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Familie

Weihnachten mit der Familie überstehen – möglichst ohne Stress und Streit

Weihnachten, Zeit der Liebe und Besinnlichkeit. Und auch die Zeit der Familienfeiern. Wir finden uns zusammen essen gemeinsam und unterhalten. Gerade für Familien, die sich auf einem anderen, einen neuen Weg, ist das nicht immer angenehm. Wie also können wir die Weihnachtszeit möglichst ohne Streit innerhalb der Familie überstehen? 

 

Kritische Themen vermeiden

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Mehrheit von uns sich nicht an einen Tisch setzt  über Erziehung oder Nichterziehung diskutiert. Zumindest nicht mit der eigenen Familie . Für alle, die das noch anders sehen sei an dieser Stelle gesagt, dass dies maximal in einem eins zu eins Gespräch sinnvoll ist und nicht gemeinsam am Esstisch mit der gesamten Verwandtschaft. Heißt, das Weihnachtsessen ist nicht dafür gemacht eigene Erziehungsmethoden zu erläutern, oder selbst erlebte zu kritisieren. Das bedeutet, dass ein Kommentar unter Umständen auch einfach mal herunter geschluckt wird. 

 

Wir sind nicht da um andere zu belehren

Wir sind Eltern und wir wollen natürlich unsere Kinder beschützen. Gerade wenn Verwandte anders mit unseren Kindern umgehen, als wir selbst es tun, neigen wir dazu einzugreifen. Einreist, ein großes Konfliktpotenzial. Der Gegenüber fühlt sich gemaßregelt und unfair behandelt. In den seltensten fällen, das Handeln absichtlich böse gemeint. 

Ich möchte nicht sagen, dass jeder mit unseren Kindern umgehen kann wie es ihm beliebt. Aber ich möchte sagen, dass wir unser Einschreiten genau abwägen sollten. In der Gesellschaft niemals vorkommen, dass jeder Mensch gleich handelt oder den anderen gleich behandelt, wie dieser das von zuhause kennt. Und das ist in Ordnung. Kinder sind auch in jungen Jahren sehr gut in der Lage zu unterscheiden, wer sie wie behandelt. Und sie ziehen daraus Ihre ganz eigenen Konsequenzen. So werden Sie mit Menschen die sie nicht ernst nehmen keine Zeit verbringen oder gar spielen wollen. Und wir müssen nicht permanent daneben stehen und mit erhobenem Zeigefinger sagen, dass man aber anders mit unserem Kind umgehen soll. 

Wo sich ein einschreiten aber immer lohnt, gerade bei Familienfeiern, ist wenn die Grenzen des Kindes übertreten werden. Das heißt, möchte das Kind nicht geknuddelt, geküsst, auf den Schoß genommen oder angefasst werden, dann sollte dies von den anderen Menschen akzeptiert werden. Sind diese dazu nicht in der Lage, ist es unsere Aufgabe als Eltern unserem Kind beizustehen und es in der Einhaltung seiner Grenzen zu unterstützen. Klar zu kommunizieren, das ein Nein akzeptiert werden soll. Dies muss dann auch nicht weiter diskutiert werden.

 

Du musst dich nicht rechtfertigen

Auch zum „sich erklären“ ist nicht der beste Zeitpunkt. Je mehr Menschen, desto mehr Meinungen und jeder weis noch was besseres dazu.

Wenn du also für deine Erziehung oder Umgang mit dem Kind kritisiert wirst, oder ganz generell danach gefragt wirst biete für alles Weitere ein Zwiegespräch in aller Ruhe an. Sei dabei – auch wenn du zuvor kritisiert würdest freundlich aber bestimmt.

Von einem lockeren „das erkläre ich gern mal in Ruhe bei einem Kaffee“ bis hin zu „es ist in Ordnung das du es anders machen würdest, aber genau dieses Recht habe auch ich.“ ist ein weiter Spielraum vorhanden. 

 

Planung ist alles 

Wenn Weihnachten mit all den Feiern und Essen und der Überdosis Familie doch schon stressig ist, wie ist es dann für unsere Kinder? Egal wo man hin kommt, überall gelten andere Regeln, ständig wird Kooperation verlangt. Das KANN auf Dauer nicht funktionieren.

Das heißt, wollen wir ein Weihnachten, was für alle schön ist, liegt es in unserer Verantwortung passend zu planen. Also mit genügend Pausen, Mittagsschlaf, Ausgleichszeit zum Toben und „machen was man möchte“. Ansonsten gehen die Kinder ziemlich sicher zeitnah sprichwörtlich über Tische und Bänke. Und davon abgesehen, dass das für niemanden, auch nicht für die Kinder, schön ist. Geraten wir so sehr viel eher in die Situation entweder unfair zu unseren Kindern zu werden- damit wir und sie den Erwartungen entsprechen. Oder mit der Familie über unsere (nicht) Erziehung zu diskutieren, weil die Kinder sich ja so schlecht benehmen. Auch abendliche Termine sind oft eher Kontra produktiv, denn müde oder überdrehte Kinder sind auch kein Geschenk.

 

Andere Häuser – andere Regeln

Das dürfen auch unsere Kinder lernen. Es ist völlig in Ordnung, wenn es daheim auf dem Tisch sitzt zum Essen. Und es ist ebenso in Ordnung, wenn Oma das bei sich nicht möchte. Wir können an der Stelle vermitteln, dem Kind erklären und ggf. trösten und begleiten. Aber die Regeln im anderen Haus zu verändern obliegt nicht uns und der Versuch führt meist nur zu Streit. Verständlich, ich möchte das andersrum ja auch

 

Deko und co

Glaskugeln am Baum auf Kleinkind Höhe sind sowohl zuhause als auch bei anderen eher semi praktisch. Zuhause ist es leicht, da gibt es dann Kugeln entweder nur weiter oben am Baum und unten nur Stohsterne oä., oder es dürfen dann doch mal Plastikkugeln sein.

Um größere diskrepanzen mit der Familie zu vermeiden, hilft es vorher darauf hin zu weisen, dasss die Deko angepasst wird, oder eben damit gerechnet werden muss, dass mal etwas zu Bruch geht. Alternativ könnt ihr natürlich auch zu euch einladen – wo alles “passend” gestaltet ist.

 

Wichtiges in Kürze

Weihnachten mit der Familie

 

 

 

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