Wie Glückt der Start ins Leben?-Neues zur frühkindlichen Prägung aus der Wissenschaft

Wie Glückt der Start ins leben

Vortrag Frühkindliche Prägung

Gestern Abend habe ich im Tagungszentrum einen Vortrag mit dem Titel:“Frühkindliche Prägung – wie glückt der Start ins Leben?“ besucht. Es war sehr spannend und die Quintessenz des Vortrages möchte ich euch heute weitergeben.

Kurz umrissen- worum geht es?

Die Infektionskrankheiten gehen aufgrund des medizinischen Fortschritts und den „besseren“ , zumindest aber sauberen Lebensbedingungen zurück. Dafür sind chronisch entzündliche Erkrankungen, Allergische Erkrankungen und autoimmun Erkrankung (chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Asthma, Rheuma, Multiple Sklerose usw.) auf dem Vormarsch. Warum ist das so?

Was lässt sich präventiv tun?

Der Grund für den drastischen Anstieg oben genannter Erkrankungen ist, da ist sich die Wissenschaft ziemlich sicher der geänderte Lebenswandel und die „besseren“ Lebensbedingungen. Ausschlaggebend verantwortlich für unsere Gesundheit ist unser sogenanntes Mikrobio. Das sind die Bakterien die in Symbiose mit uns leben, z.b auf unserer Haut und in unserem Darm. So und nun wird es interessant für alle (werdenden) Mamas. Man hat festgestellt, dass dieses Mikrobio sich innerhalb unserer ersten 1000 Tage manifestiert. ( Die Schwangerschaft wird da mit gerechnet.) Danach steht das fest, lässt sich nicht mehr bzw kaum beeinflussen und switcht (z.b nach einer starken Antiobioika Behandlung die es kurzfristig durcheinander bringt) auch immer wieder in dieses „Ausgangslage“ zurück.

Heißt für uns als Mütter und werdende Mütter, es ist für das ganze Leben unserer Kinder essentiell wichtig, welche Umgebung und Nahrung wir Ihnen in den ersten Lebensmonaten bieten. Ja sogar die Geburt spielt schon eine Rolle. Was ist nun wichtig um das Mikrobio unserer Kinder möglichst gut auf zu stellen, so dass man das Risiko an oben genannten Krankheiten zu erkranken senken kann?

Stärkung des Mikrobio- wie lege ich den Grundstein für ein gesundes Leben?

Es ist Vielfältigkeit. Unsere Kinder sollten in ihren ersten 1000 Tagen möglichst viel mitbekommen, essen, trinken etc . Eine Studie aus München zeigte beispielsweise, dass Kinder die bis zu ihrem ersten Geburtstag regelmäßig in einem Kuhstall waren und Kuhmilch getrunken haben signifikant seltener an Asthma erkrankt sind. Das ganze heißt nun in Kurzfassung: die Kinder sollten Raus gehen, so viel und lange wie möglich, sie sollten verschiedene Dinge essen, im Dreck spielen (wenn auch davon mal was im Magen landet sei’s drum), probieren wie Gänseblümchen schmecken und auch sonst vielfältig ernährt werden. Muttermilch ist ein sehr ausschlaggebender präventiver Faktor, durch das stillen das Baby viel des Mikrobio seiner Mutter mit bekommt und durch die Ernährung mit verschiedenen Bestandteilen verschiedenster Nahrung in Kontakt kommt, 6 Monate voll stillen und erst dann die Beikost einführen, so wie bis zu 2 Jahre nebenher weiter stillen wurde empfohlen!

Die Vaginale Geburt ist eine Prävention, da es schon während der Geburt mit dem Mikobio der Mütter durch Vaginal Sekret in Kontakt kommt (mancherorts werden Kaiserschnitt entbundene Kinder aus diesem Grund nach der Geburt mit Vaginalsekret der Mutter eingerieben). Zumindest aber sollten, wenn irgendwie möglich Kaiserschnitt entbundene Kinder so lange wie möglich gestillt werden.

Tiere oder regelmäßiger Tierkontakt wirken sich positiv aus. Genau so wie die Vermeidung von Feinstaub und (passiv) Rauchen.

Also denkt daran. Es liegt an uns, unseren Kindern gesundheitlich das Beste mit auf den Weg zu geben. 1000 Tage haben wir. Lasst uns diese Zeit nutzen so gut es geht!

Babygesundheit, wie gelingt der Start ins Leben

Die ersten 1000 Tage bilden die Basis für die Menschliche Gesundheit