uns selbst. Nicht auf unser Kind.

 

Was wir bewusst vermeiden.

Auch das gehört für mich  die Kategorie vorbereiten. Denn nicht nur Dinge die wir tun, sondern auch solche die wir nicht tun haben ihre Auswirkungen.

Jeder von uns kennt sie sicher, diese netten Aussagen, die wohl vorbereiten sollen aber letztlich wie eine Drohung klingen.

wenn das Baby da ist, musst du dein Spielzeug aber teilen

oder

wenn das Baby da ist, kann Mama dich nicht mehr so viel tragen

sind solche Beispiele. Wir selbst nutzen solche Sätze gar nicht und auch wenn sie von der Familie eingebracht werden, wende ich mich bewusst dem Bären zu und erkläre, dass ich z.b beide tragen kann oder das Baby eigenes Spielzeug bekommt. Mir ist wichtig, dass das neue Familienmitglied nicht als Konkurrenz gesehen wird. Denn das führt häufig zu Ablehnung und Eifersucht. Ein weiterer Mensch in der Familie bedeutet zwar mehr Bedürfnisse die es zu berücksichtigen gilt, aber  nicht, dass die einzelnen Bedürfnisse weniger wichtig sind.

 

 

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Ausgewogen ernähren in der Schwangerschaft
Familie, Schwangerschaft

Schwanger – warum die Ernährung nun besonders wichtig ist.

Babys holen sich was sie brauchen. Oder viel mehr, der Körper ist so “gepolt”, dass er automatisch alle wichtigen Nährstoffe für das Baby an dieses weiter leitet.
Das ist schon ganz schön schlau. Und trotzdem spielt die Ernährung in der Schwangerschaft eine entscheidende Rolle.
Denn auch wenn das Baby gut versorgt ist, kann es erhebliche Folgen haben, wenn die Mutter dann an einem Mangle leidet.
Oder es kommt vor, das so wenig von bestimmten Nährstoffen aufgenommen wird, dass schlicht nicht genug da ist um das Baby ausreichend damit zu versorgen.
Mit diesem Artikel möchte ich euch helfen, die passende gesunde Ernährung zu finden, damit ihr und euer Baby im Bauch ausreichend versorgt seid.

Essen in der Schwangerschaft

Wichtige Nährstoffe, für unser Baby – die passende Ernährung

Babys benötigen für ihr Wachstum und die Optimale Entwicklung bestimmte Nährstoffe und Mineralien.
Von diesen möchte ich nun einen kleinen Überblick schaffen und euch verraten, welche Nahrungsmittel hier besonders geeignet sind.

Nährstoffe denen wir weniger Aufmerksamkeit schenken müssen, da wir sie zumeist automatisch aufnehmen:

Chrom: Ein Nährstoff, von dem wir nur recht wenig am Tag benötigen. Zuständig ist es für die Regulation des Blutzuckers und den Eiweß Stoffwechsel.
Der wohl beste Lieferant für Chrom ist Erdnussbutter.
Da wir aber nur 30-100µg am Tag benötigen decken wir den Bedarf meist automatisch, denn Chrom ist in vielen Lebensmitteln enthalten.

Jod: Auch Jod gehört zu den Nährstoffen, die wir in der Regel ausreichend zu uns nehmen, sofern wir nicht nur Tütensuppe essen.
Jod findet sich in Speisesalz, Wasser, Milchprodukten und co, so sind die nötigen 230µg am Tag schnell erreicht.

Kalium: Ist vor allem für die Muskeln (An- und Entspannung) wichtig. Und unser Bedarf ist recht leicht zu decken.
Kartoffeln sind zum Beispiel ein guter Lieferant. mit 5 Kartoffeln am Tag ist unser Kaliumbedarf gedeckt.
Aber auch Rosinen, Pflaumen(-saft) und Aprikosen enthalten recht viel Kalium.

Vitamin A: Ist wichtig für das Zellwachstum und die Augen. Außerdem noch für die Herstellung von Blutkörperchen und das Immunsystem.
Der wohl bekannteste Vitamin A Lieferant sind Karotten, aber auch Kürbis. Paprika und Süßkartoffel liefern viel von diesem wichtigen Vitamin.
Mit einer ausgewogenen Ernährung ist der Bedarf von rund 1,1mg am Tag (entspricht einer mittleren Karotte) schnell gedeckt.

Vitamin B12: Ist zuständig für die Bildung der DNS und Nervenzellen.
Bei schwangeren besteht ein Bedarf von rund 3,5µg pro Tag.
Dies ist durch Hartkäse oder Rindersteak z.b gut zu decken. Problematisch wird es lediglich für veganer. Diese substituieren aber in der Regel B12 sowieso mit Präperaten.

Zink: Hilft unter anderem die Organe und das Sklett aus zu bilden.
10mg am Tag benötigen wir als schwangere, mit einem gutem Frühstücksmüsli oder etwas Fleisch wie z.b Schmorrfleisch oder Lamm lässt sich dieser Bedarf gut decken.

 

Nährstoffe denen wir mehr Aufmerksamkeit widmen sollten:

Kalzium: Die meisten wissen um die Bedeutung von Kalzium beim Knochenaufbau. Doch auch für das Herz-Kreislaufsystem ist es essentiell.
Sojamilch und Joghurt sind tolle Lieferanten für Kalzium. Aber auch Kuhmlich und getrocknete Feigen eignen sich für eine ausreichende Versorgung mit diesem Mineral.
Für die benötigten 1000mg am Tag ( wenn ihr nebenher noch stillt 1200mg) müsstet ihr etwa 1 Liter Sojamilch trinken. Zum Glück enthält aber auch grünes Gemüse, Mineralwasser, Brot und co Kalzium, was es leichter macht, die nötige Menge zu erreichen.

Biotin: Ist wichtig für die Haare und Nägel. Auch schon bei eurem Baby, denn diese entstehen schon im Mutterleib.
Biotin ist vor allem in Haferflocken enthalten, aber auch Blumenkohl und Eier eignen sich um die Versorgung zu Gewährleisten.
30-60µg pro Tag sollten es sein – das entspricht etwa der Menge von 200g Haferflocken.

Eisen: Ist wichtig für die Blutbildung (rote Blutkörperchen). Viele Mütter haben ab der zweiten Hälfte der Schwangerschaft einen deutlichen Eisenmangel, daher gilt es am Besten direkt von Anfang an vor zu sorgen. Besonders noch stillende Mütter haben hier einen noch höheren Bedarf.
Schwangere sollten am Tag 30mg Eisen zu sich nehmen, stillende Mütter 20mg – als stillende, schwangere Mutter dürfen es also gern 35-40mg pro Tag sein.
Am meisten Eisen findet ihr in Haferflocken. Mit rund 200g könnt ihr da euren Tagesbedarf decken. Aber auch Tofu, Spinat, Fleisch und Bohnen enthalten Eisen, wenn auch in deutlich geringerem Maße.

Folsäure: Die ausreichende Aufnahme von Folsäure beugt Defekten am Nervensystem – speziell dem Rückemark/ Neuralrohr vor. Außerdem wirkt es sich positiv auf die Ausbildunf der DNS und Gehirnfunktion aus.
Kennt ihr Schwarzaugenbohnen? – Nein? Ich auch nicht, die wären aber der Perfekte Lieferant für Folsäure. Aber auch Spinat, Rosenkohl und Papaya eignen sich gut.
Täglich den Bedarf von 550µg allerdings nur durch Ernährung zu erreichen ist schwer. nicht zu letzt auch dadurch, dass Folat sehr empfindlich gegen Licht, Hitze und Wasser reagiert.

Magnesium: Ist nicht nur wichtig für starke Knochen und Zähne sondern reguliert auch den Blutzuckerspiegel. Außerdem ist es für die Mama wichtig, was Krämpfe angeht.
Wer versucht seinen Magnesiumbedarf natürlich zu decken ist wohl mit Kürbiskernen am besten beraten. 50 gramm enthalten zumindest 2/3 des täglichen Bedarfs.
Dennoch ist es einfach scher täglich ausreichend  ( 300-400mg) Magnesium auf zu nehmen.

Pantothensäure: Reguliert die Produktion von Antikörpern und Adrenalin.
Aufgenommen werden sollten täglich 6mg, dies ist kaum zu erreichen, ein Ei zum Beispiel enthält grade mal 1,1mg und ist der wohl beste Lieferant.

Phosphor: Zuständig für Herzrhythmus, Blutgerinnung, Knochen und Zähne.
Der Bedarf einer Schwangeren liegt bei 900mg am Tag.
Milch, weiße Bohnen oder auch Knäckebrot sind gute Phosphorlieferanten.
Mit etwas mehr als 200g weißen Bohnen zum Beispiel ist der Tagesbedarf gedeckt.

Vitamin B6: Zuständig für den Stoffwechsel, die Bildung des Nervensystems und der roten Blutkörperchen.
1,9mg sollten Schwangere am Tag aufnehmen. Dafür braucht es 3 Bananen oder auch 3 Kartoffeln am Tag.

Vitamin C: Wichtig für Bindegewebe, Collagen, Haut und Zähne.
An dieser Stelle gilt, wer viel Obst und Gemüse isst, oder täglich ein Glas Orangensaft trinkt, der deckt den Bedarf gut ab.
– Kleine Randbemerkung, Eisen wird übrigens, wenn es mit Vitamin C zusammen eingenommen wird deutlich besser vom Körper aufgenommen.
Wer also Eisen per Präparat zuführt, spült die Kapsel am besten direkt mit O-Saft runter.

Vitamin D: Essentiell für Knochen und Zähne und gerade im Winter bei den meisten Menschen in unseren Breitangraden Mangelware.
Tankt so viel Sonne wie geht. Alternativ sind Lebertran und Hering tolle Vitamin D Lieferanten. Dann wird die Luft aber auch schon dünn.
Zum Glück gibt es Vitamin D Tropfen auf Öl Basis als Abhilfe.

Vitamin K: Im weitesten Sinne wichtig für die Blutbildung.
Vollkornprodukte z.b Brot, Sauerkraut und allen voran Rosenkohl sind gute Vitamin K Lieferanten.

Vitamin E: Wichtig für unser Immunsystem.
Ist enthalten in Hühnereigelb, oder auch in Haferflocken.
Dennoch ist der Bedarf von 13mg am Tag schwer zu decken.

 

Was davon kann durch Mineral Präparate gedeckt werden?

Nicht ohne Grund gibt es also auf dem Markt diverse Präparate für Schwangere, die dafür sorgen sollen, dass unser Nährstoffbedarf und der unseres Babys ausreichend gedeckt werden.
Das heißt nicht, dass wir dann auf gesunde Ernährung verzichten können oder sollten. Aber diese kleinen Hilfsmittel erleichtern uns das Leben dennoch ungemein.
Die meisten der eher schwer allein durch Ernährung aufzunehmen Stoffe sind in diesen Präparaten enthalten.

Das sind vor allem:

Folsäure, Vitamin B 1,2,6 und 12, Biotin, Panthothensäure, Vitamin E, Vitamin C und Jod.
In einigen Tabletten finden sich außerdem noch Selen und Zink sowie Vitamin D – aber eben nicht in allen. Hier lohnt sich der Blick auf die Packung oder die Beratung durch Hebamme oder Frauenarzt.

Vor allem Magnesium und Vitamin D sollten anderweitig substituiert werden.
Der HB- Wert wird in der Schwangerschaft in der Regel zu den Vorsorgeuntersuchungen kontrolliert, so wird ein Eisenmangel festgestellt, wenn er vorhanden ist und es wird gezielt behandelt. Dennoch sollte vor allem hier schon vorher möglichst auf die Ernährung geachtet werden, quasi bevor das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen ist. Denn Speicher wieder auf zu füllen, und das unter Umstanden wenige Wochen vor der Geburt ist deutlich schwieriger, als den Eisenhaushalt direkt möglichst im Gleichgewicht zu halten.

 

Nur keine Panik

Wer nun denkt: *Oh mein Gott, so viel worauf ich achten muss*, sollte sich daran erinnern, was ich eingangs beschrieben habe. Unser Körper ist so “gestrickt”, dass er immer dafür sorgt, dass das Baby sofern irgend möglich mit ausreichend der benötigten Nährstoffe versorgt wird.
Auch Heißhunger auf verschiedene, bestimmte Lebensmittel können ein Zeichen dafür sein, dass der Körper sich da gerade einfach einfordert was er braucht. Daher ist es durchaus ratsam auf seine Gelüste zu hören oder sie zumindest ernst zu nehmen.
Das ist nun allerdings kein Freifahrschein für das nächste Fastfood Restaurant jeden Abend, denn wenn wir ehrlich sind, wissen wir genau das wir hier definitiv keinen Nährstoffmangel ausgleichen können.

Ausgewogen ernähren in der Schwangerschaft

Wichtige Nährstoffe und Ernährungsinformationen für Mama

Nun sollte, wenn auch reichlich theoretisch geklärt sein, was das Baby im Bauch für eine optimale Entwicklung benötigt. Aber auch wir Mamas sollten für uns selbst auf eine gute Ernährung während der Schwangerschaft achten. Was viele nicht wissen ist, dass ein Mangel bei der Mutter, selbst wenn das Kind ausreichend versorgt ist, enorme Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben kann. Und das wiederum kann dazu führen, dass die Durchblutung nicht mehr gut funktioniert, was dann wiederum auch das Baby betrifft und bis zu einer Mangelversorgung führen kann.

 

Welche Nähestoffe benötige ich als Schwangere?

Neben Eisen, welches für die Bildung von roten Blutkörperchen benötigt wird, und Magnesium gegen etwaige Krämpfe, haben Schwangere auch in einigen anderen Bereichen einen Mehrbedarf, der allerdings häufig gar nicht so bekannt ist.

So sollten etwa 1-2TL (gestrichen) mehr  Salz am Tag aufgenommen werden als normal. Was zumindest eine Steigerung von 100% ist. Salz bindet Wasser im Blutgefäßsystem und wer nicht genug davon aufnimmt neigt eher zur Ödembildung (Wassereinlagerungen) als andere. Je mehr Wasser im Gewebe eingelagert wird, desto weniger befindet sich im Blut. Dies wird somit dickflüssiger und das Baby kann nicht mehr so versorgt werden.

Ganz ähnlich verhält es sich mit Eiweiß. Der Eiweißbedarf ist um rund 30% erhöht. Eine Schwangere sollte am Tag 1,3g Eiweiß Pro KG Körpergewicht zu sich nehmen. Das ist gar nicht so einfach wie vielleicht denkt. Deutlich wird das an meinem Beispiel, ich sollte pro Tag aktuell fast 94g Eiweiß zu mir nehmen. Das wären 300g Parmesan am Tag (er ist mit 36g Eiweiß pro 100g der Top Lieferant). Da viele von uns diese Menge kaum schaffen  können z.b Eiweißshakes Abhilfe schaffen. Achtet nur auf möglichst wenig Zusatzstoffe. Das Problem bei einem Eiweißmangel ist übrigens letztlich das selbe wie beim Salzmangel.

Präeklampsie

Salz- und Eiweißmangel erhöhen also das Risiko für eine Präeklampsie, welche durch Bluthochdruck (in folge der dickeren Konsistenz vom Blut), Ödeme, Eiweißausscheidung und eine Plazentainsuffizienz (Mangelversorgung des Babys) gekennzeichnet ist.  Das heißt, wir können durch eine gute Ernährung das Risiko der Präeklampsie, im Volksmund auch bekannt als Schwangerschaftsvergiftung, senken.
Aber nicht nur Eiweiß und Salz spielen hier eine Rolle, sondern auch Vitamin D, Folsäure und die B Vitamine. Bei diesen Nährstoffen wird davon ausgegangen, dass sie Auswirkungen auf eine für uns gar nicht merkliche Stress Art haben. Ist dieser Stress erhöht, so steigt ebenfalls das Risiko dafür eine Präeklampsie zu entwickeln.

Was wir alle tun können um das Risiko möglichst gering zu halten: Mindestens 2 Liter am Tag trinken, salzhaltig und Protein reich essen, Stress vermeiden oder zumindest minimieren, Folsäure einnehmen, ausgewogen und gesund essen (das heißt auch minimieren von kurzkettigen Kohlenhydraten).

 

Was wir nicht benötigen oder zumindest minimieren sollten

Neben den bekannten Dingen wie: kein Alkohol, kein Rauchen und Koffein in Maßen sind es vor allem die Kohlenhydrate die uns zu schaffen machen.
In Deutschland ernähren wir uns grundsätzlich zu Kohlenhydrat haltig und vor allem von zu vielen kurzkettigen Kohlenhydraten. Diese lassen unseren Blutzuckerspiegel schnell steigen und auch wieder sinken.
Die Folge sind Heißhungerattacken und letztlich die Begünsitgung eines Schwangerschaftsdiabetes.
Und jetzt mal im ernst, den will doch keiner von uns. Denn er bringt neben dem Verzicht auf viele Nahrungsmittel und dem Insulin spritzen auch einige Risiken fürs Kind mit sich. Was letztlich unsere Entscheidungsfreiheit in Sachen Geburt deutlich einschränkt.
Frauen mit einem Gestationsdiabetes dürfen oft nicht zuhause oder im Geburtshaus entbinden, sondern müssen in eine Klinik. Außerdem wird teilweise vor-, meist aber zumindest ab dem errechneten Entbindungstermin die Geburt eingeleitet.

Was können wir also tun?
Wir können versuchen Weißmehlprodukte zu vermeiden und stattdessen zur Vollkorn alternative zu greifen. Als Snack für zwischendurch eignen sich Obst und Gemüse grundsätzlich besser, als der schnelle Schokopudding.
Bei Süßigkeiten-Hunger sind Nüsse eine tolle Alternative, aber auch möglichst dunkle Schokolade, oder Quark mit Beeren, mit Backkakao und Agavendicksaft oder Banane stillen das Verlangen oft gut. Und wenn es dann MAL doch nicht anders geht, als der Schokoriegel aus dem Kühlschrank, oder das leckere Eis, dann ist das ok. Denn grundsätzlich achten wir darauf unseren Körper zu schonen und gesund zu versorgen. Das hilft uns und unserem Baby letztlich in allen Bereichen.
Ach und verliert dennoch nicht die Lust am Essen. Denn auch, oder vor allem gesund zu essen und zu kochen macht so viel Spaß.

 

 

 

 

 

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Quellen:
Babycenter
Guter Hoffnung
eigene Ausbildung zur GUKP
Hebamme
Frauenärztin

Familie, Schwangerschaft

Babybauch Update – bis zur 16. Schwangerschaftswoche

Die Zeit rennt. Ehe ich mich versehe ist wohl die halbe Schwangerschaft schon um, es ist erschreckend wie viel ein Kleinkind daheim und viel Arbeit da verändert. Nun komme ich endlich dazu euch ein neues Babybauch Update zu schreiben. Und das wo ich doch schon langsam auf die 18. Woche zusteuere.

 

Time flies

Der kleine Bär fordert mich. Klar, das ist völlig normal. Aber dadurch, durch das Anlegen des Gemüsegartens, die Planung der Hochzeit der besten Freunde und nicht zuletzt meine Mawiba Stunden vergeht die Zeit wie im Flug. Insgesamt ist es toll das ich nicht das Gefühl habe, dass jeder Tag ewig dauert. Aber dann gibt es wieder Momente, gerade die ruhigen wo ich Zeit habe mich auf die Schwangerschaft zu besinnen, da vermisse ich es dies nicht öfter tun zu können.

Seit der 15. Woche spüre ich immer mal wieder Babys Bewegungen. Noch zart, aber merklich. Das ist wundervoll. Tatsächlich könnte ich mich noch sehr präsent an die kräftigen Tritte des Bären erinnern. Die Erinnerungen an diese kleinen sanften Bewegungen, die man nur in Ruhe auf dem Sofa liegend bemerkt war aber sehr verblasst. Es ist toll das nochmal zu erleben und dieses Gefühl zu genießen.

Babybauch und neue Frisur
15.ssw- Baby is in a Size of an apple

 

Pummelig oder schwanger, das ist hier die Frage?!

Dies ist auch langsam die Zeit in der der Bauch sichtbar wird. Und ja, ich trage ihn stolz und zeige ihn gern. Und während ich persönlich den Bauch schon fast riesig finde, werde ich immer wieder vorsichtig gefragt ob ich denn Schwanger bin.

Ich mein,  echt jetzt? Ist das (noch) so undeutlich? Unfassbar! Aber ich verstehe auch die Problematik der Menschen – wenn fälschlicherweise eine Schwangerschaft unterstellt wird , wo gar keine ist, dann gleicht das auch der Arschbombe ins Fettnäpfchen.

Gelüste habe ich (bisher) übrigens eher wenig. Neben Sülze, die nun wieder gekauft werden muss könnte ich vor allem jeden Tag Tomate Mozzarella essen. Und ich habe eine ziemliche Abneigung gegen MC Donalds entwickelt. Meist wird mir schon beim Gedanken daran schlecht.

 

Apropos Übelkeit und andere WehWehchen…

…ich werde tatsächlich noch immer von dieser furchtbaren Schwangerschaftsübelkeit inklusive Erbrechen geplagt. Allerdings wird es langsam seltener und tritt nur noch an manchen Tagen auf, oder wenn ich Tabetten wie z.b Magnesium genommen habe. Letzteres ist allerdings unbedingt nötig, ich neige eh zu Krämpfen und sollte rein prophylaktisch Magnesium nehmen um vorzeitigen Wehen Einhalt zu gebieten. Zusätzlich hilft es mir bei dem Mutterbänder ziehen, was immer mal wieder wirklich schmerzhafte Ausmaße annimmt. Blöd nur wenn die Tablette dann immer postwendend wieder raus kommt. Vielleicht habt ihr einen Tipp für mich? Ich bin für jeden dankbar!

Ansonsten fühle ich mich aber soweit gut. Von Wassereinlagerungen oder Krampfadern ist noch keine Spur und auch meine Kondition ist wieder etwas besser als zu Beginn der Schwangerschaft. Zumindest schaffe ich wieder eine komplette Mawiba Stunde mit dem 12 Kilo Bären auf dem Rücken, das finde ich schon gut.

 

Vorbereitungen

Nach meinem Besuch im Geburtshaus freue ich mich auf jedenfall schon jetzt auf die Geburt und möchte langsam mit der Vorbereitung darauf anfangen. Ich habe mich vorerst für drei Bücher entschieden, das ist zum einen „Hypnobirhting“, dann „Alleingeburt“ und zu guter Letzt noch „Guter Hoffnung“. Ich hoffe sehr, dass ich die Zeit finde, alle zu lesen und mich so bewusst und intensiv auf die nächste Geburt vorbereiten zu können. Der Besuch beim Geburtsvorbereitungskurs steht diesmal noch in den Sternen. Für die Geburt selbst hat er mir beim letzten Mal leider absolut nichts gebracht. Andererseits ist es schön andere Schwangere aus der Umgebung kennen zu lernen. So können direkt nette Kontakte entstehen, die dann zum Teil auch nach der Geburt der Kinder noch halten. Ihr seht, ich bin hin und hergerissen. Mal sehen, ichwerde mir nochmal Gedanken zu dem Thema machen.

Babybump update

Achtsam mit mir selbst, Familie, Schwangerschaft

Geburtshausbericht – wo Baby Nummer 2 geboren wird.

Nach der Geburt des kleinen Bären war relativ schnell klar, dass ich unzufrieden war. Mit den Möglichkeiten die ich nicht hatte, mit der Betreuung und resultierend daraus auch mit den ergriffenen Maßnahmen. Recht lange war diese Unzufriedenheit recht abstrakt, denn mir war keine Alternative bewusst. Eine Hausgeburt ist mir persönlich zu unsicher, da der Weg, falls eben doch was ist recht weit ist. Seit nun etwa einem Jahr formte sich aber langsam immer mehr der Gedanke in einem Geburtshaus entbinden zu wollen und ganz wichtig, es aus eigenem Sicherheitsbedürfnis auch zu können und mich dabei wohl zu fühlen.

Geburtshausbericht
Vor der Tür des Geburtshauses in der 16. Schwangerschaftswoche. Mein erster Termin.

 

Meine Gründe für eine Entbindung im Geburtshaus

Ich hatte es ja bereits angesprochen. Mir war eine Hausgeburt zu unsicher. Das liegt allerdings nicht daran, dass ich an dem Können und der Einschätzung der Hebmme zweifle. Es ist nur einfach so das es selten, aber eben doch manchmal zu Verlegungen kommt. Ich hab das ganze recht nüchtern durch gerechnet – bis bei und nach Alarm ein RTW ist dauert es 10 Minuten mindestens. Und der braucht selbst mit Sonderrechten zum nächsten Krankenhaus mit Kinderklinik gut 25 Minuten. Nein das war mir tatsächlich einfach zu lang. Das Geburtshaus ist in der Stadt, von Alarm bis in die Klinik dauert es dort nicht mehr als 20 Minuten, das ist mit meinem Sicherheitsbedürfnis einfach deutlich besser zu vereinbaren.

Aber warum nicht wieder ins Krankenhaus? Einfach ein anderes? – Nein. Es ist ziemlich egal wo, die Hebammen sind in jedem Kreißsaal unterbesetzt. Ich möchte nicht darauf spekulieren, dass eventuell am Tag der Entbindung wenig los ist, so dass ausreichend Zeit für eine Adäquate Betreuung bleibt. Was ich mir wünsche ist eine 1 zu 1 Betreuung. Auf die habe ich regulär im Krankenhaus quasi keine Chance. Außerdem möchte ich, dass mir die Möglichkeiten offen stehen und ja aktiv angeboten werden. Zum Beispiel möchte ich dieses Mal unbedingt in die Wanne. Dazu bekam ich beim Bären nicht die Möglichkeit. Und ich erwarte, dass Alternativen wie Massage, Akkupubktur, Homöopathie und co dem Griff zum Schmerzmittel vorgezogen werden. Irgendwie war das auch mi Krankenhaus damals mein Gedanke. Aber sagen wir mal so, ich hätte es besser wissen müssen.

Abgesehen von den ganzen Punkten möchte ich mich wohl und geborgen fühlen, eben ein bisschen wie zuhause. Das ist im Krankenhaus für mich einfach nicht möglich. Und tatsächlich für die meisten anderen werdende Mütter auch nicht. Gemütlichkeit erzeugen die farbigen Wände in der sterilen Umgebung kaum und der Geruch nach Desinfektionsmittel ist einfach nicht sehr heimelig.

 

Geburtshausbericht- wie es mir gefallen hat.

Das Geburtshaus befindet sich bei uns in einer kleinen Altbauvilla. Es gibt einen Wintergarten mit Blick in den kleinen dazugehörigen Garten. Weiterhin befinden sich im Erdgeschoss zwei Kursräume, ein Untersuchungsraum sowie eine kleine Küche. Nach dem Betreten würde ich geben die Schuhe aus zu ziehen, alternativ wurden mir warme stoppersocken angeboten. Es fühlte sich direkt an wie ein heimkommen. Über eine   breite Treppe sind wir dann ins Obergeschoss gekommen. Dort gibt es neben einem „Gäste“ und ein nem Mitarbeiter Bad einen weiteren Untersuchungsraum sowie zwei verschieden gestaltete Geburtsräume. Beide Geburtsräume haben ein direkt angeschlossenes Badezimmer, so muss während der Entbindung die Frau nicht erst über den Flur zur Toilette gehen. In beiden Bädern befinden sich ausreichend große Wannen um darin zu entspannen oder auch zu entbinden. Über der Wanne hängt in beiden Bädern ein Tuch zum reinhängen, ebenso im Zimmer Ansich. Auch finden sich in beiden Zimmern wunderschöne große Betten mit vielen Kissen und natürlich die obligatorische Wickelkommode mit Wärmelampe, Waage und allem was später zur U1 benötigt wird. Die beiden Räume unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Farbe, während der eine in einem Orange/Apricot eher warm gehalten ist und eine ovale Wanne besitzt, ist der andere in Grau und Türkies eher kühl und hat eine 4eckige Wanne. In letzteren Raum habe ich mich, wohl vor allem wegen der Farben direkt verliebt. Direkt nach dem Betreten war klar: ja, hier möchte ich entbinden.

 

Die Betreuung

Während der Schwangerschaft gehe ich nur zu den drei großen Ultraschalluntersuchungen sowie dem Glucose Test zum Frauenarzt. Die anderen Vorsorgeuntersuchungen werden von der Hebamme im Geburtshaus gemacht. Das ist gut und sinnvoll, damit wir uns gut kennenlernen und ich mich im Geburtshaus auch wirklich bald wie zuhause fühle. Außerdem hat so die Hebamme, die auch die Geburt begleitet gleich einen überblick über den Verlauf der Schwangerschaft. Drei Vorsorge Termine im Geburtshaus sind übrigens Pflicht, wie der Rest aufgeteilt wird obliegt jedem selbst.

Ab der 37. Woche hat die betreuende Hebamme bis zur 42. Woche Rufbereitschaft. Das heißt ähnlich wie bei einer Hausgeburt wird die Hebamme angerufen wenn es los geht. Der Unterschied ist, dass sich dann alle am/im Geburtshaus treffen für die Entbindung. Die Hebamme ist während der ganzen Geburt an deiner Seite, natürlich immer so diskret oder aktiv wie grade nötig. Niemand wird unter der Geburt allein gelassen. Weder die Gebärende, noch der oft viel hilflosere Mann dazu.

 

Möglichkeiten und Grenzen

Im Geburtshaus können alle Möglichkeiten die   Geburt natürlich zu unterstützen und die Schmerzen natürlich zu lindern ausgeschöpft werden. Das Repertoire reicht von der Wanne über Homöopathie, Massage und Ölanwendungen bis hin zur Akkupunktur. Was es im Geburtshaus nicht gibt, sind „harte“ Schmerzmittel. Diese wirken sich in einigen Fällen auf den Geburtsverlauf und/oder das Kind aus und das ist nicht erwünscht.

Dafür wird die natürliche Entbindung unterstützt. Viel stehen oder Hocken, entspannen, sanft bewegen. Es wird versucht, dass möglichst alle Frauen stehend oder hockend entbinden, denn dies ist die anatomisch günstigste Position. Niemand wir hier zum entbinden auf den Rücken gezwungen. Sollte der Damm unter der Geburt  reißen, so kann er im Geburtshaus genau so wie auch im Krankenhaus genäht werden.

Es gibt außerdem kein dauerhaftes oder ständiges CTG. Natürlich wird immer mal wieder nach den Herztönen geschaut, aber bei weitem nicht so wie im Krankenhaus, wo ich teilweise das Gefühl hatte, das CTG nie mehr los zu werden. Eine Verlegung ins Krankenhaus passiert unmittelbar, wenn Gefahr für Mutter und/oder Kind besteht. Ist aber auch sonst möglich, wenn die Gebärende feststellt, dass sie das doch unbedingt möchte und ohne Schmerzmedikation nicht schafft.

 

Finanzielle Belastung

Die Geburt als solche wird auch im Geburtshaus von der Krankenkasse finanziert. Damit haben wir als Kunden auch gar nichts zu tun, das wird direkt von Hebamme und Krankenkasse abgerechnet. Ein Kostenpunkt den es im Krankenhaus nicht gibt ist allerdings die Pauschale für die Rufbereitschaft. In unserem Geburtshaus beträgt sie 500 Euro. Das ist aber immer unterschiedlich, daher fragt dort unbedingt nach. Die Krankenkassen stellen ihrerseits meist ein gewisses Budget für „sonstige Schwangerschaftsleistungen“ zur Verfügung. Wie hoch das ist variiert von Kasse zu Kasse, aber dieses Budget kann auch zum (Teil-)Finanzieren der Rufbereitschaftspauschale genutzt werden. Allerdings muss das Geld dafür erst ausgelegt werden und kann dann von der Krankenkasse zurück geholt werden. Bei uns zahlt die Krankenkasse zum Beispiel 250,- Euro, somit ist die Hälfte schon mal abgedeckt. Weiter werden wir uns zur Geburt statt unnötigem Zeug einfach Geld wünschen. Ihr seht, es ist also finanziell absolut machbar.

Geburtshaus

Familie, Schwangerschaft

Schwangerschaft- wie übersteht man die ersten 3 Monate (nach erlebten Fehlgeburten)

Ich bin Schwanger. Ein Satz voller Freude. Und trotzdem ein Satz, der so viel Angst in sich tragen kann. Für viele Frauen sind die ersten drei Monate der Schwangerschaft eine Zeit der Angst. Vor allem für die, die schon eine oder gar mehrerer Fehlgeburten erleben mussten.
Aber diese Angst betrifft nicht nur die Mamas, auch Väter werden oft von ihr heimgesucht. Was also können wir tun um mit ihr um zu gehen und so auch das erste Trimester der Schwangerschaft zu genießen?

Die ersten drei Monate der Schwangerschaft überstehen.
Wenn die erste Freude von Angst verdrängt wird.

Die Zeit vergehen lassen

Nein, zaubern können wir alle nicht, aber jeder kennt die Situation des Wartens. Plötzlich scheint die Zeit zu kriechen. Die Welt dreht sich nur noch halb so schnell und die Stunde, die sonst so schnell um ist zieht sich wie Kaugummi.

Heißt also, raus kommen aus dem Warten. Grade wenn man im Beschäftigungsverbot oder krank geschrieben ist, ist das gar nicht so einfach. Aber es liegt an uns. Es gibt eigentlich immer was zu tun. Einkaufen, Haushalt auf Vordermann bringen, Freunde treffen, den Balkon oder Garten herrichten. Um dekorieren. Akten und Papierkram ausmisten und auf Vordermann bringen. Je mehr zu tun ist, desto schneller vergeht die Zeit. Das ist einfach so.

 

Den Frauenarzt auf seiner Seite haben

Grade bei Frauen, die schon eine oder mehrere Fehlgeburten erlebt haben sind Ärzte im ersten Trimester oftmals bereit, etwas häufiger zu schauen ob alles ok ist. Nach zu fragen ob ihr bis zur 12 Woche alle 2 Wochen rein kommen könnt kostet erstmal nichts. Und meist trifft man auf Verständnis.

Aber auch anders rum kann es gehen. Die Ultraschall Termine machen dich völlig nervös? Bitte deinen Arzt nur in der 7. und 12. Woche ein mal zu schallen, auch das ist absolut ausreichend, wenn du dich damit besser fühlst.

 

Von der Möglichkeit der Selbstkontrolle

Es gibt auf dem Markt so genannte „Taschendoppler“, das sind Geräte die wir meist dann durch unsere Hebamme kennenlernen. Mit ihnen kann mittels einer Art kleinen Ultraschallkopfs der Herzschlag des Babys gehört werden. Das kann eine riesige Beruhigung sein, wenn man sich grade Sorgen macht.

Aber Vorsicht, auch diese Geräte haben ihre Tücken. Vereinzelt finden Frauen den Herzschlag schon um die 9. Schwangerschaftswoche damit. Häufiger dauert es aber einfach auch bis etwa zur 12. Woche. Und dann ist die Zeit der großen Angst für die Meisten bereits vorbei. – Auch kann es sein, dass man aufgrund einer ungünstigen Lage den Herzschlag mal nicht findet, obwohl er zwei Tage zuvor gut hörbar war. Auch das kann unnötig Sorgen Schüren. Daher sollte jeder für sich vorher gut abwägen ob ein solcher Doppler wirklich sinnvoll und hilfreich sein kann.

 

Die Hebamme – eine gute Seele

Ab dem Zeitpunkt, wo ihr von der Schwangerschaft wisst, steht euch auch die Betreuung durch eine Hebamme zu. Aufgrund der prekären Lage dieses Berufs ist eh zu empfehlen so früh wie möglich eine Hebamme zu suchen, damit man überhaupt eine bzw. eine findet, mit der man sich sympathisch ist und vertraut.

Eine gute Hebamme steht euch auch in den ersten drei Monaten mit Rat und Tat zur Seite. Sei es um Beschwerden zu lindern oder euch die Sorgen etwas zu nehmen.

 

Vertraut in euren Körper

Ich hätte niemals erwartet, dass ich einen solchen Satz mal sagen werde. Aber es stimmt. Die meisten (frühen) Fehlgeburten liegen in einem schwerwiegenden genetischen Defekt begründet. Diese Kinder wären in der Regel nicht, oder nicht lange lebensfähig. Es sind defekte, bei denen im Verlauf, wenn es soweit käme sogar späte Abbrüche angeraten werden würden. Der Körper, die Natur regelt es daher oft vorher von ganz allein.

Das ändert nichts an dem schmerzhaften Verlust des eigenen, gewünschten Babys den  wir in einer solchen Situation erleben. Aber tatsächlich empfinde ich persönlich den Gedanken tröstlich, dass die Natur dem Kind und wohl auch den Eltern so weit größeres Leid erspart. Und auch eines wird klar- an einer Fehlgeburt seid nicht ihr schuld! Das ist etwas, was damals für mich so schwer zu verstehen war. Ich habe so lange den Fehler bei mir gesucht. Das verletzt in dieser Situation unnötig nur noch mehr.

 

Redet!

Es hilft die Ängste zu verbalisieren. Am ehesten bietet sich das mit dem Partner an, denn wie oben erwähnt, werden auch sie oft von den selben heimgesucht. Alternativ gibt es neben Arzt und Hebamme aber auch noch die Freundinnen- oder zumindest die Beste. Die eigenen Mutter oder Schwiegermutter. Oder auch anonym Foren, die einen Austausch möglich machen. Austausch tut gut. Egal ob es nur das raus lassen der eigenen Sorgen ist, oder ob durch Erfahrungen von Anderen auch gleichzeitig Mut gemacht wird.

 

Mini Meilensteine

Grade wenn ihr nach vorherigen Fehlgeburten am Anfang engmaschiger Untersucht werdet hilft es oft, sich gedanklich kleine Meilensteine zu setzen und das erreichen jedes einzelnen, bringt einen näher ans Ziel. Das kann zum Beispiel so aussehen: 1. Fruchthülle, 2. Fruchthülle + Dottersack, 3. Fruchthülle, Dottersack + Embryo, 4. Embryo mit Herzschlag . Und wenn das Herzchen schlägt, dann verringert sich das Abortrisiko schon mal um etwa die Hälfte. Das ist schon ein sehr großer Meilenstein auf dem Weg, die ersten 12 Wochen zu überstehen.