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Familie

Um Babys und Kinder kümmern – nach dem Instinkt

Wir sagen gern, dass wir mehr auf unseren Instinkt vertrauen sollen. Auf unser Bauchgefühl hören sollen. Das Problem dabei ist, dass dies stark von unseren Vorbildern und eigenen Erfahrungen geprägt ist.

 

Beeinflusst, warum unser Instinkt meist keiner ist.

Wenn wir das Gefühl haben wir sollten mit einem Kind auf eine bestimmte Art und Weise umgehen, dann liegt dieses Gefühl meist in dem begründet, wie mit uns als Kind in der Situation umgegangen wurde (sofern wir uns erinnern) und wie wir es in unserem Umfeld erleben und erlebt haben.

Viele Erwachsene denken, ohne sich weiter belesen zu haben, man dürfe nicht bei jedem „pieps“ den ein Baby macht springen.

Sie denken, dass ihnen dies ihr Instinkt sagt.

Doch eigentlich ist es erlerntes Verhalten. Das zeigt mir mein Leben aktuell täglich.

 

Erlernte “schnelle” Reaktion ist anders als instinktive

Ich bin wirklich der Typ Mutter, der sehr schnell reagiert.

Ich habe das Igelchen meist vor mir bevor er zu weinen beginnt. Und tatsächlich ist auch das von mir erlerntes Verhalten. Ich höre, dass das Igelchen Töne macht, wäge diese ab und schätze ein : ist das jetzt nölen oder noch nicht?

Denn ich habe gelernt, dass Babys eben nicht weinen müssen, sondern es unsere Aufgabe ist zu schauen ob sie Bedürfnisse haben, die es zu erfüllen gilt.

Sicher fühle ich mich dabei auch deutlich besser, als wenn er weint – aber letztlich möchte ich nicht behaupten es wäre mein Instinkt. Ich glaube, dass ich und viele andere ihren Instinkt (im übrigen in vielen Bereichen) weitestgehend verloren haben. Instinktives handeln ist nämlich in unserer Gesellschaft meist nicht gefragt.

 

Kleinkinder können oft noch instinktiv handeln

Wer aber oft instinktiv handelt das sind Kleinkinder.

Das ist der Grund, warum sie oft für nicht gesellschaftsfähig gehalten werden – und tatsächlich oft den falschen Erwartungen auch gar nicht gerecht werden können.

Der Punkt aber ist, dass der Bär mir zeigt, welches instinktive Verhalten Menschen auf das Weinen von Babies haben.

Sie kümmern sich.

Sie trösten.

Sie beruhigen.

Man könnte nun meinen : klar, das lebe ich ja so vor und er ahmt nach und sicher ist das das WIE auch eine Nachahmung.

Tatsache ist aber auch, dass der Bär 30-120sekunden bevor ich reagiere (reagieren würde) schon Bescheid gibt „Mama, igelchen weint“ – und zu 99% weint er da noch nicht.

Ja er macht Töne, Töne die ich(!) noch keiner Unzufriedenheit zuordnen könnte, bei denen mein Hirn noch damit beschäftigt ist sie ein zu ordnen und abzuwägen.  Wenn ich dann aber nicht reagiere wenn der Bär mich aufmerksam macht, dann werden die Töne in den nächsten 30-120 Sekunden zu einem deutlichen queängeln oder gar weinen. 

Nun… DAS nenne ich ungefälschten Instinkt. Und immer wieder denke ich, dass mein kleiner, großer Junge diesbezüglich noch ein wunderbarer Lehrer für mich ist. Ich hoffe sehr, dass er sich dies erhalten und später bei eigenen Kindern nutzen kann.

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