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Familie

Tipps für mehr Gelassenheit im Alltag mit Kindern

5 Tipps für mehr Gelassenehit im Alltag mit Kindern

Auf Augenhöhe bleiben, bedingungslose Liebe leben, Gleichwertigkeit und die Bedürfnisse aller Beachten. Da komme ich schon fast beim lesen ins Schwitzen.
Wie schaffe ich es denn da mir die Gelassenheit im Alltag zu erhalten? Oder genauer, wie komme ich, trotz der Ansprüche an mich selbst als Mutter (oder Vater), der Bedürfnisse und der Kapriolen die mein inneres Kind in so mancher Situation schlägt gelassen mit Kindern durch den Alltag. Naja, wenigstens gelassener, denn das jeder mal die Nerven verliert halte ich für absolut menschlich.

Gelassenheit im Alltag mit Kindern die 5 besten Tipps

Gelassenheit durch das Loslassen falscher Erwartungen

Wir müssen uns klar machen, wozu unsere Kinder motorisch und kognitiv in der Lage sind. Erwachsene neigen leider dazu, dass sie von sich auf andere schließen. Sie erwarten von Kindern Verständnis, Empathie, selbst Regulation, Beherrschung und Geduld.

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Das alles sind Dinge, zu denen kleine Kinder aufgrund ihrer mangelnden Hirnreife noch nicht, oder nur eingeschränkt in der Lage sind.
Empathie Fähigkeit zum Beispiel nimmt also mit etwas 4 Jahren langsam ihren Anfang und ist erst in der Pubertät komplett abgeschlossen.
Wenn wir als Eltern nun aber permanent mit einer falschen Erwartung dessen rum laufen, wie unser Kind sich verhalten (können) sollte, dann geraten wir unter Stress, wenn es dieses erwartete Verhalten nicht zeigt.

Pah! Kinder kooperieren immer. So ein quatsch. Ich sehe ja, dass das nicht so ist.

Stimmt.
Kinder können nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten kooperieren.
Wenn jemand von mir als Krankenschwester eine Technische Zeichnung verlang, dann muss ich auch sagen: “Du, das kann ich nicht,sorry.”
Den Kindern fehlt für eine solche Aussage aber noch das Verständnis und die Kommunikationsfähigkeit.

Wenn wir uns den Fähigkeiten unserer Kinder in verschiedenen Altersstufen bewusst(er) werden. Oder die Erwartungen einfach so los lassen, finden wir zu mehr Gelassenheit im Alltag zurück.
Auch das pochen auf Fähigkeiten die unser Kind in dem und dem Alter laut Literatur aber schon haben müsste, und eben noch nicht hat hilft keinem weiter.
Jedes Kind ist anders.
Jeder Mensch ist anders.
Und je eher wir das verinnerlichen, desto leichter wird es für uns unserer Kinder zu begleiten.

Gelassenheit durch Entlastung

Es braucht ein Dorf, um ein Kind groß zu ziehen.
Zugegebener maßen schaffen es viele Eltern auch ohne ein solches. Die Frage ist aber immer, zu welchem Preis?
Wenn es an Unterstützung mangelt, dann kommt am Ende immer jemand zu kurz, die Kinder, die Eltern, die Beziehung/Ehe.

Die kleine Stimme im Hinterkopf, die immer wieder ruft “ich will doch aber nur mal wieder …….” ( hier könnt ihr beliebige Wünsche und Bedürfnisse einsetzen Pause haben, ein Buch lesen, über was anderes reden als Kinder, Sex haben, in ruhe duschen) stresst enorm.
Je mehr unerfüllte Bedürfnisse wir selbst haben, desto leichter geraten wir aus der Balance. Plötzlich bringt uns der kleinste Streit der Kinder auf die Palme. Und unser Köper und unsere Seele schreit auf ihre Art nach Entlastung.

Wir leben heute nicht mehr in einer Gruppe, in der die Kinder irgendwie von jedem wechselnd betreut werden. In den heute üblichen Kleinfamilien lastet aller Druck auf den Eltern. Lohnarbeit, Carearbeit, Haushalt. Mit den Dingen die wir täglich zu tun haben, lassen sich 3 Vollzeit Jobs füllen.
Das kann nicht gesund sein.
Und das kann niemand gelassen bewältigen.

Wir müssen uns also um Entlastung kümmern.

Und dafür ist es egal ob ihr auf dem Dorf oder in der Stadt wohnt. Und auch die Erwartung, das ihr euch nur mit Menschen zusammen tun könnt, die alles ganz genau so machen wie ihr, solltet ihr los lassen. Natürlich sollte ein gemeinsamer Konses da sein, aber darüber hinaus ist es wichtig, das ihr euch gegenseitig vertraut und eure Kinder in guten Händen wissen. (Das gilt im übrigen auch für Betreuungseinrichtungen.) Ob Familie, Freunde, Nachbarn, Babysitte oder Betreuungseinrichtungen, wichtig ist, das ihr euch ein Netzwerk aufbaut welches euch unterstütz wenn es nötig ist. Damit ihr wieder mit mehr Gelassenheit im Alltag auf eure Kinder trefft und mit ihnen interagieren könnt.

Atmen

Es mag stumpf und abgedroschen klingen, aber Atmen hilft!
Wenn wir ruhig und konzentriert atmen, dann fahren wir den Puls runter und unser Gehirn schaltet vom “Flucht-Gefahr” Modus wieder zurück in den denkenden Modus.
Nur so haben wir rein körperlich überhaupt die Option ruhig und gelassen zu bleiben. Wenn wir das Atmen regelmäßig ohne Stressoren üben, dann fällt es uns leichter es auch unter Spannung an zu wenden und unser Gehirn schaltet schneller wieder aus dem Stressmodus raus.

Immer vom Besten ausgehen

Wenn wir genervt sind oder uns auf den sprichwörtliche Schlips getreten fühlen, dann ist oft dieser Gedanke “das macht er doch mit Absicht” sehr präsent. Wenn wir das Gefühl haben extra geärgert zu werden, dann ist es mit Geduld und Gelassenheit nur leider auch nicht weit her. Darum hilft es, übrigens nicht nur im Bezug auf Kinder, immer mit der “Unschuldsvermutung” an die Sache ran zu gehen. Das bedeutet nicht, das jemand etwas nicht getan hat. Nur ,dass es eben nicht absichtlich war. Deine Freundin hat sich nicht den Typen klar gemacht weil du auf ihn stehst, sondern weil sie ihn heiß findet und um deine Gefühle nicht wusste. Der andere Fahrer schnappt sich nicht den letzten Parkplatz, für den du schon 5 Minuten wartend am Rand stehst, weil er nur seinen Vorteil sieht, sondern weil er dich einfach nicht wahrgenommen hat. Und dein Kind ist grade nicht so anhänglich und weinerlich um dich zu ärgern, sondern weil es grade selbst viel zu verarbeiten hat.

Kinder haben gute und schlechte Tage. Genau so wie jeder andere Mensch auch. Es ist nicht ihr Fehler, dass sie uns noch zum co-regulieren benötigen. Sie machen das nicht mit Absicht. Und sie können nichts dafür, dass das für uns eine so große zusätzliche Belastung ist.

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Darüber, wie Kleinkinder Emotionen erleben und ihr ihnen beim bewältigen helfen könnt, habe ich hier geschrieben.
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