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Was Familien im Wochenbett brauchen

Die ganze Schwangerschaft über leistet unser Körper großartiges. Dann das Wunder der Geburt, egal ob vaginal oder durch die Bauchdecke geboren, auch hier eine enorme Belastung für den Körper. Ein Wunder! Und schließlich zur Regeneration das Wochenbett. 

 

WochenBETT

Wochenbett, das heißt so, weil Frau ins Bett gehört. Mindestens doch aber aufs Sofa.

Das Wochenbett ist eine Zeit der Regeneration. Aber auch des Ankommens, der Umstellung, der Liebe, des kennenlernens, der neu findung.

Es ist eine Zeit geprägt von Freude wie Trauer, von Zuversicht und Angst. Es ist die Zeit, in der die “Care-“ und Hausarbeit, die sonst noch immer so oft die Aufgabe der Frau ist von jemand anderem erledigt werden muss. 

Bett, Bonden, umsorgt werden im wochenbett

Mothering the Mother

Eine Frau die nach der Geburt fast nur liegt.

Die oft gar keinen großartigen Besuch empfangen will, eine Frau die selbst bemuttert werden sollte.

Ist das wirklich so schwer, so ungewöhnlich?

Viele Menschen stehen nach der Geburt da. Mit Geschenken für den neuen Erdenbürger. Da gibt es Kleidung die ungetragen wieder in den Karton im Keller kommt, weil es einfach zu viel war. Da gibt es Schnuller, die nicht gemocht werden und am Ende im Müll landen und Flaschen die nicht gebraucht und weiter verschenkt werden. 

Was eine junge Familie viel mehr benötigt, ist Hilfe, Unterstützung, ein bisschen Bemuttern.

 

Wie können wir helfen?

Die Hilfe kann viele Gesichter haben- ein vorgekochtes Essen für jeden Tag.

Mit einkaufen.

Ältere Geschwister zum Spielen mit nehmen. 

Die Wäsche waschen- oder zusammenlegen.

Mal schnell durch saugen und wischen.

Oder auch einfach ein Paket mit Kleinigkeiten, gesund, Kraft gebend die mal eben nebenbei mit einer Hand im halb liegen gegessen oder getrunken werden können. 

 

Aber… woher weis ich ob Hilfe erwünscht ist ?

Viele junge Familien trauen sich nicht, nach Hilfe zu fragen und andersrum nicht als Tatsachen formuliertes ab zu lehnen obwohl sie es gern würden.

Statt also darauf zu warten, dass man angesprochen wird, ist es sinnvoll Hilfe aktiv an zu bieten. Und zwar nicht nur „ich helfe wenn ich soll“ – sondern konkret „ich fahre morgen einkaufen, ist es okay wenn ich für euch mir Einkaufe?“, so fällt das ja sagen gleich viel leichter. 

Gleichzeitig hilft es das Baby nicht „klauen“ zu wollen. Klar, alle wollen das süße Mini Ding mal haben. Aber statt zu sagen „wir gehen ne runde mit dem

Baby raus und du hast Pause“ ist ein „wenn du kurz duschen magst kann ich solange aufpassen“ der bessere Weg. 

Egal wie – achtet die Grenzen und Wünsche der Familie. Aber seid präsent in dem Angebot der Unterstützung. Ein „nein“ an der einen Stelle, heißt nicht das gar keine Hilfe gewünscht ist. Und niemand wird sich trauen nach Hilfe zu fragen wenn ihr immer kommuniziert, wie viel Ihr eh schon um die Ohren habt. 

Familien nach der Geburt unterstützen.

Das Wochenbett dauert …

Das Wochenbett dauert 8 Wochen.

Nicht nur eine oder zwei.

So lange braucht es auch, um sich als Familie neu zu finden, ein zu leben, kennen zu lernen und zu bonden.

Ich spreche aus eigener Erfahrung wenn ich sage: beim zweiten Kind dauert es oft eher noch länger.

Es wird in dieser Zeit zwar immer weniger Hilfe (nach und nach) nötig, aber es sollte eben dennoch auch nichts großes erwartet werden. 

 

 

 

 

 

 

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