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Familie

Warum Kinder anschreien wirkungslos und schädlich ist.

Kind anschreien – Wer kennt es nicht? Nichts klappt wie geplant, man selbst hat sich verkalkuliert und das Kind kann nach einem stressigen Tag nicht mehr so kooperieren wie man es sich vorgestellt hat. Am Ende ist man sauer und hilflos. Merkt wie die Stimme immer lauter wird, beim bitten und drängen, bis schließlich nur noch eine Anweisung geschrien wird.

 

Hilflos

Hilflosigkeit, das ist es in den meisten Fällen, was zu solchen Aussetzern führt. Auch wenn wir doch eigentlich anders mit unseren Kindern umgehen wollen. Wir wissen nicht mehr weiter und werden darum laut. Wer laut ist hat recht und gewinnt, scheint der unterbewusste Gedanke dahinter zu sein. Quasi die Macht des stärkeren – oder aber körperlich zu sein.

Aber wie ist es wirklich?

 

Nicht zielführend

Ich kenne kein Kind, was auf schreien mit Kooperation reagiert (sofern es noch keine  Angst vor sonst folgenden Strafen hat). Kinder regieren je nach Temperament verschieden. Während die einen einfach gar nicht mehr reagieren und völlig abgeschottet wirken. Spiegeln die anderen das elterliche Verhalten und schreien einfach auch. Eins haben jedoch alle Kinder gemeinsam. 

 

Gedankliches Abschalten

Kinder können nicht mehr denken, wenn sie angeschrien werden. Ganz automatisch, quasi als Schutzmechanismus schaltet das Gehirn ab. Das schreien wird zwar wahrgenommen. Was da aber eigentlichen verlangt oder gesagt wird kommt bei den Kindern einfach nicht mehr an. Am Ende haben wir dann genau das Gegenteil von dem erreicht was eigentlich das Ziel war. Ignoranz (unbewusst) statt Kooperation. Und lässt uns noch viel hilfloser da stehen. Denn was tun, wenn nicht mal mehr schreien hilft…

 

Emotionale Verletzung

Was bei Kindern unabhängig vom gesprochenen Wort aber sehr wohl ankommt ist die Wut die auf emotionaler Ebene transportiert wird.

Sehr vereinfacht gesagt: Mama schreit = ist wütend = hat mich nicht lieb. 

Das ist es auch warum Kinder jenseits des Kleinkindalters dann mit unter sensibel auf die Aussage “oder muss ich erst laut werden?!” reagieren und dann doch tun was verlangt wird. Denn dieses nicht geliebt werden möchte niemand fühlen. Man könnte nun also meinen die “Erziehung” die Methode schreien wäre ein erfolgreiches Mittel, doch sollte man sich hier immer die Frage stellen, zu welchem Preis?

Möchte ich meinem Kind wirkich vermitteln, es nur bei angepasstem Verhelfen zu lieben? Oder möchte ich viel mehr meinem Kind meine bedingungslose Liebe zusichern? 

 

IWarum das anschreien unserer Kinder wirkungslos uns beziehungsschädigend ist.

 

Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein

Das Thema schreien liegt mir besonders am Herzen, denn es ist mein wohl größtes Laster, wie ich auch im Gastartikel  für “Andere Wege” geschrieben habe.

Ich möchte durch diesen Artikel nicht anprangern – außer vielleicht mich selbst. Ich möchte sensibilisieren und verständlich machen, warum schreien sinnlos und beziehungsschädigend ist.

 

Was kann ich dagegen tun?

Die Möglichkeiten und Vorlieben sind vielfältig. Jeder muss für sich selbst herausfinden, was ihm hilft der Wut und Hilflosigkeit zu entfliehen. 

Mir hilft in erster Instanz erstmal auf zu hören zu reden, wenn ich merke das ich laut werde. 

Weiter gibt es Optionen wie z.b: Kurzes Meditieren, die Situation verlassen, sich auf die Atmung konzentrieren oder im Zweifel einfach mal vor die Tür gehen und den Frust raus schreien.

Ja wir verlieren dann etwas von der eh schon knappen Zeit- aber hey mit schreien wären wir auch nicht schneller. Und wenn wir dann wieder entspannt in die Situation gehen stehen die Chancen gemeinsam mit dem Kind eine Lösung zu finden gleich sehr viel besser.

 

 

 

 

 

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